Make-up kaschiert Verfärbungen

Trumps Gesundheit: Frischer Bluterguss entfacht wilde Gerüchte

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Trump ringt mit Gerüchten: Erst die rechte, nun auch die linke Hand zeigt auffällige Verfärbungen. Offizielle Stellen geben sich entspannt.

Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Diskussionen über seinen Gesundheitszustand. Nach monatelangen Spekulationen um eine auffällige Verfärbung auf seiner rechten Hand wurde nun auch an seiner linken Hand ein dunkler Bluterguss entdeckt. Aufnahmen, die der frühere Baseballstar Roger Clemens und dessen Sohn Kacy am Wochenende aus dem Trump National Golf Club in Virginia veröffentlichten, zeigen den 79-Jährigen beim Spielen – mit deutlich sichtbarem blauen Fleck auf der Handoberfläche.

Trumps Gesundheit: Neuer Bluterguss lässt erneut Gerüchte aufkeimen

Das neue Mal sitzt an fast identischer Stelle wie die ältere Verfärbung an der rechten Hand, die Trump bereits seit Februar mit Make-up zu überdecken versucht, notiert die USA Today. Auch bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung im Oval Office am 25. August war die rechte Hand verfärbt und teilweise geschminkt sichtbar.

Während Videos und Fotos gelegentlich gespiegelt sein können, ist hier laut Beobachtern zweifelsfrei die linke Hand zu erkennen, da das „TRUMP“-Logo auf Trumps Kappe korrekt orientiert erscheint, konstatiert Daily Beast.

Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich in Alaska zum Gipfel. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich im US-Bundesstaat Alaska zum Gipfel in Sachen Ukraine-Krieg. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.  © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson + IMAGO / Anadolu Agency + IMAGO / ITAR-TASS
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska.
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska. © dpa/FR596 AP | Luis M. Alvarez
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen.
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen.
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt.
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor.
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor. © IMAGO / SNA
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska.
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska. © IMAGO/Hasan Akbas/Anadolu Agency
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander.
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander. Trump soll ihm laut US-Medien dort sogar kurz applaudiert haben. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück.
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One.
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut.
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen.
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen.
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff.
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.).
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.). © IMAGO/Kremlin Press Office
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement.
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement. © dpa/AP | Jae C. Hong
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio.
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska.
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska. © dpa/AP | Jae C. Hong
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“.
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“. © dpa/XinHua | Wu Xiaoling
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden.
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden. © Wu Xiaoling/dpa/AP
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus.
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen.
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz.
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz. © IMAGO/Gavriil Grigorov
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder.
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Treffen von Trump und Putin.
Putin legt nach dem Treffen mit Trump Blumen an den Gräbern sowjetischer Soldaten nieder, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Nationalfriedhof Fort Richardson in Alaska begraben wurden. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets.
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov

Zweiter Trump-Bluterguss: Neue Spekulationen, Weißes Haus beschwichtigt

Offiziell bleibt die Darstellung der Regierung unverändert: Die Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte, Trump habe die Blutergüsse, „weil er ständig arbeite und jeden Tag unzählige Hände schüttele“. Bereits im Juli ergänzte Trumps Leibarzt Sean Barbabella, so Forbes, die Flecken seien „vereinbar mit einer leichten Weichteilreizung durch häufiges Händeschütteln und der Einnahme von Aspirin“, das Trump zur kardiovaskulären Prävention nutze.

Der Arzt bestätigte zudem eine Diagnose von Chronischer Veneninsuffizienz (CVI), einer bei älteren Menschen verbreiteten Venenerkrankung. Diese war nach einer Untersuchung wegen geschwollener Beine festgestellt worden. Zwar seien keine Anzeichen für Thrombosen oder arterielle Erkrankungen gefunden worden, doch die Erkrankung könne langfristig Lebensqualität und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Beim Golfspiel mit Roger Clemens ist auf Donald Trumps linker Hand eine dunkle Verfärbung deutlich erkennbar.

Neue Fotos verstärken Zweifel an Trumps Gesundheit

Die Diskussionen flammen weiter an, da Trump bereits mehrfach mit stark geschminkter Hand vor Kameras erschien. Im Juli war bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein deutlich heller Make-up-Fleck sichtbar. Auch bei öffentlichen Terminen in Schottland und während des jüngsten Besuchs im „People’s House Museum“ in Washington versuchte der Präsident, seine Hände mit einer kosmetischen Grundierung zu kaschieren, notiert Forbes.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielten zuletzt Aufnahmen aus Alaska, als Trump bei dem Gipfel zum Ukraine-Krieg neben Wladimir Putin stand. Beobachter bemerkten deutlich angeschwollene Beine und Knöchel, die auf seine Venenerkrankung zurückgeführt wurden.

Wie steht es um Trumps Gesundheit? Offizielle Gelassenheit, wachsende Fragen

Leavitt und auch Trumps ehemaliger Leibarzt, der heutige Kongressabgeordnete Ronny Jackson, betonen weiterhin die Robustheit des Präsidenten. Jackson bezeichnete ihn sogar als „gesündesten Präsidenten, den dieses Land je hatte“, heißt es in der Daily Mail. Dennoch bleibt auffällig, dass Trump selbst auf Fragen zu seiner Gesundheit bislang nicht eingeht und bei Terminen teils verkrampft versucht, die rechte Hand zu verbergen.

Trump, der am 14. Juni 79 Jahre alt wurde, ist der älteste jemals vereidigte Präsident der Vereinigten Staaten. Offiziell gilt er nach Angaben seiner Ärzte als bei bester körperlicher und geistiger Gesundheit. Doch die wiederkehrenden Blutergüsse, Schwellungen und Make-up-Spuren lassen die Debatte über seinen wahren Gesundheitszustand nicht abreißen. (chnnn)

Rubriklistenbild: © Instagram (Screenshot)/@rogerclemens

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