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Sonja Thomaser
Florian Naumann
Bona Hyun
Lukas Rogalla
Nail Akkoyun
Stefan Krieger
Die Ukraine kämpft sich in Robotyne weiter vor. Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wird ein Feuer gemeldet. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
- Neuer Job für „General Armageddon“: Putin schiebt Surowikin im Ukraine-Krieg auf Randposten ab
- Drohnenangriff auf Kiew: Mehr als zwei Dutzend Drohnen zerstört
- Feuer bei russischer Einheit: Rauch steigt über der Krim auf
- Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Über die aktuelle militärische Entwicklung im Ukraine-Krieg informieren wir in unserem neuen News-Ticker.
Update vom 10. September, 22.48 Uhr: Die ukrainischen Truppen sind bei ihrer Gegenoffensive nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Woche an der Südfront vorgerückt. Auch im Osten in der Nähe von Bachmut gebe es Bewegung, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „In den letzten sieben Tagen haben wir einen Vorstoß im Tawrija-Sektor gemacht. Es gibt Bewegung im Bachmut-Sektor. Ja, es gibt Bewegung.“
Update vom 10. September, 19.21 Uhr: Zu Beginn des Internationalen Friedenstreffens in Berlin hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Waffenlieferungen an die Ukraine gerechtfertigt. Steinmeier sprach zwar von einem Dilemma für Christen wie ihn selbst. Doch sagte er am Sonntag auch: „Wenn die Ukraine ihre Verteidigung einstellt, dann ist das das Ende der Ukraine. Und das ist der Grund, warum wir Europäer und auch wir Deutsche die Ukraine unterstützen - auch mit Waffen.“
Steinmeier sagte zum Ukraine-Krieg, der Angriff des russischen Präsidenten Wladimir Putin am 24. Februar 2022 habe „vielleicht alles verändert“. Mit seinem „Vernichtungsfeldzug“ wolle Putin die Werte zerstören, auf denen Europa gründe. „Sich dagegenzustellen, das ist für uns Europäer eine der Lehren aus der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges. Diese Lehre (...) heißt: „Nie wieder!“, sagte Steinmeier.
Neuer Job für „General Armageddon“ - Putin schiebt Surowikin im Ukraine-Krieg auf Randposten ab
Update vom 10. September, 16.30 Uhr: Russlands „General Armageddon“ hat nach wochenlangem Rätseln um seinen Verbleib offenbar einen neuen Posten erhalten. Sergej Surowikin, bis Januar noch Oberbefehlshaber für Russlands Angriffskrieg in der Ukraine, soll Leiter des Koordinierungsausschusses für Luftverteidigungsfragen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) werden. Das meldete die kremltreue Plattform EADaily.
Surowikin galt als einer der wichtigsten Verbündeten des inzwischen toten Anführers der Wagner-Söldertruppen, Jewgeni Prigoschin, bei dessen Machtkampf mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow. Nach Prigoschins Putschversuch verschwand er von der Bildfläche. Die Ukraine hat bis heute mit der „Surowikin-Linie“, Verteidigungsanlagen im Süden und Osten des Landes zu kämpfen - hofft dabei aber nun auf einen Roboter.
Ukraine drängen Russen in Robotyne zurück: „Klammern sich an jeden Meter ukrainischer Erde“
Update vom 10. September, 13.37 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben weitere 1,5 Quadratkilometer um die zuletzt befreite Ortschaft Robotyne im Süden zurückerobert. „Die Russen klammern sich an jeden Meter unserer ukrainischer Erde (...) Die Streitkräfte der Ukraine versuchen jedoch, die Versorgung der russischen Armee so schwierig wie möglich zu machen, und in bestimmten Gebieten trägt dies Früchte“, zitierten ukrainische Medien den für den Frontabschnitt zuständigen Militärsprecher, Olexander Schtupun, am Sonntag.
