Ende des Ukraine-Kriegs? Selenskyj schickt Trump Antwort auf US-Friedensplan – Diplomatischer Drahtseilakt
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Christian Stör
Nail Akkoyun
Felix Busjaeger
News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Antwort aus Kiew auf Friedensplan. Weiter Kämpfe um Pokrowsk. Selenskyj kündigt Treffen mit Europäern an.
Dieser News-Ticker ist beendet. Aktuelle Informationen zum Krieg in der Ukraine finden Sie in unserem neuen Ticker.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 9:20 Uhr: Die Ukraine hat ihre Antwort auf den von der Trump-Regierung vorgelegten Friedensplan Medien zufolge formuliert und an die USA zurückgeschickt. Das berichtete das Nachrichtenportal RBK Ukrajina. Details des Gegenvorschlags sind bisher nicht bekannt. Der ursprünglich von der Administration unter US-Präsident Donald Trump vorgelegte Plan war teilweise als „russische Wunschliste“ scharf kritisiert worden, weil er im Wesentlichen die Forderungen Moskaus übernommen hatte. Für die Ukraine ist es ein diplomatischer Drahtseilakt – sie will die USA nicht verärgern, aber Positionen halten.
So sollte die Ukraine nicht nur auf den Nato-Beitritt verzichten, sondern auch die Truppenzahl des Militärs beschränken und weitere Gebiete mit gut ausgebauten Verteidigungsanlagen im Osten des Landes räumen, die sie bislang kontrolliert. Im Gegenzug sollte sich Moskau dazu verpflichten, keine weiteren Angriffe auf das Nachbarland zu starten. Die Territorialfrage und Sicherheiten für die Ukraine waren die Knackpunkte des Papiers. Gebietsabtretungen hatte die ukrainische Führung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Vergangenheit ausgeschlossen. Zudem will sich Kiew nicht nur auf das Versprechen Moskaus verlassen müssen, nicht noch einmal militärisch zu intervenieren.
Update, 8:35 Uhr: In Russland mussten in der Nacht zahlreiche Flughäfen schließen, darunter auch die vier Moskauer Airports. Grund war ein massiver Drohnenangriff der Ukraine. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde Rosawijazija mussten allein in Moskau mehr als 130 Flüge umgeleitet, verzögert oder gestrichen werden. Insgesamt seien die Hauptstadtflughäfen Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski mehr als sieben Stunden außer Betrieb gesetzt worden.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von fast 300 ukrainischen Drohnen in der Nacht. Mehr als ein Drittel davon wurden demnach in der westrussischen Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine vom Himmel geholt. Jeweils 40 Drohnen seien aber auch in den Regionen Kaluga und dem Moskauer Umland abgewehrt worden, teilte das Militär mit. Angaben zu Schäden machte das Verteidigungsministerium traditionell nicht.
Update, 7:15 Uhr: Ungeachtet russischer Siegesmeldungen ist die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk im Osten der Ukraine nach Angaben aus Kiew weiterhin heftig umkämpft. Die russische Armee greife mit starken mechanisierten Einheiten an, meldete die ukrainische Armee. „Die Russen setzten gepanzerte Fahrzeuge, Autos und Motorräder ein. Die Konvois versuchten, von Süden her in den nördlichen Teil der Stadt durchzubrechen.“ In Armeekreisen erfuhr Reuters, Russland habe rund 30 Fahrzeuge eingesetzt. Dies sei der bisher größte Angriff dieser Art innerhalb der Stadt.
