Aktuelle Lage im Ticker

Ukraine News: Schwere Kämpfe um Pokrowsk – Kiew weist Berichte über Einkesselung zurück

Alle Autoren
    schließen
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun
  • Felix Durach
    Felix Durach
  • Simon Schröder
  • Felix Busjaeger
    Felix Busjaeger

News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Lage in Pokrowsk weiter unklar. Weiter wird erbittert an der Frontstadt gekämpft. Donezk-Ort droht Evakuierung.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere Informationen zur Lage im Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 6:40 Uhr: Die Außenminister der G7-Staaten wollen den Druck auf Russland im Ukraine-Krieg weiter erhöhen. In einer Erklärung bekundeten die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens, Kanadas, Frankreichs, Italiens, Japans und der USA ihre „unerschütterliche Unterstützung“ für die territoriale Integrität der von Russland angegriffenen Ukraine. „Eine sofortige Waffenruhe ist dringend erforderlich.“ Die Minister kündigten zudem wirtschaftliche Sanktionen an, ohne konkreter zu werden. „Wir erhöhen die wirtschaftlichen Kosten für Russland und prüfen Maßnahmen gegen Länder und Organisationen, die Russlands Kriegsanstrengungen mitfinanzieren“, hieß es weiter.

Russische Soldaten stehen im Ukraine-Krieg an der Donbass-Front nahe Pokrowsk. (Archivfoto)

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 13. November, 5:10 Uhr: Neue Details zur Lage in Pokrowsk: Der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj hat in sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass von einer Kontrolle der Russen oder einer operativen Einkreisung der ukrainischen Einheiten keine Rede sein könne. Der ständige Kampf gegen kleine Sturmtruppen dauere an, so Syrskyj. „In den vergangenen sieben Tagen wurden infolge von Such- und Angriffsaktionen 7,4 Quadratkilometer des Gebiets Pokrowsk in der Region Donezk von feindlichen Gruppen gesäubert.“

Update, 22:27 Uhr: Der Ort Kostjantyjniwka im Gebiet Donezk steht vor einer Evakuierung. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf die Militärverwaltung der Region Donezk. Aktuell würden sich noch circa 4800 Menschen in der Stadt befinden. Zuletzt hatten Putins Soldaten versucht, tiefer in das Gebiet einzudringen; die ukrainische Armee hatte einen ersten Versuch jedoch vereitelt und die Russen zu einem Rückzug gezwungen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine News: Putins Armee nutzt Wetter für Pokrowsk-Belagerung

Update, 20:43 Uhr: Russische Truppen sind bei einem Angriff im Nebel teilweise in die ostukrainische Stadt Pokrowsk eingedrungen. Videos zeigten, wie russische Soldaten bei schlechtem Wetter nicht mit schwerem Gerät, sondern mit Pkws, Motorrädern oder zu Fuß vorrückten. „Der Feind nutze die schwierigen Wetterbedingungen“, schrieb Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj auf Facebook. Die strategisch wichtige Stadt mit einst 60.000 Einwohnern wird seit über einem Jahr attackiert – ihre Einnahme wäre für Moskau ein psychologisch wichtiger Sieg im Ukraine-Krieg.

Update, 19:43 Uhr: Ukrainische Luftlandetruppen haben einen russischen Großangriff auf Pokrowsk teilweise abgewehrt. Das 7. Korps der Luftlandestreitkräfte zerstörte fünf Motorräder und fünf Fahrzeuge der Angreifer. Das teilten die ukrainischen Streitkräfte am Mittwochabend mit. Seit dem 6. November verstärken russische Truppen ihre Präsenz in der von Drohnen umzingelten Stadt mit leichten Fahrzeugen und Mörsern, wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf Soldaten von der Pokrowsk-Front berichtet. Gleichzeitig meldete das 7. Korps, dass die Verteidiger weiterhin russische Stellungen in bestimmten Stadtblöcken bekämpfen.

