Ukraine-Krieg

Neue Verhandlungen in Sicht? Lawrow will mit Trumps Außenminister sprechen

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Die Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Verhandlungen könnten wieder an Fahrt aufnehmen. Ukraine und Russland attackieren gegenseitig ihre Infrastrukturen.

Dieser Newsticker ist beendet. In unserem neuen Newsticker finden Sie alle weiteren aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg.

Update, 13:41 Uhr: In Russland haben mehrere Regionen wegen ukrainischer Drohnen- und Raketenangriffe Luftalarm ausgelöst und Strom- und Heizungsausfälle gemeldet. Nach einem solchen Angriff seien in Belgorod die Systeme der Energie- und Wärmeversorgung beschädigt, teilte der Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. Die Instandsetzungsarbeiten liefen. Belgorod grenzt im Westen an die Ukraine. Der Gouverneur berichtete auch von Schäden an Gebäuden und Autos.

Im benachbarten Gebiet Woronesch, das im Osten an Belgorod grenzt, meldete Gouverneur Alexander Gussew ebenfalls Raketen- und Drohnenalarm. Die Flugabwehr habe einige Drohnen unschädlich gemacht. In einem kommunalen Betrieb sei ein Feuer schnell gelöscht worden. Nach unbestätigten Berichten in sozialen Netzwerken wurde das Heizkraftwerk der Stadt getroffen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter an

Update, 12:34 Uhr: Die Bergbaustadt Pokrowsk ist im Ukraine-Krieg sowohl strategisch und symbolisch wichtig. Russland verstärkt seine Angriffe jetzt zunehmend – ein Verlust könnte die Ukraine in eine schwierige Lage bringen.

Update, 10:50 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter an. Laut Angaben aus Kiew hat Putins Armee binnen der letzten 24 Stunden 970 Soldaten verloren. Diese seien entweder schwer verletzt oder getötet worden, so der ukrainische Generalstab. Weiter habe Russland unter anderem fünf Panzer, Hunderte Drohnen und mehrere Panzerfahrzeuge verloren. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben allerdings nicht.

Update, 9:40 Uhr: Kommen die Verhandlungen im Ukraine-Krieg wieder in Gang? Russlands Außenminister Sergej Lawrow, dem zuletzt ein Konflikt mit Putin nachgesagt wurde, erklärte sich nun bereit, erneut mit US-Außenminister Marco Rubio zu sprechen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Außenminister Marco Rubio und ich verstehen die Notwendigkeit des regelmäßigen Austauschs“, wird Lawrow zitiert. Dies sei wichtig, „um die Ukraine-Frage zu erörtern“. Für einen dauerhaften Frieden, müssten auch die russischen Interessen berücksichtigt werden, hieß es einmal mehr aus Moskau.

Die Außenminister Russlands und der USA sollen die Ukraine-Verhandlungen voranbringen. (Archivfoto)

Update vom 9. November, 8:31 Uhr: Die staatlichen Energieversorger in der Ukraine haben nach den erneuten massiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes großflächige Stromausfälle angekündigt. Am Sonntag werde es in den meisten Regionen des Landes zwischen acht und 16 Stunden keinen Strom geben, erklärte der Stromanbieter Ukrenergo. Der Energieversorger Centerenergo sprach von den „schwersten Angriffen auf die Heizkraftwerke“ seit Kriegsbeginn. Dadurch sei die Fähigkeit zur Stromherstellung „auf null gesunken“, hieß es weiter.

Die Ukraine hat in der vergangenen Nacht derweil die russische Stadt Worenesch angegriffen; nach Berichten mehrerer Quellen wurde das kombinierte Heiz- und Kraftwerk der Metropole getroffen. Laut Kyiv Independent soll das zu vorübergehenden Stromausfällen und Heizungsunterbrechungen in der Region geführt haben.

