News-Ticker

Ukraine-Krieg: Trump verärgert über Russland-Kampfjets – Selenskyj plant separate Angriffstruppen

Alle Autoren
    schließen
  • Simon Schröder
  • Felix Busjaeger
    Felix Busjaeger
  • Bedrettin Bölükbasi
    Bedrettin Bölükbasi
  • Sonja Thomaser
    Sonja Thomaser
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun
  • Nils Thomas Hinsberger
    Nils Thomas Hinsberger
  • Felix Durach
    Felix Durach
  • Franziska Schwarz
    Franziska Schwarz

Putin testet die NATO: Russland fliegt mit Kampfjets durch Estland und dringt in den Luftraum von Polen ein. Trump reagiert. Aktuelle News im Ukraine-Ticker.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Über alle weiteren Entwicklungen bleiben Sie mit unserem neuen Ukraine-Ticker auf dem Laufenden.

Update, 12:54 Uhr: Inmitten der aktuellen Lage des Ukraine-Kriegs hat sich Wolodymyr Selenskyj zur künftigen Struktur der ukrainischen Armee geäußert. Angesichts der Bedrohung aus Russland kündigte der Präsident an, offiziell Angriffstruppen aufstellen zu lassen. „Wir haben Angriffsbataillone und -regimenter gebildet, die im Jahr 2025 eindeutig gute Ergebnisse gezeigt haben. Wir haben beschlossen, sie auf eine rechtliche Grundlage zu stellen“, sagte er laut Ukrinform. „Wir werden nun separate Angriffstruppen bilden. Wir haben dieser Entscheidung bereits zugestimmt.“ Selenskyj ergänzte, dass die Angriffstruppen eine Drohnenkomponente umfassen würden.

Update, 11:50 Uhr: Die Verletzungen des NATO-Luftraums hat westliche Staaten in der Nacht zum Samstag in Aufruhr versetzt. Inmitten der angespannten Lage hat die Ukraine ihre Attacken auf Russlands Wirtschaft fortgesetzt. Erneut brannten Öl-Raffinieren. Wie unter anderem Astra berichtet, wurde eine strategische Einrichtung in der Oblast Saratow getroffen. Die Anlage ist für 2,54 % der gesamten Ölraffinerie-Kapazität Russlands verantwortlich.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Wie verheerend der Angriff der Ukraine auf Russland war, ist bislang nicht bekannt. Die Streitkräfte von Wolodymyr Selenskyj setzen allerdings seit Monaten auf gezielte Attacken gegen die russische Wirtschaft. Ziel ist es, Exporte zu erschweren und so die Finanzierungsmöglichkeiten für den Ukraine-Krieg zu schwächen.

Reaktion auf Kampfjet-Zwischenfall über Estland: Opposition will Grenze schließen lassen

Update, 10:45 Uhr: Der estnische öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtet, dass der Vorsitzende der estnischen Oppositionspartei Isamaa, Urmas Reinsalu, nach dem Zwischenfall mit russischen Kampfjets die Schließung der Ostgrenze fordert. „Die Sicherheitslage wird auch an der Ostgrenze deutlich angespannter, und ich denke, dies ist eine angemessene Reaktion auf das Verhalten Russlands“, sagte er demnach.

Laut Ukrainska Prava erklärte der estnische Innenminister Igor Taro zuletzt, dass die Schließung der Landgrenze derzeit nicht zur Diskussion stehe. Dies wird dadurch begründet, dass die russischen Jets den Lauftraum verletzt hätten – und eine Schließung der Landgrenze eine Art Provokation an Land erfordern würde.

Update: 9:30 Uhr: Nach dem Zwischenfall über Estland mit Kampfjets aus Russland galt in der Nacht zu 20. September unter anderem in Polen höchste Alarmbereitschaft. Als Reaktion auf die jüngsten Angriffe im Ukraine-Krieg hätten die polnischen Streitkräfte „alle erforderlichen Kräfte und Mittel mobilisiert“. Das teilte das Kommando der polnischen Streitkräfte mit. „Die Kampfjets wurden in Bereitschaft versetzt und die bodengestützten Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme auf höchste Kampfbereitschaft gebracht“, hieß es in einer Mitteilung. Laut polnischen Medien wurde der Einsatz am späteren Morgen beendet.

