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Ukraine-Krieg aktuell: Russland setzt erstmals Reservisten ein

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  • Bettina Menzel
  • Simon Schröder

Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland jagt offenbar Zivilisten mit Drohnen. In der EU formiert sich eine Ukraine-skeptische Allianz. Der News-Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.

Update, 8:19 Uhr: Eine ukrainische Drohne hat ein Treibstofflager auf der Krim getroffen und in Brand gesetzt, wie es von russischer Seite heißt. Nach Angaben des von Moskau eingesetzten Gouverneurs Sergej Aksjonow wurde die Anlage in Simferopol attackiert. Opfer habe es keine gegeben.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Öllager in Russland nach Drohnenangriff in Brand

Update, 29. Oktober, 5:36 Uhr: Erneut ist laut Medienberichten ein Öllager in Russland von Drohnen getroffen worden. In der russischen Region Uljanowsk seien Reservoirs der Firma NS-Oil getroffen worden, berichtete der ukrainische Telegram-Kanal Exilenova. Auf den dort veröffentlichten Fotos und Videos sind Brände zu erkennen, die von dem Öllager stammen sollen. Offiziell gibt es aus Russland bislang keine Bestätigung. Das russische Militär meldete am späten Abend lediglich den Abschuss von 57 Drohnen. 

Update, 22:55 Uhr: Russland setzt zum Schutz vor ukrainischen Drohnenangriffen gegen wichtige Anlagen etwa der Energieinfrastruktur nun erstmals Reservisten ein. Im Leningrader Gebiet um die Millionenmetropole St. Petersburg (früher Leningrad) hat die erste Einheit, die auch Sabotageakte verhindern soll, ihre Arbeit aufgenommen, wie die Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf Gouverneur Alexander Drosdenko berichtet. 

Demnach sollen in einem ersten Schritt dort 105 Reservisten zum Einsatz kommen. Zugleich verabschiedete das russische Parlament im Eilverfahren ein Gesetz, um dieses neue Modell zum Schutz strategisch wichtiger Objekte durch Reservisten zu legalisieren. Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf gegen die seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernde Moskauer Invasion immer wieder Ziele in Russland an. Dabei gibt es oft Treffer in Treibstoffdepots und Ölraffinerien.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj fordert lange Hilfe von europäischen Ländern

Update, 19:25 Uhr: Die Ukraine braucht nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch weitere zwei bis drei Jahre lang europäische Finanzhilfen, um sich gegen den russischen Angriffskrieg zur Wehr setzen zu können. Er habe den europäischen Staats- und Regierungschefs erneut deutlich gemacht, dass sein Land „noch einige Zeit auf stabile finanzielle Unterstützung“ angewiesen sein werde, erklärte Selenskyj am Dienstag. Ein neuer UN-Untersuchungsbericht wirft Russland unterdessen weitere Menschenrechtsverbrechen in der Ukraine vor.

Bei einem Gipfeltreffen in Brüssel hatten die Staats- und Regierungschefs der EU in der vergangenen Woche keine Einigung über die mögliche Verwendung von eingefrorenen russischen Vermögen für die Ukraine erzielt. Stattdessen beauftragten sie die EU-Kommission lediglich damit, Optionen für die weitere finanzielle Unterstützung der Ukraine zu prüfen. Ein Darlehen, das sich auf eingefrorene russische Vermögenswerte stützt, ist dabei nach wie vor eine Option.

Update, 15:26 Uhr: Laut dem Bundeswirtschaftsministerium sind die deutschen Tochterfirmen des russischen Ölkonzerns Rosneft, von den US-Sanktionen gegen die russische Ölindustrie ausgenommen. Die Unternehmen stehen unter deutscher Treuhand. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte am Dienstag, die US-Behörden hätten zugesichert, „dass sich die Sanktionen nicht gegen die deutschen Tochtergesellschaften von Rosneft richten sollen“.