Ukraine schlägt Russlands Armee bei Pokrowsk offenbar zurück

Update, 22:34 Uhr: Das ukrainische Nachrichtenportal Ukrainska Pravda meldet, dass die ukrainischen Streitkräfte russische Versuche in Myrnohrad bei Pokrowsk einzudringen erfolgreich zurückgeschlagen haben und ihre Positionen am Stadtrand behaupten. Das Operationskommando Ost erklärte, dass die Versorgung der ukrainischen Truppen trotz widriger Umstände auf dem notwendigen Niveau gehalten wird. In Pokrowsk selbst spüren ukrainische Einheiten eingedrungene russische Soldaten auf und führen gezielte Such- und Vernichtungsaktionen durch. „Unsere Sturmgruppen führen Säuberungsoperationen Gebäude für Gebäude durch“, so das Operationskommando Ost. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erkennung und Zerstörung feindlicher Drohnen-Einheiten.

Update, 21:59 Uhr: Mehr als 20.000 Menschen in der russischen Region Belgorod sind durch ukrainische Angriffe von der Stromversorgung abgeschnitten worden. In der Stadt Belgorod und im Dorf Dubowe kam es nach einem nächtlichen Angriff zu erheblichen Stromausfällen, wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mitteilte. Opfer seien dabei jedoch nicht zu beklagen.

Der russische Telegram-Kanal „Shot“ berichtete, dass die Stadt Belgorod mit Mehrfachraketenwerfern angegriffen wurde. Trümmer von abgefangenen Geschossen hätten ein lokales Wärmekraftwerk getroffen. Auch in der Region Kursk, in der Gemeinde Korenevo, soll ein Umspannwerk nach ukrainischen Angriffen in Flammen aufgegangen sein, was ebenfalls zu Stromausfällen führte.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ukraine-Krieg aktuell: Trump sieht Orbán als möglichen Vermittler bei den Ukraine-Verhandlungen

Update, 20.22 Uhr: Der US-Präsident Donald Trump sieht den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als mögliche Hilfe für ein Putin-Treffen für ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Wenn es stattfindet, würde ich es gerne in Budapest abhalten“, sagte Trump beim gemeinsamen Treffen im Weißen Haus. „Er versteht Putin und kennt ihn sehr gut.“ Im Gespräch hatten sich Trump und Orbán auch über die Siegeschancen der Ukraine im Krieg lustig gemacht. „Wunder können passieren“, hatte Orbán auf Nachfrage gesagt. Beide Regierungsoberhäupter schmunzelten daraufhin.

Update, 20:06 Uhr: Die seit Mai ausgefallene zweite Stromleitung des stillgelegten Atomkraftwerks Saporischschja in der Ukraine ist wieder in Betrieb. Das Kraftwerk bleibt auf externe Energiezufuhr angewiesen. Rafael Grossi, Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), bezeichnete die Reparatur als „wichtigen Schritt für die nukleare Sicherheit“. Die wiederhergestellte Leitung sei zudem entscheidend für die Wärmeversorgung der ebenfalls russisch besetzten Stadt Enerhodar, in der sich das Kraftwerk befindet, wie es laut russischer Verwaltung hieß.

News im Ukraine-Krieg: Russlands Außenminister mit offenen Fragen zu US-Atomtests

Update, 18:53 Uhr: Sergej Lawrow, der Außenminister Russlands, hat mitgeteilt, dass Moskau bisher keine diplomatische Erklärung aus Washington zu Donald Trumps Ankündigung über die Wiederaufnahme von Atomtests erhalten hat. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass.

Gegenüber Journalisten äußerte Lawrow, es sei unklar, ob Trump subkritische Tests oder tatsächliche Atomwaffentests mit nuklearer Reaktion meine. „Die Kommentare von Vertretern Washingtons lassen eher darauf schließen, dass sie kein gemeinsames Verständnis davon haben, was der US-Präsident gemeint hat“, erklärte der Minister.

Ukraine-Krieg aktuell: EU will russischer Desinformation entgegen wirken

Update, 17:49 Uhr: Die EU hat Pläne für ein neues Zentrum zur Bekämpfung russischer Desinformation vorgestellt. Ein internes Dokument der Europäischen Kommission, das der Guardian veröffentlichte, besagt, dass Russland neben dem Ukraine-Krieg auch „aktiv hybride Angriffe gegen Europa“ einsetzt.

Das „Zentrum für demokratische Resilienz“ soll Teil der „Demokratieschild“-Initiative von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden und Falschinformationen von autoritären Regimen entgegenwirken. Das neue Zentrum wird Experten aus allen EU-Ländern und Beitrittskandidaten zusammenbringen, um den Informationsaustausch zu koordinieren. Auch „gleichgesinnte Partner“ wie Großbritannien könnten sich beteiligen.

