Update, 7:31 Uhr: Laut einem Medienbericht hat US-Außenminister Marco Rubio den europäischen Verbündeten mitgeteilt, dass die USA ein Friedensabkommen wollen, bevor sie irgendwelchen Sicherheitsgarantien für die Ukraine zustimmen. Das berichtet Politico unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten europäischen Diplomaten und einer mit den Gesprächen vertrauten Person.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Konflikt. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
News im Ukraine-Krieg: Kanzler Merz berät mit Estland über NATO-Ostflanke
Update, 26. November, 6:19 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am heutigen Donnerstag (27. November) Estlands Ministerpräsidenten Kristen Michal im Kanzleramt in Berlin. Unter anderem soll es bei dem Gespräch um die Sicherheits- und Verteidigungspolitik an der NATO-Ostflanke und die gemeinsame Unterstützung der Ukraine gehen.
Estland teilt eine rund 300 Kilometer lange Grenze mit Russland und sieht sich durch Moskau unmittelbar bedroht. Das EU- und NATO-Mitgliedsland meldete in den vergangenen Wochen mehrfach das Eindringen von Drohnen oder Militärflugzeugen in seinen Luftraum. Estland gehört zu den entschiedensten Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine.
Ukraine News: Selenskyjs dankt Armee – und verweist auf verschiedene Fronten
Update, 22:05 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat den Soldaten im Ukraine-Krieg für ihre Standhaftigkeit bei der Verteidigung gedankt und zum weiteren Durchhalten aufgerufen. Dies sei die Grundlage dafür, dass die Ukraine bei den Verhandlungen für ihre Interessen einstehen könne, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. Er verwies auf die anhaltenden Kämpfe in Kupjansk, Pokrowsk und Huljajpole.
Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten
Russland verbreite in der Welt, dass die Ukraine sich nicht verteidigen könne. „Die täglichen Ergebnisse im Kampf sind Argumente dafür, dass es sich lohnt, an der Seite der Ukraine zu stehen und ihr zu helfen und dass es Druck für den Frieden nicht auf die Ukraine, sondern auf Russland bedarf“, erklärte Selenskyj. Russland sei der einzige Grund, warum sich der Krieg so lange hinziehe.
Update, 20:52 Uhr: Zum Stand der Gespräche zu einem Ende des Ukraine-Kriegs schrieb Donald Trump in seinem Onlinedienst Truth Social am Mittwoch, es verblieben „nur noch wenige strittige Punkte“. Zu Witkoffs bevorstehendem Besuch in Russland erklärte der US-Präsident, möglicherweise werde sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner den US-Sonderberater begleiten.
Drohnenvorfall nahe der Ukraine-Grenze: Moldau bestellt russischen Botschafter ein
Update, 20:14 Uhr: Nach dem Absturz einer russischen Drohne in Moldau hat das Außenministerium in Chisinau den russischen Botschafter einbestellt und das Fluggerät vor seinem Haupteingang zur Schau gestellt. Russlands Botschafter Oleg Oserow sei „eine Protestnote hinsichtlich des illegalen Überflugs“ überreicht worden, so das moldauische Außenministerium am Mittwoch. Der Vorfall sei „vollkommen inakzeptabel“ und „eine ernsthafte Verletzung der Souveränität“ Moldaus.
Ukraine-Verhandlungen in Gange: Russland meldet sich zu Wort
Update, 19:16 Uhr: Vor dem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau hat Russland die laufenden Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Krieges als „ernsthaft“ betitelt. „Der Prozess ist im Gange, der Prozess ist ernsthaft“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch einem Journalisten eines staatlichen Fernsehsenders. „Derzeit gibt es wahrscheinlich nichts Wichtigeres als das“, fügte er hinzu.
Update, 18:00 Uhr: Boris Pistorius hat davor gewarnt, der Ukraine in laufenden Verhandlungen einseitige territoriale Zugeständnisse aufzuzwingen. Das Land müsse zudem auch zukünftig in der Lage sein, sich zu verteidigen, sagte der Verteidigungsminister im Bundestag bei einer Debatte des Verteidigungsetats. Nötig seien dafür starke Streitkräfte und robuste, zuverlässige Sicherheitsgarantien, vor allem auch der USA.