Rosneft Deutschland hält unter anderem eine Mehrheitsbeteiligung an der Raffinerie PCK in Schwedt, die Berlin und den Nordosten Deutschlands mit Kraftstoff und Heizöl beliefert. Das Handelsblatt berichtete am Dienstag, dass PCK „in nur wenigen Wochen womöglich den Betrieb einstellen und Insolvenz anmelden müsse“, wenn die Ausnahme von den US-Sanktionen nicht gewährt worden wäre. Dies hätte eine „schwerwiegende Versorgungskrise“ zur Folge haben können.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland erlässt neues Gesetz zur Wehrpflicht – Putin muss noch zustimmen

Update, 14:36 Uhr: Russlands Parlament hat ein Gesetz zur ganzjährigen Wehrpflicht verabschiedet, das die Rekrutierung für den Ukraine-Krieg ausweiten soll. Das berichtet die Moscow Times. Die Staatsduma billigte am Dienstag in dritter Lesung den Gesetzentwurf, der es den Rekrutierungsämtern ab Januar 2026 ermöglicht, das ganze Jahr über medizinische und psychologische Untersuchungen durchzuführen.

Eingezogen werden Wehrpflichtige weiterhin nur während der traditionellen Einberufungsperioden im Frühjahr und Herbst. Eine wichtige Neuerung begrenzt die Gültigkeit elektronischer Einberufungsbescheide auf 30 Tage, um zu verhindern, dass Männer monatelang in Ungewissheit gehalten werden. Das Gesetz muss noch vom Föderationsrat gebilligt und von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland bereit Nichtangriffsgarantie für EU- und NATO-Staaten zuzustimmen

Update, 13:44 Uhr: Russland ist bereit zu einer Nichtangriffsgarantie für EU- und NATO-Staaten. Das erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Sicherheitsforum für den eurasischen Raum in Minsk, Belarus. Lawrow sagte: „Wir haben mehrmals gesagt, dass wir nicht die Absicht hatten und haben, irgendein derzeitiges NATO- oder EU-Mitglied anzugreifen.“ Man sei bereit „diese Position in künftigen Sicherheitsgarantien für diesen Teil Eurasiens zu verankern“, sagte der russische Minister laut dem Wortlautprotokoll auf der Website des Ministeriums, wie die dpa berichtet.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew kann russische Truppen zurückdrängen – Lage in Pokrowsk angespannt

Update, 13:24 Uhr: Die ukrainische Armee hat laut Angaben des ukrainischen Projekts „DeepState“ russische Truppen bei den Dörfern Kucherov Yar und Novy Shakhmatny zurückgedrängt. Gleichzeitig machte Russland an der Ukraine-Front Fortschritte bei Pokrowsk (Oblast Donezk) und Kupjansk (Oblast Charkiw). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Dienstag, dass Russland eine erhebliche Zahl an Soldaten im Oblast Donezk zusammengezogen habe.

Update, 12:46 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erhofft sich von einem möglichen Treffen mit US-Präsident Donald Trump grünes Licht für weitere Öl- und Gas-Importe aus Russland – trotz US-Sanktionen. „Ich werde bald in Washington sein, um dies mit Präsident Trump zu besprechen“, sagte Orbán der italienischen Zeitung La Repubblica. Dabei wolle er diskutieren, wie für Ungarns Wirtschaft ein „nachhaltiges System“ aufgebaut werden könne. Ungarn sei stark von russischem Öl und Gas abhängig.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland verliert modernen Kampfhubschrauber im Ukraine-Krieg

Update, 11:52 Uhr: Russland hat offenbar einen weiteren Ka-52 „Alligator“-Kampfhubschrauber im Ukraine-Krieg verloren. Russische Militärblogger, darunter der Telegram-Kanal „Fighterbomber“, berichteten am Montagmorgen vom Absturz der Maschine mit Besatzung.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ursache und Ort des Absturzes blieben zunächst unklar. Die ukrainischen Streitkräfte reklamierten keinen Abschuss für sich, auch Russlands Verteidigungsministerium äußerte sich bislang nicht zu den Berichten. Der Ka-52 gilt als Russlands modernster Kampfhubschrauber und kostete 2023 rund 16 Millionen Dollar.

