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In Peking bahnt sich ein geopolitisches Großereignis an. Xi Jinping plant eine Militärparade. Putin und Kim Jong-un sind eingeladen.
Update, 13:27: Ein geheimnisvolles Militärsystem bei den Paradeproben in Peking hat internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen – Experten spekulieren über Chinas neueste Laser-Technologie. Xi Jinping wird morgen die Großparade auf dem Tiananmen-Platz leiten, zu der Spitzenpolitiker wie Putin und Nordkoreas Kim Jong-un anreisen.
Das verhüllte System könnte laut britischen Medienberichten ein neuer 10-Kilowatt-Laser zur Drohnenabwehr sein. Pentagon-Analysten verfolgen die chinesischen Waffenpräsentationen besonders aufmerksam, um Chinas militärische Entwicklung einschätzen zu können, berichtet der Telegraph.
Bei SCO-Gipfel in Peking: Russlands Präsident Fico trifft Ministerpräsident Fico
Update, 12.04: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich am Montag in Peking mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico zu bilateralen Gesprächen getroffen. Das Treffen fand im Rahmen des China-Gipfels statt, wie das russische Außenministerium mitteilte.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Die beiden Politiker führten ihre Unterredung vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen. Putin nutzt seinen Aufenthalt in der chinesischen Hauptstadt für verschiedene diplomatische Aktivitäten mit internationalen Partnern.
Update, 10.44 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin könnte bei seinem China-Besuch auch auf Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un treffen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte laut der russischen Nachrichtenagentur Tass, dass die Möglichkeit eines solchen Zusammentreffens erörtert werde, sobald Kim am Dienstag in China eintrifft.
Beide Staatschefs nehmen am Mittwoch in Peking an einer großen Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs teil. Es wäre das erste Mal, dass Chinas Präsident Xi Jinping Putin und Kim Jong-un gemeinsam zu einer Veranstaltung empfängt. Ob es zu einem Dreier-Treffen kommt, bleibt offen.
Update, 9.34 Uhr: Chinas Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsident Putin haben in Peking ihre enge Partnerschaft mit mehr als 20 neuen Abkommen untermauert. Die Vereinbarungen erstrecken sich auf Schlüsselbereiche wie Energie, Künstliche Intelligenz und Landwirtschaft, wie Xinhua meldete.
Putin erklärte laut Kreml, die russisch-chinesischen Beziehungen befänden sich auf „beispiellos hohem Niveau“. Xi betonte, dass die bilaterale Partnerschaft internationale Veränderungen erfolgreich überstanden habe. Am Mittwoch werden beide Staatschefs zusammen mit Nordkoreas Kim Jong-un an Pekings Militärparade zum 80. Jahrestag des Kriegsendes teilnehmen.
Vor Militärparade in Peking: Gespräche zwischen Putin und Xi gestartet
Update, 08.21 Uhr: Laut Berichten der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua haben Chinas Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin am Dienstag in Peking Gespräche aufgenommen.
Der Kreml-Chef Putin war bereits am Sonntag zu einem mehrtägigen Aufenthalt in China eingetroffen. Zunächst nahm der russische Präsident in Tianjin am Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) teil, das unter der Leitung von Chinas Staatschef Xi stattfand. Am Mittwoch wird Putin zu den Gästen einer großen Militärparade in Peking zählen, bei der auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erwartet wird. Der nordkoreanische Führer hatte am frühen Dienstagmorgen die Grenze zu China überquert.
SCO-Gipfel in China beendet: Xi lädt zu riesiger Militärparade in Peking ein – auch Kim mit dabei
Update, 14.27 Uhr: In einer gemeinsamen Erklärung spricht sich die Shanghai Cooperation Organisation (SCO) gegen Handelszwänge aus und verurteilt Angriffe auf ihre Mitglieder. Die Staaten lehnen einseitige Zwangsmaßnahmen, eingeschlossen „wirtschaftlicher Maßnahmen“ ab, wie es in dem Dokument heißt. Einige SCO-Mitglieder, darunter Indien und China, hatten in den vergangenen Wochen und Monaten mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump um eine Vereinbarung zur Erhebung von Zöllen gerungen.
