Die verarbeiteten Informationen, insbesondere zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg, stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich deshalb nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuellen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine können Sie in unserem neuen News-Ticker verfolgen.
Update vom 18. Juli, 22.20 Uhr: Das US-Militär widerspricht Behauptungen, die Gegenoffensive der Ukraine sei gescheitert. Dies sei keineswegs der Fall, erklärte am Dienstag Generalstabschef Mark Milley bei einer Pressekonferenz: „Es ist weit davon entfernt, gescheitert zu sein. Ich denke, es ist viel zu früh, um so eine Einschätzung abzugeben. (...) Es wird lang dauern. Es wird schwer werden. Es wird blutig sein.“ Für die ukrainischen Vorstöße kursierten verschiedene Szenarien. Auf dem Papier sei es aber anders als in der Realität, in der komplexe Minenfelder, Stacheldraht und russische Schützengräben überwunden werden müssten. „Der echte Krieg ist unberechenbar.“
Russische Offensive in Kupjansk soll Schwächen zeigen
Update vom 18. Juli, 20.30 Uhr: Russlands neue Offensive in Richtung Kupjansk im Nordosten der Ukraine soll nicht so verlaufen wie erhofft. Das berichtet die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar auf Telegram. „Die Offensive des Feindes an der Kupjansker Front ist derzeit erfolglos“, teilte sie mit. Auch in Bachmut hätten derzeit die ukrainischen Truppen die Oberhand. Maljar warnte jedoch vor russischen Minenfeldern: „An der Südflanke um Bachmut sind unsere Truppen heute, wie an allen Tagen zuvor, vorgerückt. Die Kämpfe an der Nordflanke wurden heute fortgesetzt. Der Feind versucht, verlorene Stellungen zurückzuerobern. Unsere Soldaten haben es mit dicht verminten Gebieten und intensivem feindlichen Feuer zu tun.“
Ukraine kämpft lieber gegen Putins Truppen als gegen „unbequeme“ Wagner-Söldner
Update vom 18. Juli, 16.35 Uhr: Den ukrainischen Verteidigern soll es leichter fallen, bei Bachmut gegen die regulären russischen Truppen zu kämpfen, als gegen die Wagner-Söldner, die „unbequeme Feinde“ seien und die Stadt im vergangenen Jahr eingenommen hatten. Das teilte Oberst Oleksandr Bakuli der BBC mit. Mit „ein wenig Anstrengung“ könnten Kiews Truppen Bachmut in Kürze einnehmen, sagte er. Die Zahl der ukrainischen Verluste sei zudem während der Gegenoffensive niedriger als bei der Verteidigung der Stadt 2022. Der eher langsame Vormarsch habe zu einer besseren Moral beigetragen, sodass „die Verluste leichter zu ertragen sind“, sagte Bakulin.
Angriff auf Odessa als russischer „Vergeltungsschlag“
Update vom 18. Juli, 11.55 Uhr: Bei dem Angriff auf den Hafen der ukrainischen Stadt Odessa (siehe Meldung von 6.30 Uhr) handelt es sich nach Angaben aus Moskau um einen „Vergeltungsschlag“ für den ukrainischen Angriff auf die Krim-Brücke über die Straße von Kertsch. Die russische Armee habe in der Nacht einen Gegenschlag gestartet „auf Einrichtungen, in denen Terror-Akte gegen Russland unter Verwendung von Marinedrohnen vorbereitet wurden“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag (18. Juli).
Dabei sei auch der Herstellungsort der Drohnen in einer Werft nahe Odessa getroffen worden, hieß es weiter. Die strategisch wichtige Brücke über die Straße von Kertsch war in der Nacht zum Montag angegriffen worden.
