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Sonja Thomaser
Nils Thomas Hinsberger- Simon Schröder
News zum Ukraine-Krieg: Russlands Verluste steigen weiter. Putins Armee attackiert ein Militärkrankenhaus in Charkiw. Der Ticker.
Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 7.56 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Neue Zahlen aus Kiew zeigen 1510 verwundete oder getötete Soldaten in den vergangenen 24 Stunden auf. Auch sollen unter anderem 20 Panzer aus Putins Armee zerstört sowie 111 Drohnen abgeschossen worden. Diese Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig belegen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 23.00 Uhr: Angesichts massiver russischer Drohnenschläge jede Nacht gegen die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die USA zum Handeln aufgerufen. Es brauche eine scharfe Reaktion Amerikas, Europas und all jener, die sich um ein Ende des Kriegs bemühen, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten allabendlichen Videobotschaft.
Die Ukraine warf Russland einen Angriff auf ein Militärkrankenhaus in der Stadt Charkiw im Nordosten des Landes vorgeworfen. Mehrere Soldaten seien verletzt worden, teilte die ukrainische Armee am Samstag mit. Das Krankenhaus und ein benachbartes Wohngebäude seien bei dem Drohnenangriff beschädigt worden. Die ukrainische Armee warf Russland vor, ein „Kriegsverbrechen“ begangen und gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen zu haben.
Russland wirft Ukraine noch mehr Angriffe auf Energieanlagen vor
Update, 17.25 Uhr: Die Ukraine hat nach Darstellung Russlands ihre Attacken auf Energieanlagen noch verstärkt - ungeachtet der dafür vereinbarten Feuerpause. Die Zahl entsprechender Angriffe in den Gebieten Kursk und Belgorod habe sich erhöht, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Nach Treffern auf Hochspannungsleitungen und Umspannwerken sei es zu Stromausfällen gekommen. Das stehe im Widerspruch zu den Beteuerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über ein Ende solcher Angriffe.
Zuvor hatte Selenskyj seinerseits Russland vorgeworfen, die Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur fortzusetzen. Seit Tagen halten sich die Kriegsparteien Verstöße gegen die Vereinbarung vor.
Überprüfbar sind die Angaben der Kriegsparteien zu den Schäden nicht. Auffällig ist aber, dass beide Seiten nun erstmals ganze Listen mit den Schäden und Verstößen veröffentlichen, nachdem es solche Mitteilungen in der Vergangenheit nicht oder kaum gegeben hatte. Insbesondere das russische Verteidigungsministerium meldete stets vor allem den Abschuss von ukrainischen Drohnen, ohne über Treffer oder Schäden zu berichten.
Update, 13.15 Uhr: Die russische Armee hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei weitere Ortschaften in der Ukraine erobert. Die Truppen hätten das Dorf Schtschebraki in der südlichen Region Saporischschja und das Dorf Panteleimoniwka in der östlichen Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht, hieß es im täglichen Lagebericht des Ministeriums vom Samstag.
Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks




Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Dnipro
Update, 10.55 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Es sei zu Explosionen und mehreren Bränden gekommen, es gebe schwere Schäden in der Stadt, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, mit.
Update, 9.35 Uhr: Russland behält sich eigenen Angaben zufolge das Recht vor, eine Vereinbarung zum Verzicht auf Angriffe gegen Energieanlagen nicht einzuhalten. Dies gelte für den Fall, dass die Ukraine weiterhin dagegen verstoße, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der russischen Agentur Interfax.
Er warf der Regierung in Kiew vor, die Angriffe auf russische Energie-Infrastruktur fortzusetzen. Dies deute darauf hin, dass die ukrainische Armee außer Kontrolle sei und keine Befehle der Führung des Landes befolge. Die Ukraine ihrerseits beschuldigt Russland, das Moratorium nicht zu respektieren.
Kiew will Militärproduktion im Ukraine-Krieg deutlich hochfahren
Update, 7.55 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Rüstungsbetriebe der Ukraine aufgefordert, ihre Produktion neuartiger und schlagkräftiger Drohnen und auch von Raketen hochzufahren. „Unsere Aufgabe ist es, die Lieferung an die Armee deutlich zu erhöhen und die technologischen Vorteile unserer ukrainischen Drohnen zu maximieren“, sagte er. Die Soldaten benötigten dringend Nachschub.
Update vom 29. März, 6.10 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres sieht keinen Grund für die von Kremlchef Wladimir Putin vorgeschlagenen Neuwahlen in der Ukraine unter Aufsicht der Vereinten Nationen. Die Ukraine habe eine legitime Regierung, und das müsse natürlich respektiert werden, sagte er in New York in New York auf eine Frage zu seiner Position bezüglich Putins Vorstoß. Der russische Präsident hatte vorgeschlagen, die Ukraine unter Verwaltung der Vereinten Nationen zu stellen und dort Neuwahlen abzuhalten.