NATO-Zwischenfall über Estland mit Russland-Kampfjets

Update, 8:58 Uhr: Während die Auswirkungen des Kampfjet-Zwischenfalls über Estland weiter die NATO-Staaten herausfordert, bleibt auch die Lage im Ukraine-Krieg angespannt. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt gab, stiegen zuletzt auch Russlands Verluste im Krieg weiter. Den Informationen nach hat Wladimir Putin in den vergangenen 24 Stunden 1070 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder verletzt oder getötet.

Auch die weiteren Verluste Russlands im Ukraine-Krieg steigen weiter: Inzwischen wurden mindestens 11.192 Panzer sowie 23.280 gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört. Seit Beginn des Konflikts am 24. Februar 2022 hat die russische Armee rund 1.100.600 Soldaten verloren.

Update, 8:16 Uhr: Als Reaktion auf die erneute Verletzung des Luftraums eines NATO-Landes hat der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe erklärt, dass eine starke europäische Luftverteidigung nötiger denn je sei. Russlands Präsident Putin provoziere nicht nur, sondern teste die europäische Verteidigungsfähigkeit.

Update, 7:47 Uhr: Nach dem Kampfjet-Vorfall über Estland sieht Militärexperte Carlo Masala eine neue Eskalationsstufe erreicht und spricht von einem neuen „Level der Provokation“. Gegenüber der Bild sagte er: „Der estnische Luftraum wurde dieses Jahr bereits viermal verletzt, aber nie von drei MIGs gleichzeitig und nicht 12 Minuten lang.“

US-Präsident Trump sieht sich als Opfer einer medialen Hetzkampagne.

„Also, ich bin nicht begeistert davon. Ich bin nicht begeistert davon. Ich mag es nicht, wenn das passiert“, kommentierte derweil US-Präsident Donald Trump die jüngste Entwicklung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Gegenüber Reportern im Weißen Haus mutmaßte er, dass der Kampfjet-Zwischenfall ein „großes Ärgernis“ werden könnte.

Kampfjet-Zwischenfall über Estland: Russland bestreitet Vorwürfe

Update vom 20. September, 6:06 Uhr: Russlands Regierung hat die Darstellung Estlands bestritten, dass drei russische Kampfjets den Luftraum des baltischen NATO-Landes verletzt haben sollen. „Der Flug wurde unter strikter Einhaltung der internationalen Luftraumregeln durchgeführt, ohne die Grenzen anderer Staaten zu verletzen“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit.

„Während des Fluges wichen die MiG-31-Jets nicht von der abgesprochenen Flugroute ab und verletzten nicht den estnischen Luftraum“, hieß es weiter. Vielmehr habe die Route über neutrale Gewässer, mehr als drei Kilometer nördlich der estnischen Ostsee-Insel Vaindloo geführt. Die Angaben aus Moskau ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Zwischenfall mit Russland-Kampfjets über Estland: NATO reagiert

Update, 22.36 Uhr: Russische Kampfflugzeuge sind in den Luftraum von Estland und Polen eingedrungen. Der Westen reagierte entsetzt auf den Vorfall. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte am Freitagabend das Vorgehen der russischen Streitkräfte. Russland weite seine „destabilisierende Tätigkeit“ aus, erklärte Selenskyj auf X. „Das sind keine Zufälle. Das ist eine systematische russische Kampagne gegen Europa, gegen die Nato, gegen den Westen. Und sie erfordert eine systematische Reaktion“, schrieb Selenskyj. Er forderte ein „starkes Vorgehen“ sowohl einzelner Staaten als auch im Verbund. Estland hat bereits ein Treffen nach Artikel 4 der NATO-Mitglieder beantragt. Anfang kommender Woche wollen die Vertreter in Brüssel zu Beratungen zusammenkommen.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Update, 20.53 Uhr: Nach dem wiederholten Eindringen von russischen Kampfflugzeugen in den Hoheitsraum der NATO ist die Sicherheitsdebatte neu entbrannt. Wegen des Zwischenfalls in Estland und Polen forderte Militärexperte Fabian Hoffmann (Uni Oslo) ein entschlossenes Handeln der westlichen Militärallianz. „Die Lage ist äußerst ernst einzuschätzen. Russland testet weiterhin die Grenzen, und die NATO muss früher oder später reagieren, sonst verliert das Bündnis seine Glaubwürdigkeit“, sagte der Fachmann der Bild-Zeitung und fügte hinzu: „Jetzt sollte eine klare Warnung erfolgen, dass beim erneuten Eindringen russischer Militärflugzeuge in den Nato-Luftraum dieser aktiv verteidigt und die Flugzeuge abgeschossen werden.“

