Trump-Biograf verrät die Wahrheit über die Ehe zwischen Donald und Melania
VonBabett Gumbrecht
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Die 55-Jährige zieht sich seit der zweiten Amtszeit ihres Mannes noch mehr zurück. Auch bei der Papst-Beisetzung zeigte sich das unterkühlte Verhältnis.
Washington D.C. – Melania Trump, Ex-Model und dritte Ehefrau von US-Präsident Donald Trump, gibt sich während der zweiten Amtszeit ihres Mannes noch geheimnisvoller. Als Grund nennt Journalist und Trump-Biograf Michael Wolff jetzt: Donald und Melania Trump seien im Wesentlichen „getrennt“, so Wolff in der Dienstagsfolge (13. Mai) des Podcasts „The Daily Beast“.
Biograf zur Beziehung zwischen Trump und Melania: „Sie führen eindeutig keine Ehe, wie wir sie definieren“
Gemeinsam mit der Moderatorin Joanna Coles beleuchteten die beiden Podcaster neben dem Chaos der ersten Monate der zweiten Trump-Regierung auch die Ehe der Trumps. Als Coles Wolff fragte, inwieweit Trumps Familie – und die First Lady – diesmal involviert sei, antwortete Wolff wie gewohnt unverblümt: „Sie führen eindeutig keine Ehe, wie wir sie definieren“, sagte Wolff. „Und ich denke, man kann vielleicht genauer sagen, dass sie getrennte Leben führen. Sie sind getrennt. Der Präsident der Vereinigten Staaten und die First Lady leben getrennt.“
Melania Trump in Bildern: Ein Ex-Model wird First Lady der USA
Wie The Daily Beast berichtet, hat Wolff bereits mehrere Bestseller über Trump geschrieben, darunter das Buch „Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump“ aus dem Jahr 2018 und „Alles oder nichts: Donald Trumps Rückkehr an die Macht“, das im Februar dieses Jahres erschien. Das Weiße Haus wiederum ist von Wolffs Werken nicht begeistert und hat ihn wiederholt als „lügenden Scheißkerl“ und „Betrüger“ bezeichnet.
Papst-Beerdigung fiel auf Melanias Geburtstag: Trump plante lieber Air Force One-Dinner
Der letzte öffentliche Auftritt der beiden war zugleich die erste Auslandsreise von Trump während seiner zweiten Amtszeit: In Rom nahmen Trump und Melania Ende April an der Trauerfeier für Papst Franziskus auf dem Petersplatz teil. Für Melania Trump war der Tag der Beerdigung von Papst Franziskus gleichzeitig ihr 55. Geburtstag.
Und auch hier zeigte sich das unterkühlte Verhältnis der beiden. Denn statt eines Geschenks plante der US-Präsident seiner Ehefrau Melania an ihrem 55. Geburtstag ein romantisches Abendessen an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One zu spendieren. „Ich lade sie zu einem Abendessen auf der Air Force One ein“, sagte Trump kurz vor der Beerdigungsfeier am 26. April vor Journalisten auf dem Flug nach Rom zur Beerdigung von Papst Franziskus. Er habe „keine Zeit gehabt, ein Geschenk zu kaufen“, da er so viel zu tun gehabt habe, sagte Trump.
Sie führen eindeutig keine Ehe, wie wir sie definieren.
Tatsächlich leben der US-Präsident und seine Ehefrau größtenteils getrennt. Melania hält sich meistens in New York auf, wo ihr gemeinsamer Sohn Barron die Universität besucht. Barron Trump, einziges gemeinsames Kind von Melania und Donald, studiert derweil an der New York University. Der 19-Jährige spielte im Wahlkampf 2024 der US-Wahl eine wichtige Rolle mit Blick auf die junge Wählerschaft und ermunterte etwa seinen Vater, sich von dem prominenten US-Youtuber Adin Ross interviewen zu lassen.
Melania seltener im Weißen Haus als bei erster Amtszeit: Trump-Berater dementieren Vorwürfe
Die Politikwissenschaftlerin Katherine Jellison von der Universität Ohio, die unter anderem zu den First Ladys der USA forscht, äußerte Ende April zum 100. Tag von Trumps zweiter Amtszeit, ebenfalls, dass sich Trumps Familie seltener im Weißen Haus zu sehen ist als während Trumps erster Amtszeit. Beamte des Weißen Hauses sagten der New York Times dagegen, Melania sei häufiger im Weißen Haus, als der Öffentlichkeit bekannt sei, sie könnten jedoch keine Angaben dazu machen, wie lange sie sich dort aufhalte.
Bei der Amtseinführung ihres Mannes trug die First Lady einen Hut mit breiter Krempe, der ihre Augen verbarg und ihren Mann beim Küsschen auf Abstand hielt. Ihre zurückhaltende, teilweise kalt wirkende Art sei Melania Trump schon in der Vergangenheit zum Vorwurf gemacht worden, erinnert die Politikwissenschaftlerin.
Mit ihren Ende 2024 veröffentlichten Memoiren „Melania“ und einer von Amazon produzierten Doku-Serie scheine die 55-jährige First Lady inzwischen „ihre eigene Geschichte kontrollieren“ zu wollen. Offenbar wolle Melania jetzt als „Geschäftsfrau“ auftreten, vermutet Jellison. Laut Wolff ist aber klar: „Der amerikanischen Öffentlichkeit wurde hier etwas vorgegaukelt: Donald Trump und seine glamouröse Frau. Das widerspricht allen Tatsachen, auch der Tatsache, dass sie keine Zeit miteinander verbringen“. (bg)