Kampf im Indo-Pazifik

Trump und Xi im Kampfjet-Wettstreit: Zählt mehr als Prestige?

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Militärische Antwort auf eine ökonomische Herausforderung: Donald Trump will mit der Boeing F-47 die Luftüberlegenheit gegen China in einem möglichen indo-pazifischen Konflikt erringen. Beobachter äußern da ihre Zweifel.
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F-47, F/A-XX, F-35, J-20, J-35, J-36 – die USA und China überbieten sich mit Neuerungen am Himmel. Zumindest theoretisch; keine Seite will ernsthaft Krieg.

Washington D.C. – Wenn wir davon ausgehen, dass Chinas Aufstieg dem eines Drachens gleicht, wird er auf absehbare Zeit mit gestutzten Flügeln erfolgen“, schrieb Jonathan G. McPhilamy. Trotz ihrer Entwicklung von Kampfjets der fünften Generation hat der US-Luftwaffenmajor Chinas Volksbefreiungsarmee in der Military Review abgesprochen, die Fähigkeit zur „offensiven Machtausübung zu demonstrieren“. Das war vor vier Jahren. Jetzt stehen Kampfjets der sechsten Generation auf dem Reißbrett oder schon auf dem Runway, und Donald Trumps „America First“-Doktrin könnte sich als Luftnummer entpuppen.

Mit der F-47 will Donald Trump das Reich der Mitte in die Schranken weisen. Wie der Business Insider (BI) im April berichtet hat, äußern seine eigenen führenden Militärs ihre Zweifel, dass die US-Luftwaffe die Luftüberlegenheit in einem indo-pazifischen Konflikt erringen könne. Samuel Paparo soll China „gute Noten“ ausgestellt haben für dessen Fähigkeiten, die US-Luftwaffe klein zu halten über den strategischen Archipelen in Ostasien, also über Japan, Taiwan und den nördlichen Philippinen, so der BI. Demzufolge habe der Befehlshaber des US-Indopazifik-Kommandos gegenüber dem Streitkräfteausschuss des US-Senats klar gestellt, dass China aktuell über 2.100 Kampfjets verfüge, sowie 200 H-6-Bomber; schlimmer noch: Die Produktionsrate für Kampfflugzeuge liege derzeit im Verhältnis 1,2 zu 1 gegenüber den USA, notiert BI-Autor Chris Panella.

Kehrtwende in den USA: Regierung bekennt sich zu den Grenzen ihrer Rüstungskapazitäten

Das will US-Präsident Donald Trump jetzt geradebiegen; beziehungsweise bekennt sich die US-Regierung zu den Grenzen ihrer Rüstungskapazitäten: Wie The War Zone berichtet, sehe der vom Pentagon für das Haushaltsjahr 2026 vorgeschlagene Haushalt „voll und ganz die Finanzierung des Tarnkappenjägers F-47 der sechsten Generation der US Air Force vor, während die Pläne der US Navy für einen trägergestützten Kampfjet der nächsten Generation, F/A-XX, de facto auf Eis gelegt werden“, so Joseph Trevithick. Der US-Haushalt wäre mit der Realisierung beider Kampfjets schlicht und ergreifend überfordert.  

„Indem sie ihre militärische Macht demonstrieren, setzen sie darauf, dass ihre Rivalen eine Eskalation vermeiden. Die Offenlegung neuer Technologien ist eine Form von Zwangsverhandlungen zwischen Staaten.“

Benjamin Jensen, Foreign Policy

Im Verteidigungshaushalt 2026 sollen 3,5 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden für den F-47-Kampfjet als Next Generation Air Dominance (NGAD)-Plattform. „Diese beträchtliche Investition umfasst 2,6 Milliarden US-Dollar an frei verfügbaren Mitteln und weitere 900 Millionen US-Dollar, die noch durch ein Abstimmungsgesetz genehmigt werden müssen“, so der Business Insider. „So etwas hat noch niemand zuvor gesehen“, sagte Trump zur Vorstellung des Fliegers, wie ihn The Aviationist zitiert. „In Bezug auf alle Eigenschaften eines Kampfjets gab es noch nie etwas, das ihm auch nur annähernd nahe kam – von der Geschwindigkeit über die Manövrierfähigkeit bis hin zur Nutzlast. Die F-47 wird das fortschrittlichste, leistungsfähigste und tödlichste Flugzeug sein, das je gebaut wurde“, so der Präsident.

