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Franziska Schwarz
Stephanie Munk
Bedrettin Bölükbasi
Christian Stör
News zum Ukraine-Krieg: Europa berät über Friedensplan. Kanzler Merz ist auch dabei. Putins Armee trifft Staudamm Der Ticker.
Update, 7:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, sich bisher nicht mit dem Ukraine-Plan der USA vertraut gemacht zu haben. Die USA hätten mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und mit ukrainischen Vertretern, darunter Selenskyj, sagte Trump am Rande einer Gala im Kennedy Center. Er sei aber ein wenig enttäuscht, dass Präsident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen habe. Das sei der Stand von vor ein paar Stunden gewesen. Zugleich zeigte sich Trump davon überzeugt, dass Russland den Plan unterzeichnen würde. Russland würde wohl lieber das ganze Land haben, dennoch glaube er, dass Moskau mit dem Vorschlag einverstanden sei.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 6:50 Uhr: Russische Luftabwehreinheiten haben in der Nacht 67 ukrainische Drohnen zerstört. Dies berichtete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums.
Ukraine-News: Selenskyj trifft Verbündete in London – auch Merz dabei
Update, 5:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute zu Gesprächen mit den westlichen Partnern um Bundeskanzler Friedrich Merz in London erwartet. Bei den Beratungen, an denen auch der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilnehmen, geht es um den aktuellen Stand des Friedensplans für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Die USA und die Ukraine hatten am Wochenende darüber verhandelt. Selenskyj hatte sich nach eigenen Angaben zum Abschluss dazugeschaltet. Die entscheidenden, noch zu klärenden Punkte scheinen die Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine zu sein.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland




Ukraine-News: Gespräche über Friedensplan nach Aussagen von Selenskyj konstruktiv, aber nicht einfach
Update, 8. Dezember, 4:55 Uhr: Die Gespräche mit den USA über einen Friedensplan für die Ukraine sind nach Aussagen von Wolodymyr Selenskyj zwar konstruktiv, aber nicht einfach. „Die US-Vertreter kennen die grundlegenden ukrainischen Positionen“, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videoansprache. Er hatte zuvor mit dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner telefoniert. Heute wird Selenskyj in London mit führenden Politikern aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland zusammentreffen. Weitere Gespräche soll es danach in Brüssel geben.
Ukraine-News: Meloni sichert Selenskyj weitere Hilfe zu
Update, 22:05 Uhr: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj weitere Unterstützung gegen Russlands Angriffskrieg zugesichert. In einem Telefonat vor einem Treffen Selenskyjs mit weiteren europäischen Partnern in London hielt die rechte Regierungschefin nach Angaben ihres Büros Moskau eine „neue Serie wahlloser Angriffe auf zivile Ziele“ in der Ukraine vor. Ihr Land werde weitere Güter zur Unterstützung der dortigen Energieinfrastruktur und Bevölkerung liefern, auch Generatoren. Ziel bleibe ein dauerhafter und gerechter Frieden.
An dem Treffen an diesem Montag in London nimmt Meloni nicht teil. Dabei sind der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Update, 20:15 Uhr: Russische Raketen haben in der Ostukraine einen Staudamm mit einer wichtigen Nachschubroute für die ukrainische Armee beschädigt. Die Straße über den Staudamm von Petschenihy sei gesperrt, teilte der Bürgermeister des Ortes, Olexander Gussarow, auf Telegram mit.
Bei dem Dorf im Gebiet Charkiw wird der Fluss Siwerskyj Donez gestaut. Die Fernstraße führt zu drei Frontabschnitten Woltschansk, Welykyj Burluk und Kupjansk, an denen die ukrainischen Verteidiger unter schwerem Druck der russischen Armee stehen. Nach Berichten ukrainischer Telegramkanäle wurde auch eine weitere Brücke über den Stausee bei dem Dorf Staryj Saltiw zerstört.
Update, 16.19 Uhr: US-Präsident Donald Trump bedroht nach Einschätzung des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen mit seiner neuen Sicherheitsstrategie die Existenz der EU. „Die neue außenpolitische Positionierung der USA ist eine zweite Zeitenwende“, sagte der Unionsfraktionsvize dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die erste Zeitenwende hatte der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz 2022 nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine ausgerufen und eine massive Aufrüstung der Bundeswehr angekündigt.
„Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stehen die USA nicht mehr an der Seite der Europäer“, sagte Röttgen. Die USA definierten es auch als außenpolitisches Ziel, sich in die inneren Angelegenheiten der europäischen Staaten einzumischen. „Ziel ist, unsere innere Verfassung nach den gegenwärtigen ideologischen Vorgaben der MAGA-Bewegung zu beeinflussen und zu diesem Zweck mit den inneren Feinden der liberalen Demokratie in Europa zusammenzuarbeiten - in Deutschland ist das die AfD.“ Er fügte hinzu: „Wenn diese Strategie Erfolg hätte, würde es die EU nicht mehr geben.“
Ukraine-News: Wadephul vor China-Reise: Druck auf Moskau wegen Ukraine erhöhen
Update, 14.54 Uhr: Außenminister Johann Wadephul drängt Peking in den Beratungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine, den Druck auf Moskau zu erhöhen. „Kein anderes Land hat so viel Einfluss auf Russland wie China und kann sein Gewicht so sehr dafür einzusetzen, dass Russland endlich zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist, die die Souveränität der Ukraine achten“, sagte der CDU-Politiker in Berlin vor seinem Abflug zum Antrittsbesuch in China.
Ukraine-News: Neuer BSW-Chef – Putin Gasimport für Waffenstillstand anbieten
Update, 14.07 Uhr: Der Nachfolger von Sahra Wagenknecht hat sich auf dem BSW-Parteitag auch zum Ukraine-Krieg geäußert. Fabio De Masi plädiert dafür, die Rückkehr zu Energieimporten aus Russland in die Friedensverhandlungen einzubringen. „Natürlich wäre es zum Beispiel eine sinnvolle Politik, wenn wir zu Herrn Putin gehen und sagen: Wir sind auch bereit, Gas wieder zu beziehen und wollen das einbetten in einen Waffenstillstand in der Ukraine“, sagte der neue BSW-Chef in Magdeburg.
Damit könnten die Europäer wieder an den Verhandlungstisch kommen, meinte der Europaabgeordnete De Masi. Gerade Deutschland sei auf billige Energieimporte angewiesen. Zudem wies er den Vorwurf zurück, das BSW sei unkritisch gegenüber Russland. Selbstverständlich verurteile man russische Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Energieanlagen oder Kindergärten in der Ukraine. „Dieser Krieg ist eine große Katastrophe, aber er war vermeidbar“, meinte De Masi. Rote Linien Russlands seien nicht ernst genommen worden, das habe ins Desaster geführt.
Ukraine-News: Mehr Flugabwehrsysteme sind für Selenskyj Priorität
Update, 13.18 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft nach massiven Luftangriffen Moskaus auf schnellere Unterstützung für sein Land. Die Ukraine arbeite weiter mit ihren Partnern zusammen, um auf die Angriffe zu reagieren, schrieb er in sozialen Medien. Die klare Priorität seien mehr Flugabwehrsysteme und -raketen sowie mehr Unterstützung für die ukrainischen Verteidiger. Jede Vereinbarung müsse schneller umgesetzt werden.
Ukraine-News: Putin-Sprecher begrüßt umstrittene neue Sicherheitsstrategie unter Trump
Update, 11.25 Uhr: Die neue nationale US-Sicherheitsstrategie hat Unbehagen in Europa ausgelöst. Denn sie attestiert einen wirtschaftlichen „Niedergang“ Europas und äußert Zweifel daran, dass einige europäische Länder wirtschaftlich und militärisch künftig stark genug seien, um „verlässliche Verbündete“ zu sein – Russland hingegen wird in dem Papier kaum erwähnt, jedenfalls nicht als Bedrohung.
Die Reaktion aus Moskau fällt auch dementsprechend aus: Kremlsprecher Dmitri Peskow lobte am heutigen Sonntag, die erfolgten Änderungen in der US-Strategie stünden „weitgehend in Übereinstimmung“ mit der Sichtweise Russlands. Das sagte er im staatlichen russischen TV-Sender Rossija.
Ukraine-News: Trotz Suche nach Friedenslösung – Russland mit massiven Luftangriffen
Update, 10.55 Uhr: Ungeachtet der Gespräche über eine Friedenslösung hat Russland die Ukraine auch in der Nacht zu Sonntag mit massiven Angriffen aus der Luft überzogen. Die zentralukrainische Großstadt Krementschuk in der Region Poltawa wurde laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe von Dutzenden Drohnen und Hyperschallraketen vom Typ Kinschal attackiert, wie unter anderem die Nachrichtenagentur RBK-Ukraine meldete.
