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Franziska Schwarz- Bettina Menzel
- Simon Schröder
Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland jagt offenbar Zivilisten mit Drohnen. In der EU formiert sich eine Ukraine-skeptische Allianz. Der News-Ticker.
Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.
Update, 8:19 Uhr: Eine ukrainische Drohne hat ein Treibstofflager auf der Krim getroffen und in Brand gesetzt, wie es von russischer Seite heißt. Nach Angaben des von Moskau eingesetzten Gouverneurs Sergej Aksjonow wurde die Anlage in Simferopol attackiert. Opfer habe es keine gegeben.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Öllager in Russland nach Drohnenangriff in Brand
Update, 29. Oktober, 5:36 Uhr: Erneut ist laut Medienberichten ein Öllager in Russland von Drohnen getroffen worden. In der russischen Region Uljanowsk seien Reservoirs der Firma NS-Oil getroffen worden, berichtete der ukrainische Telegram-Kanal Exilenova. Auf den dort veröffentlichten Fotos und Videos sind Brände zu erkennen, die von dem Öllager stammen sollen. Offiziell gibt es aus Russland bislang keine Bestätigung. Das russische Militär meldete am späten Abend lediglich den Abschuss von 57 Drohnen.
Update, 22:55 Uhr: Russland setzt zum Schutz vor ukrainischen Drohnenangriffen gegen wichtige Anlagen etwa der Energieinfrastruktur nun erstmals Reservisten ein. Im Leningrader Gebiet um die Millionenmetropole St. Petersburg (früher Leningrad) hat die erste Einheit, die auch Sabotageakte verhindern soll, ihre Arbeit aufgenommen, wie die Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf Gouverneur Alexander Drosdenko berichtet.
Demnach sollen in einem ersten Schritt dort 105 Reservisten zum Einsatz kommen. Zugleich verabschiedete das russische Parlament im Eilverfahren ein Gesetz, um dieses neue Modell zum Schutz strategisch wichtiger Objekte durch Reservisten zu legalisieren. Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf gegen die seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernde Moskauer Invasion immer wieder Ziele in Russland an. Dabei gibt es oft Treffer in Treibstoffdepots und Ölraffinerien.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj fordert lange Hilfe von europäischen Ländern
Update, 19:25 Uhr: Die Ukraine braucht nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch weitere zwei bis drei Jahre lang europäische Finanzhilfen, um sich gegen den russischen Angriffskrieg zur Wehr setzen zu können. Er habe den europäischen Staats- und Regierungschefs erneut deutlich gemacht, dass sein Land „noch einige Zeit auf stabile finanzielle Unterstützung“ angewiesen sein werde, erklärte Selenskyj am Dienstag. Ein neuer UN-Untersuchungsbericht wirft Russland unterdessen weitere Menschenrechtsverbrechen in der Ukraine vor.
Bei einem Gipfeltreffen in Brüssel hatten die Staats- und Regierungschefs der EU in der vergangenen Woche keine Einigung über die mögliche Verwendung von eingefrorenen russischen Vermögen für die Ukraine erzielt. Stattdessen beauftragten sie die EU-Kommission lediglich damit, Optionen für die weitere finanzielle Unterstützung der Ukraine zu prüfen. Ein Darlehen, das sich auf eingefrorene russische Vermögenswerte stützt, ist dabei nach wie vor eine Option.
Update, 15:26 Uhr: Laut dem Bundeswirtschaftsministerium sind die deutschen Tochterfirmen des russischen Ölkonzerns Rosneft, von den US-Sanktionen gegen die russische Ölindustrie ausgenommen. Die Unternehmen stehen unter deutscher Treuhand. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte am Dienstag, die US-Behörden hätten zugesichert, „dass sich die Sanktionen nicht gegen die deutschen Tochtergesellschaften von Rosneft richten sollen“.
Rosneft Deutschland hält unter anderem eine Mehrheitsbeteiligung an der Raffinerie PCK in Schwedt, die Berlin und den Nordosten Deutschlands mit Kraftstoff und Heizöl beliefert. Das Handelsblatt berichtete am Dienstag, dass PCK „in nur wenigen Wochen womöglich den Betrieb einstellen und Insolvenz anmelden müsse“, wenn die Ausnahme von den US-Sanktionen nicht gewährt worden wäre. Dies hätte eine „schwerwiegende Versorgungskrise“ zur Folge haben können.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland erlässt neues Gesetz zur Wehrpflicht – Putin muss noch zustimmen
Update, 14:36 Uhr: Russlands Parlament hat ein Gesetz zur ganzjährigen Wehrpflicht verabschiedet, das die Rekrutierung für den Ukraine-Krieg ausweiten soll. Das berichtet die Moscow Times. Die Staatsduma billigte am Dienstag in dritter Lesung den Gesetzentwurf, der es den Rekrutierungsämtern ab Januar 2026 ermöglicht, das ganze Jahr über medizinische und psychologische Untersuchungen durchzuführen.
