US-Wahl 2024

Debatten, Wahltag, Amtseinführung: Alle wichtigen Termine der US-Wahl 2024 im Überblick

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Noch ist offen, wer nach der US-Wahl 2024 ins Weiße Haus einziehen wird. Bis dahin stehen noch einige wichtige Termine auf dem Programm.
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Die USA-Wahl 2024 steht bevor. Wann stehen die TV-Debatten an, an welchem Tag wird gewählt? Und weitere Termine zur Präsidentschaftswahl im Überblick.

Washington, D.C. – Die beiden großen Parteien in den USA stehen bereit. Mit der Ernennung von Tim Walz zu ihrem Vize hat Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris das Team der Demokraten für die US-Wahl 2024 komplettiert. Bei den Republikanern steht das Duo schon länger fest: Donald Trump als Präsidentschaftskandidat und J.D. Vance als sein Stellvertreter. In den kommenden Wochen steht nun die heiße Phase des US-Wahlkampfes an.

Termine zur US-Wahl 2024 im chronologischen Überblick

  • 22.01. bis 04.06.2024: Vorwahlen der Parteien
  • 27.06.2024: TV-Debatte zwischen Biden und Trump in Atlanta
  • 15. bis 18.07.2024: Parteitag der Republikaner („National Convention“)
  • 19. bis 22.08.2024: Parteitag der Demokraten („National Convention“)
  • 10.09.2024: TV-Debatte zwischen Harris und Trump
  • 05.11.2024: Wahltag („Election Day“)
  • 17.12.2024: Wahlleute im Electoral College geben ihre Stimmen ab
  • 06.01.2025: Auszählung der Stimmen im Kongress und offizielle Bekanntgabe des Wahlergebnisses
  • 20.01.2025: Inauguration Day – Vereidigung in Washington, D.C.

Die Vorwahlen zur US-Wahl 2024 bringen schon früh erste Erkenntnisse

Schon im März 2024 standen die beiden voraussichtlichen Kandidaten für die US-Wahl 2024 so gut wie fest. US-Präsident Joe Biden und Donald Trump konnten sich frühzeitig die nötige Zahl an Delegierten für die Nominierung in ihren Parteien sichern. Doch schon damals war klar: Die offizielle Kandidatenkür würde erst im Sommer bei den Parteitagen der Republikaner und Demokraten erfolgen.

Dann aber kam noch vorher die große Wende: Am 21. Juli zog sich Biden aus dem Wahlkampf zurück. In den Wochen zuvor war der amtierende Präsident wegen seines mentalen Zustandes in der eigenen Partei massiv unter Druck geraten. Die Partei stellte sich anschließend geschlossen hinter Vizepräsidentin Kamala Harris. Anfang August kam sie bei einem Online-Votum auf 99 Prozent der rund 4500 abgegebenen Delegiertenstimmen.

Parteitage vor der US-Wahl 2024 werden von der Kür der Vizekandidaten begleitet

Noch vor dem Parteitag der Republikaner kürte Donald Trump den Senator J.D. Vance als Vizekandidaten. Die Begleitumstände der Versammlung konnten nicht dramatischer nicht sein. Trump war am 13. Juli bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Pennsylvania Ziel eines Attentats geworden. Die Attacke mitten im Wahlkampf löste in den USA und weltweit einen Schock aus. 

Etwa zwei Wochen vor dem Parteitag der Demokraten wählte Kamala Harris ihren Vizekandidaten aus: Tim Walz ist seit 2019 Gouverneur des Bundesstaats Minnesota und saß vorher lange als Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Auf dem Parteitag vom 19. bis 22. August in Chicago hätte auch Harris‘ offiziell nominiert werden sollen, aus bürokratischen Gründen wurde dies aber vorgezogen und digital abgewickelt.

