Kompromisse vorgeschlagen

Ukrainischer Botschafter kritisiert Wagenknechts Vorschlag zur Lösung des Kriegs in der Ukraine

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Wagenknechts Vorschlag den Krieg in der Ukraine mit Kompromissen zu lösen, stößt auf Kritik

Der Vorschlag der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, den Frontverlauf «einzufrieren» und Friedensverhandlungen mit Russland zu führen stößt bei dem ukrainischen Botschafter Oleksii Makeiev auf Unverständnis.

Berlin - Makeiev warf Wagenknecht am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin» vor, dass sie bei Straftaten auch vorschlagen würde, lieber in Verhandlungen zu gehen, als die Polizei anzurufen.

Der Krieg sei etwas weit entfernt - auch von deutschen Fernsehzuschauern, sagte Makeiev. Wer sich für Frieden einsetze, müsse Kremlchef Wladimir Putin sagen: «Raus aus der Ukraine!».

Wagenknecht hatte Mitte des Monats zusammen mit der Feministin Alice Schwarzer ein «Manifest für Frieden» veröffentlicht, in dem sie vor einer Eskalation des Ukraine-Kriegs warnen. Es war von zahlreichen Kommentatoren scharf kritisiert worden, darunter dafür, dass die angegriffene Ukraine darin aufgerufen wird, Kompromisse zu machen.

Für Samstag haben Wagenknecht und Schwarzer am Brandenburger Tor in Berlin zu einer Demonstration für Frieden in der Ukraine aufgerufen. Wagenknecht hofft, dass Tausende Menschen kommen, wie sie im ZDF-«Morgenmagazin» sagte. Die meisten seien «normale Bürgerinnen und Bürger aus der Mitte der Gesellschaft», die sich große Sorgen angesichts einer Eskalation des Ukraine-Kriegs machten. Den Initiatorinnen wurde vorgehalten, sich nicht eindeutig gegen Rechts und die AfD abgegrenzt zu haben. (dpa)

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