Verschwiegen hat Trump, dass China die USA vor sich hertreibt. Army Recognition berichtet, dass sowohl Geheimdienstinformationen sowie Bilder von Planespottern in Sozialen Netzwerken bereits bestätigen, dass Prototypen der Chengdu J-36 und der Shenyang J-50 seit Ende 2024 umfangreiche Flugtests absolvieren – obwohl Trump versichert habe, dass auch die F-47 schon seit bis zu fünf Jahren als Demonstrator in der Luft sei. Laut dem Magazin habe das die USA zu einem Strategiewechsel gezwungen. Im kommenden Jahr sollen auch die finanziellen Mittel für weitere F-35 gekürzt werden. Das gesamte verfügbare Kapital fließe in die Beschaffung der F-47.

Trumps F-47 und Chinas J-36: Reines Imponiergehabe auf beiden Seiten

Entweder hat sich Jonathan G. McPhilamy vor vier Jahren die US-amerikanische Überlegenheit schöngeredet, oder in der Zeit seit der Veröffentlichung ist viel passiert – möglicherweise von beidem etwas. Der Offizier hat in drei Feldern die chinesische Unterlegenheit ausgemacht: „die mangelnde Integration in den gemeinsamen Kampf, minimale Luftbetankungskapazitäten und eine fehlende militärisch-industrielle Infrastruktur zur Unterstützung der Flugzeugproduktion und -beschaffung“, wie er geschrieben hat. „Die Überwindung jedes dieser drei Bereiche würde enorm viel Zeit und Ressourcen erfordern, und alle drei zusammen stellen eine enorme Herausforderung für die chinesische Führung dar“, so McPhilamy abschließend.

Dagegen protzen die USA jetzt mit den Eckdaten ihrer F-47. Mit einer fünf Punkte umfassenden Aufzählung hat sich die US-Luftwaffe jetzt auf X aus der Deckung gewagt und will damit Stärke demonstrieren: Im Einsatz: zwischen 2025 und 2029; Kapazität: mindestens 185 Stück geplant; Aufgabe: Luftüberlegenheit; Einsatzradius: mindestens 1.000 Seemeilen (1.852 Kilometer); Höchstgeschwindigkeit: mindestens zweifache Schallgeschwindigkeit; Tarnfähigkeit: „Doppel-Plus“. Die USA sind mit dem „Gamechanger“ ihrer Definition nur ein halbes Jahr später an die Öffentlichkeit gegangen als die Chinesen, die die J-36 am 26. Dezember 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt haben – am Geburtstag ihres gefeierten früheren Staatenlenkers Mao Zedong.

Reines Imponiergehabe auf beiden Seiten, urteilt Benjamin Jensen. Im Magazin Foreign Policy stellt der Analyst des US-Thinktanks Center for Strategic and International Studies (CSIS) klar: Mit der Präsentation neuer Rüstungstechnologie in Friedenszeiten verfolgten Regierungen den Zweck, diese nicht einsetzen zu müssen, argumentiert Jensen. „Indem sie ihre militärische Macht demonstrieren, setzen sie darauf, dass ihre Rivalen eine Eskalation vermeiden. Die Offenlegung neuer Technologien ist eine Form von Zwangsverhandlungen zwischen Staaten.“

Kampfjet-Politik: „Wirtschaftliche Bedrohungen beeinflussen Pekings Entscheidungen eher als militärische“

Jensen sieht in der Vorstellung der J-36 eine militärische Form der Diplomatie und die Antwort auf Trumps Drohung, gegen China einen Handelskrieg mittels Erhöhung der Zölle zu riskieren. Die Fehde um Taiwan ist in diesem Zusammenhang lediglich ein Nebenkriegsschauplatz. Insofern widerspricht er in Teilen der Argumentation des Magazins Army Recognition, die Einführung der F-47 sei nicht nur ein technologischer Sprung, sondern eine strategische Notwendigkeit. Trump beantwortet Xi Jinpings Offerte nach einem ökonomischen Miteinander auf militärische Art und unterliegt offenbar einem Missverständnis: „Wirtschaftliche Bedrohungen beeinflussen Pekings Entscheidungen eher als militärische“, schreibt Jensen.

