Update, 4. April, 5.11 Uhr: Das Ringen um ein Ende vom Ukraine-Krieg bleibt zäh: US-Präsident Donald Trump wird wohl erst mal kein weiteres Gespräch mit Wladimir Putin führen. Sein innerer Beraterkreis habe ihm vorerst von einem Telefonat abgeraten, berichtet der US-Sender NBC News. Russland sollte sich laut Trumps Beratern erst zu einem vollständigen Waffenstillstand mit der Ukraine verpflichten. Erst am Sonntag hatte Trump noch angekündigt, in dieser Woche noch mit Putin sprechen zu wollen.
Ukraine-News: Europa hingt bei Rüstung Russland hinterher
Update, 21.57 Uhr: Russland hat einer britischen Denkfabrik zufolge seine Rüstungsproduktion im Zuge des Ukraine-Kriegs deutlich erfolgreicher hochgefahren als Europa. Das geht aus einem Bericht des Londoner „Royal United Services Institute“ (RUSI) hervor. Das sei nicht nur für die Ukraine ein großes Problem, warnen die Autoren.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Verbrechen im Ukraine-Krieg: USA unterstützen Ermittlungsgruppe nicht mehr
Update, 20.33 Uhr: Die US-Regierung zieht sich aus einer internationalen Ermittlungsgruppe zu russischen Kriegsverbrechen zurück. Der Schritt sei bereits vor einigen Wochen von Donald Trump angekündigt worden, sagte Michael Schmid, Präsident der EU-Justizbehörde Eurojust, am Donnerstag. Im US-Justizministerium gebe es „geänderte Prioritäten“. Schmid erklärte weiter, man bedauere den Schritt der USA. Das internationale Zentrum für die Strafverfolgung des Verbrechens der Aggression gegen die Ukraine (ICPA) hatte im Juli 2023 seine Arbeit aufgenommen. Bis Januar 2025 sammelte die Ermittlungsgruppe nach eigenen Angaben rund 3700 Beweisstücke aus 16 Ländern, die für mögliche Prozesses wegen Kriegsverbrechen genutzt werden könnten.
Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten
Selenskyj deutet Kursk-Offensive der Ukraine als Erfolg
Update, 20.29 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj deutet die Kursk-Offensive trotz Rückzug als Erfolg für die Ukraine. „Es ist absolut fair, den Krieg dorthin zu verlagern, wo er herkommt“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.
Er zeichnete das Video nach eigenen Angaben in der ukrainischen Grenzregion Sumy auf, von der aus die Ukrainer im August 2024 auf russisches Gebiet vorgedrungen waren. Mit den Kommandeuren der noch in Kursk kämpfenden Einheiten habe er besprochen, welche Ausrüstung und Unterstützung sie benötigten. „Wir arbeiten daran, unsere Stellungen zu schützen“, sagte Selenskyj.
Update, 19.27 Uhr: Die Ukraine fordert von der Nato verstärkten Druck auf Russland zur Umsetzung einer Friedenslösung. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha betonte dies bei einem Auftritt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel, bevor Beratungen mit seinen Nato-Kollegen anstanden. Er erklärte, dass sein Land den US-Vorschlag für einen 30-tägigen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen angenommen habe, wohingegen der russische Präsident Wladimir Putin Bedingungen stelle. „Russland muss es mit dem Frieden ernst meinen. Dafür ist es an der Zeit, den Druck auf Moskau zu erhöhen“, fügte er hinzu.
„Dies ist ein historischer und entscheidender Moment für die Zukunft der Ukraine und Europas“, sagte Sybiha. „Er erfordert unsere Stärke, unser Engagement und unsere Einheit. Und ich bin sicher, dass wir sie finden werden.“ Im Kontext der Diskussion über die von US-Präsident Donald Trump verkündeten neuen Handelszölle mahnte der ukrainische Außenminister, man dürfe „nicht vergessen, dass in Europa ein echter Krieg tobt. Russland bleibt eine existenzielle Bedrohung für Europa.“
Update, 18.42 Uhr: Russland hat nach US-Angaben im Ukraine-Krieg bislang mehr als 4000 Panzer verloren. Die Zahl zerstörter Panzer entspreche beinahe dem US-Kontingent an Panzern, erklärte der oberste US-General in Europa, Christopher Cavoli, am Donnerstag in einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des US-Senats in Washington.
