Söder attackiert die AfD – und wirft „Chaos-Club“ Ampel Versagen vor
VonEileen Kelpe
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Ministerpräsident Markus Söder zeigt scharfe Kante gegen die AfD: In Bayern werde es keinen Landrat oder Bürgermeister der Partei geben.
München – „Für die CSU gilt: Auf keiner Ebene wird mit der AfD kooperiert“, macht Ministerpräsident Markus Söder in einem Interview mit der Welt am Sonntag vom 29. Juli deutlich. Kurz vor der Bayern-Wahl bekräftigte er diesen Standpunkt nochmal vehement. Dafür, dass die Umfragewerte der AfD bundesweit so hoch liegen, macht er die Politik der Ampelregierung verantwortlich – und bezeichnet diese als „Chaos-Club“.
„Fünfte Kolonne Moskaus“: Markus Söder schließt Kooperation mit AfD aus
Zur AfD gebe es nur eine klare Abgrenzung, betont Söder im Interview und unterscheidet deutlich zwischen den politischen Stoßrichtungen von seiner CSU und der AfD: „Die Union ist konservativ. Sie will bewahren und schützen. Die AfD ist radikal. Sie will einen anderen Staat.“ Er schließt auf allen Ebenen eine Kooperation – auch auf kommunaler Ebene. So solle es keinen Landrat oder Bürgermeister von der AfD geben. Sein Ton wird noch schärfer, als er sagt, dass unter der AfD Deutschland zu einem Vasallenstaat von Putin werde. „Franz Josef Strauß hätte die AfD daher als ‚fünfte Kolonne Moskaus‘ bezeichnet“, so Söder.
Bayern sieht er hingegen als Gegenkonzept zu Berlin: Der Freistaat lege mehr Fokus auf wirtschaftlichen Wohlstand und innere Sicherheit und arbeite so gegen die AfD, die genau mit diesen Ängsten, die daraus entstehen, punkten würden. Von den mehrdeutigen AfD-Aussagen im Sommerinterview des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz hatte Söder sich öffentlich distanziert. Im Interview betonte Söder dennoch, dass er und Merz „hervorragend zusammenarbeiten“ würden. (eike)