Bilder einer Karriere: Kamala Harris strebt Präsidentenamt in den USA an

Mit dem Verzicht von Joe Biden auf die Kandidatur der Demokraten rückt seine Stellvertreterin Kamala Harris vor der US-Wahl 2024 in den Fokus.
Mit dem Verzicht von Joe Biden auf die Kandidatur der Demokraten ist seine Stellvertreterin Kamala Harris vor der US-Wahl 2024 in den Fokus gerückt.  © Saul Loeb/afp
Nachdem die Demokraten die Vizepräsidentin aufgestellt haben, hat Harris die Chance, als erste Frau in der Geschichte der USA das Präsidentenamt zu übernehmen. Damit wäre sie die mächtigste Frau der Welt.
Nachdem die Demokraten die Vizepräsidentin aufgestellt haben, hat Harris die Chance, als erste Frau in der Geschichte der USA das Präsidentenamt zu übernehmen. Damit wäre sie die mächtigste Frau der Welt. © Carlos Osorio/dpa
Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland im Bundesstaat Kalifornien geboren. Ihr Vater war aus Jamaika in die USA eingewandert, um Wirtschaft zu studieren. Ihre Mutter, eine 2009 verstorbene Brustkrebsforscherin, kam aus Indien in die USA. Sie kam aus Indien und lernte Harris‘ Vater in den 60er Jahren in den USA kennen. 
Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland im Bundesstaat Kalifornien geboren. Ihr Vater war aus Jamaika in die USA eingewandert, um Wirtschaft zu studieren. Ihre Mutter, eine 2009 verstorbene Brustkrebsforscherin, kam aus Indien in die USA. Sie lernte Harris‘ Vater in den 60er Jahren in den USA kennen. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Harris noch ein kleines Kind war.  © Courtesy of Kamala Harris/afp
Harris und ihre jüngere Schwester Maya wuchsen bei ihrer Mutter auf, zeitweise lebten sie im kanadischen Montreal. „Sie erzog uns zu stolzen, starken Schwarzen Frauen. Und sie hat uns beigebracht, unser indisches Erbe zu kennen und darauf stolz zu sein“, sagte Harris 2020 in einer Rede. Darin betonte sie auch, dass die USA einen Präsidenten brauchten, „der uns alle zusammenbringt – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – um die Zukunft zu erreichen, die wir gemeinsam wollen“.
Harris und ihre jüngere Schwester Maya wuchsen bei ihrer Mutter auf, zeitweise lebten sie im kanadischen Montreal. „Sie erzog uns zu stolzen, starken Schwarzen Frauen. Und sie hat uns beigebracht, unser indisches Erbe zu kennen und darauf stolz zu sein“, sagte Harris 2020 in einer Rede. Darin betonte sie auch, dass die USA einen Präsidenten brauchten, „der uns alle zusammenbringt – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – um die Zukunft zu erreichen, die wir gemeinsam wollen“. © Courtesy of Kamala Harris/afp
Harris wurde die erste Schwarze Bezirksstaatsanwältin von San Francisco und später die erste Generalstaatsanwältin und Justizministerin („Attorney General“) in ihrer Heimat Kalifornien. Schwester Maya Harris (Mitte) und Richterin Tani Cantil-Sakauye (links) gratulieren.
Harris wurde die erste Schwarze Bezirksstaatsanwältin von San Francisco und später die erste Generalstaatsanwältin und Justizministerin („Attorney General“) in ihrer Heimat Kalifornien. Schwester Maya Harris (Mitte) und Richterin Tani Cantil-Sakauye (links) gratulieren.  © Imago
Harris wurde die erste Schwarze Bezirksstaatsanwältin von San Francisco und später die erste Justizministerin in ihrer Heimat Kalifornien. Ihr harter Kurs ging vielen in der Partei allerdings viel zu weit. So kämpfte sie damals darum, auch solche Verurteilungen aufrechtzuerhalten, die nachgewiesenermaßen durch rechtswidrige Mittel wie Manipulation von Beweisen oder Falschaussagen zustande gekommen waren.
