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Neue Probleme in Putins Armee: Kampfjet stürzt über Russland ab - Papst schickt Gesandten los

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Nordkoreas Machthaber trifft in Russland ein. Die Gegenoffensive der Ukraine konzentriert sich auf den Süden und Osten. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 12. September, 22.58 Uhr: Die Ukraine verkündet weitere kleine Erfolge im Abnutzungskampf gegen Russland: Die Armee sei an zwei seit langem umkämpften Frontabschnitten weiter vorgerückt, teilte der Generalstab mit. Bei dem Ort Klischtschijiwka südlich der ostukrainischen Stadt Bachmut seien „teilweise Erfolge“ zu verzeichnen. Auch für die Region um den Ort Robotyne im Süden meldete Kiew Teilerfolge. Dort hatten Truppen zuletzt eine Bresche durch die erste russische Verteidigungslinie geschlagen.

Neue Probleme in Putins Armee: Kampfjet stürzt über Russland ab

Update vom 12. September, 22.18 Uhr: Ein russisches Kampfflugzeug ist bei einem Trainingsflug im Süden Russlands abgestürzt. Der Vorfall mit der Maschine vom Typ Su-24 ereignete sich in der Region Wolgograd, wie das russische Verteidigungsministerium russischen Nachrichtenagenturen zufolge mitteilte. Wolgograd liegt rund 400 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze. Das Ministerium gab zunächst nicht an, ob der Pilot überlebte. Den Angaben zufolge hatte das Flugzeug keine Waffen geladen und stürzte in ein unbewohntes Gebiet.

In Russland stürzen immer wieder Kampfflugzeuge ab. Seit dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 gab es mehrere tödliche Unfälle. Im Juli war ein russischer Pilot ums Leben gekommen, als sein Su-25-Kampfflugzeug während eines Trainingsflugs über dem Asowschen Meer abstürzte, das an die Ukraine grenzt. Im Oktober war eine russische Suchoi-34-Maschine in der Stadt Jejsk ebenfalls am Asowschen Meer in eine Wohnanlage gestürzt. Dabei starben 15 Menschen. Zuletzt hatte es mehrfach auch Probleme in der russischen zivilen Luftfahrt gegeben.

Ein Su-24-Jet der russischen Luftwaffe beim Start. (Archivbild)

Update vom 12. September, 18.45 Uhr: Der Vatikan hat seinen Ukraine-Gesandten auf die Reise nach China geschickt. Papst Franziskus äußerte sich am Dienstag aber auch selbst zumindest indirekt zum Ukraine-Krieg: „Realismus ist nicht genug, politische Erwägungen sind nicht genug, die bisher umgesetzten strategischen Maßnahmen sind nicht genug“, erklärte der Pontifex in einer Grußbotschaft an das Internationale Friedenstreffen in Berlin

„Was wir brauchen, ist die ‚Kühnheit des Friedens‘ - und zwar jetzt, weil zu viele Konflikte viel zu lang gedauert haben, einige scheinen endlos, und das in einer Welt, die immer schneller wird - nur das Ende der Kriege scheint langsam“, erklärte Franziskus.

Kriegs-Diplomatie läuft: Kim erreicht Russland - Papst schickt Ukraine-Gesandten los

Update vom 12. September, 17.25 Uhr: Russische Medien haben ein Video von der Ankunft des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un im Osten des Riesenlandes veröffentlicht. In dem unter anderem von der staatlichen russischen Agentur Ria Nowosti verbreiteten Clip ist zu sehen, wie Kim bei Dunkelheit aus einem Zug steigt und von einer Blaskapelle begrüßt wird.

Aufgenommen wurde das Video allerdings offenbar schon am Montagabend bei einem Zwischenstopp in der grenznahen Stadt Chassan im Fernen Osten Russlands. Der russische Umweltminister Alexander Koslow teilte mit, er habe Kim im Grenzgebiet getroffen. Vermutet wird, dass es vor allem um Waffengeschäfte zwischen Russland und dem streng abgeschotteten Nordkorea gehen wird.

Kim Jong-un bei seiner Ankunft in der russischen Stadt Chassan.

Unterdessen hat der Papst seinen Ukraine-Gesandten auf Reise nach China geschickt. Der italienische Kardinal Matteo Zuppi reist nach Angaben des Vatikans in dieser Woche nach Peking. Der Besuch von Mittwoch bis Freitag sei eine „weitere Etappe auf der vom Papst gewünschten Mission zur Unterstützung der humanitären Initiativen und der Suche nach Lösungen, die zu einem gerechten Frieden führen können“, erklärte der Vatikan. Der Krieg in der Ukraine wurde in der kurzen Mitteilung nicht erwähnt.

