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Ukraine-Krieg aktuell: Pokrowsk weiter schwer umkämpft – Kiew weist Berichte über Einkesselung zurück

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Die aktuelle Lage zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russland nimmt Pokrowsk in die Zange. Selenskyjs Regierung wird von Korruptionsskandal erschüttert.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 6:35 Uhr: Die Außenminister der G7-Staaten wollen den Druck auf Russland im Ukraine-Krieg erhöhen. In einer gemeinsamen Erklärung bekundeten die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens, Kanadas, Frankreichs, Italiens, Japans und der USA ihre „unerschütterliche Unterstützung“ für die territoriale Integrität der von Russland angegriffenen Ukraine. „Eine sofortige Waffenruhe ist dringend erforderlich.“ Die Minister kündigten zudem wirtschaftliche Sanktionen an, ohne konkreter zu werden. „Wir erhöhen die wirtschaftlichen Kosten für Russland und prüfen Maßnahmen gegen Länder und Organisationen, die Russlands Kriegsanstrengungen mitfinanzieren“, hieß es in der Erklärung.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 13. November, 5:10 Uhr: Neue Details zur Lage in Pokrowsk: Der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj hat in sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass von einer Kontrolle der Russen oder einer operativen Einkreisung der ukrainischen Einheiten in Pokrowsk keine Rede sein könne. Der ständige Kampf gegen kleine Sturmtruppen dauere an, so Syrskyj. „In den vergangenen sieben Tagen wurden infolge von Such- und Angriffsaktionen 7,4 Quadratkilometer des Gebiets Pokrowsk in der Region Donezk von feindlichen Gruppen gesäubert.“

Ein ukrainischer Soldat beim Feuern auf russische Stellungen im Ukraine-Krieg. (Symbolbild)

Update, 22:24 Uhr: Der Ort Kostjantyjniwka in der Region Donezk steht vor einer Evakuierung. Dies berichtet Ukrinform unter Berufung auf die Militärverwaltung der Oblast Donezk. Derzeit würden sich noch etwa 4800 Menschen in der Stadt befinden. Zuletzt hatten russische Soldaten versucht, tiefer in das Gebiet einzudringen; die ukrainische Armee hatte einen ersten Versuch jedoch vereitelt und die Russen zu einem Rückzug gezwungen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine-Krieg aktuell: Russland führt zunehmend Angriffe im Nebel durch

Update, 20:30 Uhr: Bei schlechtem Wetter haben russische Einheiten einen Teilangriff auf die ostukrainische Stadt Pokrowsk erfolgreich durchgeführt. Die ukrainischen Verteidiger des 7. Luftlandekorps räumten ein, dass trotz der Vernichtung mehrerer russischer Fahrzeuge feindliche Kräfte in das Stadtgebiet vorgedrungen seien. Der Kiewer Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj erklärte laut dpa, die Angreifer hätten gezielt die schwierigen Wetterverhältnisse ausgenutzt. Aufnahmen dokumentierten den unkonventionellen Vormarsch russischer Soldaten mit Zivilfahrzeugen, Zweirädern und zu Fuß. Pokrowsk gilt als Schlüsselposition im Ukraine-Krieg – die Eroberung würde Russlands Kontrolle über das Donbass-Industrierevier stärken.

Update, 19:47 Uhr: Russische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die ostukrainische Stadt Pokrowsk intensiviert, konnten aber nur teilweise Erfolge erzielen. Ukrainische Luftlandetruppen zerstörten bei der Abwehr zehn feindliche Fahrzeuge, wie die ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mitteilten. Die russischen Truppen nutzen seit dem 6. November verstärkt Motorräder und Pickups für ihre Vorstöße in die von Drohnen umzingelte Stadt, wie das 7. Korps der Luftlandestreitkräfte mitteilte. Parallel dazu führen ukrainische Spezialeinheiten Such- und Vernichtungsoperationen gegen russische Stellungen in verschiedenen Stadtteilen durch.

Update, 18:03 Uhr: Russische Angriffe haben die Städte Pokrowsk und Myrnohrad in der Ostukraine vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. In den beiden Städten können keine Hilfsgüter mehr an die Zivilbevölkerung geliefert werden, wie der Leiter der Militärverwaltung Donezk mitteilte.

„Der Feind zerstört täglich unsere Zivilbevölkerung“, erklärte Wadym Filaschkin im ukrainischen Fernsehen. Über 2.600 Menschen seien nach wie vor in beiden Städten verblieben und völlig auf den Schutz ukrainischer Soldaten angewiesen. Russische Einheiten nutzen seit 6. November Motorräder und leichte Fahrzeuge für ihre Vorstöße und haben bereits Mörser in Pokrowsk stationiert.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Rücktritt im Korruptionsskandal – Energieministerin legt Amt nieder

Update, 16:22 Uhr: Die ukrainische Energieministerin Switlana Hryntschuk hat im Rahmen der Korruptionsermittlungen in der Ukraine ihren Rücktritt angekündigt. Sie betont jedoch, dass sie kein Fehlverhalten begangen habe. Zuvor hatte Präsident Selenskyj sowohl ihre Entlassung als auch die des Justizministers gefordert.