Weiter dürfe nichts, was die Zukunft europäischer Staaten, der Nato oder der EU betreffe, „über unsere Köpfe hinweg verhandelt oder entschieden werden“. Es dürfe „keinen falschen Frieden für die Ukraine geben. Es darf keinen Kapitulationsfrieden geben“, so der SPD-Politiker.
Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs: Trump nimmt seinen Mann in Moskau in Schutz
Update, 16:27 Uhr: In die Verhandlungen zu einem Ende des Ukraine-Kriegs gerät durch angebliche abgehörte Telefonate zwischen Unterhändlern der USA und Russlands zusätzliche Aufregung. In die Kritik geriet der US-Sondergesandte Steve Witkoff; allerdings nahm Präsident Donald Trump ihn sofort gegen den Vorwurf übermäßiger Nähe zu Russland in Schutz.
„Das ist eine ganz normale Sache“, sagte Trump auf einem Flug nach Florida, als er zu einem heiklen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg befragt wurde. Diese ist nach eigenen Angaben an den Mitschnitt eines etwa fünfminütigen Telefonats vom 14. Oktober gelangt, den sie als schriftliches Transkript veröffentlichte. Darin spricht Witkoff mit Putin-Berater Juri Uschakow. Für Furore sorgt in den USA, dass Witkoff sein russisches Gegenüber genau instruiert, wie Putin mit Trump sprechen solle, um sich die Gunst des US-Präsidenten zu sichern. Die BBC spricht von „Coaching“. Witkoff wird seit längerem eine zu große Nähe zu Russland vorgeworfen.
EU will Russland in Ukraine-Verhandlungen weiter unter Druck setzen
Update, 15:09 Uhr: EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will die Erfolgsaussichten der laufenden US-Initiative für ein Ende des Ukraine-Krieges durch zusätzlichen Druck auf Russland erhöhen. Um das bestmögliche Ergebnis für die Ukraine und für Europa zu sichern, müsse man in dieser Richtung das Tempo erhöhen, sagte sie nach einer Videoschalte mit den Außenministern der EU-Staaten und deren ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha. Dies bedeute: „Mehr Sanktionen, um Russland die Mittel zur Fortsetzung des Krieges zu entziehen, und mehr militärische sowie finanzielle Unterstützung für die Ukraine“.
Kallas betonte, derzeit gebe es noch keinerlei Hinweise darauf, dass Russland zu einem Waffenstillstand bereit wäre. Man komme aber dem Ziel näher, Russland in eine Situation zu bringen, in der es tatsächlich verhandeln müsse. „Russlands Sommeroffensive ist gescheitert. Die US- und EU-Sanktionen zeigen enorme Wirkung. […] Russland verliert Geld und Soldaten“, sagte sie. Wenn Russland die Ukraine militärisch erobern könnte, hätte es dies längst getan. Putin könne seine Ziele auf dem Schlachtfeld nicht erreichen – deshalb werde er nun versuchen, sie am Verhandlungstisch zu erreichen.
Update, 13.28 Uhr: Weiterhin Unruhe um die angeblichen Tipps, die der US-Sondergesandte Witkoff Russland rund um den Friedensplan gegeben haben soll. Der Kreml sieht die Veröffentlichung abgehörter angeblicher Telefonate zwischen Unterhändlern aus Russland und den USA zum Ukraine-Krieg als Versuch, die Friedensbemühungen zu untergraben. „Es ist eindeutig, dass es viele Leute in verschiedenen Ländern, die USA eingeschlossen, gibt, die die Tendenz einer Entwicklung zum Frieden stoppen wollen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge in Kirgistan. Zugleich maß er dem Leak keine große Bedeutung bei.
Ukraine News: Friedensplan wurde laut Kreml in Abu Dhabi nicht besprochen
Update, 12.29 Uhr: Moskau hat Medienberichte über Gespräche in Abu Dhabi über eine mögliche Friedenslösung im Ukraine-Krieg zurückgewiesen. „In Abu Dhabi wurde der Friedensplan nicht besprochen“, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, in Bischkek. Putin ist derzeit zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in der Hauptstadt Kirgistans.