Russland geht im Ukraine-Krieg die Munition aus
Update vom 18. Juli, 9.45 Uhr: Die russischen Besatzungstruppen in der Südukraine müssen nach Einschätzung britischer Militärexperten ihre Artilleriemunition rationieren, um einsatzbereit zu bleiben. Dennoch sei es den Ukrainern trotz Angriffen auf mindestens zwei Achsen bisher wohl nicht gelungen, die primären russischen Verteidigungslinien dort zu durchbrechen, hieß es am Dienstag (18. Juli) im täglichen Kriegs-Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London.
Ein ukrainischer Brückenkopf auf der von Russland besetzten Seite des Dnipro-Flusses im Oblast Cherson stelle eine zusätzliche Herausforderung für die russischen Kommandeure dar. Diese seien „wahrscheinlich besorgt über die Anfälligkeit ihrer südwestlichen Flanke“, so die Mitteilung der Briten weiter.
Russische Angriffe auch im Süden und Osten der Ukraine
Update vom 18. Juli, 6.30 Uhr: Russland hat ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag (18. Juli) verstärkt den Süden und Osten der Ukraine mit Drohnen und möglicherweise ballistischen Raketen angegriffen. Die Hafenstadt Odessa sowie die Regionen Mykolajiw, Donezk, Cherson, Saporischschja und Dnipro waren unter russischem Drohenbeschuss, teilte die ukrainische Luftwaffe auf der Nachrichten-App Telegram mit. Bei Angriffen auf die Regionen Poltawa, Tscherkassy, Dnipro, Charkiw und Kirowohradska könnten ballistische Waffen zum Einsatz gekommen sein. Russland äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.
In mehreren ukrainischen Regionen ertönte in der Nacht stundenlang Luftalarm. Gegen 04:30 Uhr Ortszeit wurde die Warnung aufgehoben. Im Hafen von Mykolajiw sei ein Feuer ausgebrochen, sagte der Bürgermeister der Stadt, Oleksandr Sjenkewytsch, auf Telegram. Die Lage sei ernst. Der Leiter der Militärverwaltung der Region Odessa, Oleh Kiper, erklärte, dass die Luftabwehr mehrere Angriffswellen abgefangen habe. Einzelheiten zu dem nächtlichen Drohnenangriff auf Odessa werden im Laufe des Vormittags bekannt gegeben, teilte Serhij Bratschuk, Sprecher der ukrainischen Militärverwaltung von Odessa, mit.
Russland startet neue Offensive im Nordosten
Update vom 17. Juli, 23 Uhr: Seit der von Russland gestarteten Offensive im Nordosten der Ukraine sollen sich die beiden Feinde täglich schwere Kämpfe liefern. Wie die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maliar auf Telegram schreibt, seien seit zwei Tagen eine große Anzahl an russischen Truppen in der Region Charkiw im Kupiansk-Sektor in der Offensive.
„Wir verteidigen uns. Schwere Kämpfe finden statt, und die Stellungen beider Seiten ändern sich mehrmals täglich dynamisch“, so Maliar weiter. Laut Angaben eines ukrainischen Militärsprechers im Fernsehen habe Russland mehr als 100.000 Soldaten sowie 900 Panzer vor Ort versammelt. Die Ukraine versucht sich gegen die neuen Angriffe zu verteidigen.
Update vom 17. Juli, 20.35 Uhr: Die russischen Streitkräfte starten offenbar eine neue Offensive. Das teilte der ukrainische Befehlshaber Oleksandr Syrskyj laut ukrainischen Medienberichten am Montag mit. Der Vorstoß werde in Richtung der Stadt Kupjansk in der Oblast Charkiw im Nordosten des Landes erfolgen, sagte Syrskyj. Man würde entsprechende Vorbereitungen treffen und die militärischen Pläne anpassen, hieß es.
Update vom 17. Juli, 16.51 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin wird aufgrund der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg eine Sondersitzung im Kreml abhalten. Das bestätigte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax. In dem Treffen soll vor allem die Lage auf der Krim-Halbinsel nach dem Angriff auf die dortige Kertsch-Brücke besprochen werden.
