Kim Jong-un lässt vor Trump-Xi-Treffen Rakete aus Nordkorea fliegen
VonPatrick Mayer
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Donald Trump und Xi Jinping wollen sich in Südkorea treffen. Prompt testet Nordkorea eine ballistische Rakete. Kim Jong-un hält sich erneut nicht an Regeln.
Pjöngjang – Es ist ein mit Spannung erwartetes weltpolitisches Treffen: US-PräsidentDonald Trump will Ende Oktober beim APEC-Wirtschaftsgipfel in Südkorea direkt mit Xi Jinping verhandeln, dem sozialistischen Machthaber aus China. Es wird wohl um Taiwan gehen, um Strafzölle aus Washington gegen Peking, und um internationale Krisen. Im Vorfeld dieses Treffens der beiden Staatschefs gibt es aber Ärger aus Nordkorea.
US-Präsident Donald Trump (Mi.) und Chinas Machthaber Xi Jinping (re.) sprechen bald über die Beziehungen ihrer Länder. Nordkoreas Kim Jong-un (li.) sorgt im Vorfeld für Aufregung.
Wie die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP berichten, beschuldigt die südkoreanische Regierung Nordkorea, mindestens eine ballistische Rakete abgefeuert zu haben. Die nicht identifizierte Rakete sei in Richtung des Meeres vor der Ostküste des Nachbarlandes geflogen, teilte das südkoreanische Militär am Mittwoch (22. Oktober) mit. Es war der erste Raketenstart des nordkoreanischen Regimes dieser Art seit dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung im Juni.
Unter Kim Jong-un: Nordkorea wird wegen Atomwaffenprogramm sanktioniert
Laut dem Spiegel hatten die Vereinten Nationen (UN) Diktator Kim Jong-un und dessen Regime per Beschluss des Staatenbundes verboten, ballistische Raketen zu starten, die in der Theorie mit Atomsprengköpfen ausgestattet werden können. Pjöngjang wird wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms international erheblich sanktioniert, weswegen das Land mit seinen rund 27 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern in etlichen Lebensbereichen als rückständig gilt.
Nordkorea hat sich in den vergangenen Jahren im Umfeld von Ukraine-Krieg und internationaler Spannungen Russland und dem Kreml-Chef Wladimir Putin sowie China und Xi Jinping angenähert, die demokratischen USA gelten außenpolitisch dagegen als „Erzfeind“. Brisant: Nordkorea hatte Putin für dessen Ukraine-Krieg tausende Soldaten sowie Dutzende Mehrfachraketenwerfer und selbstfahrende Haubitzen geschickt.
Während China und Nordkorea ihren Einfluss auf das östliche Russland ausweiten, geht es Trump laut dpa bei dem geplanten bilateralen Treffenmit Xi in Südkorea um einen Handelsdeal. Und das, obwohl der 79-jährige Republikaner Peking zeitgleich mit knallharten Strafzöllen droht. „Ich werde China ziemlich früh im nächsten Jahr besuchen“, hatte Trump am Montag (20. Oktober) bei einem Empfang für den australischen Premierminister Anthony Albanese im Weißen Haus angekündigt.
Vor Treffen mit Xi Jinping: Donald Trump droht China mit Strafzöllen der USA
Trump meinte weiter: „Ich denke, wenn wir unsere Gespräche in Südkorea beenden, werden China und ich ein wirklich faires und wirklich großartiges Handelsabkommen haben.“ Sollte es zu keiner Einigung kommen, würden am 1. November zusätzliche Zölle auf Importe aus China von 100 Prozent eingeführt, erklärte er. Es war die nächste Zoll-Androhung Trumps gegen China. Der kommende Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) findet vom 27. Oktober bis 1. November im südkoreanischen Gyeongju statt. (Quellen: Reuters, AFP, dpa) (pm)