Erst Estland, dann wieder Polen: Putin fordert mit Kampfjets die NATO heraus

Update, 19:57 Uhr: Russland testet die NATO: Putins Kampfjets haben offenbar auch die Sicherheitszone der Bohrplattform Petrobaltic in der Ostsee verletzt. Der polnische Grenzschutz meldete den Vorfall auf X und informierte die Streitkräfte. Die Flugzeuge flogen im Tiefflug über die Plattform und drangen dabei in deren Schutzbereich ein. Wenige Stunden zuvor war bekannt geworden, dass auch Jets im Luftraum von Estland abgefangen werden mussten. Der baltische Staat hat deswegen bereits ein Treffen der Mitgliedsländer angefordert.

Russische Kampfflugzeuge auf NATO-Gebiet gesichtet: Estland aktiviert Artikel 4

Update, 19:55 Uhr: Estland beantragt Nato-Konsultationen nach Artikel 4, nachdem drei russische Kampfflugzeuge in den estnischen Luftraum eingedrungen sind. Regierungschef Kristen Michal bezeichnete die Luftraumverletzung am Freitagabend auf X als „vollkommen inakzeptabel“ und kündigte entsprechende Beratungen mit den Verbündeten an. Artikel 4 des Nato-Vertrags ermöglicht Konsultationen zwischen den Mitgliedsstaaten, wenn ein Mitglied seine territoriale Integrität, Unabhängigkeit oder Sicherheit bedroht sieht.

Update, 18:45: Russische Kampfjets verletzten zwölf Minuten lang den estnischen Luftraum. Die NATO fing die drei Flugzeuge ab und reagierte nach eigenen Angaben sofort auf den Vorfall. Doch im Bündnis sorgte der Vorfall für Empörung. NATO-Sprecherin Allison Hart bezeichnete das Ereignis auf X als „weiteres Beispiel für das rücksichtslose Verhalten Russlands“.

Vorfall mit russischen Kampfjets über Estland: Kallas reagiert scharf

Update, 17:29 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete den Vorfall in Estland als „äußerst gefährliche Provokation“. Sie verwies darauf, dass es die dritte Verletzung des EU-Luftraums innerhalb weniger Tage gewesen sei und dies die Spannungen in der Region weiter verschärft. „Putin stellt die Entschlossenheit des Westens auf die Probe. Wir dürfen keine Schwäche zeigen“, schrieb die Estin auf der Plattform X und sicherte ihrem Heimatland die volle Solidarität der EU zu. 

Update, 17:15 Uhr: Das ukrainische 10. Armeekorps hat die Lage um die strategisch wichtige Stadt Kupjansk in der Region Charkiw als „angespannt“ bezeichnet. Das berichtet die Kyiv Post. Moskau sammle Truppen in umliegenden Siedlungen und bereite offenbar eine Offensive auf die Stadt vor. Kupjansk gilt als nächstes Ziel der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg. Die Ortschaft war Ende 2022 von ukrainischen Truppen befreit worden, steht aber seitdem unter konstantem russischen Beschuss. Oberstleutnant Oleksiy Belsky vom Militärbezirk Dnipro bestätigte gegenüber RBC Ukraine, dass die ukrainische Armee Russland bisher daran hindern konnte, den Fluss Oskil in der Region zu überqueren.

Ukraine-Krieg: Vorfall über Estland – Außenminister bestätigt Russlands Luftraumverletzung

Update, 16:40 Uhr: Der estnische Außenminister Margus Tsahkna bestätigte unterdessen den Vorfall. Estland habe beim ranghöchsten russischen Diplomaten im Land offiziell Protest eingelegt. Der Vorfall steht im Kontext der gestiegenen Spannungen an der östlichen Flanke der NATO. Tsahkna erklärte, dass Russland in diesem Jahr bereits viermal den estnischen Luftraum verletzt habe, was an sich schon nicht hinnehmbar sei.