Update vom 17. Juli, 15.45 Uhr: Ein russischer Su-25-Kampfjet ist in einem Gebiet in der Nähe der Ukraine ins Asowsche Meer abgestürzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Behördenangaben. Der Vorfall habe sich in der Nähe der Stadt Jejsk ereignet, wie die lokalen Behörden in der russischen Region Krasnodar miteilen. Der Pilot habe sich zunächst mit dem Schleudersitz retten können und sei aus dem Wasser gezogen worden. Der russische Telegram-Kanal Baza berichtet nun, der Pilot sei gestorben. Ein Motorschaden sei für den Absturz verantwortlich.
Tote bei russischem Angriff im Nordosten der Ukraine
Update vom 17. Juli, 15.30 Uhr: Mindestens zwei Menschen sind bei einem russischen Raketenangriff im Nordosten der Ukraine getötet worden. Das teilte die Militärverwaltung der Oblast Sumy am Montagnachmittag laut der Online-Zeitung Ukrajinska Prawda mit. Der Angriff sei zwischen 12.35 und 12.39 Uhr auf die Kleinstadt Bilopillja erfolgt. Ein Verwaltungsgebäude sei dabei zerstört worden. Wie viele Opfer es insgesamt gibt, ist noch nicht endgültig geklärt. Um 15 Uhr war von zwei Toten und mindestens fünf verletzten Einsatzkräften die Rede.
Tschetschenen angeblich im Kampf gegen Russland
Update vom 17. Juli, 15 Uhr: Am ukrainischen Kampf gegen Russland beteiligen sich nun offenbar auch Freiwillige aus Tschetschenien. Ein Video des ukrainischen Geheimdienstes soll zeigen, wie tschetschenische Einheiten einen russischen Lastwagen in einen Hinterhalt und unter Beschuss nehmen. Wo oder wann das Video aufgezeichnet wurde, wird nicht genannt. Die Echtheit der Aufnahmen lässt sich ebenfalls nicht überprüfen.
Update vom 17. Juli, 12.40 Uhr: Russland will mit dem Westen weiter im Dialog bleiben. Russland wisse, dass die Nato und die USA der Ukraine Geheimdienstinformationen zukommen ließe, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow. Das sei aber kein Grund, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen. In dringlichen Fälle brauche es Kommunikationskanäle.
Ukraine Piloten bereit zur Ausbildung an Kampfjets
Update vom 17. Juli, 11.48 Uhr: Die erste Gruppe ukrainischer Piloten ist bereit zum Training an den Kampfjets vom Typ F16 im Ausland. „Wir warten, dass die erste Gruppe ausreist und dann folgt die zweite“, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat am Montag (17. Juli) im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Ukraine. Insgesamt sollen mehrere Dutzend Ukrainer an den Kampfjets des US-Typs ausgebildet werden. Technisches Personal werde ebenfalls geschult.
In welchem Land die Ausbildung stattfinden werde, sagte Ihnat nicht. Im Juni hatten die Niederlande erklärt, dass die Ausbildung ukrainischer Piloten in nächster Zeit beginnen werde. Die Ukraine verteidigt sich seit fast 17 Monaten gegen eine russische Invasion. Kiew hatte lange auf die Lieferung westlicher Kampfjets gedrängt. Diese seien notwendig, um die russische Luftüberlegenheit zu brechen, hieß es. Bisher kämpft die ukrainische Luftwaffe mit veralteten Kampfflugzeugen aus sowjetischer Produktion.
Krieg in der Ukraine: Kiew meldet Gebietsgewinne
Update vom 17. Juli, 11.35 Uhr: Die Ukraine hat durch ihre Gegenoffensive im Krieg gegen Russland eigenen Angaben zufolge im Lauf der vergangenen Woche insgesamt 18 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet zurückerobert. Dazu gehörten sieben Quadratkilometer nahe der zerstörten ostukrainischen Stadt Bachmut und weitere elf Quadratkilometer im Süden des Landes, teilte die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar am Montag (17. Juli) im Onlinedienst Telegram mit. Seit Beginn der Gegenoffensive Anfang Juni haben die Streitkräfte Maljar zufolge insgesamt 210 Quadratkilometer zurückgewonnen - 180 davon im Süden und 30 im Osten.
