Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser News-Ticker ist beendet. Über die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg informieren wir in unserem neuen Ticker.
Update vom 18. August, 5.45 Uhr: Über dem Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau ist eine Drohne abgeschossen worden. Das teilte der Bürgermeister der Stadt auf seinem Telegram-Kanal mit. Trümmer seien im Bereich des Expo-Centers niedergegangen, nennenswerte Schäden am Gebäude seien nicht verursacht worden.
Das russische Verteidigungsministerium teilte in seinem Statement auf Telegram mit, die unbemannte Drohne hätte seine Flugbahn geändert, nachdem es von der Luftabwehr ins Visier genommen wurde und sei auf ein Bürogebäude gestürzt.
Ein Ermittler untersucht einen Bereich neben dem beschädigten Wolkenkratzer im Geschäftsviertel „Moscow City“ nach einem Drohnenangriff in Moskau am 30. Juli. (Archivbild)
Ukraine-News: Ukraine startet Rekrutierungskampagne
Update vom 17. August, 23.15 Uhr: Einige Wochen nach Beginn in der Gegenoffensive startet die Ukraine eine Rekrutierungskampagne. In professionell gestalteten Videos beschreiben bekannte Soldaten ihre Ängste, was einem wesentlichen Hindernis bei der Rekrutierung entgegenwirken soll, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Wir sind alle nur Menschen“, sagt Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar. „Wir überwinden diese Angst, um zu gewinnen.“ Zugleich mahnte Maljar alle Bürger im wehrfähigen Alter, dass sie ihrer Pflicht nachkommen und die Einberufungsbehörden über ihre persönlichen Informationen auf dem Laufenden halten müssen. Maljar betonte, dass nicht alle, die sich deshalb meldeten, automatisch eingezogen würden und auch nicht alle Eingezogenen im Kampfgebiet zum Einsatz kämen.
News zum Ukraine-Krieg: Kiews Truppen wollen zwei russische „Alligatoren“ abgeschossen haben
Update vom 17. August, 20.20 Uhr: Ukrainische Soldaten sollen am heutigen Morgen zwei russische Ka-52-Hubschrauber abgeschossen haben. Das berichtet Ukrajinska Prawda unter Berufung auf die 47. Mechanisierte Brigade der ukrainischen Streitkräfte, die den Angriff über Facebook vermeldete. Die Abschüsse hätten sich jeweils in den Regionen Saporischschja und an der Bachmut-Front zugetragen. Ein Ka-52-Hubschrauber soll etwa 16 Millionen US-Dollar kosten. Das Modell ist als „Alligator“ bekannt.
Ukraine-Krieg: „Asow“-Brigade wieder an der Front
Update vom 17. August, 17.40 Uhr: Die umstrittene ukrainische Nationalgarde-Brigade „Asow“ ist nach Angaben aus Kiew neu aufgestellt worden und wieder im Fronteinsatz gegen russische Truppen in der Ostukraine. „Die legendäre Spezialbrigade ‚Asow‘ hat mit Kampfeinsätzen im Gebiet des Waldes von Serebrjanka begonnen“, sagte der für die Einsatzplanung der Nationalgarde zuständige Oberst Mykola Urschalowytsch gemäß einer Mitteilung am Donnerstag. Serebrjanka liegt in der Region Luhansk. Zur Brigade gehöre auch eine Artillerieeinheit.
Die 2014 von Rechtsextremisten gegründete Freiwilligeneinheit diente der russischen Propaganda lange Zeit als Beispiel für eine angebliche „Naziherrschaft“ in der Ukraine. Moskau hatte den Einmarsch in das Nachbarland vor über 17 Monaten auch mit einer „Entnazifizierung“ begründet. Bei den Kämpfen um die Hafenstadt Mariupol war das damalige Regiment „Asow“ eingekesselt worden, die Überlebenden gerieten in russische Gefangenschaft. Vor allem Schwerverwundete wurden später gegen gefangene Russen ausgetauscht.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Mehrere in die Türkei überstellte „Asow“-Offiziere kehrten Anfang Juli nach einem Besuch von Wolodymyr Selenskyj wieder in ihre Heimat zurück. Der ursprünglichen Vereinbarung nach sollten sie bis zum Kriegsende in der Türkei bleiben. Russland hat die Rückkehr der Kämpfer in die Ukraine als Bruch der Vereinbarung kritisiert.
Ukraine-Krieg: Russland verliert Kontrolle über Dorf – und greift wieder an
Update vom 17. August, 15.30 Uhr: Russische Truppen versuchen offenbar, das erst gestern von der Ukraine für befreit erklärte Dorf Urozhaine zu stürmen und zurückzuerobern – allerdings ohne Erfolg. Das teilte Mykola Urschalowitsch von der ukrainischen Nationalgarde in einem Briefing mit, berichtet Ukrajinska Prawda.