Update, 18:00 Uhr: Die ukrainischen Städte Pokrowsk und Myrnohrad in der Oblast Donezk sind von humanitärer Hilfe abgeschnitten worden. „Der Feind vernichte täglich die Zivilbevölkerung, und nur noch Verteidiger könnten den verbliebenen Bewohnern helfen“, teilte der Leiter der Militärverwaltung Wadym Filaschkin mit

.„Es ist unmöglich, die Menschen zu erreichen, die dort geblieben sind. Wir können kein Wasser, keine humanitäre Hilfe oder Medikamente liefern“, sagte Filaschkin der nationalen Nachrichtensendung. In Pokrowsk würden noch 1.253 Menschen ausharren, in Myrnohrad 1.350. Russische Truppen sind seit mindestens 6. November in Pokrowsk eingedrungen und setzen Motorräder sowie Pickup-Trucks ein.

Ukraine News: Korruptionsskandal in der Ukraine – Energieministerin tritt zurück

Update, 16:19 Uhr: Im Zuge der Korruptionsermittlungen in der Ukraine zieht die ukrainische Energieministerin Konsequenzen: Switlana Hryntschuk hat ihren Rücktritt angekündigt – weist jedoch Fehlverhalten zurück. Selenskyj hatte zuvor ihre und die Entlassung des Justizministers gefordert.

Update, 16:07 Uhr: Russland hat Europa vorgeworfen, sich auf einen Krieg vorzubereiten und eine aggressive Militarisierungspolitik zu verfolgen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, dass „promilitaristische Stimmungen in europäischen Ländern sehr stark ausgeprägt“ seien.

Peskow warnte, dass die erhöhten Militärbudgets europäischer Länder zu einer Überlastung ihrer Volkswirtschaften führen würden. Die EU-Verteidigungsstrategie sehe vor, innerhalb von vier Jahren rund 800 Milliarden Euro aufzubringen. Außenminister Sergej Lawrow betonte, die NATO sei direkt in den Ukraine-Krieg involviert – nicht nur durch Waffenlieferungen, sondern auch durch Personalausbildung.

Ukraine News: Truppen ziehen sich aus Dörfern von der Front zurück – Vorstoß Russland wohl gestoppt

Update, 14:12 Uhr: Ukrainische Truppen haben sich aus dem Dorf Rivnopillia im nordöstlichen Gebiet Saporischschja zurückgezogen. Das berichtet der Kyiv Independent. Der Rückzug erfolgte einen Tag nach dem ukrainischen Abzug aus fünf weiteren Siedlungen in der Region, darunter die vollständige Räumung der Dörfer Uspeniwka und Nowomykolajiwka. Laut den Südlichen Verteidigungskräften zogen sich die ukrainischen Truppen aus Rivnopillia auf „verteidigungsfähigere Positionen zurück, um die Leben ihrer Soldaten zu schützen“. Gleichzeitig sei der Vormarsch der russischen Streitkräfte in der Region gestoppt worden.

Update, 13:38 Uhr: Russland hat offiziell einen neuen Zweig seiner Streitkräfte für unbemannte Systeme gegründet und erkennt damit erstmals Drohnen als separaten Bestandteil seiner Militärstruktur an. Die neu geschaffenen „Streitkräfte für unbemannte Systeme“ umfassen vollständig organisierte Regimenter, Einheiten und eine eigene Kommandostruktur, wie das russische Nachrichtenportal Astra berichtet.

Oberst Sergej Ischtuganov, stellvertretender Leiter des neuen Zweigs, erklärte, dass Führung und operativer Rahmen bereits bestimmt seien. „Der Ausbau bestehender Formationen und die Schaffung neuer Einheiten der Streitkräfte für unbemannte Systeme gehen weiter“, sagte Ischtuganov. Die Entscheidung geht auf eine Direktive von Kremlchef Wladimir Putin zurück, der im Dezember 2024 die Gründung eines eigenen Drohnen-Zweigs angeordnet hatte – ein Schritt, der die wachsende Bedeutung unbemannter Systeme im Ukraine-Krieg unterstreicht.