Angriff auf Krim-Brücke laut Moskau terroristischer Akt
Update vom 17. Juli, 10.21 Uhr: Russland beschuldigt die Ukraine, die USA und Großbritannien hinter dem Angriff auf die Krim-Brücke zu stecken. Beweise legte die Sprecherin des russischen Außenministeriums nicht vor. „Der Angriff auf die Krim-Brücke heute wurde von dem Regime in Kiew verübt. Bei diesem Regime handelt es sich um ein terroristisches und es weist alle Merkmale einer international organisierten Verbrecherbande auf“, sagte Maria Sacharowa. „Die Entscheidungen fällen ukrainische Politiker und das Militär mit unmittelbarer Hilfe von amerikanischen und britischen Geheimdiensten und Politikern.“
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update vom 17. Juli, 9:30 Uhr: Hinter dem Angriff auf die Brücke zwischen Russland und der annektierten Halbinsel Krim stecken nach Angaben aus Kiew die ukrainische Marine und ukrainische Spezialkräfte. Die Attacke in der Nacht zum Montag sei eine „Spezialoperation“ des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU und der Marine gewesen, erfuhr AFP am Montag aus SBU-Kreisen. Dabei seien Marinedrohnen zum Einsatz gekommen. Nach Angaben der russischen Ermittler wurden bei dem Angriff zwei Zivilisten getötet.
Nach dem Angriff auf die Straßenbrücke von Russland zur Krim sagte der Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Andrij Jussow, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Kiew: „Man kann nur die Worte des Militärgeheimdienstchefs Kyrylo Budanow zitieren, dass ‚die Krimbrücke eine überflüssige Konstruktion ist‘“.
Moskau spricht von „Terrorakt“ nach Angriff auf Krim-Brücke
Update vom 17. Juli, 8:30 Uhr: Der von Russland eingesetzte Präsident des Parlaments der Krim beschuldigt die Ukraine für den Vorfall auf der Krim-Brücke verantwortlich zu sein. Es stecke das „terroristische Regime“ der Ukraine dahinter, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur RIA den Parlamentschef. Die Zugschienen auf der Brücke seien nicht beschädigt worden.
Der Zugververkehr über die Krim-Brücke ist einem Agenturbericht zufolge wieder angelaufen. Ein Zug habe den Bahnhof von Kertsch verlassen und sei über die Brücke auf dem Weg nach Moskau, berichtet die Agentur Tass.
Explosion auf Krim-Brücke: Zwei Menschen getötet
Update vom 17. Juli, 7:00 Uhr: Der Verkehr auf der Brücke zwischen der Halbinsel Krim und dem russischen Festland ist nach Explosionen unterbrochen worden. Es gebe eine „Notsituation“, teilten russische Behördenvertreter am frühen Montag (17. Juli) mit. Die ukrainische Nachrichtenagentur RBC-Ukraine meldete, auf der Brücke seien Explosionen zu hören gewesen. Im Kurznachrichtendienst Telegram hieß es im der Söldnergruppe Wagner zugeschriebenen Benutzerkonto „Grauzone“, dass es um 03.04 Uhr und 03.20 Uhr Ortszeit zwei Einschläge auf der Brücke gegeben habe.
Zwei Menschen seien bei dem Vorfall getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium der russischen Region Krasnodar mit. Ein Mädchen sei verletzt worden. Der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, erklärte, bei den Toten handele es sich um die Eltern des Kindes. Nach Angaben vom Gouverneur der russisch besetzten Krim, Sergej Aksjonow, hat sich der Notfall am 145. Pfeiler der Brücke ereignet. Weitere Einzelheiten blieben zunächst offen.
