News-Ticker Ukraine-Krieg

Bachmut-Einnahme in Kürze? Putins Truppen für Ukraine leichtere Gegner als „unbequeme“ Wagner-Söldner

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Ein ukrainischer Oberst äußert sich zur laufenden Gegenoffensive. Russland greift bei Kupjansk an. Der News-Ticker.

Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuellen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine können Sie in unserem neuen News-Ticker verfolgen.

Update vom 18. Juli, 22.20 Uhr: Das US-Militär widerspricht Behauptungen, die Gegenoffensive der Ukraine sei gescheitert. Dies sei keineswegs der Fall, erklärte am Dienstag Generalstabschef Mark Milley bei einer Pressekonferenz: „Es ist weit davon entfernt, gescheitert zu sein. Ich denke, es ist viel zu früh, um so eine Einschätzung abzugeben. (...) Es wird lang dauern. Es wird schwer werden. Es wird blutig sein.“ Für die ukrainischen Vorstöße kursierten verschiedene Szenarien. Auf dem Papier sei es aber anders als in der Realität, in der komplexe Minenfelder, Stacheldraht und russische Schützengräben überwunden werden müssten. „Der echte Krieg ist unberechenbar.“

Russische Offensive in Kupjansk soll Schwächen zeigen

Update vom 18. Juli, 20.30 Uhr: Russlands neue Offensive in Richtung Kupjansk im Nordosten der Ukraine soll nicht so verlaufen wie erhofft. Das berichtet die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar auf Telegram. „Die Offensive des Feindes an der Kupjansker Front ist derzeit erfolglos“, teilte sie mit. Auch in Bachmut hätten derzeit die ukrainischen Truppen die Oberhand. Maljar warnte jedoch vor russischen Minenfeldern: „An der Südflanke um Bachmut sind unsere Truppen heute, wie an allen Tagen zuvor, vorgerückt. Die Kämpfe an der Nordflanke wurden heute fortgesetzt. Der Feind versucht, verlorene Stellungen zurückzuerobern. Unsere Soldaten haben es mit dicht verminten Gebieten und intensivem feindlichen Feuer zu tun.“

Ukraine kämpft lieber gegen Putins Truppen als gegen „unbequeme“ Wagner-Söldner

Update vom 18. Juli, 16.35 Uhr: Den ukrainischen Verteidigern soll es leichter fallen, bei Bachmut gegen die regulären russischen Truppen zu kämpfen, als gegen die Wagner-Söldner, die „unbequeme Feinde“ seien und die Stadt im vergangenen Jahr eingenommen hatten. Das teilte Oberst Oleksandr Bakuli der BBC mit. Mit „ein wenig Anstrengung“ könnten Kiews Truppen Bachmut in Kürze einnehmen, sagte er. Die Zahl der ukrainischen Verluste sei zudem während der Gegenoffensive niedriger als bei der Verteidigung der Stadt 2022. Der eher langsame Vormarsch habe zu einer besseren Moral beigetragen, sodass „die Verluste leichter zu ertragen sind“, sagte Bakulin.

Russische Soldaten auf dem Weg zur Front. (Archivbild)

Angriff auf Odessa als russischer „Vergeltungsschlag“

Update vom 18. Juli, 11.55 Uhr: Bei dem Angriff auf den Hafen der ukrainischen Stadt Odessa (siehe Meldung von 6.30 Uhr) handelt es sich nach Angaben aus Moskau um einen „Vergeltungsschlag“ für den ukrainischen Angriff auf die Krim-Brücke über die Straße von Kertsch. Die russische Armee habe in der Nacht einen Gegenschlag gestartet „auf Einrichtungen, in denen Terror-Akte gegen Russland unter Verwendung von Marinedrohnen vorbereitet wurden“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag (18. Juli).

Dabei sei auch der Herstellungsort der Drohnen in einer Werft nahe Odessa getroffen worden, hieß es weiter. Die strategisch wichtige Brücke über die Straße von Kertsch war in der Nacht zum Montag angegriffen worden.