Ukraine News: Brisante Putin-Friedensvorschläge sickern durch
Update, 11.12 Uhr: Die Ukraine kann das mutmaßlich von Russland beeinflusste Angebot für einen Friedensplan schwer ablehnen, meinen Beobachter. Mehr dazu in unserer Analyse Ukraine-Deal nur „groß angelegte Manipulations-Operation“.
Friedensplan für die Ukraine: Kanzler Merz sieht „schicksalhaften Moment“
Update, 10.51 Uhr: Der Ukraine-Friedensplan ist auch Thema in der Generaldebatte mit Friedrich Merz. Der Kanzler bezeichnete die aktuelle Lage als „schicksalhaften Moment“ für die Ukraine und Europa. „Europa ist kein Spielball, sondern souveräner Akteur für seine eigenen Interessen und Werte“, betonte Merz laut Reuters mit Blick auf die Gespräche der USA über einen möglichen Waffenstillstand.
News zum Friedensplan für die Ukraine: Putin-Berater kritisiert Witkoff-Mitschnitt
Update, 10.28 Uhr: Auch die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass thematisiert aktuell den Bloomberg-Bericht über ein heimlich mitgeschnittenes Telefonat mit dem Trump-Gesandten Witkoff. Telefonate mit Witkoff fänden „häufig“ statt, schreibt Tass, aber Russland gäbe derartige Inhalte „niemals“ an die Medien weiter. „Ich kommentiere den Inhalt der Gespräche nicht, da sie vertraulich sind“, zitierte sie Putins Berater Uschakow. „Niemand sollte solche Dinge kommentieren.“
Erstmeldung: Moskau – US-Präsident Donald Trump sieht in den Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Krieges nur noch „wenige strittige Punkte“. Er kündigte an, seinen Sondergesandten Steve Witkoff zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau zu schicken. Die Spekulationen über eine russische Einflussnahme auf den Ukraine-Friedensplan gehen indes weiter.
Einem Bloomberg-Bericht zufolge hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff dem Kremlberater Juri Uschakow Tipps zum Umgang mit Donald Trump gegeben – und zwar vor der Veröffentlichung des ersten Entwurfs des US-28-Punkte-Friedensplans. Der Bericht schlägt hohe Wellen. US-Präsident Trump hat bereits reagiert.
„So arbeitet ein Dealmaker“, sagte Trump, wie unter anderem die Ukrajinska Prawda berichtet. Trump erklärte demnach, er sehe „nichts Ungewöhnliches“ in Witkoffs Vorgehen. Das sei „üblich“ und gehöre zum Vorgehen eines Verhandlungsführers.
Russland hat den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Besuch seines Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau bestätigt. Es sei eine „vorläufige Vereinbarung“ über Witkoffs Besuch in der kommenden Woche getroffen worden, sagte Kreml-Berater Juri Uschakow am heutigen Mittwoch (26. November) im russischen Fernsehen. Der US-Gesandte werde bei seiner Reise von weiteren Vertretern der US-Regierung begleitet.
Trump hatte am Dienstag angekündigt, dass sein Berater nächste Woche zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau reisen werde, um die Verhandlungen über ein Ukraine-Abkommen abzuschließen. Sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner werde Witkoff womöglich begleiten, sagte der US-Präsident.
Putin im Ukraine-Krieg unter Druck: Russland-Verluste an der Front massiv
Unterdessen erzielt Russland nach den Worten von NATO-Generalsekretär Mark Rutte trotz enormer personeller Verluste an der Front in der Ukraine keine wesentlichen Fortschritte. „Russland verliert jeden Monat rund 20.000 Soldaten. Können Sie sich das vorstellen: 20.000 Menschenleben, jeden Monat? Das sind Väter und Söhne, die sterben, ohne nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen“, sagte Rutte den Zeitungen des RND und El País (Ausgaben vom 26. November). (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)