Update, 11:19 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán will ein „Ukraine-skeptisches“ dreier Bündnis mit den EU-Staaten Tschechien und Slowakei gründen. Das sagte Orbáns Berater Balázs Orbán (kein Verwandtschaftsverhältnis zu Viktor Orbán) gegenüber Politico. Er wolle sich künftig mit seinem slowakischen Kollegen Robert Fico und dem Kandidaten für das Amt des tschechischen Ministerpräsidenten, Andrej Babiš, stets vor EU-Gipfeltreffen über gemeinsame Positionen darüber abstimmen.

Zwar sei eine feste politische Allianz zwischen den drei Ländern bisher nicht in Sicht, jedoch könnten diese die Bemühungen der EU, die Ukraine finanziell und militärisch zu unterstützen, erheblich behindern, schreibt Politico.

Ukraine-Krieg aktuell: Polen warnt vor russischem Geheimdienst im Land

Update, 10:54 Uhr: Die polnische Regierung warnt eindringlich vor den Anwerbeversuchen russischer Geheimdienste, die sich an Ukrainer im Land richten. Der polnische Geheimdienstkoordinator Tomasz Siemoniak betonte im Gespräch mit dem Sender Polsat: „Ich appelliere an die ukrainischen Staatsbürger, die sich in Polen aufhalten, sich nicht für ein paar Tausend Euro zu solchen Aktionen verleiten zu lassen.“ Er stellte die Frage: „Wozu Jahre im Gefängnis sitzen? Und wozu Russland helfen, das die Ukraine angegriffen hat?“ In den letzten Wochen hat der polnische Inlandsgeheimdienst vermehrt mutmaßliche Agenten aufgedeckt, die im Verdacht stehen, für Russland Sabotageakte zu planen oder militärische Einrichtungen auszuspionieren.

Siemoniak sagte weiter: „Es ist eine traurige Tatsache, dass dafür meist ukrainische Staatsbürger angeheuert werden.“ Die russischen Geheimdienste verfolgen dabei eine doppelte Strategie, erklärte der Minister. „Erstens bereiten sie Sabotageakte vor, und zweitens spalten sie Polen und Ukrainer.“ Die potenziellen Spione stammen aus unterschiedlichen Hintergründen. Einige gehörten kriminellen Kreisen an, während andere einfach nur schnell Geld verdienen wollten. „Es sind auch gewöhnliche Bürger darunter, gegen die niemand irgendeinen Verdacht hegte.“

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj zeigt sich für Friedensgespräche bereit

Update, 10:22 Uhr: Die Ukraine hat ihre Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisiert – allerdings unter strikten Bedingungen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass Verhandlungen nicht in Russland oder Belarus stattfinden dürften und den Ukraine-Krieg tatsächlich beenden müssten, wie Reuters berichtet.

Gleichzeitig stellte Selenskyj klar, dass die ukrainische Armee „keinen Schritt zurückweichen“ werde, um Territorium abzutreten. Der Präsident forderte vom US-Kongress schärfere Sanktionen gegen Russland und eine stabile Finanzierung durch europäische Verbündete für weitere zwei bis drei Jahre. Zudem benötige die Luftwaffe 250 neue Flugzeuge. Laut Selenskyj hätten ukrainische Langstreckenangriffe Russlands Treibstoffversorgung um bis zu 27 Prozent reduziert.