In der Ostukraine soll die russische Armee derweil ihre Angriffe weiterhin fortsetzen. Bei Marjinka im Gebiet Donezk hätten ukrainischen Soldaten laut Schtupun etwa 15 feindliche Angriffsversuche abgewehrt. Auch in der Region Charkiw unternahmen die Russen nach Angaben der ukrainischen Behörden einen gescheiterten Vorstoß nahe der Ortschaft Berestowe. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs fanden in den vergangenen 24 Stunden insgesamt mehr als 30 Gefechte statt.
Update vom 10. September, 12.35 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte sind weiter im südlichen Militärbezirk Tavria vorgerückt.
Oleksandr Tarnavskyi, Kommandeur der Streitkräfte in Tavrija, schrieb auf Telegram: „Wir rücken vor!“ Die Einheiten der ukrainischen Armee hätten im Laufe des letzten Tages 1.391 Schießeinsätze absolviert. Russland habe am vergangenen Tag bis zu 226 Soldaten verloren. Die Ukrainer soll zudem weitere Militärausrüstung der russischen Truppen zerstört haben– darunter drei Panzer, zwei gepanzerte Mannschaftswagen, drei Artilleriesysteme und Mörser, und drei Spezialfahrzeuge.
Ukraine-Krieg: Truppen bestätigen Fortschritte in Donezk und Saporischschja
Update vom 10. September, 08.56 Uhr: Die Ukraine habe „bestätigte Vorstöße“ im Gebiet an der Grenze der beiden Bezirke Donezk und Saporischschja sowie im westlichen Saporischschja gemacht, schreibt das Institute for the Study of War in seinem jüngsten Bericht. Zudem gebe es Vorstöße nach ukrainischen Angaben südlich von Bachmut. Auch ein russischer Blogger habe behauptet, dass die ukrainische Armee die russischen Besatzer zum Rückzug aus Andrijiwka, einer Ortschaft neun Kilometer südwestlich von Bachmut, gezwungen hätten.
Luftangriffe auf Kiew: Ukraine zerstört russische Drohnen
Update vom 10. September, 06.31 Uhr: Die ukrainische Luftverteidigung zerstört während der nächtlichen russischen Drohnenangriffe mehr als zwei Dutzend Drohnen über Kiew. Das berichtet die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt. Die im Iran hergestellten Shahed-Drohnen seien „in Gruppen und aus verschiedenen Richtungen in die Hauptstadt eingedrungen“. Der Luftverteidigung sei es gelungen, mehr als zwei Dutzend Drohnen zu zerstören. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gingen Drohnentrümmer in mindestens vier Stadtbezirken nieder. Zuvor hatten ukrainische Behörden über Telegram mitgeteilt, dass Russland Kiew wieder mit Drohnen angegriffen habe.
Ukraine-Krieg: Kiews Truppen versuchen Lücken zu russischer Armee zu vergrößern
Update vom 9. September, 21.10 Uhr: Nach dem Durchbruch an der ersten russischen Verteidigungslinie bei Robotyne versucht die Ukraine, die Lücke zu vergrößern, damit Panzer vorstoßen können. Das berichtet der Tagesspiegel. Da der Durchbruch unter hohen Verlusten aufseiten der Ukraine und nicht so schnell wie erhofft erfolgte, hatte Russland offenbar Zeit, weitere Verteidigungslinien, unter anderem in Form von Minen, auf dem Weg in Richtung Melitopol zu errichten. Dazu werden auch Soldaten aus anderen Teilen der Ukraine abgezogen, wie Iwan Fedorow, der im Exil lebende Bürgermeister von Melitopol, dem Wall Street Journal berichtet. Die Stadt Tokmak, die das nächste Ziel der Truppen Kiews im Süden ist, sei „wie eine Militärbasis der Russen“.