Update, 16:10 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur RIA berichtet, dass Russland Europa beschuldigt, sich auf einen Krieg vorzubereiten und eine aggressive Aufrüstungspolitik zu betreiben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte, dass „promilitaristische Stimmungen in europäischen Ländern sehr stark ausgeprägt“ seien.

Peskow warnte davor, dass die steigenden Verteidigungsausgaben der europäischen Staaten ihre Volkswirtschaften überlasten könnten. Die EU-Verteidigungsstrategie plane, innerhalb von vier Jahren etwa 800 Milliarden Euro zu mobilisieren. Außenminister Sergej Lawrow hob hervor, dass die NATO direkt in den Ukraine-Konflikt verwickelt sei – nicht nur durch die Lieferung von Waffen, sondern auch durch die Ausbildung von Personal.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj zieht aufgrund Korruptionsskandal Konsequenzen

Update, 15:12 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat aufgrund eines Korruptionsskandals im Energiesektor den Rücktritt von Justizminister Herman Haluschtschenko und Energieministerin Switlana Hryntschuk gefordert. In einer Videobotschaft äußerte der Staatschef: „Ich bitte die Parlamentsabgeordneten, diese Gesuche zu unterstützen.“

Update, 14:17 Uhr: Ukrainische Einheiten haben das Dorf Rivnopillia im Nordosten des Gebiets Saporischschja verlassen. Dies meldet der Kyiv Independent. Der Abzug fand einen Tag nach dem Rückzug aus fünf weiteren Ortschaften in der Region statt, darunter die vollständige Evakuierung der Dörfer Uspeniwka und Nowomykolajiwka.

Die Südlichen Verteidigungskräfte erklärten, dass die ukrainischen Truppen sich auf „verteidigungsfähigere Positionen zurück, um die Leben ihrer Soldaten zu schützen“ begaben. Gleichzeitig sei der Vormarsch der russischen Streitkräfte in diesem Gebiet zum Stillstand gekommen.

Ukraine-Krieg aktuell: Klitschko will wegen Ukraine-Krieg Mobilisierungsalter senken

Update, 13:16 Uhr: Vitali Klitschko, der Bürgermeister Kiews, fordert eine Senkung des Mobilisierungsalters in der Ukraine. In einem Interview für das Axel Springer Global Reporters Network äußerte er: „Momentan kannst du in der Ukraine erst ab 25 mobilisiert werden. Man könnte es um ein oder zwei Jahre absenken – auf 23 oder 22“.

Zahlreiche wehrpflichtige Ukrainer haben das Land verlassen. Im August erlaubte die ukrainische Regierung Männern bis einschließlich 23 Jahren die Ausreise, was eine neue Fluchtwelle aus dem kriegsgeplagten Land auslöste. Männer im Alter von 24 bis 60 Jahren dürfen weiterhin nur in Ausnahmefällen die Ukraine verlassen.

Update, 12:00 Uhr: Nach eigenen Angaben haben ukrainische Truppen einen russischen Versuch, bei Konstantinowka in der Region Donezk durchzubrechen, erfolgreich vereitelt. Die Brigade an der Front berichtete, dass die Angreifer mit erheblichen Verlusten den Rückzug antraten. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda.

Soldaten der 28. Separaten Mechanisierten Brigade gaben an, dass russische Kräfte den Nebel für einen Überraschungsangriff nutzen wollten. „Die Russen beschlossen, den dichten Nebel in Richtung Konstantinowka auszunutzen“, hieß es in den sozialen Medien der Brigade. Ukrainische Späher entdeckten die feindlichen Bewegungen rechtzeitig, wodurch der Nebel den Angreifern zum Verhängnis wurde. Konstantinowka bleibt weiterhin unter ukrainischer Kontrolle.

Russlands Vorstoß bei Pokrowsk an der Ukraine-Front verlangsamt sich

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiterhin angespannt. Laut dem Institute for the Study of War hat sich der russische Vorstoß auf Pokrowsk verlangsamt. Dennoch erscheint eine Niederlage der Ukraine in dieser Stadt nach wie vor wahrscheinlich. Wladimir Putins Truppen werden vermutlich nur mehr Zeit für die Einnahme benötigen und dabei höhere Verluste erleiden. Diese neue Einschätzung basiert auf den anhaltenden zermürbenden Offensivoperationen Russlands, die derzeit auf dem gesamten Kriegsschauplatz stattfinden und den Pokrowsk-Vorstoß ausbremsen.