Ukraine-News: Selenskyj kündigt Treffen mit Europäern an
Update, 5:55 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat für den heutigen Donnerstag ein neues Treffen westlicher Unterstützerstaaten angekündigt. Diese Woche könne Neuigkeiten für alle und für ein Ende des Blutvergießens bringen, schrieb er in sozialen Medien. Gleichzeitig wiederholte Selenskyj kritische Punkte. Die entscheidenden Fragen seien, wie Russland dazu gebracht werden könne, das Töten zu stoppen und wie es von einer erneuten Invasion abgehalten werden könne. Zu den Unterstützerstaaten zählen Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Update, 11. Dezember, 5:00 Uhr: Russland hat heute Nacht einen Angriff mit 31 Drohnen auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Dies teilte der Bürgermeister der Stadt, Sergej Sobjanin, mit. An allen Moskauer Flughäfen wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt, Flüge wurden nach St. Petersburg umgeleitet. Angaben über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Ukraine-News: Kiew greift erneut Tanker im Schwarzen Meer an
Update, 22:08 Uhr: Die Ukraine hat laut Angaben aus Kiewer Sicherheitskreisen erneut einen Öltanker aus Putins Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. Marinedrohnen hätten den Öltanker „Dashan“ attackiert, hieß es aus dem Umfeld des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff habe „schwere Schäden erlitten“.
Die Ukraine hatten sich bereits im November zu zwei Angriffen auf Öltanker in der Nähe der türkischen Küste bekannt. Die Türkei bestellte daraufhin die Botschafter Russlands und der Ukraine ein, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan übte scharfe Kritik. Nach ukrainischer Darstellung handelte es sich dabei um Teil der sogenannten russischen Schattenflotte. Mit deren Schiffen exportiert Russland unter Umgehung internationaler Sanktionen im Land gefördertes Erdöl.
Ukraine-News: Gespräche über Wiederaufbau nach dem Krieg
Update, 20:15 Uhr: Die Ukraine und die USA haben erstmals über den Wiederaufbau des vom Ukraine-Krieg zerstörten Landes verhandelt. Präsident Wolodymyr Selenskyj führte am Mittwoch Gespräche mit einer hochrangigen US-Delegation, zu der Finanzminister Scott Bessent, BlackRock-Chef Larry Fink und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gehörten.
„Wir haben Schlüsselelemente für die Erholung, verschiedene Mechanismen und Visionen für den Wiederaufbau diskutiert“, schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. Die Gespräche sind Teil eines dreispurigen Konzepts der Ukraine aus Friedensplan, Sicherheitsgarantien und Wiederaufbauplan. Beide Seiten vereinbarten weitere Kontakte, während Kiew den wirtschaftlichen Wiederaufbau parallel zu Sicherheitsdiskussionen vorantreibt.
Ukraine-News: Kiew meldet neuen Schlag gegen Putins Schattenflotte
Update, 19:01 Uhr: Ukrainische Marinedrohnen haben nach Angaben aus Kiew einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen und schwer beschädigt. Das Schiff „Dashan“ sei mit maximaler Geschwindigkeit und ausgeschalteten Transpondern auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk unterwegs gewesen, als die Drohnen im Heck einschlugen, teilte ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes SBU mit.
Die Attacke habe schwere Explosionen ausgelöst, hieß es weiter. Der Angriff reiht sich in eine Serie ukrainischer Operationen gegen russische Schiffe im Ukraine-Krieg ein. Eine russische Stellungnahme zu dem Vorfall lag zunächst nicht vor.
Update, 17:58 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich telefonisch mit US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer zur Ukraine-Lage beraten. Das teilte die Bundesregierung mit. Die vier Staats- und Regierungschefs erörterten den Stand der Waffenstillstands-Gespräche und wollen die intensive Arbeit an dem US-Friedensplan in den kommenden Tagen fortsetzen.
„Sie waren sich einig, dass es sich um einen entscheidenden Moment für die Ukraine und die gemeinsame Sicherheit im euro-atlantischen Raum handelt“, zitiert n-tv Regierungssprecher Kornelius zu dem Telefonat.
Ukraine-News: Bundeswehr zieht Patriots aus Polen ab
Update, 16:55 Uhr: Die Bundeswehr zieht in den kommenden Tagen ihre Patriot-Flugabwehrsysteme aus Polen ab. Die Aufgabe im Rahmen der Nato-Luftverteidigung sei nach fast einem Jahr am Mittwoch planmäßig an die niederländischen Streitkräfte übergeben worden, teilte die Luftwaffe in Berlin mit. Die rund 200 eingesetzten Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr könnten damit die Feiertage um Weihnachten „wieder in der Heimat bei ihren Familien verbringen“.