Der aktuelle Vorfall sei jedoch besonders schwerwiegend, da drei Kampfjets beteiligt waren. Er ereignete sich etwa eine Woche, nachdem in der Nacht vom 9. auf den 10. September über 20 russische Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen waren. Einige dieser Drohnen wurden daraufhin von NATO-Jets abgeschossen. Westliche Vertreter äußerten, dass Russland damit die Bereitschaft und Entschlossenheit des Bündnisses teste. Der Minister forderte: „Auf Russlands zunehmende Erprobung der Grenzen und seine Aggressivität muss mit einer raschen Verschärfung des politischen und wirtschaftlichen Drucks reagiert werden.“

Update, 16.29 Uhr: Bei der Luftraumverletzung in Estland soll es sich um drei russische MiG-31 Kampfjets handeln. Das berichtet Politico. Die Jets sollen sich 12 Minuten in NATO-Luftraum aufgehalten haben, bis italienische F-35 Jets die feindlichen Flugzeuge abfingen.

Update, 16.19 Uhr: Russische Kampfjets sollen in den estnischen Luftraum eingedrungen sein. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Quellen in der EU und NATO. Mehr Informationen zu dem Vorfall sind bisher noch nicht bekannt.

Kein Ende des Ukraine-Kriegs: Russland mit Geländegewinnen in Donezk

Update, 15.59 Uhr: Russische Truppen haben ihre größten Geländegewinne in Richtung Liman in der ostukrainischen Region Donezk erzielt. Das zeigen neue Karten des ukrainischen Open-Source Projektes DeepState, wonach Wladimir Putins Truppen besonders in den Gebieten Shandryholove und Selena Dolina im Ukraine-Krieg vorgerückt ist.

Update, 15.38 Uhr: US-Senatoren haben einen parteiübergreifenden Gesetzesentwurf zur drastischen Ausweitung der Sanktionen gegen Russlands „Schattenflotte“ von Öltankern vorgelegt. Die Maßnahme zielt darauf ab, Wladimir Putins Kriegsfinanzierung im Ukraine-Krieg weiter zu limitieren.

Der republikanische Senator Jim Risch und die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen bringen das Gesetz am Freitag ein, wie die Financial Times berichtet. „Putin nutzt alle verfügbaren Mittel, um US-Sanktionen zu umgehen, und die USA ergreifen harte Maßnahmen gegen diese illegale ‚Schattenflotte‘ von Schiffen, mit denen er seinen Krieg finanziert“, sagte Risch. Das Gesetz würde auch russische Flüssigerdgasprojekte und die Rüstungsindustrie treffen.

Ukraine-Krieg: EU plant „Drohnenmauer“, um NATO-Grenze vor russischen Drohnen zu schützen

Update, 15.12 Uhr: Die Europäische Union plant, Gespräche über eine „Drohnenmauer“ entlang ihrer östlichen Grenze zu führen. Ende September möchte der EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius, mit Verteidigungsministern aus osteuropäischen Staaten sowie einem Vertreter der Ukraine über dieses Vorhaben diskutieren.

Anlass für diese Initiative sind russische Drohnenangriffe, die Anfang September Polen erreichten. „Wir wollen wirklich sehr, sehr intensive und effektive Vorbereitungen vorantreiben, um diese Lücke zu schließen, die wirklich sehr gefährlich für uns ist“, erklärte Kubilius gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die geplante Verteidigungsstruktur soll eine Kombination aus Sensoren, Luftabwehrsystemen und Störtechnologien umfassen. Die Ukraine, die sich im Krieg befindet, sei bereit, ihre Erfahrungen aus dem Kampf zu teilen.