Russland geht im Ukraine-Krieg die Munition aus

Update vom 18. Juli, 9.45 Uhr: Die russischen Besatzungstruppen in der Südukraine müssen nach Einschätzung britischer Militärexperten ihre Artilleriemunition rationieren, um einsatzbereit zu bleiben. Dennoch sei es den Ukrainern trotz Angriffen auf mindestens zwei Achsen bisher wohl nicht gelungen, die primären russischen Verteidigungslinien dort zu durchbrechen, hieß es am Dienstag (18. Juli) im täglichen Kriegs-Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London.

Ein ukrainischer Brückenkopf auf der von Russland besetzten Seite des Dnipro-Flusses im Oblast Cherson stelle eine zusätzliche Herausforderung für die russischen Kommandeure dar. Diese seien „wahrscheinlich besorgt über die Anfälligkeit ihrer südwestlichen Flanke“, so die Mitteilung der Briten weiter.

Russische Angriffe auch im Süden und Osten der Ukraine

Update vom 18. Juli, 6.30 Uhr: Russland hat ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag (18. Juli) verstärkt den Süden und Osten der Ukraine mit Drohnen und möglicherweise ballistischen Raketen angegriffen. Die Hafenstadt Odessa sowie die Regionen Mykolajiw, Donezk, Cherson, Saporischschja und Dnipro waren unter russischem Drohenbeschuss, teilte die ukrainische Luftwaffe auf der Nachrichten-App Telegram mit. Bei Angriffen auf die Regionen Poltawa, Tscherkassy, Dnipro, Charkiw und Kirowohradska könnten ballistische Waffen zum Einsatz gekommen sein. Russland äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

In mehreren ukrainischen Regionen ertönte in der Nacht stundenlang Luftalarm. Gegen 04:30 Uhr Ortszeit wurde die Warnung aufgehoben. Im Hafen von Mykolajiw sei ein Feuer ausgebrochen, sagte der Bürgermeister der Stadt, Oleksandr Sjenkewytsch, auf Telegram. Die Lage sei ernst. Der Leiter der Militärverwaltung der Region Odessa, Oleh Kiper, erklärte, dass die Luftabwehr mehrere Angriffswellen abgefangen habe. Einzelheiten zu dem nächtlichen Drohnenangriff auf Odessa werden im Laufe des Vormittags bekannt gegeben, teilte Serhij Bratschuk, Sprecher der ukrainischen Militärverwaltung von Odessa, mit.

Russland startet neue Offensive im Nordosten

Update vom 17. Juli, 23 Uhr: Seit der von Russland gestarteten Offensive im Nordosten der Ukraine sollen sich die beiden Feinde täglich schwere Kämpfe liefern. Wie die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maliar auf Telegram schreibt, seien seit zwei Tagen eine große Anzahl an russischen Truppen in der Region Charkiw im Kupiansk-Sektor in der Offensive.

„Wir verteidigen uns. Schwere Kämpfe finden statt, und die Stellungen beider Seiten ändern sich mehrmals täglich dynamisch“, so Maliar weiter. Laut Angaben eines ukrainischen Militärsprechers im Fernsehen habe Russland mehr als 100.000 Soldaten sowie 900 Panzer vor Ort versammelt. Die Ukraine versucht sich gegen die neuen Angriffe zu verteidigen.

Update vom 17. Juli, 20.35 Uhr: Die russischen Streitkräfte starten offenbar eine neue Offensive. Das teilte der ukrainische Befehlshaber Oleksandr Syrskyj laut ukrainischen Medienberichten am Montag mit. Der Vorstoß werde in Richtung der Stadt Kupjansk in der Oblast Charkiw im Nordosten des Landes erfolgen, sagte Syrskyj. Man würde entsprechende Vorbereitungen treffen und die militärischen Pläne anpassen, hieß es.

Derweil kommt die ukrainische Offensive im Süden und Osten nicht so schnell voran wie erhofft. Vor allem russische Minenfelder machen den ukrainischen Truppen zu schaffen.

Putin hält nach Krim-Attacke Sondersitzung ab

Update vom 17. Juli, 16.51 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin wird aufgrund der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg eine Sondersitzung im Kreml abhalten. Das bestätigte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax. In dem Treffen soll vor allem die Lage auf der Krim-Halbinsel nach dem Angriff auf die dortige Kertsch-Brücke besprochen werden.

