News zum Ukraine-Krieg

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml-Gefolgsmann beklagt „beispiellosen Angriff“

Alle Autoren
    schließen
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun
  • Simon Schröder
  • Felix Busjaeger
    Felix Busjaeger

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Putin eskaliert aktuelle Lage weiter. Die USA planen wohl neue Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft. Die Verluste steigen weiter.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update, 7.40 Uhr: Im russisch besetzten Teil von Donezk sind durch ukrainische Angriffe zwei Wärmekraftwerke beschädigt worden. Das melden laut Medienberichten die örtlichen Behörden. Viele Einwohner seien infolgedessen aktuell von der Stromversorgung abgeschnitten. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, sprach Kreml-Gefolgsmann Denis Puschilin auf Telegram von „einem beispiellosen Angriff auf das Stromnetz“. Puschilin ist Chef der sogenannten Donezker Volksrepublik.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: 17-Jährige stirbt bei russischem Raketenangriff in Charkiw

Update, 18. November, 6.20 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff ist nach ukrainischen Angaben eine 17-Jährige in der ostukrainischen Region Charkiw getötet worden. Mindestens neun Menschen seien verletzt worden, erklärte der örtliche Gouverneur.

Ukraine-Krieg aktuell: Stadt Kramtorsk in der Ostukraine unter Beschuss

Update, 22:13 Uhr: Russlands Truppen haben erneut die Stadt Kramatorsk in der Region Donezk angegriffen. Dabei sei ein Zivilist verletzt worden, wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf den örtlichen Stadtrat berichtet. Dies sei bereits der dritte Angriff auf Kramatorsk binnen eines Tages.

Orbán stellt sich strikt gegen weitere Ukraine-Hilfen

Update, 20:27 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat einen Appell von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für weitere Finanzhilfen an die Ukraine scharf zurückgewiesen. Orbán erklärte, von der Leyen habe in einem Brief an die EU-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, Kiews Haushaltsdefizit zu decken.

„Es ist erstaunlich. Zu einem Zeitpunkt, da klar geworden ist, dass eine Kriegsmafia das Geld der europäischen Steuerzahler abzweigt, schlägt die Kommissionspräsidentin vor, noch mehr zu schicken, anstatt echte Kontrolle zu fordern oder Zahlungen auszusetzen“, schrieb Orbán auf X. Die ganze Angelegenheit sei „ein bisschen so, als würde man einem Alkoholiker helfen wollen, indem man ihm eine weitere Kiste Wodka schickt“, so der ungarische Regierungschef.

EU will Kiew mit weiterer finanzieller Hilfe für 2026 im Ukraine-Krieg unterstützen

Update, 19:18 Uhr: Die EU hat den Finanzbedarf der Ukraine für das Jahr 2026 beziffert: Mehr als 70 Milliarden Euro sind nötig, um das Land im Ukraine-Krieg zu unterstützen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drängte die Mitgliedstaaten in einem Schreiben, „rasch“ eine Lösung zu finden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Laut Berechnungen der Europäischen Kommission kann die Ukraine nur etwa die Hälfte ihrer Militärausgaben von 103 Milliarden Euro selbst stemmen. Die EU-Kommission schlägt vor, mit eingefrorenen russischen Zentralbankvermögen einen „Reparationskredit“ von 140 Milliarden Euro zu finanzieren.

Update, 18:45 Uhr: Wladimir Putin hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das die Strafen für Sabotageakte drastisch verschärft und die Strafmündigkeit von 16 auf 14 Jahre senkt. Der Kreml-Chef reagiert damit auf zunehmende Sabotageakte von Jugendlichen gegen militärische Ziele. Wer Kinder zu Sabotage anstiftet, kann nun lebenslang inhaftiert werden, wie die russische Staatsagentur RIA Nowosti berichtete. Zuvor lag die Höchststrafe bei zehn Jahren. Russland wirft den ukrainischen Geheimdiensten vor, Teenager mit Geldbelohnungen über Telegram zu Sabotageakten zu verleiten.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Explosion an Bahngleisen: Polen wirft Russland Sabotage an Bahnstrecke vor

Update, 17:57 Uhr: Die Regierung in Polen hat die Explosion an einer wichtigen Bahnstrecke in Richtung Ukraine als Fall von Sabotage angeprangert. „Eine Bahnstrecke zu sprengen, ist ein beispielloser Sabotageakt“, erklärte Regierungschef Donald Tusk am Montag im Onlinedienst X. Zu den mutmaßlichen Drahtziehern hinter der Sabotage äußerte sich Tusk zunächst nicht. Polen wirft jedoch Russland vor, hinter mehreren Sabotageversuchen auf seinem Territorium zu stecken. Moskau streitet dies ab.