Putin fordert Aus der Ukraine-Gegenoffensive: Kremlchef spricht von russischen „Feindseligkeiten“

Update vom 12. September, 15.35 Uhr: Wladimir Putin hat - kurz nach einer Äußerung von US-Außenminister Antony Blinken - mögliche Verhandlungen im Ukraine-Krieg thematisiert. Der Kremlchef stellte bei einem Auftritt in Wladiwostok aber in erster Linie eine Forderung: Die Ukraine müsse zuerst die Gegenoffensive einstellten, erklärte er mit Blick auf „Vermittlungsangebote vieler Seiten“.

„Wie können wir Feindseligkeiten einstellen, wenn die Gegenseite eine Gegenoffensive fährt? Was sollen wir tun“, fragte Putin laut einem Bericht der Staatsagentur Tass rhetorisch. Der Kreml folge nicht dem „Trotzkismus“, für den Bewegung alles und das Ziel nichts sei. Überraschen könnte, dass Putin der Agentur-Übersetzung zufolge tatsächlich von russischen „Feindseligkeiten“ („hostilities“) und einer ukrainischen „Gegenoffensive“ sprach - nebst üblichen Vorwürfen wie der Rede von einem „bestialischen Feind“. Der Kremlchef verteidigte zugleich Ex-US-Präsident Donald Trump gegen Kritik.

Wladimir Putin am Dienstag beim „Eastern Economic Forum“ in Wladiwostok.

Fast zeitgleich sprach Putins Außenminister Sergej Lawrow in einem TV-Interview über mögliche Verhandlungen. Er erhob Vorwürfe gegen die Ukraine: Die „Prokastination“ Kiews erschwere eine spätere Verständigung, behauptete er in einem Gespräch mit dem Sender Rossija-1. Zunächst müsse Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Dekret zurückziehen, das Gespräche mit einer Regierung Putin verhindere.

Update vom 12. September, 15.10 Uhr: Vor dem geplanten Treffen zwischen Kim und Putin ruft Seoul Russland auf, als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat „verantwortungsvoll zu handeln“. Viele Länder würden das Treffen zwischen Nordkorea und Russland mit etwas Sorge beobachten, sagte ein Beamter des südkoreanischen Präsidialamts. „Unsere Regierung hat sich unabhängig und in Zusammenarbeit mit Verbündeten und Partnernationen ein gutes Bild von der Gesamtsituation gemacht und alle Vorbereitungen getroffen“, sagte der Beamte.

Update vom 12. September, 12.29 Uhr: Wenn Nordkorea Russland Artilleriegeschosse und andere Waffen für den Krieg in der Ukraine liefert, könnte es dem Kreml helfen, seine schwindenden Munitionsvorräte wieder aufzufüllen. Allerdings dürfte sich dadurch der Verlauf des Konflikts kaum ändern - so jedenfalls die Einschätzung der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf westliche Militäranalysten.

Es wird angenommen, dass Nordkorea über einen großen Vorrat an Artilleriegranaten und Raketen verfügt, die mit Waffen aus der Sowjetzeit kompatibel sind, was den Engpass Russlands kurzfristig beheben könnte, aber nicht kriegsentscheidend sein dürfte. „Fast keine der Munition ist in irgendeiner Weise ‚modern‘ – sie werden den traditionellen Einsatz russischer Sperrfeuerartillerie unterstützen, Russland aber keine präzisionsgelenkte Munition liefern“, erklärte ein Experte.

Angst vor ukrainischen Drohnen: Kreml baut Flugabwehr rund um Moskau neu auf

Update vom 12. September, 10.12 Uhr: Zum Schutz gegen ukrainische Drohnenangriffe hat Russland nach britischen Angaben seine Flugabwehr rund um Moskau neu eingestellt. „Seit Anfang September 2023 sind russische SA-22-Luftverteidigungssysteme rund um die Hauptstadt auf erhöhten Türmen und Rampen positioniert“, teilte das Verteidigungsministerium in London am Dienstag in seinem täglichen Geheimdienst-Update mit. Ziel sei eine bessere Verteidigung gegen Drohnenattacken, „denen die Stadt derzeit an den meisten Tagen ausgesetzt ist“.