Eingezogen werden Wehrpflichtige weiterhin nur während der traditionellen Einberufungsperioden im Frühjahr und Herbst. Eine wichtige Neuerung begrenzt die Gültigkeit elektronischer Einberufungsbescheide auf 30 Tage, um zu verhindern, dass Männer monatelang in Ungewissheit gehalten werden. Das Gesetz muss noch vom Föderationsrat gebilligt und von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland bereit Nichtangriffsgarantie für EU- und NATO-Staaten zuzustimmen
Update, 13:44 Uhr: Russland ist bereit zu einer Nichtangriffsgarantie für EU- und NATO-Staaten. Das erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Sicherheitsforum für den eurasischen Raum in Minsk, Belarus. Lawrow sagte: „Wir haben mehrmals gesagt, dass wir nicht die Absicht hatten und haben, irgendein derzeitiges NATO- oder EU-Mitglied anzugreifen.“ Man sei bereit „diese Position in künftigen Sicherheitsgarantien für diesen Teil Eurasiens zu verankern“, sagte der russische Minister laut dem Wortlautprotokoll auf der Website des Ministeriums, wie die dpa berichtet.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew kann russische Truppen zurückdrängen – Lage in Pokrowsk angespannt
Update, 13:24 Uhr: Die ukrainische Armee hat laut Angaben des ukrainischen Projekts „DeepState“ russische Truppen bei den Dörfern Kucherov Yar und Novy Shakhmatny zurückgedrängt. Gleichzeitig machte Russland an der Ukraine-Front Fortschritte bei Pokrowsk (Oblast Donezk) und Kupjansk (Oblast Charkiw). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Dienstag, dass Russland eine erhebliche Zahl an Soldaten im Oblast Donezk zusammengezogen habe.
Update, 12:46 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erhofft sich von einem möglichen Treffen mit US-Präsident Donald Trump grünes Licht für weitere Öl- und Gas-Importe aus Russland – trotz US-Sanktionen. „Ich werde bald in Washington sein, um dies mit Präsident Trump zu besprechen“, sagte Orbán der italienischen Zeitung La Repubblica. Dabei wolle er diskutieren, wie für Ungarns Wirtschaft ein „nachhaltiges System“ aufgebaut werden könne. Ungarn sei stark von russischem Öl und Gas abhängig.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland verliert modernen Kampfhubschrauber im Ukraine-Krieg
Update, 11:52 Uhr: Russland hat offenbar einen weiteren Ka-52 „Alligator“-Kampfhubschrauber im Ukraine-Krieg verloren. Russische Militärblogger, darunter der Telegram-Kanal „Fighterbomber“, berichteten am Montagmorgen vom Absturz der Maschine mit Besatzung.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Ursache und Ort des Absturzes blieben zunächst unklar. Die ukrainischen Streitkräfte reklamierten keinen Abschuss für sich, auch Russlands Verteidigungsministerium äußerte sich bislang nicht zu den Berichten. Der Ka-52 gilt als Russlands modernster Kampfhubschrauber und kostete 2023 rund 16 Millionen Dollar.
Update, 11:19 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán will ein „Ukraine-skeptisches“ dreier Bündnis mit den EU-Staaten Tschechien und Slowakei gründen. Das sagte Orbáns Berater Balázs Orbán (kein Verwandtschaftsverhältnis zu Viktor Orbán) gegenüber Politico. Er wolle sich künftig mit seinem slowakischen Kollegen Robert Fico und dem Kandidaten für das Amt des tschechischen Ministerpräsidenten, Andrej Babiš, stets vor EU-Gipfeltreffen über gemeinsame Positionen darüber abstimmen.
Zwar sei eine feste politische Allianz zwischen den drei Ländern bisher nicht in Sicht, jedoch könnten diese die Bemühungen der EU, die Ukraine finanziell und militärisch zu unterstützen, erheblich behindern, schreibt Politico.
Ukraine-Krieg aktuell: Polen warnt vor russischem Geheimdienst im Land
Update, 10:54 Uhr: Die polnische Regierung warnt eindringlich vor den Anwerbeversuchen russischer Geheimdienste, die sich an Ukrainer im Land richten. Der polnische Geheimdienstkoordinator Tomasz Siemoniak betonte im Gespräch mit dem Sender Polsat: „Ich appelliere an die ukrainischen Staatsbürger, die sich in Polen aufhalten, sich nicht für ein paar Tausend Euro zu solchen Aktionen verleiten zu lassen.“ Er stellte die Frage: „Wozu Jahre im Gefängnis sitzen? Und wozu Russland helfen, das die Ukraine angegriffen hat?“ In den letzten Wochen hat der polnische Inlandsgeheimdienst vermehrt mutmaßliche Agenten aufgedeckt, die im Verdacht stehen, für Russland Sabotageakte zu planen oder militärische Einrichtungen auszuspionieren.
