Update, 6:35 Uhr: Die Außenminister der G7-Staaten wollen den Druck auf Russland im Ukraine-Krieg erhöhen. In einer gemeinsamen Erklärung bekundeten die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens, Kanadas, Frankreichs, Italiens, Japans und der USA ihre „unerschütterliche Unterstützung“ für die territoriale Integrität der von Russland angegriffenen Ukraine. „Eine sofortige Waffenruhe ist dringend erforderlich.“ Die Minister kündigten zudem wirtschaftliche Sanktionen an, ohne konkreter zu werden. „Wir erhöhen die wirtschaftlichen Kosten für Russland und prüfen Maßnahmen gegen Länder und Organisationen, die Russlands Kriegsanstrengungen mitfinanzieren“, hieß es in der Erklärung.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 13. November, 5:10 Uhr: Neue Details zur Lage in Pokrowsk: Der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj hat in sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass von einer Kontrolle der Russen oder einer operativen Einkreisung der ukrainischen Einheiten in Pokrowsk keine Rede sein könne. Der ständige Kampf gegen kleine Sturmtruppen dauere an, so Syrskyj. „In den vergangenen sieben Tagen wurden infolge von Such- und Angriffsaktionen 7,4 Quadratkilometer des Gebiets Pokrowsk in der Region Donezk von feindlichen Gruppen gesäubert.“
Update, 22:24 Uhr: Der Ort Kostjantyjniwka in der Region Donezk steht vor einer Evakuierung. Dies berichtet Ukrinform unter Berufung auf die Militärverwaltung der Oblast Donezk. Derzeit würden sich noch etwa 4800 Menschen in der Stadt befinden. Zuletzt hatten russische Soldaten versucht, tiefer in das Gebiet einzudringen; die ukrainische Armee hatte einen ersten Versuch jedoch vereitelt und die Russen zu einem Rückzug gezwungen.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Ukraine-Krieg aktuell: Russland führt zunehmend Angriffe im Nebel durch
Update, 20:30 Uhr: Bei schlechtem Wetter haben russische Einheiten einen Teilangriff auf die ostukrainische Stadt Pokrowsk erfolgreich durchgeführt. Die ukrainischen Verteidiger des 7. Luftlandekorps räumten ein, dass trotz der Vernichtung mehrerer russischer Fahrzeuge feindliche Kräfte in das Stadtgebiet vorgedrungen seien. Der Kiewer Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj erklärte laut dpa, die Angreifer hätten gezielt die schwierigen Wetterverhältnisse ausgenutzt. Aufnahmen dokumentierten den unkonventionellen Vormarsch russischer Soldaten mit Zivilfahrzeugen, Zweirädern und zu Fuß. Pokrowsk gilt als Schlüsselposition im Ukraine-Krieg – die Eroberung würde Russlands Kontrolle über das Donbass-Industrierevier stärken.
Update, 19:47 Uhr: Russische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die ostukrainische Stadt Pokrowsk intensiviert, konnten aber nur teilweise Erfolge erzielen. Ukrainische Luftlandetruppen zerstörten bei der Abwehr zehn feindliche Fahrzeuge, wie die ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mitteilten. Die russischen Truppen nutzen seit dem 6. November verstärkt Motorräder und Pickups für ihre Vorstöße in die von Drohnen umzingelte Stadt, wie das 7. Korps der Luftlandestreitkräfte mitteilte. Parallel dazu führen ukrainische Spezialeinheiten Such- und Vernichtungsoperationen gegen russische Stellungen in verschiedenen Stadtteilen durch.
Update, 18:03 Uhr: Russische Angriffe haben die Städte Pokrowsk und Myrnohrad in der Ostukraine vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. In den beiden Städten können keine Hilfsgüter mehr an die Zivilbevölkerung geliefert werden, wie der Leiter der Militärverwaltung Donezk mitteilte.
„Der Feind zerstört täglich unsere Zivilbevölkerung“, erklärte Wadym Filaschkin im ukrainischen Fernsehen. Über 2.600 Menschen seien nach wie vor in beiden Städten verblieben und völlig auf den Schutz ukrainischer Soldaten angewiesen. Russische Einheiten nutzen seit 6. November Motorräder und leichte Fahrzeuge für ihre Vorstöße und haben bereits Mörser in Pokrowsk stationiert.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Rücktritt im Korruptionsskandal – Energieministerin legt Amt nieder
Update, 16:22 Uhr: Die ukrainische Energieministerin Switlana Hryntschuk hat im Rahmen der Korruptionsermittlungen in der Ukraine ihren Rücktritt angekündigt. Sie betont jedoch, dass sie kein Fehlverhalten begangen habe. Zuvor hatte Präsident Selenskyj sowohl ihre Entlassung als auch die des Justizministers gefordert.