Aber auch die USA gehen mit der F-47 wirtschaftlich „all-in“: Mit der spätestens 2029 geplanten Indienststellung wird sie vermutlich deutlich später einsatzbereit sein, als Chinas Kampfjet der sechsten Generation. Dazu kommt die Frage der Finanzierung. Die Kosten einer F-35 beispielsweise liegen bei bis zu 100 Millionen US-Dollar. Die Kosten einer F-47 sollen ein Vielfaches davon betragen. Anfangs war die Rede von 300 Millionen Dollar pro F-47, weswegen das NGAD-Programm des US-Verteidigungsministeriums zwischenzeitlich auf Eis gelegt worden war.

Bittere Wahrheit für Trump: Zweifel, dass die US-Luftwaffe im Indo-Pazifik den Himmel beherrschen könnte

Trotz aller Bemühungen einer Luftwaffe, die das technisch Mögliche realisiert, bestehen unter neutralen Beobachtern Zweifel, dass die US-Luftwaffe im Indo-Pazifik den Himmel beherrschen könnte – was Analysten des US-Thinktanks RAND bereits vor zehn Jahren geahnt hatten. Allein die rüstungstechnischen Bemühungen der Chinesen und der unendlich weite Weg für US-Kampfjets auf die dortigen Gefechtsfelder würden den USA in den ersten Tagen oder Wochen eines Konflikts das Leben schwer machen. Insofern drängt sich für Beobachter die Frage auf, ob von der F-47 auch eine trägergestützte Version entwickelt würde, anstatt der Marine mehr und mehr Mittel zu kürzen.

