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Trump-Putin-Gipfel: Zeitplan für Treffen zum Ukraine-Krieg steht

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Putins Berater Uschakow informiert über das geplante Treffen. Der Zeitplan wird konkreter: Trump und Putin wollen auch privat miteinander sprechen.

Anchorage – Am Freitag (15. August) treffen sich der US-Präsident Donald Trump und der russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska. Kurz vor dem Treffen auf der US-Militärbasis Elmendorf-Richardson bei Anchorage wird der Zeitplan für den Trump-Putin-Gipfel konkreter. Mit Spannung wird das Treffen erwartet, bei dem der Fokus auf einem Ende vom Ukraine-Krieg liegen soll. Dabei wollen Trump und Putin offenbar mit einem Gespräch unter vier Augen beginnen.

„Alles beginnt morgen etwa gegen 11.30 Uhr lokaler Zeit“ (21.30 Uhr MESZ), sagte der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow. Laut Newsweek soll der Gipfel mit einem direkten Treffen zwischen Trump und Putin starten, die in Verhandlungen zwischen den Delegationen von Russland und den USA und ein Arbeitsfrühstück münden sollen. Nach den Gesprächen ist dem Putin-Berater zufolge eine gemeinsame Pressekonferenz der beiden Staatsoberhäupter geplant. Ob diese auch live übertragen wird, ist aktuell unklar.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Zeitplan vom Trump-Putin-Gipfel in Alaska: Das soll bei dem Treffen zum Ukraine-Krieg passieren

  • Start: 11.30 Uhr Ortszeit
  • Bilaterales Gespräch zwischen Trump und Putin
  • Arbeitsfrühstück: Verhandlungen zwischen der russischen und der US-amerikanischen Delegation
  • Gemeinsame Pressekonferenz von US-Präsident Trump und Russland-Chef Putin
  • Ende: Abhängig von der Diskussion
  • danach ggf. Nachbesprechung zwischen Trump, EU-Vertretern und Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj

Putin wird zu dem Trump-Treffen von Uschakow begleitet, ebenso vom Russland-Außenminister Sergej Lawrow. Teil der russischen Delegation werden ebenfalls der Verteidigungsminister Andrej Beloussow, Finanzminister Anton Siluanow und Putins Wirtschaftsverhandler Kirill Dmitrijew. Wer in der US-Delegation an dem Treffen teilnimmt, ist aktuell noch nicht bekannt. Laut Uschakow sei die Delegation bereits zusammengestellt, doch er wollte die Veröffentlichung den USA überlassen.

Treffen zwischen Trump und Putin: US-Militärbasis trägt historische Ironie

Die US-Militärbasis Elmendorf-Richardson hat eine historische Relevanz, die das Treffen zwischen Trump und Putin rahmt. Im Kalten Krieg wurde die Basis für die Überwachung und Abschreckung der Sowjetunion genutzt. Die Flugzeuge des Stützpunkts fangen auch immer noch russische Flugzeuge ab, die regelmäßig in den amerikanischen Luftraum einfliegen, wie AP News berichtete. Mit asiatischen Ländern sollen an dem Treffpunkt regelmäßiger Gespräche zwischen Staatschefs stattfinden, da es sich um einen bequemen Zwischenstopp zum Auftanken für Flüge handelt.

Ort des Treffens zwischen US-Präsident Trump und Russland-Chef Putin: Eine US-Basis in Alaska.

Benjamin Jensen, Senior Fellow für Verteidigung und Sicherheit am Center for Strategic and International Studies, einer in Washington ansässigen Denkfabrik, vermutet eine besondere Strategie hinter der Ortswahl: „Für Präsident Trump ist dies eine großartige Möglichkeit, amerikanische militärische Stärke zu demonstrieren und gleichzeitig die Möglichkeit der Öffentlichkeit oder anderer zu isolieren, mit dem, was er wahrscheinlich als produktiven Dialog erhofft, einzugreifen“, sagte Jensen laut AP News.

Dennoch wurden in Anchorage bereits Demonstrationen geplant, wie Alaska Public Media berichtete. Gruppen wie Stand UP Alaska und Alaska March on gaben bekannt, am Donnerstagnachmittag und am Freitagmittag vor den Büros von Alaskas US-Senatoren demonstrieren zu wollen.

Alaska-Gipfel mit Trump und Putin: EU-Staatschefs und Selenskyj sollen nach Gipfel abgeholt werden

Dass ein Trump-Putin-Gipfel stattfinden soll, wurde erst eine Woche vor dem Gipfel-Termin bekannt gegeben. In Europa erfuhr man per Telefonkonferenz von dem hastig organisierten Trump-Putin-Gipfel. Europäische Staatschefs versuchen vor dem Gespräch klarzumachen: Russland kann nicht vertraut werden und die EU steht klar an der Seite der Ukraine. Der US-Präsident hingegen zeigte sich offen für ukrainische Gebietsabgaben. Am Donnerstagmorgen traf der britische Ministerpräsident Keir Starmer den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London.

Trump hofft laut CNN „fast unmittelbar“ nach dem Gipfeltreffen am Freitag auf ein weiteres Treffen zwischen Putin und Selenskyj. Der US-Präsident drohte mit „sehr schwerwiegende Konsequenzen“ für Russland, wenn Putin sich bei diesem Treffen nicht bereit erkläre, den Krieg zu beenden. Möglicherweise könnte es zukünftig auch zu einem Trump-Putin-Treffen in Russland kommen.

Laut der stellvertretenden Hauptsprecherin der EU-Kommission, Arianna Podestà, die The Guardian zitierte, soll es nach dem Trump-Putin-Treffen eine Nachbesprechung zwischen EU-Staatschefs, Selenskyj und Trump geben. Wann diese stattfinden soll, sei aktuell noch unbekannt. Das ganze hinge von der Länge des Treffens zwischen Trump und Putin, sowie den Zeitdifferenzen ab. (lismah)

Rubriklistenbild: © IMAGO/SNA/Alexei Alekseyev

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