Ihr harter Kurs ging vielen in der Partei allerdings viel zu weit. So kämpfte sie damals darum, auch solche Verurteilungen aufrechtzuerhalten, die nachgewiesenermaßen durch rechtswidrige Mittel wie Manipulation von Beweisen oder Falschaussagen zustande gekommen waren. © Justin Sullivan/Getty Images/afp
In ihre Zeit als Generalstaatsanwältin fällt auch ein bemerkenswerter Kontakt. Kein Geringerer als Donald Trump spendete damals zweimal Geld für ihren Wahlkampf. 2011 überwies er erst 4000 Dollar an Harris, ehe er im Jahr 2013 noch einmal 1000 Dollar folgen ließ. Seine Tochter Ivanka Trump spendete im Jahr 2000 Dollar an Harris. Zu jener Zeit wurden in Kalifornien Vorwürfe gegen die Trump University untersucht, reihenweise Kundinnen und Kunden betrogen zu haben. Harris selbst hat die Klage nicht bearbeitet.
In ihre Zeit als „Attorney General“ fällt auch ein bemerkenswerter Kontakt. Kein Geringerer als Donald Trump spendete damals zweimal Geld für ihren Wahlkampf. 2011 überwies er erst 4000 Dollar an Harris, ehe er im Jahr 2013 noch einmal 1000 Dollar folgen ließ.  © Brendan Smialowski/afp
Seine Tochter Ivanka Trump spendete im Jahr 2000 Dollar an Harris. Zu jener Zeit wurden in Kalifornien Vorwürfe gegen die Trump University untersucht, reihenweise Kundinnen und Kunden betrogen zu haben. Harris selbst hat die Klage nicht bearbeitet.
Seine Tochter Ivanka Trump spendete im Jahr 2000 Dollar an Harris. Zu jener Zeit wurden in Kalifornien Vorwürfe gegen die Trump University untersucht, reihenweise Kundinnen und Kunden betrogen zu haben. Harris selbst hat die Klage nicht bearbeitet. © Franck Fife/AFP
Als Harris 2017 in den US-Senat einzog, nutzte sie ihre Erfahrung als Staatsanwältin auch in der Kongresskammer und tat sich bei Anhörungen ein ums andere Mal mit einem harten und effektiven Befragungsstil hervor. Ein perfektes Beispiel dafür war die Anhörung um die möglichen Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung, als sie die Befragten regelrecht in die Mangel nahm, konsequent auf Antworten drängte und immer wieder nachhakte.
Als Harris 2017 in den US-Senat einzog, nutzte sie ihre Erfahrung als Staatsanwältin auch in der Kongresskammer und tat sich bei Anhörungen ein ums andere Mal mit einem harten und effektiven Befragungsstil hervor. Ein perfektes Beispiel dafür war die Anhörung um die möglichen Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung, als sie die Befragten regelrecht in die Mangel nahm, konsequent auf Antworten drängte und immer wieder nachhakte.  © Pete Marovich/Imago
Vor allem der damalige US-Justizminister Jeff Sessions konnte ein Lied davon singen, den sie mit ihrer Befragung mächtig ins Schwitzen brachte. Offenbar war das für die Republikaner so schlimm, dass die Senatoren Richard Burr und John McCain die Prozedur unterbrachen und Harris baten, ihre Fragen doch bitte etwas höflicher zu stellen.
Vor allem der damalige US-Justizminister Jeff Sessions konnte ein Lied davon singen, den sie mit ihrer Befragung mächtig ins Schwitzen brachte. Offenbar war das für die Republikaner so schlimm, dass die Senatoren Richard Burr und John McCain die Prozedur unterbrachen und Harris baten, ihre Fragen doch bitte etwas höflicher zu stellen. © Pete Marovich/Imago