Update, 13.50 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow plant laut der russischen Nachrichtenagentur Tass ein Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio am Rande der 80. Tagung der UN-Generalversammlung. Gegenüber dem russischen Sender Russia-24 erklärte Lawrow: „Ich kann die Einzelheiten noch nicht preisgeben, da es sie noch nicht gibt. Es ist klar, dass sie eine ganze Reihe von Themen besprechen werden, sowohl bilaterale als auch multilaterale. Es gibt noch keine Tagesordnung als solche, aber ein solches Treffen ist geplant.“

Ukraine wartet auf Gesprächsbereitschaft Russlands im Ukraine-Krieg

Update, 13.13 Uhr: Rustem Umerow, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, bekräftigte in einem CNN-Interview die Unterstützung seines Landes für die Friedenspläne von US-Präsident Donald Trump. Derzeit fänden jedoch keine Gespräche zwischen Kiew und Moskau statt. Stattdessen warte man auf bi- oder trilaterale Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Russland zeige keine Bereitschaft die Verhandlungen fortführen zu wollen.

Update, 12.47 Uhr: Die EU-Kommission hat am Freitag ein neues gegen Russland gerichtetes Sanktionspaket vorgestellt. „Wir können bestätigen, dass die Kommission ein neues Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet hat, das 19. Paket“, sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Dies werde nun den Mitgliedstaaten zur Genehmigung vorgelegt.

Bisher hat die EU 18 Sanktionspakete gegen Russland verabschiedet, um Moskau wegen seines Angriffskrieges in der Ukraine unter Druck zu setzen. Neben Wirtschaftssanktionen gehören dazu auch Maßnahmen gegen einzelne Personen sowie Organisationen wie etwa Parteien, Banken und Medienhäuser.

Ukraine-Geheimdienst greift Schwarzmeer-Insel im Ukraine-Krieg an

Update, 12.39 Uhr: Truppen des ukrainischen Militärgeheimdienstes griffen eigenen Angaben zufolge eine kleine Insel im Schwarzen Meer an. Der Kyiv Independent berichtet, dass die Truppen auf der Tendra-Nehrung in der Oblast Cherson ein russisches Mehrzweck-Kettenfahrzeug vom Typ DT-10 Vityaz zerstört hätten. Bei der nächtlichen Aktion sollen die Soldaten zusätzlich Minen gelegt haben.

Update, 12.05 Uhr: Die russische Armee meldete die Einnahme zweier ukrainischer Dörfer im Osten des Landes. Laut Reuters und der staatlich-russischen Nachrichtenagentur Tass handelt es sich um die Dörfer Murawka in der Region Donezk und Nowoiwaniwka in Saporischschja. Die Ukraine äußerte sich bislang nicht zu der Behauptung.

Update, 11.42 Uhr: Russland kündigte ein fünf Milliarden Dollar teures Satelliteninternet-Projekt als Alternative zu Starlink an. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RBC. Das Projekt „Rassvet“ soll direkt mit Elon Musks SpaceX-Dienst konkurrieren, der die Ukraine im Krieg bei der Kommunikation unterstützt.

Dmitri Bakanow, Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, bestätigte gegenüber dem russischen Propagandisten Wladimir Solowjow die Inspektion mehrerer Testsatelliten. Das private Raumfahrtunternehmen Bureau 1440 soll bis 2030 insgesamt 292 neue Satelliten ins All bringen und damit 97 Prozent der russischen Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgen.

Update, 07.34 Uhr: Trump hat eine US-Beteiligung bei der Friedenssicherung im Ukraine-Krieg angekündigt. Der US-Präsident erklärte bei Fox News seine Bereitschaft zur Unterstützung nach Kriegsende. „Wenn ich ‚Hilfe aus der Luft‘ sage, meine ich die Sicherheit nach dem Ende des Krieges. Nach dem Ende des Krieges würden wir also helfen, den Frieden zu sichern. Und ich denke, das wird letztendlich auch passieren“, so Trump.

NATO muss sich bei Abschreckung gegen Putin beeilen – Röttgen warnt Verteidigungsbündnis

Update vom 19. September, 05:35 Uhr: Bei der Aufrüstung der NATO zur Abschreckung Russlands hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen zu großer Eile gemahnt. Die Geheimdienste seien sich einig darüber, dass Russland bis etwa 2029 „die Fähigkeit zu einem großräumigen Krieg in Europa“ haben werde, sagte er in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.

Er sei zudem überzeugt, dass Kreml-Chef Wladimir Putin die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ausnutzen und „etwas jenseits der Ukraine tun“ werde. „Und darum ist es wirklich ein hartes Rennen gegen die Zeit. Wir verlieren immer noch zu viel Zeit“, warnte Röttgen.

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AP/dpa

Kommentare