Wegen seiner Öl-Geschäfte mit Russland und einer damit verbundenen Annäherung an Moskau hatte Trump unlängst die Aufschläge für Importe aus Indien auf 50 Prozent verdoppelt. Peking verhandelt derweil noch mit Washington, nachdem beide Seiten sich im Mai auf eine vorübergehende Pause im heiß gelaufenen Zollstreit geeinigt hatten. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine fand in der Erklärung derweil keine SCO-Erwähnung, obwohl der Ukraine-Krieg abseits des Gipfels immer wieder zum Thema wurde.
Update, 13.43 Uhr: Beim SCO-Gipfel in China hat Präsident Wladimir Putin gesagt, er habe sich mit US-Präsident Donald Trump auf einige „Voraussetzungen“ bezüglich des Ukraine-Kriegs beim Alaska-Gipfel letzten Monat verständigt. Das berichtet die BBC. Ob er sich jedoch auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen werde, sagte Putin nicht. Außerdem ist unklar, wie diese „Voraussetzungen“ aussehen.
Beim SCO-Gipfel: Modi bekräftigt Bemühungen zum Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 12.05 Uhr: Indiens Ministerpräsident Narendra Modi hat bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin ein Ende des Ukraine-Krieges und eine dauerhafte Friedenslösung gefordert. Der Regierungschef habe seine Unterstützung für die jüngsten Initiativen zur Beilegung des Konflikts bekundet, teilte das indische Außenministerium offiziell mit. Putin und Modi trafen sich in der chinesischen Stadt Tianjin beim Gipfeltreffen des Sicherheitsbündnisses Shanghai Cooperation Organisation (SCO).
Auch der Kreml zitierte Modi mit etwa diesen Worten. Putin ging in seinen öffentlich gemachten Aussagen nicht auf den Krieg ein, sondern betonte die gute und enge Zusammenarbeit. „Russland und Indien unterhalten seit Jahrzehnten besondere Beziehungen – freundschaftliche, vertrauensvolle“, sagte er nach Kreml-Angaben. Indien hat sich nach eigenem Verständnis bislang neutral zum Ukraine-Krieg verhalten. Es hat mehrfach ein Ende der Kämpfe gefordert und Moskau vor einer nuklearen Ausweitung des Krieges gewarnt, aber keine eigenen diplomatischen Initiativen ergriffen. Im Gegenteil: Die südostasiatische Macht wurde zum zweitgrößten Käufer von russischem Öl.
Treffen abseits des SCO-Gipfels in China zwischen Putin und Modi
Update, 11.06 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin und der indische Premierminister Narendra Modi haben abseits des SCO-Gipfels ein 50-minütiges Gespräch geführt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Modi schrieb nach dem Gespräch auf der Social-Media-Plattform X auf Russisch: „Am Rande des SCO-Gipfels in Tianjin fand ein ausgezeichnetes Treffen mit Präsident Putin statt. Wir haben Möglichkeiten zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in allen Bereichen erörtert, darunter Handel, Düngemittel, Raumfahrt, Sicherheit und Kultur.“
Gesprächsthema zwischen Putin und Modi sei auch der Ukraine-Krieg gewesen, schrieb der indische Premierminister weiter. Das indische Außenministerium erklärte in einem Statement nach dem Treffen, dass Russland und Indien ihre strategische Partnerschaft vertiefen wolle. Das Gespräch fand laut der russischen Nachrichtenagentur Tass in Wladimir Putins russischer Regierungslimousine „Aurus“ statt.
Update, 09.50 Uhr: Beim Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) in China sprach sich Russlands Präsident Wladimir Putin für eine neue Weltordnung aus, die sich nicht länger an Europa und den USA orientiert. In der Stadt Tianjin erklärte Putin den anwesenden Staats- und Regierungschefs, dass das eurozentrische und euroatlantische Modell überholt sei. Putin betonte, dass die Zukunft einem System gehöre, „das die Interessen eines maximal großen Kreises an Ländern berücksichtigt und wahrhaftig ausbalanciert ist“, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. In diesem Kontext hob er die Bedeutung des Sicherheitsbündnisses SCO im eurasischen Raum hervor.
Zudem berichtete der Kremlchef von seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im August in Alaska, bei dem der Ukraine-Krieg im Mittelpunkt stand. Putin stellte erneut dar, dass das Bestreben des Westens, die Ukraine in die NATO zu integrieren, eine Ursache des Konflikts sei. Vor dreieinhalb Jahren hatte er den Befehl zum russischen Einmarsch in die Ukraine gegeben.