Und am 1. Mai 2019 wich der Justizminister und Trump-Vertraute William Barr ihren präzisen Fragen zum Abschlussbericht des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller aus – woraufhin Harris dem Justizminister den Rücktritt nahelegte. Das alles hinterließ Eindruck – bei Freund und Feind.
Und am 1. Mai 2019 wich der Justizminister und Trump-Vertraute William Barr ihren präzisen Fragen zum Abschlussbericht des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller aus – woraufhin Harris dem Justizminister den Rücktritt nahelegte. Das alles hinterließ Eindruck – bei Freund und Feind. © Mandel Ngan/afp
Auch den jetzigen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh brachte Harris bei dessen Anhörung immer wieder in Bedrängnis, vor allem das eine Mal, als sie den Abtreibungsgegner mit einer ganz speziellen Frage überraschte: „Können Sie sich ein Gesetz vorstellen, das der Regierung die Befugnis gibt, Entscheidungen über den männlichen Körper zu treffen?“
Auch den jetzigen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh brachte Harris bei dessen Anhörung immer wieder in Bedrängnis, vor allem das eine Mal, als sie den Abtreibungsgegner mit einer ganz speziellen Frage überraschte: „Können Sie sich ein Gesetz vorstellen, das der Regierung die Befugnis gibt, Entscheidungen über den männlichen Körper zu treffen?“  © Drew Angerer/afp
Bevor Biden bei der Wahl 2020 Harris zu seiner Vize machte, war sie in der parteiinternen Vorwahlen seine Gegenspielerin – und teilte damals mächtig aus. So warf sie Biden vor, in den 1970ern gegen die Praxis gewesen zu sein, Kinder mit Bussen zu Schulen in anderen Bezirken zu fahren – was vor allem der Integration schwarzer Schüler dienen sollte. Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Dies sei eine Entscheidung gewesen, die ein kleines Mädchen in Kalifornien verletzt habe: „Dieses kleine Mädchen war ich.“
Bevor Biden bei der Wahl 2020 Harris zu seiner Vize machte, war sie in der parteiinternen Vorwahlen seine Gegenspielerin – und teilte damals mächtig aus.  © Henry Griffin/dpa
So warf sie Biden vor, in den 1970ern gegen die Praxis gewesen zu sein, Kinder mit Bussen zu Schulen in anderen Bezirken zu fahren – was vor allem der Integration Schwarzer Schülerinnen und Schüler dienen sollte.
So warf sie Biden vor, in den 1970ern gegen die Praxis gewesen zu sein, Kinder mit Bussen zu Schulen in anderen Bezirken zu fahren – was vor allem der Integration Schwarzer Schülerinnen und Schüler dienen sollte.  © Win McNamee/AFP
Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Dies sei eine Entscheidung gewesen, die ein kleines Mädchen in Kalifornien verletzt habe: „Dieses kleine Mädchen war ich.“
Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Dies sei eine Entscheidung gewesen, die ein kleines Mädchen in Kalifornien verletzt habe: „Dieses kleine Mädchen war ich.“  © Saul Loeb/AFP
Die Erwartungen an Harris als Pionierin im Amt der Vizepräsidentin waren enorm. Sie konnte zunächst aber nicht wirklich punkten. Erst 2022 schien sie sich mehr und mehr in ihre Rolle einzufinden.
Die Erwartungen an Harris als Pionierin im Amt der Vizepräsidentin waren enorm. Sie konnte zunächst aber nicht wirklich punkten. Erst 2022 schien sie sich mehr und mehr in ihre Rolle einzufinden.  © Haiyun Jiang/AFP