Bereits seit Dezember 2022 und den Angriffen auf die russischen Luftwaffenstützpunkte Engels und Rjasan hatte Russland das Flugabwehrsystem Panzir (Nato-Code: SA-22) auch auf den Dächern öffentlicher Gebäude in Moskau aufgestellt. Damit solle die Erkennung und Abwehr sogenannter Kamikazedrohnen ermöglicht werden. Vermutlich handele es sich aber um eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme, um die Öffentlichkeit zu beruhigen und zu demonstrieren, dass die Behörden die Bedrohung unter Kontrolle haben, hieß es in London weiter.

Ein Soldat inspiziert vor einer russischen Militärparade ein Luft-Verteidigungssystem „SA-22 Panzir S1“. (Archivbild)

Zug mit Kim Jong Un erreicht Russland

Update vom 12. September, 6.45 Uhr: Der Zug mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un an Bord hat nach Angaben von Moskau Russland erreicht, wo ein Treffen zwischen Kim und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant ist. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti am Dienstag berichtete, fuhr der Zug durch die russische Region, die an Nordkorea grenzt. Bilder von Ria Novosti zeigen dunkelgrüne Waggons, die von einer Lokomotive der russischen Eisenbahn gezogen werden.

Zuvor hatte bereits das südkoreanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass der Zug von Kim Russland erreicht habe.

Ukraine-Krieg: Schwere Gefechte im Süden und Osten

Update vom 11. September, 21.20 Uhr: Im Ukraine-Krieg liefern sich Kiews und Moskaus Truppen derzeit vor allem im Süden und Osten schwere Gefechte. Die ukrainischen Streitkräfte berichten auf Facebook, dass sie in Richtung der umkämpfen Stadt Bachmut in der Offensive seien und an anderen Fronten russische Angriffe abgewehrt hätten. Kyrylo Budanow, Chef des Militärgeheimdienstes, hat nun angekündigt, dass die Gegenoffensive der Ukraine auch in den kalten Monaten weitergehen soll. „Die Kampfhandlungen werden auf die eine oder andere Weise fortgesetzt. In der Kälte, Nässe und im Schlamm ist es schwieriger zu kämpfen. Die Kämpfe werden weitergehen. Die Gegenoffensive wird fortgesetzt“, sagte er.

Laut dem ranghöchsten US-General Mark Milley bleiben der Ukraine noch etwa „30 bis 45 Tage Kampfwetter“, um ihre Gegenoffensive erfolgreich zu meistern. Danach würden die Witterungsbedingungen im ukrainischen Winter die Kampfhandlungen erheblich erschweren. Er sagte im Gespräch mit der BBC, dass die Offensive langsamer als erwartet verlaufe, Kiew jedoch „weiterhin stetige Fortschritte“ mache.

„Viele Menschen verloren“: Selenskyj sieht kein Happy End im Ukraine-Krieg

Update vom 11. September, 16.43 Uhr: Selbst Erfolge bei der ukrainischen Gegenoffensive oder neue Waffenlieferungen werden laut Präsident Wolodymyr Selenskyj kein „glücklichen Ende“ bringen. „Wir wollen alle den Erfolg und ein Happy End“, sagte Selensykj in einem am Sonntag auf dem US-Sender CNN ausgestrahlten Interview. „Das hier ist kein Film mit einem glücklichen Ende. Wir werden kein Happy End haben. Wir haben viele Menschen verloren. Kein Happy End“, sagte er. 

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Erfolg im Ukraine-Krieg: Kiew erobert Bohrinseln nahe Krim zurück

Update vom 11. September, 15.19 Uhr: Die Ukraine vermeldet einen bedeutenden Erfolg: Sie hat nach eigenen Angaben strategisch wichtige Öl- und Gasbohrplattformen vor der Krim zurückerobert. Der ukrainische Verteidigungsnachrichtendienst hat Bild-und Videomaterial über den Sondereinsatz von Gas- und Ölbohrplattformen im Schwarzen Meer in der Nähe der besetzten Krim, den sogenannten Boyko-Türmen, veröffentlicht. Ein Video zeigt, wie ukrainische Soldaten des militärischen Geheimdiensts mit einem Motorboot auf den Bohrinseln anlanden.