Der Offizier wurde von den Senatoren gefragt, welche Konsequenzen es für die ukrainische Armee haben würde, wenn die USA ihre Militärhilfe und ihre Unterstützung mit Geheimdienstinformationen weiter herunterfahren würden. „Das würde sicherlich einen schnellen und schädlichen Effekt hinsichtlich ihrer Kampfkraft haben“, sagte Cavoli. Die ukrainischen Streitkräfte seien auf die US-Unterstützung angewiesen, um russische Raketen abzufangen, und bräuchten die Geheimdienstinformationen, um russische Kommandoposten und Logistik zu treffen.
Selenskyj bekräftigt Friedenswillen der Ukraine – Der Ball liegt bei Russland und Putin
Update, 17.43 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich über einen möglichen Frieden zwischen Russland und der Ukraine. Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrainska Pravda zitiert den Präsidenten bei einem Treffen in der Region Tschernihiw: „Wir wollen ein schnelles Ende des Krieges. So schnell wie möglich.“
Weiter erklärte er, der Ball sei nun im Feld der Russen: „In Saudi-Arabien haben wir einem bedingungslosen Waffenstillstand zugestimmt. Die Russen haben dem bislang nicht zugestimmt, das sehen wir.“ Nun müsse man mehr Druck auf Russland und Kreml-Chef Wladimir Putin ausüben. „Ich denke, dass dies in den nächsten Wochen, vielleicht Monaten, möglich ist.“
Putin-Vertrauter in Washington, um für Aufhebung der Sanktionen zu werben
Update, 14.36 Uhr: Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs wirbt ein Vertrauter von Kreml-Chef Wladimir Putin in Washington bei Treffen mit US-Spitzenbeamten um eine teilweise Aufhebung der Sanktionen. Der Chef des staatlichen Russischen Fonds für Direktinvestitionen (RFDI), Kirill Dmitrijew, teilte nach seiner Ankunft in seinem Telegram-Kanal einen Medienbericht, nach dem Moskau US-Präsident Donald Trump gebeten habe, „einige der Sanktionen aufzuheben – im Rahmen der Verhandlungen über eine Waffenruhe unter Vermittlung der USA“.
Update, 12.00 Uhr: Der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zufolge deckt die EU bereits die Hälfte des Bedarfs an Munition der Ukraine. „Wir müssen der Ukraine so schnell wie möglich die Hilfe zukommen lassen. Präsident Selenskyj hat gesagt, dass sie fünf Milliarden brauchen, um mindestens zwei Millionen Schuss zu haben“, sagte sie in Warschau.
Update, 11.00 Uhr: Nach dem russischen Raketenschlag auf die Industriestadt Krywyj Rih hat die Ukraine die Zahl der Verletzten von 10 auf 17 nach oben korrigiert. Zudem kostete der Angriff auf die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vier Menschen das Leben.
Russland startet zahlreiche Angriffe im Ukraine-Krieg
Erstmeldung: Kiew – Der Ukraine-Krieg dauert mit unverminderter Härte an. In seinem Lagebericht am Morgen sprach der ukrainische Generalstab von mehr als 200 Gefechten im gesamten Kriegsgebiet. Demnach starteten die russischen Truppen in den vergangenen 24 Stunden allein an der Pokrowsk-Front insgesamt 80 Angriffe. Zudem berichtete das ukrainische Militär von 39 russischen Drohnenangriffen in der vergangenen Nacht. 28 Drohnen seien abgeschossen worden.
Unterdessen hat der ukrainische Generalstab neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht. Demnach sollen in den vergangenen 24 Stunden rund 1390 russische Soldaten getötet oder schwer verletzt worden sein. Die Gesamtzahl der Opfer erhöhte sich demnach auf knapp 919.570 tote und verwundete Soldaten. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Weitere Angaben zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg im Überblick:
Gute News aus dem Ukraine-Krieg: Elf verschleppte ukrainische Kinder sind wieder zu Hause
Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nach Angaben aus Kiew sind elf Kinder, die aus der Ukraine nach Russland verschleppt wurden, wieder zu Hause. Der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, dankte dem Büro des ukrainischen Ombudsmannes für seine Hilfe bei der Rückführung der Kinder. Von den russischen Behörden gab es keine unmittelbare Stellungnahme.
Nato-Treffen in Brüssel dreht sich auch um den Ukraine-Krieg
Heute und morgen kommen die Außenministerinnen und Außenminister der Nato zu einem zweitägigen Treffen in Brüssel zusammen. Für Deutschland nimmt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) teil. Bei dem Treffen dürfte es auch um die Lage in der Ukraine und die Verhandlungen um eine Waffenruhe gehen, die die US-Politik derzeit mit Moskau und Kiew führt.