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Lage im Ukraine-Krieg: NATO-Land will Russland-Jets bei Luftraumverletzung abschießen

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  • Franziska Schwarz
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  • Bedrettin Bölükbasi
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  • Simon Schröder

Die Lage im Ukraine-Krieg ist weiter angespannt. Nachdem Russland estnischen Luftraum verletzt hat, treffen sich Selenskyj und Trump in New York.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. In unserem neuen Ukraine-Ticker halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

Update, 15:14 Uhr: Polens Regierungschef Donald Tusk kündigte an, dass das Land entschlossen auf Luftraumverletzungen reagieren werde. Die Regierung sei bereit, Flugobjekte abzuschießen, die in den polnischen Luftraum eindringen und eine Bedrohung darstellen könnten, berichteten polnische Medien von einer Pressekonferenz in Sierakowice. Darüber hinaus gebe es keine Diskussion, fügte er hinzu.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

In weniger klaren Situationen sei jedoch Vorsicht geboten. Man müsse sorgfältig abwägen, bevor man Entscheidungen treffe, die zu einer ernsthaften Eskalation führen könnten, erklärte Tusk. Er verwies auf einen Vorfall am Freitag, bei dem zwei russische Kampfjets im Tiefflug einer polnischen Bohrinsel in der Ostsee nahe kamen, ohne die Grenze zu überschreiten. Tusk hob auch die Bedeutung der Verbündeten hervor. Polen müsse sicherstellen, dass diese den Vorfall ebenso ernst nehmen und Warschau im Falle einer Eskalation nicht allein lassen würden.

Update, 13:54 Uhr: Russische Staatsbürger sollen sich Berichten zufolge immer öfter gegen Drohnenangriffe versichern. Die russische Tageszeitung Kommersant berichtet von einem Anstieg des Marktes der privaten Versicherungen gegen Drohnen auf 25 bis 40 Milliarden Rubel (253,3 bis 405,3 Mio. Euro) im Jahr 2025. Vor allem in den Grenzregionen werde ein Anstieg der Versicherungsnachfragen erwartet.

Update, 13:20 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin will nach Angaben seines Sprechers Dmitri Peskow am Montag (22. September) „eine Reihe wichtiger Erklärungen“ abgeben. Darüber berichtet das US-Nachrichtenportal Newsweek. Das Treffen, bei dem die Ankündigungen gemacht werden sollen, soll um 15:30 Uhr Moskauer Zeit (16:30 Uhr deutscher Zeit) stattfinden.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Update, 13:05 Uhr: Russland hat die Anschuldigungen Estlands wegen einer angeblichen Luftraumverletzung durch drei Kampfjets scharf zurückgewiesen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warf der Regierung in Tallinn vor, bewusst eine konfrontative Atmosphäre schaffen zu wollen.

Moskau habe keine Beweise für die estnischen Vorwürfe erhalten, wonach russische Jets zwölf Minuten lang den Luftraum des Nato-Mitglieds verletzt haben sollen. „Russische Piloten halten sich stets an das Völkerrecht“, betonte Peskow.

Russland-Kampfjets abschießen? Debatte kocht hoch – „Tote Piloten würden Putin nicht umstimmen”

Update, 12:42 Uhr: Wie auf die jüngsten Luftraumverletzungen Russlands reagieren? Deutsche Politiker sind uneins. Während Unionspolitiker einen harten Kurs bis hin zum Kampfjet-Abschuss fordern, mahnen Grüne und FDP zur Besonnenheit. Ein Überblick über die aktuelle Debatte in „Tote Piloten würden Putin nicht umstimmen”.

Ukraine meldet im Krieg Angriffe mit 132 Drohnen – Schäden in Sumy und Kiew

Update, 11:51 Uhr: In der vergangenen Nacht wurden auch aus den Regionen Sumy und Kiew Verletzte und Schäden gemeldet. Die ukrainische Luftwaffe teilte laut Reuters mit, sie habe in der Nacht 132 russische Drohnen abgeschossen. Es habe aber auch Treffer von neun Drohnen an sieben Orten gegeben. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

Vor Ukraine-Krieg-Hintergrund: Macron sieht bewusste russische Provokationen

Update, 11:01 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Russlands Drohnen-Einflüge in den NATO-Luftraum als bewusste Provokation bezeichnet und neue Sanktionen gefordert. Der französische Staatschef widersprach damit Berichten über US-Präsident Donald Trumps Einschätzung, die Verletzungen des polnischen und rumänischen Luftraums seien versehentlich erfolgt.

„Es gibt keinen Fehler. Es gibt nur ein Projekt, das darauf abzielt, die maximalen Gebiete der Ukraine zu zerstören und die Schwäche der NATO zu verdeutlichen“, sagte Macron dem US-Sender CBS. Seine Reaktion verdeutlicht wachsende Meinungsunterschiede mit der Trump-Regierung über den Umgang mit russischen Provokationen.