Zentraler Auftrag des Einsatzes sei der Schutz des Verkehrsknotenpunkts Rzeszow unweit der Grenze zur Ukraine gewesen, erklärte die Luftwaffe. Im Einsatz waren demnach zwei Feuereinheiten des Patriot-Systems.
Update, 16:16 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat für diese Woche entscheidende Entwicklungen im Ukraine-Krieg angekündigt und von möglichen Neuigkeiten „für das Ende des Blutvergießens“ gesprochen. Der ukrainische Staatschef arbeitet gemeinsam mit Donald Trumps Team und europäischen Partnern an einem grundlegenden 20-Punkte-Dokument.
Das Papier soll die Parameter für eine Beendigung des Ukraine-Kriegs festlegen und „in naher Zukunft“ an die Vereinigten Staaten übermittelt werden, erklärte Selenskyj in einem Beitrag auf X. Neben Gesprächen über Wiederaufbau-Pläne am Mittwoch steht auch ein Treffen der Unterstützer-Koalition auf dem Programm. „Diese Woche könnte Neuigkeiten für uns alle bringen“, betonte der Präsident.
Ukraine-News: Neue Beratungen über Friedensplan in Berlin geplant
Update, 15:27 Uhr: Rund ein Dutzend europäische Staats- und Regierungschefs haben sich nach Diplomatenangaben für Montag zu Beratungen über einen Ukraine-Friedensplan in Berlin verabredet. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Unter den Teilnehmern sollen der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer sein.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits angekündigt, dass die europäischen Länder in den kommenden Tagen weitere Gespräche planen, um die Bemühungen um einen Friedensprozess für den Ukraine-Krieg zu koordinieren. Die Beratungen sollen die europäischen Initiativen zur Beendigung des Konflikts abstimmen.
Ukraine-New: Bundesregierung stärkt Selenskyj nach Trump-Kritik den Rücken
Update, 14:22 Uhr: Wolodymyr Selenskyj genießt nach Ansicht der Bundesregierung volle demokratische Legitimität als ukrainischer Präsident. Berlin bezeichnete das Staatsoberhaupt als „gewählt und legitim“ mit der Befugnis, über die politische Zukunft der Ukraine zu entscheiden. Damit reagiert die Merz-Regierung auf Kritik von US-Präsident Trump, der Neuwahlen für die Ukraine gefordert hatte.
Selenskyjs Amtszeit war offiziell im Mai 2024 geendet. Jedoch verbietet die ukrainische Verfassung Neuwahlen, während sich das Land im Kriegszustand befindet. Selenskyj zeigte sich am Dienstag dennoch grundsätzlich offen für Neuwahlen, wenn die Sicherheit für eine solche Abstimmung gewährleistet sei.
Ukraine-News: Polen bietet Kiew weitere Kampfjets
Update, 13:27 Uhr: Die polnische Regierung hat Kiew seine letzten MiG-29-Kampfflugzeuge im Tausch gegen ukrainische Drohnentechnologie angeboten. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bestätigte entsprechende Verhandlungen mit der Ukraine über den Transfer der sowjetischen Jets.
„Die MiGs nähern sich dem Ende ihrer Lebensdauer, sie werden also von der polnischen Armee ausgemustert, und wir sprechen mit der ukrainischen Seite über ihren Transfer“, sagte Kosiniak-Kamysz dem Radiosender Trojka. Warschau wolle die Gespräche „so schnell wie möglich“ abschließen. Polen verfügt Medienberichten zufolge noch über 14 MiG-29-Maschinen und hat bereits den Großteil seiner Flotte im Ukraine-Krieg an Kiew abgegeben.