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Der Posten der Pressesprecherin des Weißen Hauses war in der ersten Amtszeit Donald Trumps ein regelrechter Schleudersitz. Gleich viermal wechselte die Besetzung. Seit 2025 bekleidet Karoline Leavitt das Amt. Zum Zeitpunkt ihrer Ernennung war Leavitt gerade mal 27 Jahre alt und ist damit die jüngste Pressesprecherin, die das Weiße Haus jemals hatte. © CHIP SOMODEVILLA/AFP
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.) und seinem Sohn sowie First Lady Melania Trump (r.), leitete zu Beginn in der neuen Regierung von Donald Trump eine Abteilung für effizientes Regieren: das „Department of Government Efficiency“ (DOGE). Der Milliardär und mutmaßlich reichste Mensch der Welt sollte nach den Vorstellungen Trumps „den Weg ebnen, um die Regierungsbürokratie abzubauen, überflüssige Vorschriften zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und die Bundesbehörden umzustrukturieren“. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange. Nach Musks Ausscheiden aus DOGE kam es öffentlich zum Streit. © Alex Brandon/dpa
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Unterstützung sollte Elon Musk dabei von Vivek Ramaswamy erhalten. Der 39 Jahre alte Geschäftsmann hatte sich bei den Vorwahlen in den USA noch als Präsidentschaftskandidat der Republikaner beworben und war damals gegen Donald Trump angetreten. Nun sollen Musk und Ramaswamy zu zweit einen Posten besetzen und die Regierung effizienter gestalten. Trump nannte sie beide „wunderbare Amerikaner“. © IMAGO/MATT MARTON
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk rückt dessen größter Konkurrent näher an den US-Präsidenten heran: Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig. Der Amazon-Gründer ist auch Chef der Weltraumfirma Blue Origin, die Musks SpaceX im Kampf um Regierungsaufträge gerne den Rang ablaufen möchte. Wohl auch deshalb telefonierte Bezos in den vergangenen Wochen gleich mehrfach mit Trump. © imago
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps und seit mehreren Jahren schwer aktiv in Politik und Medien. Die Ehefrau von Eric Trump tritt regelmäßig bei rechten TV-Sendern auf und ist seit 2024 Vorsitzende der Partei der Republikaner. Im Wahlkampf spielte die 42 Jahre alte, zweifache Mutter eine große Rolle und auch im Übergangsteam Donald Trumps soll sie eingebunden sein. Ob sie ein offizielles Amt übernehmen wird, ist bislang unklar. © IMAGO/Robin Rayne
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump hatte beim Wahlsieg seines Vaters 2016 keine herausragende Rolle im Übergangsteam inne. Das soll laut US-Medien diesmal anders sein. Eric Trump soll wie seine Frau Lara bei Personalentscheidungen eingebunden sein und laut dem Rolling Stone Magazine sogar eine offizielles Amt im Weißen Haus anstreben. © Matt Freed/dpa
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden. Der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner saß zwei Jahre im Gefängnis, ehe Trump ihn am Ende seiner ersten Amtszeit begnadigte. Kushner soll Steuern hinterzogen und Familienmitglieder bedroht und erpresst haben. © CHRIS HONDROS/AFP
Donald Trumps Tochter Tiffany Trump
Gerüchten zufolge könnte Tiffany Trump in Zukunft die Rolle Ivankas im Gefolge des gemeinsamen Vaters übernehmen. Die jüngste Tochter Donald Trumps trat im Wahlkampf 2024 deutlich häufiger als noch 2016 oder 2020 auf. Eine Position im Kabinett oder eine prestigeträchtige Funktion als Präsidentenberaterin in Washington DC kommt für die 31-Jährige aber wohl zu früh. © imago
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen. Die 40 Jahre alte Anwältin vertrat Donald Trump unter anderem in dessen Prozess wegen Schweigegeldzahlung in New York. Bei den wochenlangen Verhandlungen stellte sich Habba regelmäßig vor dem Gerichtssaal der Presse und verteidigte ihren Mandanten. Den Prozess verlor Trump zwar, seiner Anwältin scheint er aber weiter zu vertrauen. © ANDREW HARNIK/AFP
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon, war bereits in der ersten Administration von Donald Trump als Berater und Redenschreiber des Präsidenten tätig. Der 39 Jahre alte Jungpolitiker ist ein absoluter Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Er gilt als geistiger Vater des Einreiseverbots für Muslime, das Trump 2017 erlassen hatte und warb im Vorfeld der US-Wahl 2024 für eine „100-prozentige Abschiebungspolitik“. Man werde „all diese kriminellen Migranten, die ins Land geströmt sind, als erstes abschieben“. Im neuen Weißen Haus Donald Trumps könnte Miller stellvertretender Stabschef werden. © Evan Vucci/dpa