Update, 9:29 Uhr: Die drei russischen MiG-31-Kampfjets, die vergangenen Freitag in den Luftraum über Estland eingedrungen sind, haben dabei wohl NATO-Signale ignoriert. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen hochrangigen estnischen Militärbeamten. Die Jets hätten demnach Signale italienischer Flugzeuge der baltischen Luftraumüberwachungsmission nicht beachtet, so der Beamte. Die zwölfminütige Verletzung des estnischen Luftraums verstärkt die Spannungen im Baltikum erheblich.

Update, 22. September, 5:57 Uhr: Schwere Verluste auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff auf einen Ferienort – drei Menschen starben, 16 weitere wurden verletzt, berichtet Reuters. Russland verurteilt die Attacke scharf als Terrorakt gegen Zivilisten. Moskaus Verteidigungsministerium sprach von einem „vorsätzlichen Terroranschlag auf ein ziviles Ziel“, wie der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Sergej Aksjonow mitteilte. Das russische Außenministerium machte westliche Unterstützung für Kiew verantwortlich und warf Nato sowie EU vor, Terrorismus in Europa zu fördern.

Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj will Gespräch mit Trump in New York suchen

Update, 21:19 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die Ukraine vor einer intensiven Woche voller diplomatischer Aktivitäten stehe. Besonders wichtig sei die bevorstehende UN-Generalversammlung in New York, bei der über zwanzig Treffen mit internationalen Staats- und Regierungschefs geplant seien. In seiner abendlichen Videoansprache äußerte Selenskyj: „Wir können viel erreichen, wenn unsere Partner uns zuhören und Vorschläge unterstützen, die wirklich zum Ende des Krieges beitragen.“

Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei ebenfalls vorgesehen, wobei Selenskyj kein genaues Datum nannte. Er unterstrich: „Es ist wichtig, dass diese Woche der Welt die Entschlossenheit zu entschlossenem Handeln vermittelt, denn ohne Stärke wird es keinen Frieden geben.“ Selenskyj hob zudem das neueste Sanktionspaket der EU gegen Russland hervor. Dieses solle den Druck auf die russische Schatten-Ölflotte und den Handel mit russischen Energieressourcen erhöhen, um Moskaus „Kriegskasse“ zu schwächen.

Vorbild Türkei: Kieswetter fordert russische Kampfjets in NATO-Luftraum abzuschießen

Update, 19:26 Uhr: Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter fordert indirekte Abschüsse von russischen Kampfjets, die den NATO-Luftraum verletzen. Das erklärte der Außenpolitiker gegenüber dem Tagesspiegel. „NATO und EU sollten sich ein Beispiel an der Türkei 2015 nehmen. Nach dem von der Türkei angekündigten Abschuss russischer Kampfflugzeuge bei erneuter Luftraumverletzung testete Russland dies erneut und die Türkei schoss konsequent ab“, erklärte Kiesewetter. Sollte die NATO nicht konsequent handeln, verliere sie an Glaubwürdigkeit, so der CDU-Politiker.

Lage im Ukraine-Krieg: Trump fordert von EU-Staaten mehr Härte gegen Putin

Update, 17:08 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Europa erneut aufgefordert, den Kauf russischen Öls zu stoppen und diesen mit verstärktem Druck auf Wladimir Putin im Ukraine-Krieg verknüpft. „Die Europäer kaufen Öl aus Russland – das sollte nicht passieren, oder?“, sagte Trump bei einer Rede in Mount Vernon, Virginia, wie Bloomberg berichtet.

Trump äußerte sich „sehr enttäuscht“ über Putin und argumentierte, der Ukraine-Krieg würde enden, wenn die Ölpreise „ein wenig mehr“ unter Druck gesetzt würden. Der US-Präsident wies seinen NATO-Botschafter Matt Whitaker an, den Druck auf Europa zu erhöhen: „Sie müssen aufhören, Öl aus Russland zu kaufen, Matt.“

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Mediazona bestätigt neue Zahlen

Update, 16:35 Uhr: Das unabhängige russische Medium Mediazona und die BBC haben die Identitäten von weiteren 15.000 mobilisierten russischen Soldaten bestätigt, die im Ukraine-Krieg getötet wurden. 42 Prozent dieser Todesfälle ereigneten sich im ersten Jahr nach Putins „Teilmobilmachung“ im September 2022.

Wie Mediazona und die BBC am Samstag berichteten, starben allein in den ersten neun Monaten 2025 mindestens 1.200 mobilisierte Truppen, die bisher verifiziert werden konnten. Baschkortostan und Tatarstan verzeichneten mit 884 und 861 bestätigten Todesfällen die höchsten Verluste, während Tschetschenien nur einen bestätigten Todesfall meldete. Das Durchschnittsalter der gefallenen Soldaten lag bei 35 Jahren. Insgesamt haben die beiden Medien bisher 133.117 getötete russische Soldaten im Ukraine-Krieg verifizieren können. Die Dunkelziffer soll jedoch deutlich darüber liegen.