Ukraine-Krieg aktuell: Slowakei will EU hindern russisches Vermögen für Ukraine einzusetzen

Update, 17:14 Uhr: Die Slowakei plant, die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine auf EU-Ebene zu blockieren. Premierminister Robert Fico habe betont, dass er sich gegen die Verwendung der russischen Vermögenswerte in Höhe von 140 Milliarden Euro für den Wiederaufbau der Ukraine aussprechen wolle. Diese Informationen stammen vom slowakischen Nachrichtenportal Pravda.

Update, 16:40 Uhr: In der Nacht zum 8. November begann Russland einen umfassenden Angriff auf die Energie- und Gasinfrastruktur der Ukraine. Die Luftwaffe berichtete, dass die ukrainischen Streitkräfte 406 von insgesamt 458 russischen Drohnen abschießen konnten. Besonders stark betroffen waren die Stadt Kiew und die umliegende Region. Dort wurde der Strom vorübergehend abgeschaltet. Energieministerin Switlana Hryntschuk äußerte, dass reguläre Stromausfälle von bis zu vier Stunden täglich wieder eingeführt würden, sobald sich die Situation im Energiesystem stabilisiert habe.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift Feier in der Ukraine an – zwölf Soldaten sterben

Update, 15:51 Uhr: Trotz eines Verbots des ukrainischen Generalstabs soll ein Kommandeur 100 Soldaten zu einer Feier versammelt und sie so zur Zielscheibe für einen tödlichen russischen Angriff gemacht haben. Bei dem Schlag mit Raketen und Drohnen in der Region Dnipropetrowsk seien am Samstag vor einer Woche zwölf Soldaten und sieben Zivilisten getötet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew mit. Zudem seien 36 Soldaten verletzt worden.

Der Mann werde dafür nun strafrechtlich zur Verantwortung gezogen, teilte auch das Staatliche Ermittlungsbüro mit. Über das Ausmaß des Vorfalls war bisher so öffentlich nichts berichtet worden. In der Regel nennen die Behörden auch keine Zahlen getöteter eigener Soldaten. Es ist nicht der erste Verstoß dieser Art gegen das Kriegsrecht, das solche Versammlungen verbietet.

Österreichischer Journalist offenbar im Ukraine-Krieg von Drohne beschossen

Update, 14:18 Uhr: Ein Auto mit einem Journalisten aus Österreich und einer Kollegin aus Spanien ist nahe der Front in der Ostukraine von einer Drohne angegriffen worden. Im Auto saß unter anderem der Korrespondent des Österreichischen Rundfunks (ORF), Christian Wehrschütz. „Der Angriff ging offensichtlich glimpflich aus“, berichtete der ORF. Wehrschütz filmte mit der Handykamera und postete das Video später auf Instagram.

Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben des ORF am heutigen Samstag in der Region Donezk. Der Korrespondent und die spanische Kollegin seien mit der Hilfsorganisation Proliska auf dem Weg in die Stadt Konstantinowka gewesen. In dem Video ist zu sehen, wie die Insassen das Fahrzeug fluchtartig verlassen, dann ist eine Detonation zu hören. Danach sind eine abgerissene Stoßstange und brennende Trümmerteile sowie Rauch zu sehen.

Schwerer russischer Angriff im Ukraine-Krieg: Hunderte Drohnen abgeschossen

Update, 10:23 Uhr: Weitere Details zum schweren russischen Angriff auf die Ukraine: Putins Armee hat laut Kiew in der vergangenen Nacht 45 Raketen und 458 Drohnen eingesetzt. „Insgesamt trafen 26 Raketen und 52 Drohnen ihre Ziele“, zitiert die Ukrainska Pravda die ukrainische Luftwaffe.

Russische Drohnenangriffe im Ukraine-Krieg: Frau in Dnipro getötet

Update, 9:04 Uhr: In der Stadt Dnipro im Osten der Ukraine wurde bei einem russischen Drohnenangriff auf ein neunstöckiges Gebäude eine Frau getötet, wie Rettungsdienste meldeten. Sechs weitere Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, darunter auch ein Kind. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew lösten herabfallende Trümmerteile Behördenangaben zufolge Brände an zwei Stellen im zentralen Stadtteil Petschersky aus.