Update, 16:10 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur RIA berichtet, dass Russland Europa beschuldigt, sich auf einen Krieg vorzubereiten und eine aggressive Aufrüstungspolitik zu betreiben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte, dass „promilitaristische Stimmungen in europäischen Ländern sehr stark ausgeprägt“ seien.
Peskow warnte davor, dass die steigenden Verteidigungsausgaben der europäischen Staaten ihre Volkswirtschaften überlasten könnten. Die EU-Verteidigungsstrategie plane, innerhalb von vier Jahren etwa 800 Milliarden Euro zu mobilisieren. Außenminister Sergej Lawrow hob hervor, dass die NATO direkt in den Ukraine-Konflikt verwickelt sei – nicht nur durch die Lieferung von Waffen, sondern auch durch die Ausbildung von Personal.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj zieht aufgrund Korruptionsskandal Konsequenzen
Update, 15:12 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat aufgrund eines Korruptionsskandals im Energiesektor den Rücktritt von Justizminister Herman Haluschtschenko und Energieministerin Switlana Hryntschuk gefordert. In einer Videobotschaft äußerte der Staatschef: „Ich bitte die Parlamentsabgeordneten, diese Gesuche zu unterstützen.“
Update, 14:17 Uhr: Ukrainische Einheiten haben das Dorf Rivnopillia im Nordosten des Gebiets Saporischschja verlassen. Dies meldet der Kyiv Independent. Der Abzug fand einen Tag nach dem Rückzug aus fünf weiteren Ortschaften in der Region statt, darunter die vollständige Evakuierung der Dörfer Uspeniwka und Nowomykolajiwka.
Die Südlichen Verteidigungskräfte erklärten, dass die ukrainischen Truppen sich auf „verteidigungsfähigere Positionen zurück, um die Leben ihrer Soldaten zu schützen“ begaben. Gleichzeitig sei der Vormarsch der russischen Streitkräfte in diesem Gebiet zum Stillstand gekommen.
Ukraine-Krieg aktuell: Klitschko will wegen Ukraine-Krieg Mobilisierungsalter senken
Update, 13:16 Uhr: Vitali Klitschko, der Bürgermeister Kiews, fordert eine Senkung des Mobilisierungsalters in der Ukraine. In einem Interview für das Axel Springer Global Reporters Network äußerte er: „Momentan kannst du in der Ukraine erst ab 25 mobilisiert werden. Man könnte es um ein oder zwei Jahre absenken – auf 23 oder 22“.
Zahlreiche wehrpflichtige Ukrainer haben das Land verlassen. Im August erlaubte die ukrainische Regierung Männern bis einschließlich 23 Jahren die Ausreise, was eine neue Fluchtwelle aus dem kriegsgeplagten Land auslöste. Männer im Alter von 24 bis 60 Jahren dürfen weiterhin nur in Ausnahmefällen die Ukraine verlassen.
Update, 12:00 Uhr: Nach eigenen Angaben haben ukrainische Truppen einen russischen Versuch, bei Konstantinowka in der Region Donezk durchzubrechen, erfolgreich vereitelt. Die Brigade an der Front berichtete, dass die Angreifer mit erheblichen Verlusten den Rückzug antraten. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda.
Soldaten der 28. Separaten Mechanisierten Brigade gaben an, dass russische Kräfte den Nebel für einen Überraschungsangriff nutzen wollten. „Die Russen beschlossen, den dichten Nebel in Richtung Konstantinowka auszunutzen“, hieß es in den sozialen Medien der Brigade. Ukrainische Späher entdeckten die feindlichen Bewegungen rechtzeitig, wodurch der Nebel den Angreifern zum Verhängnis wurde. Konstantinowka bleibt weiterhin unter ukrainischer Kontrolle.
Russlands Vorstoß bei Pokrowsk an der Ukraine-Front verlangsamt sich
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiterhin angespannt. Laut dem Institute for the Study of War hat sich der russische Vorstoß auf Pokrowsk verlangsamt. Dennoch erscheint eine Niederlage der Ukraine in dieser Stadt nach wie vor wahrscheinlich. Wladimir Putins Truppen werden vermutlich nur mehr Zeit für die Einnahme benötigen und dabei höhere Verluste erleiden. Diese neue Einschätzung basiert auf den anhaltenden zermürbenden Offensivoperationen Russlands, die derzeit auf dem gesamten Kriegsschauplatz stattfinden und den Pokrowsk-Vorstoß ausbremsen.