Der am Vortag entdeckte Schaden habe direkt auf „die Sicherheit des polnischen Staates und seiner Bürger“ abgezielt, erklärte Tusk. Zudem sei die beschädigte Schienenstrecke, die täglich von 115 verschiedenen Zügen befahren werde, „für den Transport von Hilfsgütern in die Ukraine“ von „entscheidender Bedeutung“. Die Explosion ereignete sich in dem Ort Mika auf der Strecke zwischen Warschau und Lublin. Der Ort liegt etwa 100 Kilometer südöstlich der polnischen Hauptstadt. Ziel des Anschlags sei es vermutlich gewesen, einen Zug zum Entgleisen zu bringen, ergänzte Tusk nach einem Besuch vor Ort. Ein Zugführer hatte den Schaden rechtzeitig bemerkt und Alarm geschlagen. Verletzt wurde niemand.

Russland wirft Deutschland und Pistorius „Hitlerismus“ vor

Update, 17:20 Uhr: Russische Politiker haben scharf auf Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius zu einem möglichen NATO-Russland-Krieg reagiert. Viktor Wodolatski, Erster stellvertretender Vorsitzender des Duma-Ausschusses für GUS-Angelegenheiten (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten), warf Deutschland eine „Neigung zum Hitlerismus“ vor.

„Pistorius behauptet, der Krieg mit Russland werde 2028 oder 2029 beginnen. Nun, wenn er sich von Hitler-Ideologie anstecken lässt, soll er doch Geschichte lesen“, sagte Wodolatski der russischen Nachrichtenagentur Tass. Auch Außenamtssprecherin Maria Sacharowa kommentierte, es bestehe „kein Zweifel mehr daran, wer der Aggressor ist“.

Pistorius Aussagen über russischen Angriff auf die NATO schlagen hohe Wellen in Russland

Update, 16:24 Uhr: Der Kreml hat erneute Äußerungen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zu einem bald möglichen russischen Angriff auf ein NATO-Mitglied zurückgewiesen. „In Russland gibt es keine Anhänger jedweder Konfrontation mit der NATO“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Er reagierte damit auf ein Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Pistorius, in dem dieser sagte, ein Angriff Russlands auf ein NATO-Land im Osten sei 2029 denkbar.

„Eine solche militaristische und kriegsbefürwortende Rhetorik ist immer häufiger aus den europäischen Hauptstädten zu hören“, sagte Peskow. Er ergänzte, dass Russland Schritte ergreife, um seine eigenen Interessen zu schützen. Moskaus Staatsführung wirft der NATO selbst immer wieder vor, sich für einen Krieg gegen Russland zu rüsten. So begründet die Atommacht immer höhere Rüstungsausgaben.

Ukraine weist russische Behauptungen über Einnahme mehrere Dörfer im Ukraine-Krieg zurück

Update, 15:59 Uhr: Das ukrainische Militär hat russische Behauptungen über die Einnahme mehrerer Ortschaften im Süden der Ukraine zurückgewiesen. Ukrainische Verteidiger hätten russische Angriffe an südlichen Frontabschnitten erfolgreich abgewehrt und deren Vorstoß blockiert, sagte der Sprecher der Heeresgruppe Süd Wladyslaw Woloschyn der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. Von einem Durchbruch der ukrainischen Verteidigung könne keine Rede sein, betonte Woloschyn. „Die Russen werfen von Drohnen ihre Fahnen ab und machen Fotos“, erklärte er.

Update, 15:33 Uhr: Russland hat auf der Dubai Airshow 2025 am Montag erstmals die Exportversion des Tarnkappenjägers Su-57 präsentiert. Der Kampfjet soll mit amerikanischen F-35 und chinesischen J-20 Stealth-Fightern konkurrieren, während Moskau den Ukraine-Krieg vor allem mit veralteten Waffensystemen führt. Im Konflikt mit der Ukraine kam der hochmoderne Jet nur selten zum Einsatz – direkte Sichtungen gab es bisher keine. Wahrscheinlich setzte Russland den Jet nur ein, um Marschflugkörper vom eigenen Territorium aus auf die Ukraine abzufeuern.