Update, 09:51 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) hat nach eigenen Angaben zwei russische Radarstationen und eine Abschussrampe eines Luftabwehrsystems im Donbass zerstört. Die Spezialeinheit „Ghost“ habe in den vergangenen zwei Wochen im Ukraine-Krieg systematisch russische Luftverteidigungsanlagen angegriffen, teilte der HUR am Montag mit. Dabei seien zwei 48Ya6-K1 Podlet-Radargeräte für niedrige Flughöhen und ein 9A82-Starter des S-300V-Komplexes vernichtet worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ein russisches S-300W Antei-300 mobiles Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffensystem. Ein solches bzw. ähnliches will die Ukraine zerstört haben. (Symbolbild)

Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Männer reisen aus der Ukraine aus und suchen Asyl

Update, 09:22 Uhr: Die Zahl ukrainischer Asylbewerber in Tschechien ist seit der Lockerung der Reisebeschränkungen für junge Männer durch Kiew stark angestiegen. Während das Land vor September durchschnittlich 1500 ukrainische Asylanträge pro Woche genehmigte, verdoppelte sich diese Zahl im September und Anfang Oktober auf 3100, wie Expats.cz unter Berufung auf tschechische Behörden berichtete.

Der Anstieg geht größtenteils auf die Lockerung der Kriegszeit-Reisebeschränkungen für ukrainische Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren ab August zurück. „Dieser Anstieg war praktisch sofort spürbar“, sagte Innenministeriums-Sprecherin Hana Malá der Website. Auch andere europäische Länder melden ähnliche Entwicklungen – Polen verzeichnete an einigen Grenzübergängen eine Verzwölffachung der Übertritte in dieser Altersgruppe.

Update, 07:18 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die westlichen Alliierten zu entschiedener Ukraine-Unterstützung aufgerufen. „Dieser Winter ist von entscheidender Bedeutung. Die Ukraine muss verteidigungsfähig bleiben“, sagte der CDU-Politiker nach Gesprächen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel, wie Reuters berichtet.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland meldet Drohnenangriff auf Moskau

Update, 06:23 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, insgesamt 17 Drohnen über der Hauptstadt zerstört zu haben. Weitere drei Drohnen seien über der westrussischen Region Brjansk abgefangen worden, wie Reuters berichtet. Dabei wurde laut dem dortigen Gouverneur ein Zivilist verletzt. Es ist bereits der zweite nächtliche Angriff in Folge auf die russische Hauptstadt.

Update, 28. Oktober, 05:29 Uhr: Die Vereinten Nationen werfen Russland vor, in der Ukraine mit Drohnen eine systematische Kampagne gegen Zivilisten zu führen. Ein neuer UN-Bericht dokumentiert, wie russische Streitkräfte Menschen in frontnahen Gebieten über weite Strecken mit Drohnen verfolgen und gezielt angreifen.

Die Attacken erfolgen laut der Untersuchungskommission selbst dann, wenn Zivilisten Schutz suchen – dabei kommen Brandbomben und Sprengstoff zum Einsatz. „Diese Angriffe wurden als Teil einer koordinierten Strategie begangen, um Zivilisten aus diesen Gebieten zu vertreiben“, dokumentieren die UN-Experten, wie Reuters berichtet. Die Untersuchung fußt demnach auf Interviews mit 226 Personen sowie auf der Sichtung Hunderter verifizierter Online-Videos.

Update vom 27. Oktober, 22.51 Uhr: Gegen die beiden größten russischen Öl-Firmen Lukoil und den teilstaatlichen Konzern Rosneft waren in der vergangenen Woche von den USA Strafmaßnahmen verhängt worden. Damit soll der Druck auf Moskau erhöht werden, den Ukraine-Krieg zu beenden. Nun hat Washington Deutschland laut Bloomberg sechs Monate Zeit gegeben, um die Eigentumsfrage bei Rosneft Deutschland zu klären. Im Gegenzug könnten die USA das Unternehmen vorübergehend von Sanktionen ausnehmen, hieß es.