Ukraine-News: Kreml begrüßt Trumps Position zur NATO
Update, 12:55 Uhr: Wie AFP berichtet, hat der Kreml die jüngsten Aussagen von Donald Trump zum Ukraine-Krieg begrüßt. Dmitri Peskow sagte den Journalisten, dass Trumps jüngste Äußerungen „sehr wichtig“ seien und weitgehend mit der russischen Sichtweise übereinstimmten. Dies bezog sich besonderes auf die Themenfelder NATO-Mitgliedschaft, Territorien sowie Gebietsverluste der Ukraine.
Update, 11:03 Uhr: Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) hat im Hafen von Odessa ein ausländisches Frachtschiff festgesetzt, das Teil der russischen Schattenflotte sein haben soll. Der Frachter soll Agrarprodukte von der Krim transportiert haben. Wie der Pressedienst der SSU mitteilt, befanden sich der Kapitän und 16 Besatzungsmitglieder an Bord. Der Massengutfrachter traf unter der Flagge eines afrikanischen Staates in Odessa ein, um Stahlrohre zu laden.
Lage im Ukraine-Krieg: Beamte äußern sich zur Situation an der Front
Update, 9:49 Uhr: Donald Trumps aktuelle Behauptungen zur Lage im Ukraine-Krieg sind von mehreren Beamten gegenüber CNN zurückgewiesen worden. Der US-Präsident hatte kürzlich erklärt, Russland befinde sich in einer stärkeren Verhandlungsposition hinsichtlich eines Endes des Ukraine-Kriegs. Amerikanische und europäische Beamte entgegneten jetzt, dass sie keine Anzeichen dafür sehen, dass Russland den Krieg schnell gewinnen könnte.
Dennoch bleibt die Lage im Ukraine-Krieg schwierig. „Die Ukraine verliert im Osten durch Abnutzungskriege und begrenzte Verteidigungsstellungen schrittweise strategisches Terrain“, sagte ein hochrangiger US-Beamter. Lettlands Außenminister Baiba Braže ordnete gegenüber CNN allerdings ein: „Die Wahrheit ist, dass Russland im letzten Jahr weniger als 1 % des ukrainischen Territoriums hinzugewonnen hat.“
Lawrow hält Rede zu Russlands Außenpolitik – und droht mit Reaktion
Update, 9:24 Uhr: „Wie Präsident Wladimir Putin betont hat, haben wir keinerlei Absicht, Krieg gegen Europa zu führen“, betonte Lawrow in seiner Rede zu Russlands Außenpolitik. Zugleich kündigte er laut TASS allerdings an, dass der Kreml auf jegliche „feindselige Schritte reagieren“ werde. Man sei für eine Reaktion, etwa auf eine Stationierung europäischer Truppen in der Ukraine oder der „Enteignung russischen Eigentums“, bereit, so der russische Außenminister. Europa plant aktuell eingefrorenes russisches Vermögen für die Unterstützung der Ukraine zu nutzen. Russland hatte schon zuvor mit einer Reaktion gedroht.
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Durch seinen Friedensplan hat US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eine Debatte angestoßen, die seit Wochen nicht nur die Regierung in Kiew in Atem hält. Nun hat die amerikanische Regierung der Ukraine eine neue Frist gesetzt, um auf die neueste Version des mit Kiew und Moskau verhandelten „Friedensabkommens“ zu reagieren.
Die Financial Times berichtet aktuell, dass Wolodymyr Selenskyj den europäischen Staats- und Regierungschefs mitgeteilt hat, er habe während eines Gesprächs mit US-Gesandten eine zeitliche Frist erhalten. Demnach soll die Regierung in Kiew eine schnelle Entscheidung über das Friedensabkommen treffen. Trump hofft, die Vereinbarung „bis Weihnachten“ abzuschließen, sagte eine mit dem der Ukraine vorgelegten Zeitplan vertraute Quelle gegenüber der Financial Times.