Derweil werfen Korruptionsermittlungen beim staatlichen ukrainischen Atomkonzern Energoatom einen Schatten auf die Nachrichtenlage. Die Energiebranche gilt im Ukraine-Krieg von entscheidender Bedeutung. Im Zusammenhang mit einem Schmiergeldskandal kam es bereits zu ersten Festnahmen. Auch ein enger Vertrauter von Wolodymyr Selenskyj ist unter den Beschuldigten. Das Nationale Antikorruptionsbüro berichtete von Durchsuchungen beim ehemaligen Energieminister Herman Haluschtschenko. Zudem steht der ehemalige Vizepräsident Olexij Tschernyschow unter Verdacht.
Nach den Durchsuchungen im Rahmen der Korruptionsermittlungen wurde Haluschtschenko von seinen Aufgaben entbunden. Diese Entscheidung traf die Regierung in einer außerordentlichen Sitzung, wie Regierungschefin Julia Swyrydenko auf Telegram mitteilte. Haluschtschenko ist einer von mehreren Verdächtigen in diesem beispiellosen Korruptionsskandal unter der Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Haluschtschenko erklärte auf Telegram, dass er Swyrydenkos Entscheidung unterstütze. Er halte es für eine zivilisierte und angemessene Vorgehensweise, sich während der Ermittlungen zurückzuziehen. Zudem kündigte er an, sich rechtlich verteidigen und seine Sichtweise darlegen zu wollen. Sein Ministerium in Kiew bestätigte die Ermittlungsarbeit. Haluschtschenko unterstütze die Strafverfolgungsbehörden vollumfänglich, hieß es in einer Mitteilung am Vortag. Das Justizministerium verfolge konsequent „an den Grundsatz der Nulltoleranz gegenüber Korruption“. Details zu den möglichen Vorwürfen wurden nicht bekannt gegeben.
Währenddessen deutet die Lage in Pokrowsk auf eine baldige Eroberung durch Russland hin. Der ukrainische Generalstab meldete auf Facebook, dass es am Vortag insgesamt 217 Gefechte gab. „In Richtung Pokrowsk stoppten unsere Verteidiger 76 offensive Aktionen des Aggressors“, so der Bericht. Dennoch gerät die ukrainische Armee in Pokrowsk zunehmend unter Druck, was auch unabhängige internationale Beobachter bestätigen.
Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete über eine Aussage des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, der meinte, Europa bereite sich auf einen Krieg mit Russland vor. „Bei der Analyse der Fakten komme ich zu dem Schluss, dass ein Krieg zwischen Europa und Russland immer wahrscheinlicher wird. Das ist keine leere Behauptung – alle bereiten sich darauf vor“, äußerte sich der Politiker in einem Fernsehinterview. Westliche Experten warnen bereits seit Monaten vor einer weiteren Eskalation mit Russland. Nach Luftraumverletzungen an der NATO-Grenze fordern immer mehr Politiker, dass die europäischen Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.
Vučić reagierte auf die Äußerungen des französischen Generalstabschefs Fabien Mandon, der sagte, dass die französische Armee in drei bis vier Jahren auf eine Konfrontation mit Russland vorbereitet sein müsse.
Gleichzeitig erklärte der russische Diplomat Alexei Ivanov, dass sein Land weiterhin bereit sei, „die direkten Verhandlungen mit der ukrainischen Seite fortzusetzen“. Seit Monaten sind Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs ein wiederkehrendes Thema in Diskussionen. Unter anderem versuchte der ehemalige US-Präsident Donald Trump mehrfach, in Gespräche mit Wladimir Putin einzutreten. Nach dem Alaska-Gipfel im Sommer änderte der Republikaner jedoch seine Strategie: US-Geheimdienste sollen daraufhin ukrainische Angriffe auf die russische Wirtschaft unterstützt haben.
Ivanov sagte laut russischen Nachrichtenagenturen über mögliche Friedensgespräche: „Wenn Kiew politischen Willen zeigt, sind wir jederzeit zu solchen Verhandlungen bereit. Auch unsere türkischen Partner haben stets betont, dass uns die Plattform von Istanbul weiterhin zur Verfügung steht, diese Türen bleiben offen.“ Es wurden mehrere Initiativen vorgeschlagen, so Ivanov. „Leider haben wir von ukrainischer Seite noch keine positive Rückmeldung zu diesen Initiativen erhalten“, zitierten ihn kremlnahe Agenturen.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russlands Verluste steigen weiter
Unterdessen steigen die Verluste der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg weiter an. Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook hat Putins Armee innerhalb von 24 Stunden 1000 Soldaten verloren, die entweder getötet oder verwundet wurden. Die gesamten Kampfverluste der russischen Streitkräfte zwischen dem 24. Februar 2022 und dem 12. November 2025 werden inzwischen auf 1.154.180 geschätzt. Zudem hat Russlands Armee 11.342 Panzer, 23.556 gepanzerte Kampffahrzeuge und 34.379 Artilleriesysteme verloren. (red mit Agenturen)