Siemoniak sagte weiter: „Es ist eine traurige Tatsache, dass dafür meist ukrainische Staatsbürger angeheuert werden.“ Die russischen Geheimdienste verfolgen dabei eine doppelte Strategie, erklärte der Minister. „Erstens bereiten sie Sabotageakte vor, und zweitens spalten sie Polen und Ukrainer.“ Die potenziellen Spione stammen aus unterschiedlichen Hintergründen. Einige gehörten kriminellen Kreisen an, während andere einfach nur schnell Geld verdienen wollten. „Es sind auch gewöhnliche Bürger darunter, gegen die niemand irgendeinen Verdacht hegte.“
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj zeigt sich für Friedensgespräche bereit
Update, 10:22 Uhr: Die Ukraine hat ihre Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisiert – allerdings unter strikten Bedingungen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass Verhandlungen nicht in Russland oder Belarus stattfinden dürften und den Ukraine-Krieg tatsächlich beenden müssten, wie Reuters berichtet.
Gleichzeitig stellte Selenskyj klar, dass die ukrainische Armee „keinen Schritt zurückweichen“ werde, um Territorium abzutreten. Der Präsident forderte vom US-Kongress schärfere Sanktionen gegen Russland und eine stabile Finanzierung durch europäische Verbündete für weitere zwei bis drei Jahre. Zudem benötige die Luftwaffe 250 neue Flugzeuge. Laut Selenskyj hätten ukrainische Langstreckenangriffe Russlands Treibstoffversorgung um bis zu 27 Prozent reduziert.
Update, 09:51 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) hat nach eigenen Angaben zwei russische Radarstationen und eine Abschussrampe eines Luftabwehrsystems im Donbass zerstört. Die Spezialeinheit „Ghost“ habe in den vergangenen zwei Wochen im Ukraine-Krieg systematisch russische Luftverteidigungsanlagen angegriffen, teilte der HUR am Montag mit. Dabei seien zwei 48Ya6-K1 Podlet-Radargeräte für niedrige Flughöhen und ein 9A82-Starter des S-300V-Komplexes vernichtet worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Männer reisen aus der Ukraine aus und suchen Asyl
Update, 09:22 Uhr: Die Zahl ukrainischer Asylbewerber in Tschechien ist seit der Lockerung der Reisebeschränkungen für junge Männer durch Kiew stark angestiegen. Während das Land vor September durchschnittlich 1500 ukrainische Asylanträge pro Woche genehmigte, verdoppelte sich diese Zahl im September und Anfang Oktober auf 3100, wie Expats.cz unter Berufung auf tschechische Behörden berichtete.
Der Anstieg geht größtenteils auf die Lockerung der Kriegszeit-Reisebeschränkungen für ukrainische Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren ab August zurück. „Dieser Anstieg war praktisch sofort spürbar“, sagte Innenministeriums-Sprecherin Hana Malá der Website. Auch andere europäische Länder melden ähnliche Entwicklungen – Polen verzeichnete an einigen Grenzübergängen eine Verzwölffachung der Übertritte in dieser Altersgruppe.
Update, 07:18 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die westlichen Alliierten zu entschiedener Ukraine-Unterstützung aufgerufen. „Dieser Winter ist von entscheidender Bedeutung. Die Ukraine muss verteidigungsfähig bleiben“, sagte der CDU-Politiker nach Gesprächen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel, wie Reuters berichtet.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland meldet Drohnenangriff auf Moskau
Update, 06:23 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, insgesamt 17 Drohnen über der Hauptstadt zerstört zu haben. Weitere drei Drohnen seien über der westrussischen Region Brjansk abgefangen worden, wie Reuters berichtet. Dabei wurde laut dem dortigen Gouverneur ein Zivilist verletzt. Es ist bereits der zweite nächtliche Angriff in Folge auf die russische Hauptstadt.
Update, 28. Oktober, 05:29 Uhr: Die Vereinten Nationen werfen Russland vor, in der Ukraine mit Drohnen eine systematische Kampagne gegen Zivilisten zu führen. Ein neuer UN-Bericht dokumentiert, wie russische Streitkräfte Menschen in frontnahen Gebieten über weite Strecken mit Drohnen verfolgen und gezielt angreifen.
Die Attacken erfolgen laut der Untersuchungskommission selbst dann, wenn Zivilisten Schutz suchen – dabei kommen Brandbomben und Sprengstoff zum Einsatz. „Diese Angriffe wurden als Teil einer koordinierten Strategie begangen, um Zivilisten aus diesen Gebieten zu vertreiben“, dokumentieren die UN-Experten, wie Reuters berichtet. Die Untersuchung fußt demnach auf Interviews mit 226 Personen sowie auf der Sichtung Hunderter verifizierter Online-Videos.