Des Weiteren gibt der Geheimdienst an, dass auch ein „Vorrat an Hubschraubermunition“ und ein NEVA-Radarsystem sichergestellt werden konnten. Das Radar dient angeblich zur Überwachung von Schiffsbewegungen im Schwarzen Meer. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

Ukraine-Krieg: Kreml bestätigt Kims Treffen mit Putin in Russland

Update vom 11. September, 13.40 Uhr: Wie der Kreml am Montag bestätigte, wird Kim Jong Un auf Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin „in den kommenden Tagen“ Russland besuchen. Es war spekuliert worden, dass Kim Putin treffen würde, um mögliche Waffengeschäfte zu besprechen. „Auf Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird Kim Jong Un, Vorsitzender der Demokratischen Volksrepublik Korea, in den kommenden Tagen der Russischen Föderation einen offiziellen Besuch abstatten“, so der Kreml. Das berichteten die Nachrichtenagentur Interfax und die Moscow Times.

Update vom 11. September, 12.40 Uhr: Nataliia Humeniuk, Leiterin des Pressezentrums des Operationskommandos Pivden (Süd) der Ukraine, teilte mit, dass die ukrainischen Streitkräfte am Sonntag (10. September) sechs russische Kampfboote zerstört haben. Die Boote hätten angeblich versucht, ihre verlorenen Stellungen im Fluss Dnipro vom Wasser aus wiederzuerlangen, während sie zwischen den Inseln am besetzten linken Ufer des Gebiets Cherson manövrierten.

Humeniuk wird vom Portal Ukrainska Pravda wie folgt zitiert: „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir sagen, dass der Feind dort weiterhin aktiv ist. Er sucht nach Möglichkeiten, eine dichtere Verteidigung aufzubauen. Auch aus der Richtung des Dnipro-Flusses selbst, vom Wasser aus. Aber der Verlust von sechs Booten ist eine sehr überzeugende Bilanz, die wir jetzt für die letzten 24 Stunden ziehen können.“

Norkoreas Machthaber Kim bricht nach Russland auf

Update vom 11. September, 11.30 Uhr: Laut einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap ist ein Zug des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un „offenbar“ in Richtung Russland gestartet. Kims Zug „scheint abgefahren zu sein“, meldete Yonhap am Montag (11. September) unter Berufung auf einen nicht genannten Regierungsvertreter. Seit Tagen hatte es Spekulationen über eine geplante Reise Kims zu Gesprächen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin über Waffengeschäfte gegeben.

Russland ist ein wichtiger Verbündeter von Kims seit Jahrzehnten international weitgehend isoliertem Land. Nordkorea hatte den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine von Beginn an unterstützt. Nach US-Angaben lieferte das Land dabei auch Raketen und Marschflugkörper.

Der New York Times zufolge will Putin Artilleriegeschosse und Panzerabwehrraketen von Nordkorea kaufen. Kim wiederum gehe es um moderne Technologien für Satelliten und U-Boote mit Atomantrieb sowie um Lebensmittelhilfen für die Bevölkerung.

Ukraine_Krieg: Neue Panzerlieferungen für Kiew

Update vom 11. September, 10.55 Uhr: Deutschland will der Ukraine in den kommenden Monaten weitere 40 Schützenpanzer vom Typ Marder zur Verfügung stellen. Der Rüstungskonzern Rheinmetall soll dafür im Auftrag der Bundesregierung gebrauchte Marder-Panzer aus früheren Beständen der Bundeswehr instandsetzen, wie das Unternehmen am Montag (11. September) in Düsseldorf mitteilte. Das Auftragsvolumen beläuft sich demnach auf einen „höheren zweistelligen Millionenbetrag“, wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

Die Instandsetzungsarbeiten hätten bereits an den Rheinmetall-Standorten Unterlüß und Kassel begonnen, bis zu zehn Schützenpanzer pro Monat könnten ausgeliefert werden, erklärte das Unternehmen. Die Auslieferung solle noch in diesem Jahr anlaufen. Mit der geplanten Auslieferung verdopple sich die Zahl der von Deutschland an die Ukraine gelieferten Marder-Panzer auf 80.