Update vom 17. Juli, 15.45 Uhr: Ein russischer Su-25-Kampfjet ist in einem Gebiet in der Nähe der Ukraine ins Asowsche Meer abgestürzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Behördenangaben. Der Vorfall habe sich in der Nähe der Stadt Jejsk ereignet, wie die lokalen Behörden in der russischen Region Krasnodar miteilen. Der Pilot habe sich zunächst mit dem Schleudersitz retten können und sei aus dem Wasser gezogen worden. Der russische Telegram-Kanal Baza berichtet nun, der Pilot sei gestorben. Ein Motorschaden sei für den Absturz verantwortlich.

Tote bei russischem Angriff im Nordosten der Ukraine

Update vom 17. Juli, 15.30 Uhr: Mindestens zwei Menschen sind bei einem russischen Raketenangriff im Nordosten der Ukraine getötet worden. Das teilte die Militärverwaltung der Oblast Sumy am Montagnachmittag laut der Online-Zeitung Ukrajinska Prawda mit. Der Angriff sei zwischen 12.35 und 12.39 Uhr auf die Kleinstadt Bilopillja erfolgt. Ein Verwaltungsgebäude sei dabei zerstört worden. Wie viele Opfer es insgesamt gibt, ist noch nicht endgültig geklärt. Um 15 Uhr war von zwei Toten und mindestens fünf verletzten Einsatzkräften die Rede.

Tschetschenen angeblich im Kampf gegen Russland

Update vom 17. Juli, 15 Uhr: Am ukrainischen Kampf gegen Russland beteiligen sich nun offenbar auch Freiwillige aus Tschetschenien. Ein Video des ukrainischen Geheimdienstes soll zeigen, wie tschetschenische Einheiten einen russischen Lastwagen in einen Hinterhalt und unter Beschuss nehmen. Wo oder wann das Video aufgezeichnet wurde, wird nicht genannt. Die Echtheit der Aufnahmen lässt sich ebenfalls nicht überprüfen.

Update vom 17. Juli, 12.40 Uhr: Russland will mit dem Westen weiter im Dialog bleiben. Russland wisse, dass die Nato und die USA der Ukraine Geheimdienstinformationen zukommen ließe, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow. Das sei aber kein Grund, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen. In dringlichen Fälle brauche es Kommunikationskanäle.

Ukraine Piloten bereit zur Ausbildung an Kampfjets

Update vom 17. Juli, 11.48 Uhr: Die erste Gruppe ukrainischer Piloten ist bereit zum Training an den Kampfjets vom Typ F16 im Ausland. „Wir warten, dass die erste Gruppe ausreist und dann folgt die zweite“, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat am Montag (17. Juli) im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Ukraine. Insgesamt sollen mehrere Dutzend Ukrainer an den Kampfjets des US-Typs ausgebildet werden. Technisches Personal werde ebenfalls geschult.

In welchem Land die Ausbildung stattfinden werde, sagte Ihnat nicht. Im Juni hatten die Niederlande erklärt, dass die Ausbildung ukrainischer Piloten in nächster Zeit beginnen werde. Die Ukraine verteidigt sich seit fast 17 Monaten gegen eine russische Invasion. Kiew hatte lange auf die Lieferung westlicher Kampfjets gedrängt. Diese seien notwendig, um die russische Luftüberlegenheit zu brechen, hieß es. Bisher kämpft die ukrainische Luftwaffe mit veralteten Kampfflugzeugen aus sowjetischer Produktion.

Krieg in der Ukraine: Kiew meldet Gebietsgewinne

Update vom 17. Juli, 11.35 Uhr: Die Ukraine hat durch ihre Gegenoffensive im Krieg gegen Russland eigenen Angaben zufolge im Lauf der vergangenen Woche insgesamt 18 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet zurückerobert. Dazu gehörten sieben Quadratkilometer nahe der zerstörten ostukrainischen Stadt Bachmut und weitere elf Quadratkilometer im Süden des Landes, teilte die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar am Montag (17. Juli) im Onlinedienst Telegram mit. Seit Beginn der Gegenoffensive Anfang Juni haben die Streitkräfte Maljar zufolge insgesamt 210 Quadratkilometer zurückgewonnen - 180 davon im Süden und 30 im Osten.