Womöglich eine Gefahr für die Ukraine, sollte es nun nicht schnell genug vorangehen. „Wenn die Ukraine keinen Durchbruch erreicht, kann die Russen nichts mehr daran hindern, einfach weiterzugraben oder Gegenangriffe zu starten“, sagte der finnische Analyst Pasi Paroinen dem Wall Street Journal. Das Ziel der Ukraine ist es, um Schwarzen Meer vorzudringen, einen Keil zwischen die russischen Truppen zu treiben und so ihre Versorgung zu unterbrechen.
Feuer bei russischer Einheit – Rauch steigt über der Krim auf
Update vom 9. September, 17.35 Uhr: Bei einer russischen Militäreinheit in der Krim-Hauptstadt Simferopol ist Angaben der Besatzer zufolge ein Feuer ausgebrochen. „In einer Militäreinheit in Simferopol gab es einen gewöhnlichen Haushaltsbrand“, schrieb Oleg Krjutschkow, Berater der russischen Führung auf der Krim, am Samstag auf Telegram. Das Feuer sei bereits lokalisiert. In sozialen Netzwerken wurde hingegen vielfach ein Video von einer großen schwarzen Rauchsäule geteilt. Unter Berufung auf Anwohner war zudem von Explosionen und Schüssen die Rede. Die Ursache des Brandes blieb zunächst unklar.
Die Krim gehört völkerrechtlich zur Ukraine. Russland hat die Halbinsel im Norden des Schwarzen Meers im Jahr 2014 annektiert. Seit Beginn des Angriffskriegs vor mehr als anderthalb Jahren betont Kiew immer wieder, alle besetzten Gebiete befreien zu wollen, also auch die Krim. Insbesondere in den vergangenen Monaten häuften sich zum Beispiel Drohnenangriffe gegen die russischen Besatzer dort.
A military unit is on fire in occupied #Simferopol
— NEXTA (@nexta_tv) September 9, 2023
Before the fire started, residents heard explosions. pic.twitter.com/Y74vZrQShc
Russland meldet Angriff der Ukraine auf Grenzregion
Update vom 9. September, 14.00 Uhr: Offenbar kam es erneut zu ukrainischen Angriffen in einer russischen Grenzregion. Die ukrainische Armee hätte 13 Artilleriegranaten auf Petrowka, drei weitere auf das Dorf Ustinka sowie den Fahrzeugkontrollpunkt Nechotejewka sowie vier weitere auf die Dörfer Schurawlewka und Krasny Chutor abgefeuert. Dies behauptete der Gouverneur der Region Kursk, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram. Es habe jedoch keine Verletzten oder sonstige Schäden gegeben. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht.
Update vom 9. September, 11.30 Uhr: Die Fähigkeiten der russischen Invasionstruppen in der Ukraine sind nach Einschätzung britischer Militärexperten durch die Vorstöße im Zuge der ukrainischen Gegenoffensive eingeschränkt. Das geht aus dem täglichen Geheimdienstbericht des britischen Verteidigungsministeriums vom Samstag hervor.
Es sei sehr wahrscheinlich, dass Moskau Kräfte von anderen Teilen der Front in die Umgebung des Orts Robotyne zusammengezogen habe, wo es den Ukrainern zuvor gelungen war, in die mehrschichtigen russischen Verteidigungslinien vorzudringen. „Diese Truppenverlegungen schränken wahrscheinlich Russlands Fähigkeit ein, eigene offensive Einsätze an anderen Bereichen der Front durchzuführen“, so die Mitteilung weiter. Ukrainische Infanterieeinheiten machen den Briten zufolge weiter schrittweise taktische Vorstöße gegen russische Positionen und reiben russische Kräfte in der Gegend auf. Ebenfalls Druck üben die Ukrainer auf russische Stellungen südlich von Bachmut aus.
Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Moskau verliert Soldaten und Panzer
Update vom 9. September, 10.00 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Armee hat aktuelle Zahlen (Stand 9. September) zu den Verlusten der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind binnen 24 Stunden etwa 600 Soldaten aus Russland getötet oder verwundet worden. Zudem sollen weitere Panzer und Artilleriesysteme zerstört worden sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
- Soldaten: 268.140 (+600 zum Vortag)
- Panzer: 4544 (+15)
- Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8739 (+13)
- Artilleriesysteme: 5789 (+36)
- Luftabwehrsysteme: 508 (+1)
- Mehrfachraketenwerfer: 757 (+3)
- Fahrzeuge und Tanklaster: 8298 (+34)
- Kampf- und Aufklärungsdrohnen: 4588 (+18)
- Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 9. September 2023
- Anm.: Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien von Anfang Juli 2023 sind bisher im Ukraine-Krieg circa 47.000 russische Soldaten getötet worden. Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden. Der britische Geheimdienst ordnet die Zahlen hingegen mittig dieser Behauptungen ein.
Scheinwahlen im Ukraine-Krieg: Putin-Parteizentrale in Polohy angegriffen
Update vom 9. September, 8.05 Uhr: Den ukrainischen Streitkräften ist es offenbar gelungen, das Hauptquartier der Putin-Partei „Einiges Russland“ in der von Russland besetzten Stadt Polohy zu zerstören. „Einheimische bestätigen, dass das Hauptquartier von ‚Einiges Russland‘ in Polohy zerstört wurde“, schrieb Bürgermeister Iwan Fedorow auf Telegram.
Die Parteizentrale wurde höchstwahrscheinlich attackiert, um die anstehenden von Moskau durchgeführten Scheinwahlen in den annektierten Regionen der Ukraine zu stören. Polohy befindet sich in der teilweise besetzten Oblast Saporischschja – am morgigen Sonntag (10. September) finden in Russland Regionalwahlen statt.
Update vom 9. September, 6.20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den neu ernannten Verteidigungsminister Rustem Umjerow in den Stab des Oberbefehlshabers und in den Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat berufen. Außerdem hat er den ehemaligen Minister Oleksij Resnikow aus diesen Gremien abgezogen. Dies berichtet die Ukrainska Pravda. Ex-Verteidigungsminister Resnikow winkt Berichten zufolge die Stelle des ukrainischen Botschafters in London.
Krieg in der Ukraine: Erneute Drohnenangriffe in russischer Grenzstadt
Update vom 8. September, 22.05 Uhr: In der russischen Grenzstadt Brjansk sind eine Elektronik-Fabrik und ein Bahnhof am Freitagnachmittag erneut zum Ziel von Drohnenangriffen geworden. Nach Angaben des Gouverneurs Alexander Bogomas fing die russische Luftverteidigung mindestens drei Drohnen über oder im Anflug auf die Stadt ab. Zwei der Fluggeräte sollen beim Absturz den Bahnhof und ein industrielles Verwaltungsgebäude beschädigt haben. Verletzt wurde laut Bogomas niemand. Der Gouverneur machte die Ukraine für den Angriff verantwortlich.
„Schritt für Schritt“ in Richtung Melitopol: Ukraine meldet Erfolg an Front im Süden
Update vom 8. September, 21 Uhr: Die ukrainische Gegenoffensive an der Melitopol-Front im Süden soll offenbar erfolgreich weitergehen. Südlich der kürzlich eroberten Ortschaft Robotyne habe man weitere Erfolge erzielt, teilten die Streitkräfte auf Facebook mit. Kiews Truppen würden die besetzten Gebiete in Richtung Melitopol „Schritt für Schritt“ befreien und sichern. In der Region Donezk, weiter nordöstlich, sollen ukrainische Kämpfer russische Angriffe abgewehrt haben.
Während Russland in den besetzten Gebieten der Ukraine Wahlen abhalten lässt, greift Kiew offenbar an. Der Inlandsgeheimdienst soll für zwei Explosionen in einem von russischen Besatzern eingerichteten Wahllokal in der Region Berdjansk verantwortlich sein. Das berichtet das Portal Ukrajinska Prawda. Über die „zwei gewaltigen Explosionen“ hatte zuvor der Bürgermeister der besetzten Stadt Melitopol, Ivan Fedorow, via Telegram berichtet. „Zeit, die Pseudowahlen abzusagen“, hatte er dazugeschrieben.
