Beim Parteitag der Republikaner in Milwaukee waren auch die berühmten Käsehüte zu sehen. Sie haben sich über den Sport hinaus zu einem kulturellen und politischen Symbol von Wisconsin entwickelt. Im Swing State wird bei der US-Wahl ein knappes Ergebnis zwischen Kamala Harris und Donald Trump erwartet.
Wisconsin spielt als Swing State bei der US-Wahl eine entscheidende Rolle. Umfragen deuten auf ein enges Ergebnis zwischen Harris und Trump hin.
Washington, DC – Das Ergebnis der US-Wahl ist völlig offen. Wird Kamala Harris als erste Frau zur Präsidentin gewählt? Oder kehrt doch wieder Donald Trump ins Weiße Haus zurück? Entscheiden werden diese Fragen in den sogenannten Swing States. Diese Bundesstaaten der politischen Mitte haben in der Vergangenheit mal für die Demokraten, mal für die Republikaner gestimmt. Sie „schwingen“ also zwischen den beiden Parteien hin und her.
Wohn aber schwingt das Pendel in diesem Jahr? Das ist kaum verlässlich vorherzusagen. Die aktuellen Umfragen zur US-Wahl deuten in den Swing States auf ein äußerst knappes Rennen zwischen Trump und Harris hin. Dies trifft auch auf Wisconsin zu.
Das war das Ergebnis bei der US-Wahl vor vier Jahren im Swing State Wisconsin
Wisconsin bildet zusammen mit Michigan und Pennsylvania die „blaue Wand“ der Demokraten. Obwohl die Republikaner hier lange dominierten, ist der nordöstliche Bundesstaat seit 1988 fast durchgehend in demokratischer Hand. Eine Ausnahme gab es allerdings: 2016 gewann Donald Trump in Wisconsin.
Trotz zahlreicher Umfragen, die Trump nicht als Sieger prognostizierten, konnte er sich 2016 mit einem Vorsprung von 0,7 Punkten (22.748 Stimmen) gegen Hillary Clinton durchsetzen. 2020 verlief das Rennen ähnlich knapp: Am Ende lag Joe Biden mit 20.682 Stimmen vor Trump. Bei 3,3 Millionen abgegebenen Stimmen entsprach dies ebenfalls einem Vorsprung von 0,7 Prozentpunkten.
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Aktuelle Umfragen zum Ausgang der US-Wahl: So ist der Stand im Swing State Wisconsin
Wisconsin war einst für seine ausgewogene und höfliche Politik bekannt. Heute ist die politische Auseinandersetzung zwischen Demokraten und Republikanern hier jedoch deutlich intensiver. Während einige die US-Demokratie zu bewahren versuchen, befürchten andere einen wirtschaftlichen Absturz. Aktuelle Umfragen sehen Harris in Wisconsin knapp vorne.
Bei der US-Wahl werden in Wisconsin zehn Stimmen für das Electoral College vergeben. Wer mindestens 270 der 538 Wahlleute in diesem Wahlgremium für sich gewinnen kann, wird letztlich ins Weiße Haus einziehen.
Wann bei der US-Wahl das Ergebnis im Swing State Wisconsin feststeht
Die ersten Prognosen zum Ausgang der Wahl in Wisconsin werden normalerweise schon am Wahlabend veröffentlicht. Die Medien in den USA verkünden sie allerdings nur dann, wenn sie auch sicher sind, den Wahlausgang korrekt vorhersagen zu können. Wie lange dies in Wisconsin dauern wird, ist ungewiss. Denn nach wie vor gilt die Regel, dass Stimmzettel aus der Briefwahl oder der vorzeitigen Wahl („Early Voting“) nicht vor dem Wahltag bearbeitet werden dürfen. Das bedeutet, dass diese Stimmen erst nach Schließung der Wahllokale ausgezählt werden dürfen.
Es ist daher zu erwarten, dass die Auszählung einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Bei einem engen Rennen („too close to call“) könnte es eine Weile dauern, bis das Ergebnis in Wisconsin bekannt gegeben wird. (cs)