Update, 14:55 Uhr: Rumänien hat wegen eines brennenden Gastankers die Evakuierung eines Dorfs an der ukrainischen Grenze angeordnet. Das türkische Schiff mit tausenden Tonnen Flüssiggas war bei einem russischen Drohnenangriff auf den ukrainischen Hafen Ismail in Brand geraten. Das berichtet Kyiv Independent. Zwischen 100 und 150 Menschen müssen das rumänische Dorf Plauru verlassen, das nur 500 Meter von dem brennenden Tanker entfernt liegt, wie Bürgermeister Tudor Cernega der rumänischen Nachrichtenseite Digi24 sagte. Die Lage sei „sehr ernst“, das Schiff könne „jederzeit explodieren“. Die 16 türkischen Besatzungsmitglieder konnten unverletzt gerettet werden.

Ein türkisches Schiff im ukrainischen Hafen Ismail wurde von russischen Drohnen (Kreis, Symbolbild) getroffen.

Update, 14:27 Uhr: Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zieht die Ukraine in Betracht, die französischen Rafale-Kampfjets in Zukunft möglicherweise auch in der Ukraine zu produzieren. Das erklärte Selenskyj beim Treffen mit Emmanuel Macron in Paris. Mehr Details oder einen Zeitrahmen nannte der ukrainische Präsident nicht.

Update, 12:54 Uhr: Der EU-Kommissar für Verteidigung, Andrius Kubilius, erklärte auf einer Konferenz in Vilnius am 17. November, dass Putin innerhalb der kommenden zwei bis vier Jahre einen Angriff auf einen NATO-Staat anordnen könne. „Eine der wichtigsten Fragen für die Europäische Union und die NATO ist, wie das Baltikum verteidigt und wie aus der Ukraine gelernt werden kann“, sagte er. Kubilius fügte hinzu, dass die baltischen Staaten in einem solchen Fall „eines der bevorzugten Ziele der neuen Kreml-Aggression“ werden könnten.

Deal für Ukraine-Krieg: Selenskyj an Kauf von neuen Kampfjets interessiert

Update, 11:33 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron haben eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 100 Rafale-Kampfjets durch die Ukraine unterzeichnet. Die am Montag unterzeichnete Absichtserklärung umfasst zudem den geplanten Kauf moderner Luftabwehrsysteme vom Typ SAMP-T sowie von Radarsystemen und Drohnen, wie das französische Präsidialamt mitteilte. Das Rüstungsgeschäft soll sich demnach über rund zehn Jahre erstrecken.

Update, 11:15 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Paris eingetroffen, wo er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron empfangen wurde. Der ukrainische Präsident erklärte, sein Land und Frankreich würden an diesem Tag ein „historisches Abkommen“ zur Stärkung der Fähigkeiten der ukrainischen Luftwaffe unterzeichnen. Bereits am 18. November wird Selenskyj nach Madrid weiterreisen.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Geheimdienst deckt Details zu Russlands Waffen auf

Update, 10:40 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsnachrichtendienst (DIU) hat neue Daten über ausländische Ausrüstung veröffentlicht, die von Russland bei der Produktion von UMPK-Modulen, Raketen und Artilleriemunition verwendet wird. Wie Ukrainska Pravda schreibt, identifizierten Teams und unabhängige Ermittler aus der Ukraine und dem Ausland die Bearbeitungszentren Okuma (Japan) und Hision (China) in der Produktionslinie von universellen Gleit- und Korrekturmodulen für Fliegerbomben. Zudem führten Spuren zu taiwanesischen Herstellern. „Die gewonnenen Daten werden bereits genutzt, um Sanktionsinitiativen zu entwickeln und die Produktionskapazität der russischen militärisch-industriellen Basis einzuschränken“, hieß es in einer DIU-Erklärung.

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Phase des Ukraine-Kriegs treibt unerbittlich die Verluste auf beiden Seiten in die Höhe. Noch immer ringen die Armeen von Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin um die Vorherrschaft in Pokrowsk. Nach monatelangen Kämpfen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Ruinenstadt an Russland fallen wird. Experten gehen davon aus, dass der Fall von Pokrowsk das Momentum im Konflikt verschieben könnte: Die russischen Einheiten könnten in der Folge weiter im Donezk vorrücken.