Neuer Drohnenangriff auf Belgorod? Russland will ukrainischen „Terroranschlag“ abgewehrt haben
Update vom 8. September, 16.35 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben einen Versuch der Ukraine vereitelt, mit einer Drohne über Belgorod einen „Terroranschlag“ zu verüben. „Am 8. September gegen 15.00 Uhr wurde ein Versuch des Kiewer Regimes, einen Terroranschlag mit einer Drohne auf Objekte auf dem Territorium der Russischen Föderation zu verüben, vereitelt“, teilte das Ministerium in einer Erklärung mit. Moskau berichtete zuletzt häufiger über angebliche Drohnen-Angriffe auf die russische Grenzregion Belgorod.
Update vom 8. September, 15.00 Uhr: Die Ukraine hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die laufenden „gesetzwidrigen Wahlen“ in den von Russland besetzten Gebieten nicht anzuerkennen. „Die Scheinwahlen Russlands in den zeitweilig besetzten Gebieten sind null und nichtig“, erklärte das Außenministerium. Sie hätten keinerlei rechtliche Folgen, stellten zugleich aber eine „grobe Verletzung“ der territorialen Integrität der Ukraine und des Völkerrechts dar.
Inmitten des seit mehr als anderthalb Jahren andauernden Angriffskriegs hat der Kreml – parallel zu den Kommunal- und Regionalwahlen in Russland – in den annektierten ukrainischen Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson Scheinabstimmungen angesetzt. Diese von der Besatzungsmacht organisierten Abstimmungen haben international aber keine Gültigkeit. So erklärte etwa die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bereits, dass nur die Ukraine befugt sei, in ihrem eigenen Land Wahlen abzuhalten. Schon die Ergebnisse der Scheinreferenden zur völkerrechtswidrigen Annexion der vier Regionen im vergangenen Jahr wurden von anderen Staaten nicht anerkannt.
Opferzahlen im Ukraine-Krieg: Anzahl der verletzten Zivilisten nach Raketenangriff steigt
Update vom 8. September, 13.40 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf die Großstadt Krywyj Rih sind mindestens 66 Menschen verletzt worden. Dies berichtet die Associated Press unter Berufung auf ukrainische Rettungskräfte. Zuvor war von zwölf Verletzten die Rede. Nach aktuellem Stand ist bei dem Angriff auf die Heimstadt des ukrainischen Präsidenten Selenskyj ein Polizist getötet worden. „Die Rakete zielte auf ein Verwaltungsgebäude“, teilte Serhij Lyssak, Militärgouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, auf Telegram mit.
Angriffe im Ukraine-Krieg: Drei Zivilisten sterben in der Region Cherson
Update vom 8. September, 12.20 Uhr: In der Oblast Cherson sind nach Angaben des ukrainischen Innenministers bei einem russischen Angriff drei Zivilisten getötet worden. Vier weitere Personen seien verletzt worden, teilte Ihor Klymenko auf Telegram mit. Der Luftangriff sei auf die Ortschaft Odradokamianka verübt worden.
Update vom 8. September, 11.15 Uhr: Bei erneuten russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht offiziellen Angaben nach mindestens drei Menschen verletzt worden. Im Gebiet Sumy im Norden der Ukraine seien ein Mann und eine Frau verletzt aus den Trümmern ihres zweigeschossigen Hauses geborgen worden, teilte der ukrainische Zivilschutz am Freitagmorgen auf Telegram mit. Insgesamt seien 20 Wohnhäuser und 8 Fahrzeuge bei dem Raketenschlag beschädigt worden. Einen dabei entstehenden Brand meldete die Feuerwehr am Morgen als gelöscht.