„Die Einheiten der Nationalgarde führten die Räumung und Entminung der befreiten Siedlung durch. Derzeit sichern sie ihre Stellungen und wehren Gegenangriffe der feindlichen Angriffstruppen ab, die versuchen, verlorenes Gelände zurückzugewinnen“, sagte Urschalowitsch demnach. Urozhaine liegt in der Oblast Saporischschja, etwa 100 Kilometer südwestlich der russisch besetzten Großstadt Donezk. Die Befreiung des Dorfs hatte am Mittwochmorgen Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar verkündet.
Ukraine-Krieg: Russland meldet Abschuss mehrerer Panzer
Update vom 17. August, 13.45 Uhr: Die russische Armee meldet einen erfolgreichen Vorstoß in der Oblast Donezk. Die Ukraine habe bei den Gefechten vier Stryker-Schützenpanzer verloren, schreibt unter anderem die Agentur RIA unter Berufung auf Sergej Schoigus Verteidigungsministerium. Es ist das erste Mal, dass Russland Treffer gegen die von den USA bereitgestellten Stryker-Panzer verkündet.
Update vom 17. August, 11.00 Uhr: Nach der Befreiung des ukrainischen Dorfes Uroschajne im Gebiet Saporischschja ist die ukrainische Armee eigenen Angaben zufolge weiter vorgerückt. „Im Abschnitt südlich von Uroschajne hatten sie Erfolg und sie setzen sich auf den neu erreichten Positionen fest“, sagte der Sprecher des Generalstabs, Andrij Kowaljow, am Donnerstag (17. August) einer Mitteilung zufolge. Die ukrainische Artillerie bekämpfe gegnerische Ziele und dabei insbesondere Stellungen feindlicher Geschütze.
An den Ostabschnitten der Front bei Kupjansk und Lyman seien zudem russische Angriffe abgewehrt worden. „Der Gegner hat erfolglose Angriffshandlungen im Bereich von Senkiwka im Gebiet Charkiw und Bohdaniwka im Gebiet Donezk unternommen“, sagte Kowaljow. Die „schweren Kämpfe“ dauerten an.
Ukraine-Krieg: Russland meldet Abwehr von Drohnenangriff
Update vom 17. August, 9.35 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Streitkräfte hätten am Donnerstagmorgen einen ukrainischen Drohnenangriff auf russisches Territorium vereitelt, berichtete die Nachrichtenagentur RIA.
Interfax meldete unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, dass eine Drohne über der südrussischen Region Belgorod abgeschossen worden sei.
Ukraine-Krieg: Deutschem Schiff gelingt Ausfahrt aus Odessa
Erstmeldung: Kiew – Mehrere Stunden nach dem Auslaufen aus dem südukrainischen Hafen Odessa hat das deutsche Frachtschiff „Joseph Schulte“ den ukrainischen Teil des Schwarzen Meeres erfolgreich durchquert. Die USA kritisieren derweil die jüngsten russischen Angriffe auf ukrainische Donau-Häfen.
„Ich kann bestätigen, dass das Schiff die ukrainischen Gewässer verlassen hat“, teilte eine Sprecherin der Reederei Bernhard Schulte in Hamburg am Mittwochabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Laut dem Schiffsinformationsdienst Marine Traffic fuhr der Frachter „Joseph Schulte“ zu diesem Zeitpunkt in rumänischen Gewässern unweit des Ortes Sfântu Gheorghe.
Wenig später verkündete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der früher als Twitter bekannten Plattform X: „Die Ukraine hat einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer getan.“
Das Schiff unter der Flagge von Hongkong hatte einen Tag vor Beginn der russischen Invasion in Odessa festgemacht und dann wegen des Angriffskriegs anderthalb Jahre dort festgesessen. Am Mittwochmorgen verließ es den Hafen - und nutzte dabei als erstes Schiff einen von der Ukraine eingerichteten temporären Korridor, der von und zu ukrainischen Seehäfen führt. Er kann von Handelsschiffen auf eigenes Risiko genutzt werden.
Selenskyj: Ukraine steigert Drohnenproduktion im Ukraine-Krieg
Selenskyj betonte in einer Videoansprachedie Bedeutung von Drohnen für die Verteidigung seines Landes. „Drohnen sind die ‚Augen‘ und der Schutz an der Front. (…) Drohnen sind eine Garantie dafür, dass Menschen nicht mit ihrem Leben bezahlen müssen in Fällen, in denen Drohnen eingesetzt werden können“, sagte er. Die Ukraine sei dabei, die Produktion der unbemannten Objekte erheblich zu steigern. Selenskyj unterstrich auch, wie wichtig Drohnen-Lieferungen durch internationale Partner seien.
USA: Putin ist die weltweite Ernährungssicherheit egal
Die USA verurteilten derweil die russischen Angriffe auf ukrainische Häfen an der Donaumündung, die für den Getreideexport wichtig sind. Kremlchef Wladimir Putin sei die weltweite Ernährungssicherheit egal, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die Angriffe führten zu einer weiteren Eskalation der globalen Ernährungskrise und hielten die Lebensmittelpreise hoch. Das treffe diejenigen, die besonders auf das Getreide angewiesen seien, und ukrainische Landwirte. (mit Agenturen)