Selenskyj reagiert auf Frist für Ende des Ukraine-Kriegs – Debatte über Wahlen in der Ukraine läuft
Das Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs bestimmt seit einigen Wochen die ukrainische Diplomatie. Laut FT beschrieb ein westlicher Beamter die aktuelle Lage der Selenskyj-Regierung als „gefangen zwischen Forderungen nach Territorium, die sie nicht akzeptieren kann, und einer US-Seite, die sie nicht ablehnen kann“. Der US-Präsident brachte zuletzt auch Wahlen in der Ukraine ins Spiel. Während einer Online-Pressekonferenz reagierte Selenskyj auf diesen Vorstoß und erklärte sich bereit für Präsidentschaftswahlen, sofern internationale Partner die Sicherheit während der Wahl gewährleisten könnten.
„Ich habe dieses Thema nicht erörtert. Die Frage der Wahlen in der Ukraine hängt meiner Meinung nach in erster Linie von unserem Volk ab und ist eine Angelegenheit des ukrainischen Volkes, nicht der Bevölkerung anderer Staaten. Mit allem gebührenden Respekt vor unseren Partnern“, führte Selenskyj aus. Er sei bereit für Wahlen, betonte der ukrainische Präsident, allerdings äußerte er Bedenken bezüglich der Sicherheit sowie der Legitimität der Abstimmung.
Während der Druck auf Kiew wegen der Gespräche über ein Ende des Ukraine steigt, bezeichnete Selenskyj Andeutungen, er klammere sich angeblich an die Präsidentschaft und dies sei der Grund, warum der Krieg in der Ukraine andauere, als „unzureichend“.
Ukraine-Krieg: Lawrow-Rede zu Russlands Außenpolitik
Abseits der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg könnte am Mittwoch, dem 10. Dezember, ein Auftritt des russischen Außenministers Sergej Lawrow für neue Dynamik sorgen. Während der Plenarsitzung des Föderationsrates will der Politiker einen Bericht über dringende Fragen der russischen Außenpolitik vorlegen. Erwartet wird, dass Lawrow auch über die jüngsten US-Vorschläge für ein Ende des Ukraine-Kriegs sprechen wird. Laut TASS wird der Außenminister auch über die „Beziehungen zu den Vereinigten Staaten im Kontext des wiederaufgenommenen bilateralen Dialogs und der Bemühungen um neue Meilensteine in den Bereichen Sicherheit und strategische Stabilität“ sprechen.
Unklar ist bislang, ob Lawrow während seiner Rede auch auf die zunehmenden Spannungen mit der NATO eingehen wird. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Zwischenfälle gegeben, die westliche Nationen als Provokationen gewertet hatten. In diesem Zusammenhang hieß es bei TASS, dass Lawrow auf den aktuellen Stand der Beziehungen zur Europäischen Union vor dem „Hintergrund einer zunehmend militaristischen Rhetorik“ eingehen wird.
Russlands Wirtschaft im Ukraine-Krieg im Visier – Öl-Raffinerie muss Betrieb einstellen
Während weiter um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen wird, gehen die Kämpfe an der Front unvermittelt weiter. Bereits seit Monaten zielen ukrainische Streitkräfte mit Drohnenschlägen auf Russlands Wirtschaft. Immer wieder werden Raffinerien, Öl-Depots und andere Industrieeinrichtungen getroffen. Der Plan: Den Nachschub für das russische Militär abschneiden und Wladimir Putins Spielraum im Konflikt einschränken.
Am 5. Dezember gelang es der Ukraine, die Öl-Raffinerie Syzran anzugreifen. Wie Reuters inzwischen berichtet, musste die Anlage in der Folge den Betrieb einstellen. Die Ölraffinerie Syzran liegt in der russischen Oblast Samara, etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Sie gehört dem staatlichen Ölkonzern Rosneft und hat eine jährliche Verarbeitungskapazität von 7 bis 8,9 Millionen Tonnen Öl.
Russlands Armee kämpft derweil mit steigenden Verlusten im Ukraine-Krieg. Im Verlauf des vergangenen Tages hat Putin 1010 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden laut Angaben des ukrainischen Generalstabs der Streitkräfte getötet oder verwundet. Seit Ausbruch der Kämpfe betragen die Verluste inzwischen 1.183.620 Soldaten. Zudem hat Russland im Konflikt etwa 11.404 Panzer, 23.692 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 34.969 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)