Zweite Ehe für Bremens Bürgermeister Bovenschulte: „Sie ist meine erste Jugendliebe“
VonFranziska Schwarz
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Wie lebt Bürgermeister Andreas Bovenschulte abseits des Politik-Rummels? Der SPD-Politiker hat nun verraten, was er nach der Bremen-Wahl plant.
Bremen – Kurz nach dem 14. Mai hat Andreas Bovenschulte den nächsten großen Termin – vielleicht sogar den wichtigeren. Laut Umfragen zur Bremen-Wahl könnten die Wählenden zwar erneut Ja zu ihrem Bürgermeister und seiner SPD sagen. Das Ja, das Bovenschulte dann aber hören will, kann er nur ein Mal im Leben bekommen, und zwar von Kerstin Krüger.
Sie ist Bovenschultes erste Jugendliebe, wie er jetzt der Bunten verriet. Nach mehr als 35 Jahren habe er sie wiedergetroffen. „Wir leben in einer festen Partnerschaft, beabsichtigen zu heiraten.“ Bovenschulte hatte vor zwei Jahren die Trennung von seiner Frau Ulrike Hiller bekannt gegeben. Mit der ehemaligen Staatsrätin hat der 57-Jährige zwei Töchter. „Wir verstehen uns bis heute sehr gut, da ist alles geklärt“, erklärte Bovenschulte der Bunten.
Bremen-Wahl 2023: Das macht seine zukünftige Ehefrau
Krüger ist Biologin. „Sie war Professorin für Integrierten Pflanzenschutz, hat viele Jahren in Südafrika gelebt und gearbeitet.“ Gut möglich, dass seine Partnerin Bovenschulte viel über die Auswirkungen des Klimawandels sagen kann. Am Montag vor dem Wahlsonntag positionierte sich Bovenschulte zunächst zur Finanzierung der Flüchtlingshilfen.
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Er pocht auf eine hälftige Aufteilung der Kosten zwischen Bund und Ländern. „Also, wenn wir 50:50 durchsetzen könnten, dann wäre das ein richtig großer Schritt in die richtige Richtung“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Er schloss sich damit einer Forderung des NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) an. Die Unterbringung, Betreuung und Beschulung von Flüchtlingen sei für Länder und Kommunen eine enorme Belastung. „Und da brauchen wir eine Entlastung, und die kann nach Maßgabe der Dinge und nach Lage der Dinge nur der Bund erbringen.“
Bremen-Wahl 2023: Bovenschulte warnt beim Thema Flüchtlinge vor „Schäbigkeitswettlauf“
Nach Bovenschultes Worten wäre es „etwas Gutes“, wenn die Zahl der Flüchtlinge reduziert würde .– warnte in der Debatte aber vor einem „Schäbigkeitswettlauf“. Es gebe seiner Ansicht nach vernünftige Vorschläge wie den, Georgien auf die Liste der sicheren Herkunftsstaaten zu setzen.
Richtig sei es auch, den Flüchtlingszuzug in Bahnen zu lenken, dass er rechtsstaatlich vernünftig abläuft, und dazu gehöre auch die Behandlung der Asylverfahren an der Außengrenze. „Ob man dann auch sozusagen physikalische Barrieren und Zäune irgendwo aufstellt, das muss man sich genauer angucken“, sagte Bovenschulte. (frs)