Explosion auf Brücke zur Krim – Lage unübersichtlich
Update vom 17. Juli, 5:45 Uhr: Rund neun Monate nach der schweren Explosion auf der Kertsch-Brücke zwischen Russland und der von Moskau besetzten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim ereignete sich dort nach russischen Angaben ein „Notfall“. Der Verkehr sei deswegen im Bereich des 145. Stützpfeilers der Brücke gestoppt worden, teilte der Chef der besetzten Krim, Sergej Aksjonow, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass am Montag auf Telegram mit. Er machte keine Angaben zur Art des „Notfalls“.
Die rund 19 Kilometer lange Kertsch-Brücke auf die Krim war im Oktober 2022 bei einer Explosion schwer beschädigt worden, wurde aber wieder repariert. Ende Mai räumte der ukrainische Geheimdienst erstmals eine Beteiligung an der Explosion ein.
Aksjonow forderte die Bewohner auf, Ruhe zu bewahren. Bewohner der Region und Touristen sollten einen alternativen Landweg durch die von Russland besetzten Regionen in der Südukraine wählen. Auf der Halbinsel kommt es immer wieder zu Drohnen-Angriffe von ukrainischer Seite. Kiew hat angekündigt, die Krim zurückerobern zu wollen. Trotz der angespannten Sicherheitslage und langer Kontrollen zieht es russische Urlauber Medienberichten aus Russland zufolge wieder in großer Zahl auf die Krim, die für Urlauber nur per Bahn oder Auto erreichbar ist.
Russland mit hohen Verlusten: Kiew gibt neue Zahlen heraus
Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu russischen Verlusten veröffentlicht. Demnach seien innerhalb eines Tages 500 russische Soldaten getötet worden. Die Gesamtzahlen Kiews weichen stark von denen unabhängiger Beobachter ab. Zudem hätten die ukrainischen Streitkräfte weitere fünf Panzer, sieben Kampffahrzeuge und 18 Artilleriesysteme Russlands außer Gefecht gesetzt. Die Zahlen im Überblick:
Soldaten: 237.680 (+500)
Flugzeuge: 315
Hubschrauber: 310
Panzer: 4107 (+5)
Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8026 (+7)
Artilleriesysteme: 4481 (+18)
Quelle: Auszug der Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 16. Juli 2023
Anm.: Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien sind bisher im Ukraine-Krieg mindestens 47.000 russische Soldaten getötet worden. Das habe eine Datenanalyse ergeben, die sich auf die Zahl der eröffneten Erbfälle und die Statistik der Übersterblichkeit im vergangenen Jahr stützt, berichtete das an der Auswertung beteiligte Internetportal Meduza am Montag (10. Juli). Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden.
Russische Angriffe bei Kupjansk: Situation für Ukraine „verschlechtert“
Update vom 17. Juli, 17.45 Uhr: Die Situation für die ukrainischen Streitkräfte soll sich „etwas verschlechtert“ haben. Das teilte Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar via Telegram mit. „Der Feind rückt seit zwei Tagen aktiv in Richtung Kupjansk in der Region Charkiw vor. Wir sind in der Defensive. Es finden heftige Kämpfe statt, die Positionen der Parteien ändern sich mehrmals am Tag dynamisch“, teilte sie mit.
Kupjansk befindet sich im Nordosten der Ukraine. Kurz nach Kriegsbeginn wurde die Kleinstadt von russischen Soldaten besetzt und im September 2022 von der Ukraine wieder zurückerobert. Seit Wochen sieht sich die Ukraine hier Angriffen der russischen Armee ausgesetzt, die versucht, Richtung Kupjansk vorzustoßen. Bislang verschob sich die Frontlinie kaum. Maljars Botschaft deutet jedoch an, dass sich nun etwas geändert haben könnte. Weiter im Süden sehe es für die Ukraine besser aus: „Wir rücken allmählich in Richtung Bachmut vor. An der südlichen Flanke um Bachmut gibt es einen täglichen Vorstoß“, schrieb Maljar. Die ukrainische Gegenoffensive konzentriere sich vor allem auf die Region Saporischjschja und um Bachmut. (Mit Agenturmaterial)