Insider bestätigten hingegen der Nachrichtenagentur Reuters nur, dass es konstruktive Gespräche gebe. Rosneft Deutschland wird seit dem russischen Angriff 2022 treuhänderisch vom Bund verwaltet, unter anderem wegen der Beteiligung an der PCK-Raffinerie in Schwedt. Eine dauerhafte Lösung steht noch aus, eine Enteignung gilt als juristisch heikel. Durch die befristete Ausnahmegenehmigung soll die Ölversorgung gewährleistet bleiben. Rosneft Deutschland deckt etwa zwölf Prozent der deutschen Raffineriekapazitäten ab, so der Bericht.

Ukraine-Krieg aktuell: Ölkonzern Lukoil will Auslandsvermögen veräußern – nach US-Sanktionen

Update vom 27. Oktober, 22.11 Uhr: Kurz nach der Bekanntgabe der US-Sanktionen kündigt der russische Ölkonzern Lukoil den Verkauf seiner Auslandsvermögen an. Das Bieterverfahren läuft bereits, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. US-Präsident Trump hatte zuvor Sanktionen gegen Lukoil und Rosneft verhängt: Vermögenswerte in den USA werden eingefroren, Geschäfte mit US-Firmen verboten. Firmen haben 30 Tage Zeit, die Zusammenarbeit zu beenden. Sonst drohen ihnen Sekundärsanktionen und ihnen wird der Zugang zu Banken, Handelspartnern, Speditionsunternehmen und Versicherungen in den USA versagt.

Die russischen Konzerne Lukoil und Rosnef, die über die Hälfte der russischen Erdölfördermenge produzieren, stehen nun auf der vom US-Finanzministerium geführten Sanktionsliste SDN (“Specially Designated Nationals“). Trump begründete die Maßnahmen mit fehlendem Fortschritt im Ukraine-Konflikt. Ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Budapest hatte er zuvor kurzfristig abgesagt. Der Kremlchef bezeichnete die Sanktionen als „schwerwiegend“, sieht aber keine „bedeutende Wirkung“ auf die Wirtschaft Russlands.

Provoziert immer wieder die NATO: Russland-Machthaber Wladimir Putin.

Erstmeldung: Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg sind enorm. Bisher hat Russland laut ukrainischen Angaben 1.137.690 Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Dabei zählt die Ukraine sowohl getötete als auch verletzte Soldaten dazu. Die Angaben lassen sich dabei nicht unabhängig prüfen. Wladimir Putin setzt im Ukraine-Krieg auf die berüchtigte „Fleischwolftaktik“.

Diese Taktik bezeichnet eine besonders brutale Kriegsstrategie, die Russland im Ukraine-Krieg anwendet. Dabei werden große Mengen an Soldaten und Material in verlustreichen Offensiven eingesetzt, um gegnerische Stellungen zu zermürben und langsam Gelände zu gewinnen. Die Taktik nimmt hohe Verluste auf russischer Seite bewusst in Kauf.

TypZahlen (Veränderung zum Vortag)
Soldaten1.137.690 (+800)
Panzer11.293 (+2)
Artillerie Systeme34.036 (+34)
Gepanzerte Fahrzeuge23.480 (+3)
Drohnen74.946 (+547)

Quelle: Ukrainischer Generalstab; Stand 27. Oktober

Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist nicht in Sicht – und für den spärlichen Gebietsgewinn zahlt Putin einen hohen Preis. Russland benötigt aktuell im Monat zwischen 30.000 und 40.000 neue Rekruten, um die Ränge im Ukraine-Krieg zu füllen, schreibt der Economist. Im September verlangsamte sich der russische Fortschritt an der Ukraine-Front erneut, wie das ukrainische Projekt DeepState dokumentierte. „Letzten Monat hat der Feind 44 Prozent weniger Territorium eingenommen als im August.“ In den Wintermonaten dürfte sich Putins Fortschritt an der Ukraine-Front aufgrund der Witterungsbedingungen erneut verlangsamen. (red mit Agenturen) (sischr)

Rubriklistenbild: © Sergey Bobylev/imago

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