„Massiver“ Raketenangriff auf die Ukraine

Update, 7:54 Uhr: Russland hat in der Nacht einen „massiven“ Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Energieinfrastruktur gestartet. Laut Energieministerin Switlana Grintschuk führten die Angriffe zu Notabschaltungen in mehreren Regionen der Ukraine.
Besonders betroffen waren die Städte Kiew, Dnipro, Charkiw und Tschernihiw. In der Hauptstadt Kiew brachen nach Drohnentrümmern Brände im Stadtteil Petschersk aus, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Vier Kleintransporter gingen in Flammen auf, zudem wurden zwei Gebäude und geparkte Autos beschädigt.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland setzt seine Angriffe fort

Update, 8. November, 6:15 Uhr: In der Region Saporischschja im Südosten der Ukraine ist ein Mann bei einem russischen Drohnenangriff getötet worden. Eine Drohne habe ein Auto zwischen den Dörfern Selene und Huljajpole getroffen. Der 69-Jährige sei ums Leben gekommen, eine 67 Jahre alte Frau wurde demnach verletzt. Auch in der Region Odessa setzte Moskau seine Angriffe auf wichtige Versorgungseinrichtungen der Ukraine fort. Ein Objekt der Energieinfrastruktur sei beschädigt worden, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Oleh Kiper, bei Telegram. 

Update, 21:12 Uhr: US-Präsident Donald Trump hält an der ungarischen Hauptstadt Budapest als Ort für ein mögliches Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs fest. „Wenn es (das Treffen) stattfindet, würde ich es gerne in Budapest abhalten“, sagte der Republikaner bei einem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban im Weißen Haus auf eine Frage von Journalisten. Er nannte keinen speziellen Grund, warum die Wahl gerade auf diese Stadt fiel. Ob es zu einem Treffen kommen wird, bei dem Trump und Putin über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und mögliche Auswege sprechen, ist völlig unklar.

Ukraine-Krieg aktuell: Zivilisten kommen in Cherson bei russischem Angriff ums Leben

Update, 18:33 Uhr: Im südukrainischen Gebiet Cherson sind mindestens zwei Zivilisten durch russischen Beschuss getötet worden. Weitere sechs seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft der Region in sozialen Netzwerken mit. Das russische Militär habe dabei Artillerie, Raketenwerfer und Drohnen in der Gebietshauptstadt Cherson und den Dörfern Nowoworonziwka und Biloserka eingesetzt. Beschädigt wurden demnach unter anderem mehrere Wohnhäuser und eine Klinik.

Update, 17:49 Uhr: Russlands Ölallianz mit Indien ist nach US-Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil so stark bedroht wie nie seit Beginn des Ukraine-Krieges. Fünf der größten indischen Raffinerien haben ihre Käufe von russischem Rohöl für Dezember ausgesetzt. Die betroffenen Unternehmen Hindustan Petroleum, Bharat Petroleum, Mangalore Refinery and Petrochemicals, HPCL-Mittal Energy und Reliance Industries importierten zusammen 65 Prozent des russischen Rohöls nach Indien, wie Reuters unter Berufung auf asiatische Händler berichtet. Damit sind Exporte von rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag gefährdet – ein Drittel des gesamten russischen Ölexports per Tanker.

Ukraine-Krieg aktuell: Lage in Pokrowsk angespannt

Erstmeldung: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestätigt, dass sich nach Militärangaben 314 russische Soldaten in der ostukrainischen Stadt Pokrowsk befinden. In den vergangenen drei Tagen führten russische Truppen 220 Angriffe auf die strategisch wichtige Stadt in der Oblast Donezk durch.

Die ukrainischen Luftlandetruppen melden eine Verringerung der russischen Aktivitäten in Pokrowsk, da die Invasoren auf Verstärkung warten. „Das Ziel Nummer eins des Feindes ist es, Pokrowsk so schnell wie möglich zu besetzen“, sagte Selenskyj laut Interfax-Ukraine. Ukrainische Sicherheitskräfte setzen Such- und Verteidigungsoperationen gegen russische Truppen in der Stadt fort.

Rubriklistenbild: © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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