Österreichischer Rechtsextremist

Polizei führt Rechtsextremist Sellner bei „Remigrations“-Besuch in der Schweiz ab

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In der Schweiz wurde der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner von der Polizei abgeführt. Seine Reise inszenierte er offensiv.

Tegerfelnden – Erst im Februar 2024 wollte die Stadt Potsdam ein Einreiseverbot gegen den Rechtsextremisten Martin Sellner erwirken. Aber auch in der Schweiz scheint Sellner kein willkommener Gast zu sein. Dort ist der Österreicher am Samstag (16. März) bei einem Treffen der rechtsextremen Gruppierung „Junge Tat“ von der Polizei abgeführt worden.

Die Polizei erklärte der Neuen Züricher Zeitung, es habe sich nicht um eine Festnahme, sondern eine Anhaltung gehandelt. So wurde Sellner zwar von der Polizei abgeführt und des Kantons verwiesen, jedoch nicht festgenommen. Zu dem Treffen im Dorf Tegerfelden war er als Redner geladen. Er habe einen Vortag über „Ethnische Wahl und Remigration“ halten wollen.

Martin Sellner spricht im Februar 2023 bei einer Kundgebung der Identitären Bewegung.

Rechtsextremist Sellners öffentliche Inszenierung: Elon Musk reagiert

Zuvor hatte Sellner seine Einreise in die Schweiz öffentlich zu inszenieren versucht. Er veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie er auf einem Schlauchboot über den Bodensee die Grenze zur Schweiz überquert. Auf Sellners Darstellung der Ausweisung durch die Schweizer Polizei auf X reagierte Plattforn-Chef Elon Musk. In einem Antwortpost schrieb Musk: „Ist das legal?“.

Sellner ist nach Angaben der Polizei „zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und der Verhinderung von Konfrontationen mit Personen der Gegenseite“ des Kantonsgebiets verwiesen worden.

Martin Sellner ist ein führender Kopf der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ im deutschsprachigen Raum. In Deutschland sorgte er zuletzt für Aufsehen, durch seine Teilnahme an dem Potsdamer Treffen von AfD-Mitgliedern und Rechtsextremen im November. Corrrectiv-Berichten zufolge hat Sellner dort seine „Remigrations-Pläne“ vorgestellt. (pav)

Rubriklistenbild: © Sebastian Willnow/dpa

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