Angriff auf Krim-Brücke laut Moskau terroristischer Akt

Update vom 17. Juli, 10.21 Uhr: Russland beschuldigt die Ukraine, die USA und Großbritannien hinter dem Angriff auf die Krim-Brücke zu stecken. Beweise legte die Sprecherin des russischen Außenministeriums nicht vor. „Der Angriff auf die Krim-Brücke heute wurde von dem Regime in Kiew verübt. Bei diesem Regime handelt es sich um ein terroristisches und es weist alle Merkmale einer international organisierten Verbrecherbande auf“, sagte Maria Sacharowa. „Die Entscheidungen fällen ukrainische Politiker und das Militär mit unmittelbarer Hilfe von amerikanischen und britischen Geheimdiensten und Politikern.“

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update vom 17. Juli, 9:30 Uhr: Hinter dem Angriff auf die Brücke zwischen Russland und der annektierten Halbinsel Krim stecken nach Angaben aus Kiew die ukrainische Marine und ukrainische Spezialkräfte. Die Attacke in der Nacht zum Montag sei eine „Spezialoperation“ des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU und der Marine gewesen, erfuhr AFP am Montag aus SBU-Kreisen. Dabei seien Marinedrohnen zum Einsatz gekommen. Nach Angaben der russischen Ermittler wurden bei dem Angriff zwei Zivilisten getötet.

Nach dem Angriff auf die Straßenbrücke von Russland zur Krim sagte der Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Andrij Jussow, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Kiew: „Man kann nur die Worte des Militärgeheimdienstchefs Kyrylo Budanow zitieren, dass ‚die Krimbrücke eine überflüssige Konstruktion ist‘“.

Moskau spricht von „Terrorakt“ nach Angriff auf Krim-Brücke

Update vom 17. Juli, 8:30 Uhr: Der von Russland eingesetzte Präsident des Parlaments der Krim beschuldigt die Ukraine für den Vorfall auf der Krim-Brücke verantwortlich zu sein. Es stecke das „terroristische Regime“ der Ukraine dahinter, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur RIA den Parlamentschef. Die Zugschienen auf der Brücke seien nicht beschädigt worden.

Der Zugververkehr über die Krim-Brücke ist einem Agenturbericht zufolge wieder angelaufen. Ein Zug habe den Bahnhof von Kertsch verlassen und sei über die Brücke auf dem Weg nach Moskau, berichtet die Agentur Tass.

Explosion auf Krim-Brücke: Zwei Menschen getötet

Update vom 17. Juli, 7:00 Uhr: Der Verkehr auf der Brücke zwischen der Halbinsel Krim und dem russischen Festland ist nach Explosionen unterbrochen worden. Es gebe eine „Notsituation“, teilten russische Behördenvertreter am frühen Montag (17. Juli) mit. Die ukrainische Nachrichtenagentur RBC-Ukraine meldete, auf der Brücke seien Explosionen zu hören gewesen. Im Kurznachrichtendienst Telegram hieß es im der Söldnergruppe Wagner zugeschriebenen Benutzerkonto „Grauzone“, dass es um 03.04 Uhr und 03.20 Uhr Ortszeit zwei Einschläge auf der Brücke gegeben habe.

Zwei Menschen seien bei dem Vorfall getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium der russischen Region Krasnodar mit. Ein Mädchen sei verletzt worden. Der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, erklärte, bei den Toten handele es sich um die Eltern des Kindes. Nach Angaben vom Gouverneur der russisch besetzten Krim, Sergej Aksjonow, hat sich der Notfall am 145. Pfeiler der Brücke ereignet. Weitere Einzelheiten blieben zunächst offen. 