Losgelöst von den Kriegsschauplätzen in der Ostukraine, setzt Kiew im Ukraine-Krieg die Angriffe auf Russlands Wirtschaft fort. Auch die Energieinfrastruktur im Nachbarland wird immer wieder zum Ziel von Drohnen- und Raketenattacken. Die Schläge sind Teil einer größeren Strategie, die Selenskyj aktuell im Ukraine-Krieg verfolgt. Die Zerstörung von Öldepots und Raffinerien sollen auf lange Sicht Russlands Wirtschaft schwächen und Putins Handlungsspielraum im Konflikt einschränken.

Russlands Wirtschaft, beziehungsweise Sanktionen gegen diese, ist auch das Ziel der jüngsten Bemühungen der USA. Donald Trump hat im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg seine Linie gegen Putin deutlich verschärft. Seit Sommer sollen seine Geheimdienste die strategischen Schläge gegen Öldepots unterstützen, zudem verabschiedeten die Vereinigten Staaten Maßnahmen gegen russische Energiekonzerne. Laut eines Berichts von Bloomberg will Trump nun noch nachlegen: Demnach arbeiten die Republikaner aktuell an einem Gesetzentwurf, der Sanktionen gegen jedes Land vorsähe, das mit Russland Handel betreibt.

Ein russischer Soldat auf einem Truppenübungsplatz bei Pokrowsk.

„Die Republikaner bringen einen Gesetzentwurf ein, der sehr harte Sanktionen und dergleichen gegen jedes Land vorsieht, das mit Russland Geschäfte macht“, sagte Trump gegenüber Reportern. Zu dieser Initiative erklärte Trump, dass ihn der vom Senat vorgeschlagene Gesetzentwurf „freue“, was sein bisher deutlichstes Zeichen dafür ist, dass der US-Präsident die Bemühungen zur Unterbrechung der Moskauer Finanzierung unterstützen werde. Wladimir Putin droht derweil noch ein weiteres Problem: Kim Jong-un kann den Nachschub für die Front nicht aufrechterhalten.

Der neue Vorstoß zu Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft steht dabei im Widerspruch zu Aussagen hochrangiger US-Politiker, die vergangene Woche erklärten, dass die Möglichkeiten der USA zu Sanktionierung Putins ausgeschöpft seien. Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist derweil nicht in Sicht.

Während möglicherweise neue Sanktionen die Lage im Ukraine-Krieg zeitnah beeinflussen könnten, griffen russische Einheiten in der Nacht zum Montag erneut Ziele in der Ukraine an. Unter anderem in der Oblast Charkiw wurden Raketenangriffe gemeldet. „Zehn weitere Personen wurden verletzt, darunter Jugendliche im Alter von 14, 18 und 15 Jahren. Neun der Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, eine Person wird ambulant behandelt. Leider treffen weiterhin Meldungen über mögliche Opfer ein“, erklärte Vitalii Karabanov, der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Balakliia, zu den Angriffen im Ukraine-Krieg.

Doch auch die Ukraine setzt ihre Angriffe im Krieg gegen Russland fort. Nicht nur Öl-Depots als Teil von Russlands Wirtschaft werden immer wieder zum Ziel: Auch die Energieversorgung des Landes wird seit einigen Wochen immer wieder gezielt attackiert. Nun haben russische Behörden einen weiteren Drohnenangriff auf das elektrische Umspannwerk Veshkayma in der russischen Oblast Uljanowsk gemeldet, das bereits vor einem Monat Ziel eines solchen Angriffs war. Astra meldete, dass in dem Umspannwerk ein Feuer ausgebrochen war. Dies wurde durch Satellitendaten des NASA-Dienstes FIRMS bestätigt. Astra wies zudem darauf hin, dass das Umspannwerk ein wichtiges Glied im Energiering der Wolgaregion darstellt.

Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook schreibt, steigen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter. Im Verlauf des vergangenen Tages hat die Armee von Wladimir Putin 1160 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Insgesamt steigt damit die Zahl der Verluste auf 1.159.420 Soldaten an. Zu den weiteren Verlusten im Ukraine-Krieg zählen 11.355 Panzer, 23.594 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 34.486 Artilleriesysteme. Zuletzt wurden Russlands Einheiten erneut Ziel von Sabotage: Partisanen gelang es, den Nachschub für die Front empfindlich einzuschränken. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Türkische Generaldirektion für Schifffahrt via X; Stanislav Krasilnikov/IMAGO/SNA

Kommentare