Erstmeldung: Tianjin – Chinas Staatschef Xi Jinping startete das Treffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) am Montag (1. September) mit deutlicher Kritik an der gegenwärtigen Weltordnung. Bei seiner Rede rief der Präsident der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt die Anwesenden dazu auf, „sich zu Fairness und Gerechtigkeit zu bekennen“ und „der Mentalität des Kalten Krieges, Lager-Konfrontation und einschüchterndem Verhalten entgegenzutreten“.
Der chinesische Präsident bewertete die aktuelle internationale Lage als „chaotisch und verschlungen“. Die Mitgliedsstaaten der SCO sähen sich mit zunehmenden Herausforderungen in Sicherheitsfragen und bei der Entwicklung konfrontiert. Mit dem „Geist von Shanghai“ könnten diese Hindernisse überwunden werden.
SCO-Gipfel in Tianjin: Diese Politiker und Staatschefs reisen an
| Name | Land / Organisation |
|---|---|
| Xi Jinping | China |
| Alexander Lukaschenko | Belarus |
| Narendra Modi | Indien |
| Massud Peseschkian | Iran |
| Qassym-Schomart Toqajew | Kasachstan |
| Sadyr Dschaparow | Kirgistan |
| Recep Tayyip Erdogan | Türkei |
| Shehbaz Sharif | Pakistan |
| Wladimir Putin | Russland |
| Emomali Rahmon | Tadschikistan |
| Sharma Oli | Nepal |
| Min Aung Hlaing | Myanmar |
| Prabowo Subianto | Indonesien |
| Anwar Ibrahim | Malaysia |
| Antonio Guterres | Vereinte Nationen |
SCO-Gipfel in China geht in die nächste Runde: Putin und Modi im Gespräch
Xi versammelte mehr als 20 hochrangige Politiker in der nordchinesischen Metropole Tianjin. Vor dem Start der Beratungen stellten sich alle Teilnehmer für ein gemeinsames Foto auf dem roten Teppich auf. Zu den Anwesenden zählten der russische Präsident Wladimir Putin und Indiens Regierungschef Narendra Modi. Bei der im Fernsehen übertragenen Eröffnungszeremonie waren Putin und Modi im Gespräch zu sehen. Der Gipfel hatte schon am Sonntag mit bilateralen Gesprächen zwischen Xi und den angereisten Regierungschefs begonnen.
Als Vollmitglieder gehören der SCO China, Belarus, Indien, Iran, Pakistan, Russland und vier zentralasiatische Staaten an. Darüber hinaus nehmen 16 andere Länder als Beobachter oder Dialogpartner teil. China und Russland nutzen die Organisation, um ihre Beziehungen zu den zentralasiatischen Staaten zu vertiefen und ein Gegengewicht zu westlichen Militärbündnissen wie der Nato zu bilden.
Modi reist zum ersten Mal seit sechs Jahren nach China. Bei seinem Treffen mit Xi am Sonntag bekundete er den Willen, die Beziehungen zwischen China und Indien „auf der Grundlage von gegenseitigem Vertrauen“ zu festigen. Für Montag hat Modi außerdem ein bilaterales Treffen mit Putin vorgesehen. Bereits am Samstag hatte der indische Regierungschef in einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über „die Bemühungen um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität“ bezüglich des Ukraine-Kriegs gesprochen. Indien unterstütze „alle Bemühungen in diese Richtung uneingeschränkt“, so Modi in sozialen Netzwerken.
Der SCO-Gipfel in Tianjin: Details in der Übersicht
| Ereignis | 25. Gipfel der Shanghai Cooperation Organization |
|---|---|
| Datum | 31. August bis 01. September 2025 |
| Teilnehmer | 24 Länder, zehn Organisationen (UN, ASEAN, etc.) |
Obwohl Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und sich Neu-Delhi, den USA und anderen westlichen Verbündeten annähert, unterhält Indien weiterhin enge Beziehungen zu Russland. Die Regierung Modi hat die russische Invasion bislang nicht verurteilt und sieht sich stattdessen als potenzieller Friedensvermittler.
Auch China verhält sich im Ukraine-Konflikt neutral und betont, alle Friedensinitiativen zwischen Moskau und Kiew zu unterstützen. Zusätzlich zu dem bilateralen Treffen mit Modi stehen für Putin am Montag auch Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Staatsoberhaupt Massud Peseschkian auf dem Programm. Gesprächsthemen dürften der Ukraine-Krieg und das iranische Atomprogramm sein. (sischr/afp)
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