Derweil werfen Korruptionsermittlungen beim staatlichen ukrainischen Atomkonzern Energoatom einen Schatten auf die Nachrichtenlage. Die Energiebranche gilt im Ukraine-Krieg von entscheidender Bedeutung. Im Zusammenhang mit einem Schmiergeldskandal kam es bereits zu ersten Festnahmen. Auch ein enger Vertrauter von Wolodymyr Selenskyj ist unter den Beschuldigten. Das Nationale Antikorruptionsbüro berichtete von Durchsuchungen beim ehemaligen Energieminister Herman Haluschtschenko. Zudem steht der ehemalige Vizepräsident Olexij Tschernyschow unter Verdacht.

Nach den Durchsuchungen im Rahmen der Korruptionsermittlungen wurde Haluschtschenko von seinen Aufgaben entbunden. Diese Entscheidung traf die Regierung in einer außerordentlichen Sitzung, wie Regierungschefin Julia Swyrydenko auf Telegram mitteilte. Haluschtschenko ist einer von mehreren Verdächtigen in diesem beispiellosen Korruptionsskandal unter der Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Haluschtschenko erklärte auf Telegram, dass er Swyrydenkos Entscheidung unterstütze. Er halte es für eine zivilisierte und angemessene Vorgehensweise, sich während der Ermittlungen zurückzuziehen. Zudem kündigte er an, sich rechtlich verteidigen und seine Sichtweise darlegen zu wollen. Sein Ministerium in Kiew bestätigte die Ermittlungsarbeit. Haluschtschenko unterstütze die Strafverfolgungsbehörden vollumfänglich, hieß es in einer Mitteilung am Vortag. Das Justizministerium verfolge konsequent „an den Grundsatz der Nulltoleranz gegenüber Korruption“. Details zu den möglichen Vorwürfen wurden nicht bekannt gegeben.

Währenddessen deutet die Lage in Pokrowsk auf eine baldige Eroberung durch Russland hin. Der ukrainische Generalstab meldete auf Facebook, dass es am Vortag insgesamt 217 Gefechte gab. „In Richtung Pokrowsk stoppten unsere Verteidiger 76 offensive Aktionen des Aggressors“, so der Bericht. Dennoch gerät die ukrainische Armee in Pokrowsk zunehmend unter Druck, was auch unabhängige internationale Beobachter bestätigen.

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete über eine Aussage des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, der meinte, Europa bereite sich auf einen Krieg mit Russland vor. „Bei der Analyse der Fakten komme ich zu dem Schluss, dass ein Krieg zwischen Europa und Russland immer wahrscheinlicher wird. Das ist keine leere Behauptung – alle bereiten sich darauf vor“, äußerte sich der Politiker in einem Fernsehinterview. Westliche Experten warnen bereits seit Monaten vor einer weiteren Eskalation mit Russland. Nach Luftraumverletzungen an der NATO-Grenze fordern immer mehr Politiker, dass die europäischen Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.

Vučić reagierte auf die Äußerungen des französischen Generalstabschefs Fabien Mandon, der sagte, dass die französische Armee in drei bis vier Jahren auf eine Konfrontation mit Russland vorbereitet sein müsse.

Gleichzeitig erklärte der russische Diplomat Alexei Ivanov, dass sein Land weiterhin bereit sei, „die direkten Verhandlungen mit der ukrainischen Seite fortzusetzen“. Seit Monaten sind Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs ein wiederkehrendes Thema in Diskussionen. Unter anderem versuchte der ehemalige US-Präsident Donald Trump mehrfach, in Gespräche mit Wladimir Putin einzutreten. Nach dem Alaska-Gipfel im Sommer änderte der Republikaner jedoch seine Strategie: US-Geheimdienste sollen daraufhin ukrainische Angriffe auf die russische Wirtschaft unterstützt haben.

Ivanov sagte laut russischen Nachrichtenagenturen über mögliche Friedensgespräche: „Wenn Kiew politischen Willen zeigt, sind wir jederzeit zu solchen Verhandlungen bereit. Auch unsere türkischen Partner haben stets betont, dass uns die Plattform von Istanbul weiterhin zur Verfügung steht, diese Türen bleiben offen.“ Es wurden mehrere Initiativen vorgeschlagen, so Ivanov. „Leider haben wir von ukrainischer Seite noch keine positive Rückmeldung zu diesen Initiativen erhalten“, zitierten ihn kremlnahe Agenturen.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russlands Verluste steigen weiter

Unterdessen steigen die Verluste der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg weiter an. Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook hat Putins Armee innerhalb von 24 Stunden 1000 Soldaten verloren, die entweder getötet oder verwundet wurden. Die gesamten Kampfverluste der russischen Streitkräfte zwischen dem 24. Februar 2022 und dem 12. November 2025 werden inzwischen auf 1.154.180 geschätzt. Zudem hat Russlands Armee 11.342 Panzer, 23.556 gepanzerte Kampffahrzeuge und 34.379 Artilleriesysteme verloren. (red mit Agenturen)

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