Die Erwartungen an Harris als Pionierin im Amt der Vizepräsidentin waren enorm. Sie konnte zunächst aber nicht wirklich punkten. Erst 2022 schien sie sich mehr und mehr in ihre Rolle einzufinden. Sie ergriff eine führende Stimme beim Kampf für das Recht auf Abtreibung und setzte sich gegen Waffengewalt ein. Zudem hat Harris ihr außenpolitisches Profil geschärft. So bekannte sie sich im Februar 2024 in einer Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz explizit zur Nato und zur internationalen Zusammenarbeit. Harris vertrat Biden bei einem Ukraine-Gipfel in der Schweiz und mahnte Israel zur Mäßigung in Gaza.
So bekannte sie sich im Februar 2024 in einer Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz explizit zur Nato und zur internationalen Zusammenarbeit. Harris vertrat Biden bei einem Ukraine-Gipfel in der Schweiz und mahnte Israel zur Mäßigung in Gaza. © Sven Hoppe/dpa
Harris ist mit dem Rechtsanwalt Douglas Emhoff verheiratet. Eine Freundin arrangierte 2013 ein Blind Date der beiden in Kalifornien, wo sie damals lebten. Im Jahr darauf heirateten sie. Emhoff hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe: Cole und Ella. Sie nennen Harris „Momala“. Emhoff wurde als erster Mann zum „Second Gentleman“ in den USA. Nun könnte er sogar zum ersten „First Gentleman“ in der Geschichte der USA aufrücken.
Harris ist mit dem Rechtsanwalt Douglas Emhoff verheiratet. Eine Freundin arrangierte 2013 ein Blind Date der beiden in Kalifornien, wo sie damals lebten. Im Jahr darauf heirateten sie.  © Rob Schumacher/Imago
Cole und Ella Emhoff.
Emhoff hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe: Cole (2. von links) und Ella (dritte von links). Sie nennen Harris „Momala“. © Mark Hoffman/Imago
Emhoff wurde als erster Mann zum „Second Gentleman“ in den USA. Nun könnte er sogar zum ersten „First Gentleman“ in der Geschichte der USA aufrücken.
Emhoff wurde als erster Mann zum „Second Gentleman“ in den USA. Nun könnte er sogar zum ersten „First Gentleman“ in der Geschichte der USA aufrücken. © Saul Loeb/AFP
Kurz vor der US-Wahl 2024 trat Harris an einem symbolträchtigen Ort in der US-Hauptstadt auf. Dort, wo Donald Trump am 6. Januar 2021 seine Fans aufgewiegelt hatte.
Kurz vor der US-Wahl 2024 trat Harris an einem symbolträchtigen Ort in der US-Hauptstadt auf. Dort, wo Donald Trump am 6. Januar 2021 seine Fans aufgewiegelt hatte.  © Amid Farahi/AFP
Tausende Menschen jeden Alters kamen zu ihrem Auftritt. Stundenlang hatten sie in langen Schlangen gewartet, um auf das Gelände zu gelangen. Immer wieder wurde Harris bei ihrer Rede von „Kamala“-Sprechchören unterbrochen.
Tausende Menschen jeden Alters kamen zu ihrem Auftritt. Stundenlang hatten sie in langen Schlangen gewartet, um auf das Gelände zu gelangen. Immer wieder wurde Harris bei ihrer Rede von „Kamala“-Sprechchören unterbrochen.  © Brendan Smialowski/AFP
Bei der US-Wahl 2024 kommt es vor allem auf die Ergebnisse in sieben sogenannten Swing States an, in denen der Ausgang völlig offen ist. Ein Beispiel ist Wisconsin.
Bei der US-Wahl 2024 kommt es vor allem auf die Ergebnisse in sieben sogenannten Swing States an, in denen der Ausgang völlig offen ist. Ein Beispiel ist Wisconsin.  © Roberto Schmidt/AFP
Pennsylvania entsendet 19 Wahlleute ins Electoral College und gilt somit als der wichtigste der sieben Swing States. Für Kamala Harris ist ein Sieg im Bundesstaat im Osten der USA Pflicht.
Pennsylvania entsendet 19 Wahlleute ins Electoral College und gilt somit als der wichtigste der sieben Swing States. Für Kamala Harris ist ein Sieg im Bundesstaat im Osten der USA Pflicht.  © Angela Weiss/AFP