Explosion auf Brücke zur Krim – Lage unübersichtlich

Update vom 17. Juli, 5:45 Uhr: Rund neun Monate nach der schweren Explosion auf der Kertsch-Brücke zwischen Russland und der von Moskau besetzten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim ereignete sich dort nach russischen Angaben ein „Notfall“. Der Verkehr sei deswegen im Bereich des 145. Stützpfeilers der Brücke gestoppt worden, teilte der Chef der besetzten Krim, Sergej Aksjonow, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass am Montag auf Telegram mit. Er machte keine Angaben zur Art des „Notfalls“.

Die rund 19 Kilometer lange Kertsch-Brücke auf die Krim war im Oktober 2022 bei einer Explosion schwer beschädigt worden, wurde aber wieder repariert. Ende Mai räumte der ukrainische Geheimdienst erstmals eine Beteiligung an der Explosion ein.

Aksjonow forderte die Bewohner auf, Ruhe zu bewahren. Bewohner der Region und Touristen sollten einen alternativen Landweg durch die von Russland besetzten Regionen in der Südukraine wählen. Auf der Halbinsel kommt es immer wieder zu Drohnen-Angriffe von ukrainischer Seite. Kiew hat angekündigt, die Krim zurückerobern zu wollen. Trotz der angespannten Sicherheitslage und langer Kontrollen zieht es russische Urlauber Medienberichten aus Russland zufolge wieder in großer Zahl auf die Krim, die für Urlauber nur per Bahn oder Auto erreichbar ist.

Russland mit hohen Verlusten: Kiew gibt neue Zahlen heraus

Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu russischen Verlusten veröffentlicht. Demnach seien innerhalb eines Tages 500 russische Soldaten getötet worden. Die Gesamtzahlen Kiews weichen stark von denen unabhängiger Beobachter ab. Zudem hätten die ukrainischen Streitkräfte weitere fünf Panzer, sieben Kampffahrzeuge und 18 Artilleriesysteme Russlands außer Gefecht gesetzt. Die Zahlen im Überblick:

  • Soldaten: 237.680 (+500)
  • Flugzeuge: 315
  • Hubschrauber: 310
  • Panzer: 4107 (+5)
  • Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8026 (+7)
  • Artilleriesysteme: 4481 (+18)
  • Quelle: Auszug der Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 16. Juli 2023
  • Anm.: Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien sind bisher im Ukraine-Krieg mindestens 47.000 russische Soldaten getötet worden. Das habe eine Datenanalyse ergeben, die sich auf die Zahl der eröffneten Erbfälle und die Statistik der Übersterblichkeit im vergangenen Jahr stützt, berichtete das an der Auswertung beteiligte Internetportal Meduza am Montag (10. Juli). Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden.

Russische Angriffe bei Kupjansk: Situation für Ukraine „verschlechtert“

Update vom 17. Juli, 17.45 Uhr: Die Situation für die ukrainischen Streitkräfte soll sich „etwas verschlechtert“ haben. Das teilte Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar via Telegram mit. „Der Feind rückt seit zwei Tagen aktiv in Richtung Kupjansk in der Region Charkiw vor. Wir sind in der Defensive. Es finden heftige Kämpfe statt, die Positionen der Parteien ändern sich mehrmals am Tag dynamisch“, teilte sie mit.

Kupjansk befindet sich im Nordosten der Ukraine. Kurz nach Kriegsbeginn wurde die Kleinstadt von russischen Soldaten besetzt und im September 2022 von der Ukraine wieder zurückerobert. Seit Wochen sieht sich die Ukraine hier Angriffen der russischen Armee ausgesetzt, die versucht, Richtung Kupjansk vorzustoßen. Bislang verschob sich die Frontlinie kaum. Maljars Botschaft deutet jedoch an, dass sich nun etwas geändert haben könnte. Weiter im Süden sehe es für die Ukraine besser aus: „Wir rücken allmählich in Richtung Bachmut vor. An der südlichen Flanke um Bachmut gibt es einen täglichen Vorstoß“, schrieb Maljar. Die ukrainische Gegenoffensive konzentriere sich vor allem auf die Region Saporischjschja und um Bachmut. (Mit Agenturmaterial)

Rubriklistenbild: © Vasily Deryugin/dpa

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