Ukraine-News: Russland meldet Abwehr von 77 Drohnen in einer Nacht
Update, 9.05 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht 77 ukrainische Drohnen abgeschossen, wie Reuters berichtet. Sie seien über sieben russischen Regionen sowie der von Russland annektierten Halbinsel Krim zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Ukraine-News: Selenskyj trifft am Montag Verbündete
Update, 7:35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich am Montag mit europäischen Verbündeten, um über Eckdaten eines Friedensplans im Ukraine-Krieg zu verhandeln. Der britische Premierminister Keir Starmer lädt nach London ein, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werden teilnehmen. Macron bestätigte das Treffen auf der Plattform X. „Die Europäer werden notwendigerweise eine tragende Säule der gerechten und dauerhaften Lösung sein, die wir gemeinsam aufbauen“, schrieb er.
Update, 7. Dezember, 6:12 Uhr: Russland führte am Wochenende den drittschwersten Angriff seit Kriegsbeginn durch. Nach Zählung des US-Instituts CSIS setzte Putins Armee 653 Drohnen und 51 Raketen gegen die Ukraine ein und zielte dabei vor allem auf zivile Infrastruktur. In der Nacht auf Sonntag setzte Russland die massiven Luftangriffe fort. Die Großstadt Krementschuk wurde nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe von Dutzenden Drohnen und Kinschal-Hyperschallraketen getroffen, meldete die Nachrichtenagentur RBK-Ukraine. In der Stadt waren Explosionen zu hören. Bewohner meldeten Ausfälle bei Strom- und Heizungsversorgung. Die Informationen konnten nicht unabhängig bestätigt werden.
Ukraine-News: Bahnknotenpunkt nahe Kiew bei russischem Luftangriff beschädigt
Update, 10:35 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die Ukraine sind auf einem Eisenbahnknotenpunkt in der Nähe von Kiew in der Nacht ein Depot und mehrere Waggons beschädigt worden. Wegen der Schäden seien mehrere Vorortzüge in der Nähe der Hauptstadt und der Stadt Tschernihiw im Nordosten des Landes ausgefallen, teilt die staatliche ukrainische Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja mit. Rettungsdienste berichten von einem Brand und Zerstörungen auf dem Bahnhofsgelände in der Stadt Fastiw. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Ukraine-News: Fortschritte zum Ende des Ukraine-Kriegs hängen von Russland ab
Erstmeldung: Kiew – Die Ukraine und die USA sind bei ihren Gesprächen in Florida übereingekommen, dass Fortschritte zu einem möglichen Friedensabkommen nun von Russland abhängen. „Beide Seiten waren sich einig, dass echte Fortschritte in Richtung einer Einigung davon abhängen, dass Russland bereit ist, sich ernsthaft für einen langfristigen Frieden einzusetzen“, hieß es in einer Erklärung des US-Außenministeriums. Für heute wurden weitere Gespräche vereinbart.
Die Teilnehmer der Gespräche im Bundesstaat Florida einigten sich laut State Department am Freitag „auf den Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen (…) und die Abschreckungsmaßnahmen“, die „für die Aufrechterhaltung eines dauerhaften Friedens“ im Falle eines Abkommens notwendig seien. Zugleich wurde festgehalten, dass Russlands Einsatz für ein Friedensabkommen „Maßnahmen zur Deeskalation und zum Ende der Tötungen“ umfassen müsse.
Bei der für Samstag geplanten dritten Gesprächsrunde zwischen den USA und der Ukraine sollen die Diskussionen über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs „weiter vorangetrieben werden“, hieß es weiter. An den Gesprächen nahmen auf US-Seite der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner teil, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.
Die Ukraine vertraten Rustem Umerow, Chefunterhändler und Vorsitzender des nationalen Sicherheitsrats, sowie Generalstabschef Andrij Hnatow. Umerow bekräftigte laut US-Außenministerium, dass die Priorität für Kiew darin liege, die „Unabhängigkeit und Souveränität“ des Landes zu schützen.
Unterdessen griff Russland nach ukrainischen Angaben in der Nacht zum Samstag erneut die Region der Hauptstadt Kiew an. Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk schrieb im Onlinedienst Telegram von „massiven“ Attacken mit Drohnen und Raketen. Drei Menschen seien dabei verletzt worden.
Zudem berichtete die ukrainische Luftwaffe laut Medienangaben, dass russische Streitkräfte unter anderem Hyperschallraketen vom Typ Kinschal sowie Dutzende Drohnen auf Städte am Rande der ukrainischen Hauptstadt abgefeuert hätten. Auch der Hauptbahnhof der Stadt sei getroffen worden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (red)
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