Update, 22.10 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland einen mehrfachen Bruch der Feuerpause für Angriffe auf Energieanlagen vorgeworfen. Er habe Verteidigungsminister Rustem Umjerow angewiesen, darüber den USA zu berichten, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er prangerte einen gezielten russischen Drohnenangriff auf die Gasinfrastruktur in der Region Poltawa an, und dazu Artilleriebeschuss in Cherson, der die Stromversorgung beschädigt habe. Zudem habe durch einen russischen Angriff auf die Stadt Charkiw die Heizungsinfrastruktur dort Schaden genommen. „All dies zeigt, dass Russland die Diplomatie weiterhin stört und dies auch weiterhin tun wird, und dass Moskaus einzige Taktik darin besteht, den Krieg zu verlängern“, sagte Selenskyj.
Der ukrainische Präsident erinnerte auch daran, dass sich Kiew zu einer 30-tägigen Waffenruhe zu Wasser, zu Land und in der Luft bereiterklärt hatte. „Am 11. März akzeptierte die Ukraine den amerikanischen Vorschlag für einen bedingungslosen Waffenstillstand, und seither ist Russland dafür verantwortlich, dass die Diplomatie ausgebremst wird“, sagte er. Selenskyj forderte die Rüstungsbetriebe der Ukraine auf, ihre Produktion neuartiger und schlagkräftiger Drohnen und auch von Raketen hochzufahren.
Update, 20.54 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen Grenzposten in der russischen Region Brjansk beschossen. Dabei seien militärische Ausstattung und Kommunikationsausrüstung zerstört worden, teilt der Generalstab mit. Man habe damit auf täglich Dutzende Drohnenangriffe reagiert. Viele der Drohnen seien von dem angegriffenen Grenzposten aus gestartet worden.
Ukraine spottet über Putin-Vorschlag
Update, 20.08 Uhr: In der Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin mit seinem Vorschlag einer vorübergehenden UN-Verwaltung für das von ihm mit einem Krieg überzogene Land Häme auf sich gezogen. „Gegenvorschlag: eine zeitweilige UN-Verwaltung in Russland, beginnend in Workuta“, sagte der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, in einer Mitteilung auf X. Dazu veröffentlichte er ein Foto – mutmaßlich von Workuta – mit einer schlammigen Straße und baufälligen Holzhäusern, wie es sie in vielen Orten in Russland gibt.
„Es scheint, dass die Ortsansässigen sehr profitieren würden von irgendeiner anderen Verwaltung als der Putins, der Milliarden Dollar für seinen kriminellen Krieg gegen die Ukraine ausgibt“, sagte Tychyj weiter.
Selenskyj lehnt Putins Vorschlag ab: Verwaltung der Ukraine durch die UN zurückgewiesen
Update, 18.43 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die von Kreml-Chef Wladimir Putin vorgeschlagene vorübergehende Verwaltung der Ukraine durch die UN zurückgewiesen. Der Vorstoß diene lediglich dazu, jegliche Verhandlungen und „Schritte zu einer Beendigung des Krieges“ hinauszuzögern, sagte Selenskyj am Freitag bei einer Pressekonferenz in Kiew.
Putin hatte gesagt, im Zuge einer vorübergehenden Verwaltung der Ukraine durch die UN könnten „demokratische Präsidentschaftswahlen“ in der Ukraine organisiert werden, auf die Verhandlungen für ein „Friedensabkommen“ folgen könnten.
Ukraine-Kontaktgruppe trifft sich im Nato-Hauptquartier
Update, 17.20 Uhr: Das nächste Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe findet am 11. April im Brüsseler Nato-Hauptquartier statt. Es wird gemeinsam von Großbritannien und Deutschland geplant und ausgerichtet, wie eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag auf Anfrage erklärte. Zuerst hatte das Magazin Spiegel über das Treffen berichtet.
Die Treffen der Ukraine-Unterstützer fanden seit Kriegsbeginn regelmäßig auf Einladung der USA auf der Luftwaffenbasis in Ramstein in Rheinland-Pfalz statt. Die Beratungen dienten dazu, die militärische Hilfe für die Ukraine zu koordinieren. Unter US-Präsident Donald Trump zog sich Washington aber von der Leitung des Gremiums zurück.
Ukraine-Front am heutigen Tag – Russland übergibt sterbliche Überreste von ukrainischen Soldaten
Update, 17.01 Uhr: Entlang der Ukraine-Front hat es am heutigen Tag insgesamt 116 Gefechte zwischen den ukrainischen und russischen Truppen gegeben. Das teilte der ukrainische Generalstab in seinem aktuellen Lagebericht mit. 50 der Scharmützel haben sich dabei laut dem Generalstab bei der hart umkämpften Stadt Pokrowsk im Donezk Oblast zugetragen.
Unterdessen hatte Russland der Ukraine die sterblichen Überreste von mehr als 900 gefallenen ukrainischen Soldaten übergeben. Es handelte sich damit um die größte Rückführung seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022. Kiew übergab Russland im Gegenzug die sterblichen Überreste von 45 russischen Soldaten.