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter und gern gesehener Gast in rechten Podcast-Formaten wie dem „War Room“ von Steve Bannon. Trump ernannte den 44 Jahre alten Anwalt mit indischen Wurzeln zum Direktor des FBI. © IMAGO/Brett Johnsen
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Mediensprektrum
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Medienspektrum. Der 62 Jahre alte Politiker gilt als der Architekt hinter der Entscheidung der ersten Administration von Donald Trump, Migrantenfamilien in Käfige zu stecken und Kinder von ihren Eltern zu trennen. Mit Blick auf die neue Regierung Donald Trumps sagte Homan: „Illegalle Einwanderer sollten es jetzt mit der Angst zu tun haben.“ Trump gab bekannt, dass Homan als sogenannter „Grenz-Zar“ die Grenzsicherung und Abschiebepolitik koordinieren soll. © Lev Radin/Imago
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken.
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken. Der 69 Jahre alte Ex-Gouverneur war noch nie als Diplomat tätig, gilt aber als loyaler Verbündeter des künftigen Präsidenten. „Mike ist seit vielen Jahren ein großartiger Staatsdiener, Gouverneur und religiöser Führer“, sagte Trump in einer Erklärung. „Er liebt Israel und das israelische Volk, und ebenso liebt das israelische Volk ihn. Mike wird unermüdlich daran arbeiten, Frieden im Nahen Osten zu schaffen.“ Huckabee war einst Pastor einer baptistischen Kirche und wird der erste US-Botschafter in Israel sein, der nicht jüdischen Glaubens ist. © John Taggart/AFP
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz, hat beste Chancen darauf, Sicherheitsberater in der neuen Administration von Donald Trump zu werden. Der 50 Jahre alte ehemalige Offizier gilt als ausgewiesener Sicherheitsexperte der Republikaner. 2018 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. In der Vergangenheit machte sich Waltz für Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg stark. Er gilt außerdem als scharfer Kritiker der Chinas und steht für einen konfrontativen Kurs im Umgang mit der Volksrepublik. © Ted Shaffrey/dpa
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA. Sie warnte nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris vor „20.000 kannibalistischen Haitianern, die Haustiere in den Straßen von Ohio jagen und töten“. Donald Trump suchte die Nähe zu der 31 Jahre alten Influencerin, musste sich aber nach mehreren Skandalen rund um Loomer distanzieren. US-Medien vermuten, dass sich Trump nach seinem deutlichem Wahlsieg sicher genug fühlen würde, Loomer in seiner Arbeit im Weißen Haus einzubinden - entweder als Beraterin oder sogar ausgestattet mit einem offiziellem Amt. © IMAGO/Gray Adam/ABACA
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard, wurde 2023 als erfolgreichster Kommentator des Senders von Fox News gefeuert. Seitdem ist er unabhängiger Moderator. Seine Rolle als wichtiger Einflüsterer des kommenden Präsidenten konnte er aber halten. Laut US-Medien soll der 55 Jahre alte Fernsehstar eine wichtige Rolle im Übergangsteam Trumps einnehmen. © IMAGO/Jen Golbeck
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr. Er soll nach den Wünschen von Donald Trump Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC werden. © IMAGO/Stefani Reynolds
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung. Nachdem John Kelly aber das Amt des Stabschefs übernahm, wurde Gorka aus der Administration gedrängt. Nun soll der gebürtige Brite mit ungarischen Wurzeln zum leitenden Direktor für Terrorismusbekämpfung aufsteigen. Gorka gilt als enger Vertrauter von Trumps ehemaligen Berater, Steve Bannon. © CHANDAN KHANNA/AFP
Dr. Mehmet Oz ist Kardiologe und Fernsehmoderator
Dr. Mehmet Oz soll Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützen. Der Kardiologe und Fernsehmoderator erlangte als Gesundheitsexperte in der Oprah Winfrey Show landesweite Berühmtheit. 2009 erhielt er seine eigene Fernsehshow: eine pseudowissenschaftliche Sendung über Gesundheitsthemen mit dem Namen „Dr. Oz Show“. 2022 trat Oz als Kandidat der Republikaner bei den Zwischenwahlen an, doch scheiterte beim Versuch, Senator des Bundesstaates Pennsylvania zu werden. Nun will Donald Trump den Fernsehmoderator doch noch nach Washington DC bringen. Der designierte Präsident nominierte Oz für den Posten des Administrators für das „Center for Medicare and Medicaid Services“. © IMAGO/Diannie Chavez/The Republic
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat. Die zweifach approbierte Ärztin tritt regelmäßig bei Fox News auf. Sie soll den Posten des „Surgeon general“ übernehmen und damit eine wichtige Leitungsfunktion im öffentlichen Gesundheitsdienst der Vereinigten Staaten von Amerika.  © TERRY WYATT/AFP