Ukraine News: Klitschko schlägt niedrigeres Mobilisierungsalter vor – wegen Soldaten-Mangel

Update, 13:14 Uhr: Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, hat angesichts des akuten Mangels an Soldaten in der Armee eine Senkung des Mobilisierungsalters vorgeschlagen. In einem Interview mit dem Axel Springer Global Reporters Network äußerte er: „Momentan kannst du in der Ukraine erst ab 25 mobilisiert werden. Man könnte es um ein oder zwei Jahre absenken – auf 23 oder 22.“ Zahlreiche wehrpflichtige Ukrainer haben das Land verlassen. Im August erlaubte die ukrainische Regierung Männern bis einschließlich 23 Jahren die Ausreise, was eine erneute Fluchtwelle aus dem kriegsgeplagten Land auslöste. Männer im Alter von 24 bis 60 Jahren dürfen weiterhin nur in Ausnahmefällen die Ukraine verlassen.

Update, 12:39 Uhr: Russland hat zusätzliche Truppen in Richtung der umkämpften Stadt Pokrowsk in der Oblast Donezk verlegt. Die Partisanengruppe Atesch berichtet, dass die russische Armee sowohl ihre Hauptstreitkräfte als auch operativen Reserven für die Offensive erschöpft habe und nun andere Frontabschnitte schwächen müsse. Das berichtet der Kyiv Independent. Soldaten des 506. russischen motorisierten Schützenregiments teilten demnach mit, dass die neu angekommenen Truppen direkt in Sturmoperationen geschickt würden, teilweise ohne formelle Registrierung beim Regiment.

E5-Verteidigungsminister treffen sich am Freitag in Berlin zum Ukraine-Krieg

Update, 12:20 Uhr: Die Verteidigungsminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Polens und Großbritanniens werden sich am Freitag in Berlin zu einem Krisengipfel zur Stärkung der europäischen Sicherheit und militärischen Ukraine-Hilfe treffen. Gastgeber Boris Pistorius wird seine Kollegen im Bendlerblock, Sitz des Verteidigungsministeriums, empfangen.

Bei dem sechsten Treffen der informellen Europäischen Fünfergruppe (E5) seit deren Gründung vor knapp einem Jahr sollen laut Verteidigungsministerium Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Verteidigung und die Lage im Ukraine-Krieg erörtert werden. Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal wird per Videolink zu den Beratungen dazugeschaltet.

Update, 11:57 Uhr: Ukrainische Truppen haben laut eigenen Angaben einen russischen Durchbruchsversuch bei Konstantinowka (nahe Pokrowsk) in der Region Donezk erfolgreich abgewehrt. Die Angreifer zogen sich unter erheblichen Verlusten zurück, hieß es von der Brigade an der Front.

Soldaten der 28. Separaten Mechanisierten Brigade meldeten weiter, dass russische Kräfte den Nebel für einen Überraschungsangriff nutzen wollten. „Die Russen beschlossen, den dichten Nebel in Richtung Konstantinowka auszunutzen“, hieß es von der Brigade in sozialen Medien. Ukrainische Späher entdeckten die feindlichen Bewegungen rechtzeitig – der Nebel wurde den Angreifern zur Falle. Konstantinowka steht weiterhin unter ukrainischer Kontrolle.

Ukraine News: Russland startet Angriff mit 121 Drohnen

Update, 9:33 Uhr: Russland hat im Ukraine-Krieg in der Nacht vom 11. auf den 12. November mit 121 Drohnen angegriffen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Den Berichten zufolge konnten 90 Flugkörper zerstört werden, 31 trafen ihr Ziel. Laut Ukrainska Pravda setzte die Ukraine zur Abwehr der Drohnen unter anderem Flugzeuge, Flugabwehrraketeneinheiten, mobile Trupps, Drohnen und elektronische Kriegsmittel ein.