Update vom 27. Oktober, 22.51 Uhr: Gegen die beiden größten russischen Öl-Firmen Lukoil und den teilstaatlichen Konzern Rosneft waren in der vergangenen Woche von den USA Strafmaßnahmen verhängt worden. Damit soll der Druck auf Moskau erhöht werden, den Ukraine-Krieg zu beenden. Nun hat Washington Deutschland laut Bloomberg sechs Monate Zeit gegeben, um die Eigentumsfrage bei Rosneft Deutschland zu klären. Im Gegenzug könnten die USA das Unternehmen vorübergehend von Sanktionen ausnehmen, hieß es.
Insider bestätigten hingegen der Nachrichtenagentur Reuters nur, dass es konstruktive Gespräche gebe. Rosneft Deutschland wird seit dem russischen Angriff 2022 treuhänderisch vom Bund verwaltet, unter anderem wegen der Beteiligung an der PCK-Raffinerie in Schwedt. Eine dauerhafte Lösung steht noch aus, eine Enteignung gilt als juristisch heikel. Durch die befristete Ausnahmegenehmigung soll die Ölversorgung gewährleistet bleiben. Rosneft Deutschland deckt etwa zwölf Prozent der deutschen Raffineriekapazitäten ab, so der Bericht.
Ukraine-Krieg aktuell: Ölkonzern Lukoil will Auslandsvermögen veräußern – nach US-Sanktionen
Update vom 27. Oktober, 22.11 Uhr: Kurz nach der Bekanntgabe der US-Sanktionen kündigt der russische Ölkonzern Lukoil den Verkauf seiner Auslandsvermögen an. Das Bieterverfahren läuft bereits, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. US-Präsident Trump hatte zuvor Sanktionen gegen Lukoil und Rosneft verhängt: Vermögenswerte in den USA werden eingefroren, Geschäfte mit US-Firmen verboten. Firmen haben 30 Tage Zeit, die Zusammenarbeit zu beenden. Sonst drohen ihnen Sekundärsanktionen und ihnen wird der Zugang zu Banken, Handelspartnern, Speditionsunternehmen und Versicherungen in den USA versagt.
Die russischen Konzerne Lukoil und Rosnef, die über die Hälfte der russischen Erdölfördermenge produzieren, stehen nun auf der vom US-Finanzministerium geführten Sanktionsliste SDN (“Specially Designated Nationals“). Trump begründete die Maßnahmen mit fehlendem Fortschritt im Ukraine-Konflikt. Ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Budapest hatte er zuvor kurzfristig abgesagt. Der Kremlchef bezeichnete die Sanktionen als „schwerwiegend“, sieht aber keine „bedeutende Wirkung“ auf die Wirtschaft Russlands.
Erstmeldung: Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg sind enorm. Bisher hat Russland laut ukrainischen Angaben 1.137.690 Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Dabei zählt die Ukraine sowohl getötete als auch verletzte Soldaten dazu. Die Angaben lassen sich dabei nicht unabhängig prüfen. Wladimir Putin setzt im Ukraine-Krieg auf die berüchtigte „Fleischwolftaktik“.
Diese Taktik bezeichnet eine besonders brutale Kriegsstrategie, die Russland im Ukraine-Krieg anwendet. Dabei werden große Mengen an Soldaten und Material in verlustreichen Offensiven eingesetzt, um gegnerische Stellungen zu zermürben und langsam Gelände zu gewinnen. Die Taktik nimmt hohe Verluste auf russischer Seite bewusst in Kauf.
| Typ | Zahlen (Veränderung zum Vortag) |
|---|---|
| Soldaten | 1.137.690 (+800) |
| Panzer | 11.293 (+2) |
| Artillerie Systeme | 34.036 (+34) |
| Gepanzerte Fahrzeuge | 23.480 (+3) |
| Drohnen | 74.946 (+547) |
Quelle: Ukrainischer Generalstab; Stand 27. Oktober
Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist nicht in Sicht – und für den spärlichen Gebietsgewinn zahlt Putin einen hohen Preis. Russland benötigt aktuell im Monat zwischen 30.000 und 40.000 neue Rekruten, um die Ränge im Ukraine-Krieg zu füllen, schreibt der Economist. Im September verlangsamte sich der russische Fortschritt an der Ukraine-Front erneut, wie das ukrainische Projekt DeepState dokumentierte. „Letzten Monat hat der Feind 44 Prozent weniger Territorium eingenommen als im August.“ In den Wintermonaten dürfte sich Putins Fortschritt an der Ukraine-Front aufgrund der Witterungsbedingungen erneut verlangsamen. (red mit Agenturen) (sischr)
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