Ukraine-Brigade stoppt russische Offensive im Charkiw Oblast
Update, 16.10 Uhr: In Kupjansk im Oblast Charkiw konnte eine ukrainische Brigade eine russische Offensive stoppen. Insgesamt zerstörten die ukrainischen Soldaten 12 russische Panzerfahrzeuge und einen Kampfpanzer, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Die Russen hätten sich insgesamt drei Wochen auf den Angriff vorbereitet und Kriegsgerät versammelt, wie die operativ-strategische Truppengruppierung „Chortyzja“ auf Telegram schreibt. Die Frontlinie sei um „keinen Zentimeter verschoben“ worden.
Bundesregierung stellt sich gegen Putins Vorschlag einer UN-Übergangsverwaltung
Update, 13.35 Uhr: Die Bundesregierung hat die Forderung Russlands nach einer Übergangsverwaltung der Ukraine durch die UN zurückgewiesen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass Russland immer wieder die Legitimität des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj infrage stelle. Durch tägliche Angriffe auf die Ukraine beweise der russische Präsident Wladimir Putin, dass es ihm im Ukraine-Krieg nicht um die Demokratie in dem überfallenen Land gehe. „Klar ist: Wolodymyr Selenskyj ist der legitime Präsident der Ukraine, und er ist derjenige, der für die Ukrainerinnen und Ukrainer verhandelt und niemand sonst“, so Hebestreit.
Update 28. März, 11.30 Uhr: Der russische Außenminister, Sergej Lawrow und der chinesische Außenminister Wang Yi planen sich nächste Woche in Moskau zu treffen, um den Ukraine-Krieg zu erörtern. Das russische Außenministerium kündigte an, dass neben anderen globalen Themen auch die „Perspektiven einer Regelung der Ukraine-Krise“ besprochen werden sollen. Zudem stehen bilaterale Angelegenheiten auf der Agenda. Die Volksrepublik China gilt als enger Verbündeter Russlands. Ein von Peking vorgeschlagener Friedensplan wurde von der Ukraine abgelehnt, da er stark an russische Standpunkte angelehnt war.
Hohe Verluste im Ukraine-Krieg für Russland – Fortschritte an der Ukraine-Front für Putin
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Der Ukraine-Krieg fordert trotz der Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Russland und den USA weiterhin hohe Verluste. Vor über 1000 Tagen hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Invasion der Ukraine gestartet. Mittlerweile sollen laut ukrainischen Angaben 910.750 russische Soldaten verletzt oder verwundet worden sein. Unabhängig prüfen lassen sich die Zahlen nicht. Doch auch auf Seite Kiews ist die Lage an der Ukraine-Front brenzlig. Trotz hoher Verluste macht Russland langsam aber stetig Fortschritte.
Die aktuelle Lage an der Front des Ukraine-Kriegs ist prekär. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich besorgt über eine mögliche Frühlingsoffensive der russischen Truppen im ukrainischen Oblast Sumy und Charkiw. Gegenüber der französischen Zeitung Le Figaro erklärte Selenskyj, Putin versuche durch die aktuellen Ukraine-Verhandlungen Zeit zu gewinnen, um die Offensive für den kommenden Frühling vorzubereiten.
Putin für Ende des Ukraine-Kriegs neue UN-Verwaltung
Unterdessen geht auch die Hinhaltetaktik des Kreml-Chefs Wladimir Putin weiter. Der russische Präsident brachte eine vorübergehende Verwaltung durch die Vereinten Nationen in der Ukraine ins Spiel. Dies könnte womöglich zu einem Ende des Ukraine-Kriegs führen. Putin erklärte am Freitag bei seiner Reise in die russische Stadt Murmansk: „Man könnte natürlich mit den USA, auch mit den europäischen Ländern, und natürlich mit unseren Partnern und Freunden unter der Schirmherrschaft der UNO eine Möglichkeit diskutieren, in der Ukraine eine Übergangsverwaltung einzurichten.“
Dann könnten auch neue Präsidentschaftswahlen abgehalten werden, sagte Putin weiter. Der russische Diktator sieht Selenskyj nicht als legitimen Verhandlungspartner im Ukraine-Krieg an. Aufgrund des russischen Angriffs sind in der Ukraine allerdings aktuell keine Wahlen möglich. Tausende Soldaten sind an der Front, außerdem sind mehrere ukrainische Gebiete von Russland besetzt. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron brachte vor einigen Tagen die UN ins Spiel. Er unterbreitete den Vorschlag, dass UN-Friedenstruppen den Frieden in der Ukraine nach einem möglichen Friedensvertrag sichern könnten.
Unsere aktuellen Karten zum Frontverlauf im Ukraine-Krieg geben einen Einblick in die neuesten Entwicklungen im Krieg Russlands gegen die Ukraine. (sischr mit Agenturen)
Rubriklistenbild: © Yevhen Titov/ZUMA Press Wire/dpa