Ukraine News: Militärische Lage bleibt angepannt

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Russlands Vorstoß auf Pokrowsk scheint sich derweil nach Einschätzung des Institute for the Study of War verlangsamt zu haben. Dennoch ist eine ukrainische Niederlage in der Stadt weiter wahrscheinlich. Allerdings werden Wladimir Putins Truppen wohl voraussichtlich mehr Zeit für die Eroberung benötigen und mehr Verluste erleiden. Begründet wird diese aktuelle Annahme zum Ukraine-Krieg mit weiteren zermürbenden Offensivoperationen, die gegenwärtig im gesamten Kriegsschauplatz durchgeführt werden.

Derweil überschatten Korruptionsermittlungen beim staatlichen ukrainischen Atomkonzern Energoatom die Nachrichten. Die Energiebranche gilt als überlebenswichtig im Ukraine-Krieg. Im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal gab es bereits erste Festnahmen. Auch ein enger Vertrauter von Wolodymyr Selenskyj steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen. Das Nationale Antikorruptionsbüro informierte über Durchsuchungen beim ehemaligen Energieminister Herman Haluschtschenko. Zudem gibt es einen Verdacht gegen den ehemaligen Vizepräsidenten, Olexij Tschernyschow.

Korruption in der Ukraine: Halschtschenko von Aufgaben entbunden

Nach Durchsuchungen wegen Korruptionsermittlungen ist Haluschtschenko von seinen Aufgaben entbunden worden. Das habe die Regierung in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, teilte Regierungschefin Julia Swyrydenko bei Telegram mit. Der ehemalige Energieminister Haluschtschenko ist einer von mehreren Verdächtigen in dem bisher unter Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beispiellosen Korruptionsskandal in der Ukraine.

Haluschtschenko schrieb bei Telegram, dass er Swyrydenko zustimme. Er halte eine Entfernung für die Dauer von Ermittlungen für eine zivilisierte und richtige Vorgehensweise, schrieb er. Außerdem kündigte er an, sich rechtlich verteidigen und seine Position darlegen zu wollen. Sein Ministerium in Kiew hatte die Ermittlungsarbeit bestätigt. Haluschtschenko unterstütze die Strafverfolgungsbehörden in vollem Umfang, hieß es in einer Mitteilung am Vortag. Das Justizministerium halte sich konsequent „an den Grundsatz der Nulltoleranz gegenüber Korruption“. Details zu möglichen Vorwürfen wurden nicht genannt.

Während die aktuelle Lage um Pokrowsk weiter auf eine zeitnahe Eroberung durch Russland hindeutet, meldet der ukrainische Generalstab auf Facebook, dass es am vergangenen Tag insgesamt 217 Kampfzusammenstöße gab. „In Richtung Pokrowsk stoppten unsere Verteidiger 76 offensive Aktionen des Aggressors“, heißt es unter anderem in dem Bericht. Dennoch gerät die ukrainische Armee in der Stadt Pokrowsk zunehmend unter Druck, wie auch unabhängige internationale Beobachter bestätigen.

Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete derweil über eine Aussage des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, wonach Europa sich auf einen Krieg mit Russland vorbereite. „Bei der Analyse der Fakten komme ich zu dem Schluss, dass ein Krieg zwischen Europa und Russland immer wahrscheinlicher wird. Das ist keine leere Behauptung – alle bereiten sich darauf vor“, sagte der Politiker demnach in einem Fernsehinterview. Zur Einordnung: Bereits seit Monaten warnen westliche Experten vor einer weiteren Eskalation mit Russland. Nach Luftraumverstößen an der NATO-Grenze fordern auch immer mehr Politiker, dass die europäischen Staaten mehr in die Verteidigung investieren müssen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / SNA

Kommentare