TV-Duelle zwischen Harris und Trump gehören zu den wichtigsten Terminen vor der US-Wahl

Insgesamt sind vor der US-Wahl 2024 drei Fernsehdebatten geplant – zwei von Harris und Trump und eines der Vizekandidaten Walz und Vance. Los geht es am 10. September. Dann werden Trump und Harris beim Fernsehsender ABC News zu ihrem ersten TV-Duell gegeneinander antreten. Den Termin hatten zuvor bereits Trump und Biden vereinbart. Zudem ist noch eine zweite Debatte im Oktober geplant. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Das TV-Duell zwischen Walz und Vance beim Sender CBS News ist für den 1. Oktober angesetzt.

Trump hatte ursprünglich drei TV-Duelle mit Harris im September austragen wollen. Zudem hatte Vance vorgeschlagen, im September eine weitere Debatte mit seinem Gegenpart zu führen.

DatumTV-Debatte
10.09.2024Debatte zwischen Harris und Trump bei ABC News
01.10.2024Debatte zwischen Walz und Vance bei CBS News
Oktober 2024Debatte zwischen Harris und Trump geplant

Briefwahl beginnt bei der US-Wahl 2024 schon im September

Die Mehrheit der Wahlberechtigten lebt in Bundesstaaten, in denen eine Briefwahl erlaubt ist. In manchen Bundesstaaten ist jedoch ein Grund – wie eine Reise, Arbeit oder Krankheit – erforderlich, um einen Stimmzettel zu erhalten. Meistens beträgt die Frist für die Anforderung von Briefwahlunterlagen weniger als zwei Wochen vor dem Wahltag. Der Postdienst empfiehlt jedoch, diese so früh wie möglich anzufordern und sie mindestens eine Woche vor der in ihrem Bundesstaat geltenden Frist zur Stimmzettelrücksendung abzuschicken. Die Briefwahl beginnt in der Regel im September, den Start macht North Carolina am 6. September.

Stimmabgabe bei der US-Wahl 2024 startet vorzeitig: Erster Termin im September

Schon mehrere Wochen vor der Wahl ist es auch möglich, vorzeitig wählen zu gehen. Dazu kann ein Wahllokal aufgesucht oder der Umschlag zur Briefwahl persönlich abgegeben werden. In vielen Bundesstaaten sind die Bestimmungen zur vorzeitigen Stimmabgabe aber je nach Bezirk unterschiedlich. 

DatumBundesstaaten
20. SeptemberVirginia
26. SeptemberIllinois
7. OktoberKalifornien
8. OktoberIndiana, New Mexiko, Ohio
9. OktoberArizona
15. OktoberGeorgia
16. OktoberKansas, Rhode Island, Tennessee
17. OktoberNorth Carolina
18. OktoberLouisiana
19. OktoberMassachusetts, Nevada
21. OktoberAlaska, Arkansas, Colorado, Connecticut, Idaho, North Dakota, South Carolina, Texas
22. OktoberHawaii, Missouri, Utah
23. OktoberWest Virginia
24. OktoberMaryland
25. OktoberDelaware
26. OktoberFlorida, Michigan, New Jersey, New York
28. OktoberDistrict of Columbia
30. OktoberOklahoma
31. OktoberKentucky

Termin der US-Wahl 2024 für den Kalender: Am 5. November ist Wahltag in den USA

Da sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, öffnen die Wahllokale zwar alle am 5. November, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Die Staaten der Ostküste beginnen. Stunden später öffnen und schließen die Wahllokale in den Bundesstaaten der Westküste.

Electoral College tritt nach der US-Wahl 2024 für einen entscheidenden Termin zusammen

Der US-Präsident wird nur indirekt vom Volk gewählt. Am 5. November 2024 werden in den einzelnen Bundesstaaten nur die 538 Wahlleute bestimmt, die dem sogenannten Electoral College angehören. Diese kommen am 17. Dezember 2024 in den jeweiligen Hauptstädten ihrer Bundesstaaten zusammen, um ihre Stimmen abzugeben. 

Die Stimmzettel werden nach der Wahl versiegelt und der Vizepräsidentin in der Funktion als Präsidentin des Senats übergeben. Am 6. Januar 2021 werden die versiegelten Stimmzettel bei einer gemeinsamen Kongress-Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat geöffnet und ausgezählt. Die Präsidentin des Senats ist bei Zählung Vorsitzende und gibt die Ergebnisse der Wahl offiziell bekannt. Um gewählt zu werden, ist eine Mehrheit von 270 Stimmen nötig.

Letzter Termin der US-Wahl 2024: Amtseinführung am 20. Januar 2025

Die Amtseinführung („Inauguration“) erfolgt seit 1937 grundsätzlich am 20. Januar. Um 12.00 Uhr Ortszeit endet die Amtszeit von Joe Biden und Kamala Harris. Danach legen die Neugewählten bei einer festlichen Zeremonie vor dem Kapitol in der Hauptstadt Washington ihre Amtseide ab. Damit übernehmen sie offiziell die Amtsgeschäfte – entweder Kamala Harris und Tim Walz oder Donald Trump und J.D. Vance. (cs)

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