Update vom 11. September, 9.25 Uhr: Bei ihrer Ankunft in Kiew betonte Außenministerin Baerbock am Montagmorgen, der Platz der Ukraine sei in der Europäischen Union. „Die Ukraine verteidigt mit enormem Mut und Entschlossenheit auch unser aller Freiheit“, sagte die Grünen-Politikerin. „So wie sich die Ukraine vor uns stellt, kann auch sie sich auf uns verlassen, darauf, dass wir die Erweiterung der EU als notwendige geopolitische Konsequenz aus Russlands Krieg begreifen.“

Ukraine-Kieg: Baerbock in Kiew eingetroffen

Update vom 11. September, 7.30 Uhr: Bundesaußenministern Annalena Baerbock (Grüne) ist zu einem unangekündigten Besuch in der Ukraine eingetroffen. „Die Ukraine verteidigt mit enormem Mut und Entschlossenheit auch unser aller Freiheit“, erklärte Baerbock am Sonntag bei ihrer Ankunft in Kiew. „So wie sich die Ukraine vor uns stellt, kann auch sie sich auf uns verlassen“, fügte die Außenministerin hinzu.

Militärexperte: Chancen für Durchbruch der Ukrainer bei 40 bis 50 Prozent

Update vom 11. September, 6.15 Uhr: Russlands Luftabwehrsysteme fangen nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zwei ukrainische Drohnen über der Region Belgorod ab. Es habe keine Verletzten gegeben, die Trümmer der Drohnen seien auf eine Straße im Bezirk Jakowlewski gefallen, teilt der Gouverneur der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, über Telegram mit. 

Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj berichtet von Fortschritten an der Front

Erstmeldung: Kiew – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von Fortschritten an der Front gesprochen. „In den letzten sieben Tagen gibt es ein Vorankommen“, sagte er am Sonntag in seiner täglichen Videoansprache. Dabei gebe es Bewegung sowohl im Süden der Ukraine im Gebiet Saporischschja, als auch rund um die von Russland besetzte Stadt Bachmut. An anderen Frontabschnitten sei es gelungen, die Positionen gegen russische Angriffe zu verteidigen, fügte er hinzu.

Daneben ging der Staatschef auf die starken russischen Raketen- und Drohnenangriffe der vergangenen Tage ein. Er dankte Feuerwehrleuten, Rettungskräften, Polizisten und Freiwilligen, die in den Städten Kostjantyniwka, Krywyj Rih, Sumy und im Gebiet Odessa geholfen haben, Verschüttete aus den Trümmern zu befreien. In Kostjantyniwka waren bei einem Einschlag 16 Menschen ums Leben gekommen. In Krywyj Rih wurden durch russischen Raketenbeschuss auf eine Polizeistation nach Selenskyjs Angaben eine Person getötet und 60 Menschen verletzt.

Selenskyj bestätigte zudem den russischen Beschuss internationaler Helfer der Rettungsorganisation Road to Relief am Sonntag bei Bachmut nahe der Front. Dabei seien ein Kanadier und eine Spanierin ums Leben gekommen, ein Deutscher und ein Schwede seien verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. „Ihnen wird alle nötige Hilfe geleistet“, sagte Selenskyj.

Ukraine-Krieg: Militärexperte zu aktuellen Lage

Die Ukrainer haben nach Einschätzung des Militärexperten Carlo Masala eine Erfolgschance von 40 bis 50 Prozent, bis zum Ende des Jahres die verbliebenen russischen Abwehrstellungen zu überwinden. „Ja, das ist realistisch“, sagte Masala den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgabe) auf die Frage, ob er die Einschätzung des US-Militärgeheimdienstes Defense Intelligence Agency teile, wonach die Ukraine eine Chance von 40 bis 50 Prozent habe, die verbliebenen russischen Verteidigungslinien bis Ende des Jahres zu durchbrechen. „Das hängt allerdings von mehreren Faktoren ab: Wie reagieren die Russen? Haben sie noch genug Reserven? Werden die Ukrainer die relativ kluge Operationsführung beim Durchbruch durch die ersten beiden Verteidigungslinien fortsetzen? Und: Können Sie ihre Verluste minimieren?“ Entscheidend sei, dass die ukrainischen Streitkräfte die russischen Verbände in Bewegung halten können. „Wenn ihnen das nicht gelingt, haben die Russen die Möglichkeit, sich wieder einzugraben.“

Die Ukrainer benötigten vor allem Nachschub an Munition, Ersatzteilen und Artilleriesystemen. Zur Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der Westen liefere zu langsam Waffen und gefährde damit die Gegenoffensive, sagte Masala: „Dahinter würde ich ein Fragezeichen setzen. Bestimmte Waffen kann die Ukraine nicht ausreichend aus dem Westen bekommen, weil sie nicht vorhanden sind.“ (Mit Agenturmaterial)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Petrov Sergey

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