Ebenfalls unter einem möglichen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten
Ebenfalls unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten. Donald Trump will, dass der Chirurg die Bundesarzneimittelbehörde der USA leitet. Wie Kennedy vertrat auch Makary, aktuell als Arzt an der Johns-Hopkins-Universität tätig, konträre Ansichten zur Corona-Pandemie. © NOAM GALAI/AFP
der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon
Er gilt vielen als der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon. Der heute 71 Jahre alte Kommentator und Stratege folgte Trump nach dessen Wahlsieg 2016 als Chefberater kurzzeitig ins Weiße Haus. Die Beziehung der beiden, die bereits 2011 begann, kühlte ab. Im Umfeld Trumps blieb Bannon eine einflussreiche Stimme, wie sein Auftritt auf der rechtskonservativen Konferenz CPAC im Jahr 2025 beweist, auf der unter anderem J.D. Vance eine Rede hielt. © STEVEN HIRSCH/AFP
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps.
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps. Die 58 Jahre alte, zweimal geschiedene und dreimal verheiratete TV-Predigerin vertritt die Lehre des sogenannten Wohlstandsevangeliums, nach dem finanzieller Erfolg als sichtbarer Beweis für die Gunst Gottes gilt. Im Klartext: Wer reich ist, muss sich dafür nicht schämen oder gar fürchten, deshalb nicht ins Himmelreich eingehen zu können – egal, was Jesus Christius laut Bibel im Gleichnis vom Nadelöhr erzählt. © IMAGO/CNP / MediaPunch
Paula White ist „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“
Seit dem 7. Februar 2025 ist White, hier ganz in weiß gekleidet, „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“. Trump selbst hatte dieses Büro kurz zuvor ins Leben gerufen. Seine Aufgaben sind laut Bekanntmachung des Weißen Hauses „religiöse Einrichtungen, Gemeindeorganisationen und Gotteshäuser in ihren Bemühungen zu unterstützen, amerikanische Familien zu stärken, Arbeit und Selbstversorgung zu fördern und die Religionsfreiheit zu schützen“. Über ihre persönliche Verbindung zu Gott lässt White, die hier den Segen des Allvaters für Trump einholt, keine Zweifel aufkommen. „Wenn ich über den Rasen vor dem Weißen Haus laufe, dann wird der Boden unter meinen Füßen zu heiligem Boden“, so White in einer ihrer TV-Predigen. © IMAGO/White House Handout/White House
Peter Thiel ist seit langem Unterstützer Donald Trumps
Peter Thiel, hier in Begleitung der Publizistin Amy Chua, ist seit langem Unterstützer Donald Trumps. Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in den USA und Südafrika auf. Seine Karriere als Tech-Unternehmer begann mit der Gründung des Bezahldienstes Paypal. Der Multimilliardär unterstützte Trump bereits bei seinem ersten Wahlkampf 2016 mit großzügigen Spenden und gilt außerdem als enger Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. © LEIGH VOGEL
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC,
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC, ist seit Jahrzehnten ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der hatte sich das Vertrauen Whites verdient, als er zu Beginn der UFC deren Veranstaltungen in seinen Casinos in Atlantic City genehmigte. White unterstützte Trump Jahre später bei dessen Wahlkampf 2016 und war geladener Gast bei der Amtseinfühung 2025. © IAN MAULE/AFP
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk.
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk. Sacks wird als Donald Trumps „KI- und Krypto-Zar“ fungieren. Vor der US-Wahl trieb Sacks im Silicon Valley Spendengelder für Trumps Kampagne ein und gabin seinem Podcast „All In“ mehrfach Wahlempfehlungen für Trump ab. Die Wahlnacht verbrachte Sacks an der Seite Trumps in dessen Wohnsitz Mar-a-Lago. © KAYLA BARTKOWSKI

Auch auf der Erdoberfläche würde China seine geringe Distanz zum Kriegsgeschehen ausspielen können, urteilen aktuell Thomas Shugart und Timothy Walton vom Thinktank Hudson Institute; die beiden Analysten kritisieren, dass die USA viel Geld und Energie in Angriffsfähigkeiten investierten, aber die Verteidigung vernachlässigten: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass US-Flugplätze einer ernsthaften Angriffsgefahr ausgesetzt sind. Der derzeitige Ansatz des Verteidigungsministeriums, diese Bedrohung weitgehend zu ignorieren, lädt die Volksrepublik China zu Aggressionen ein und birgt das Risiko, einen Krieg zu verlieren.“ (KaHin)

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