Verletzt wurde nach Angaben des dortigen Militärgouverneurs Jurij Malaschko auch eine Person im Gebiet Saporischschja im Süden der Ukraine. Seinen Angaben nach haben die russischen Streitkräfte ebenfalls eine Rakete abgefeuert.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Ukraine dringt mit Drohne bis ins Gebiet Wolgograd vor
Update vom 8. September, 9.30 Uhr: Laut dem Gouverneur der russischen Regoin Wolgograd, Andrej Bocharow, ist am Mittwochabend (6. September) eine Drohne in der Region „abgefangen und neutralisiert“ worden. Der Vorfall ist der erste bekannte Versuch eines Drohnenangriffs in der Region Wolgograd seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, wie der unabhängige Sender TV Rain mitteilt.
Nach Angaben des Telegram-Kanals Baza griff die Drohne eine Militärbasis im Bezirk Gorodischtsche an. Der Kanal Shot schrieb, das unbemannte Flugobjekt sei beim Anflug auf sein Ziel abgefangen worden. Den Angaben zufolge soll niemand verletzt und keine Gebäude beschädigt worden sein.
Ukraine-Krieg: Teilerfolg für ukrainische Truppen bei Bachmut
Update vom 8. September, 7.30 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldet einen „Teilerfolg“ in der Nähe der östlichen Stadt Bachmut sowie Fortschritte beim Vormarsch der ukrainischen Truppen nach Süden zum Asowschen Meer. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache zudem bekanntgab, hat er Militäreinheiten im Osten und Süden des Landes für ihre Aktionen gegen die russischen Truppen gedankt und sie ausgezeichnet. Die Ukraine begann ihre Gegenoffensive im Juni und konzentrierte sich auf die Rückeroberung von Bachmut, das im Mai von russischen Truppen eingenommen worden war.
Russland wirft USA Einmischung in innere Angelegenheiten vor
Update vom 8. September, 5.30 Uhr: Der russischen Botschaft in den USA zufolge mischt Washington sich in die inneren Angelegenheiten Russlands ein, indem es Wahlen in den besetzten Gebieten der Ukraine als nicht legitim betrachtet. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ria. Russland hält diese Woche Regionalwahlen ab, auch in den vier ukrainischen Regionen, die es teilweise kontrolliert. US-Außenminister Antony Blinken hatte die Wahlen in den besetzten Gebieten am Donnerstag als „Scheinwahlen“ bezeichnet.
Ukraine-Krieg: Blinken spricht mit Rumänien über F-16 Kampfjets
Erstmeldung: Kiew/Moskau: Der amerikanische Außenminister Antony Blinken hat mit seiner rumänischen Amtskollegin Luminita Odobescu über die Trümmer einer russischen Drohne auf rumänischem Staatsgebiet gesprochen. Wie das US-Außenministerium mitteilt, ging es in dem Telefonat um Rumäniens Untersuchung rund um die Drohnentrümmer, die an der Grenze zur Ukraine gefunden wurden.
Blinken und Odobescu hätten auch über die weitere Zusammenarbeit zur Aufrechterhaltung der Luftraumsicherheit gesprochen. Dabei sei es um eine bevorstehende Verstärkung der NATO-Luftraumsicherheitsmission in Rumänien mithilfe von amerikanischen F-16 Kampfjets gegangen, erklärte das Außenministerium. Die rumänische Ministerin wies am Donnerstag die ukrainische Darstellung zurück, russische Drohnen seien in dem NATO-Mitgliedsland niedergegangen und explodiert.
Indien soll Einfluss auf Russland nutzen
Der Financial Times (FT) zufolge will der britische Premierminister Rishi Sunak seinen indischen Amtskollegen Narendra Modi zu mehr Einsatz in Bezug auf Russland und dem Krieg des Landes gegen die Ukraine aufrufen. Wie das Blatt berichtet, hat Sunak vor, Modi auf dem bevorstehenden G20-Gipfel aufzufordern, seinen Einfluss auf Russland besser zu nutzen, um endlich den Krieg zu beenden. (Mit Agenturmaterial)
Rubriklistenbild: © Madeleine Kelly/Imago