Lage im Ukraine-Krieg: NATO beruft Sondersitzung am Dienstag ein

Update, 15:59 Uhr: Die NATO hat für Dienstag eine Sondersitzung des Nordatlantikrats einberufen, um über die Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets zu beraten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Beamte. Estland hatte nach dem Vorfall Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrags beantragt und sprach von einer „beispiellos dreisten“ Luftraumverletzung. Bisher stand noch nicht fest, an welchem Tag der NATO-Rat zusammenkommen würde.

Update, 15:40 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) hat drei russische Mi-8-Hubschrauber und eine Radarstation auf der besetzten Krim zerstört, wie der Kyiv Independent berichtet. Bei dem zerstörten Radar handelt es sich um ein mobiles Frühwarnsystem vom Typ 55Zh6U Nebo-U, das Tarnkappen-Flugzeuge und Marschflugkörper auf große Entfernungen aufspüren kann. „Die Luftflotte der russischen Invasoren in der vorübergehend besetzten Krim wurde durch erfolgreiche Kampfoperationen erneut reduziert“, teilte der HUR über Telegram mit. Die Krim bleibt seit Beginn des Ukraine-Kriegs eines der Hauptziele ukrainischer Angriffe auf russische Militärinfrastruktur.

Update, 14:47 Uhr: Nachdem drei russische MiG-31-Kampfjets am Freitag den estnischen Luftraum über dem Finnischen Meerbusen verletzt hatten, hat Estland für die kommende Woche eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. Es ist das erste Mal in 34 Jahren als UN-Mitglied, dass das EU- und NATO-Land offiziell eine solche Notfallsitzung fordert.

Das estnische Außenministerium erklärte: „Am 22. September wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um auf die dreiste Verletzung des estnischen Luftraums durch Russland am vergangenen Freitag zu reagieren.“ Außenminister Margus Tsahkna bezeichnete diesen Vorfall als „Teil eines breiteren Eskalationsmusters Russlands sowohl regional als auch global“ und verwies auf ähnliche Ereignisse in Polen und Rumänien in diesem Monat.

Update, 14:17 Uhr: Russland hat Generaloberst Alexander Lapin aus der Armee entlassen, wie Reuters berichtet. Der 61-jährige Kommandeur stand nach dem russischen Rückzug aus der ukrainischen Stadt Lyman 2022 in der Kritik und wurde später Chef des Militärbezirks Leningrad, berichtet das russische Medium RBC. In dieser Position führte er erneut Teile der russischen Streitkräfte an der Front im Ukraine-Krieg. Im August wurde Lapin bereits von Generaloberst Jewgeni Nikiforow abgelöst. Russland vollzieht damit weitere Personalwechsel in der Militärführung.

Ukraine-Krieg: USA wollen Militärmittel für mehrere NATO-Staaten streichen

Update, 11:52 Uhr: US-Präsident Donald Trump will die Finanzierung von Militärhilfen für baltische NATO-Staaten an der Grenze zu Russland stoppen. Die Regierung beantragte keine Verlängerung der bis September 2026 genehmigten Mittel, bestätigten Insider gegenüber Reuters. Estland, Lettland und Litauen sind hauptsächlich betroffen.

Die Entscheidung folgt Trumps „America First“-Doktrin und soll Europa zu höheren Verteidigungsausgaben bewegen. „Diese Maßnahme wurde mit den europäischen Ländern abgestimmt“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses der Financial Times. Demokratin Jeanne Shaheen warnte vor einer Schwächung der Verbündeten: Amerikanische Truppen würden gefährdet, wenn Ausbildungshilfen für Soldaten gekürzt werden.

Ukraine-Krieg: Kiews Drohnen treffen Putins Öl-Infrastruktur

Update, 10:41 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe soll erneut die russische Grenzregion Belgorod beschossen haben. Dabei sei eine Frau getötet worden, als ein Haus getroffen worden sei, teilte ihr Gouverneur laut Reuters auf Telegram mit. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist auch Belgorod wiederholt angegriffen worden.

UN-Generaldebatte: Welchen Ton schlägt Trump vor Ukraine-Krieg-Hintergrund an?

Update, 09:06 Uhr: Die Welt brennt, und Donald Trump prahlt: In der kommenden Woche startet die UN-Generaldebatte. Rund 150 Staats- und Regierungschefs reisen für den Beginn am Dienstag (23. September) nach New York. Ein Problem ist, dass die Welt in einer Reihe von Kriegen versinkt, auf die der US-Präsident zwar Einfluss hat, jedoch wie im Ukraine-Krieg keine Fortschritte vorweisen kann. Unklar bleibt auch, welchen Ton Trump gegenüber Russlands Präsident Wladmir Putin und Chinas Xi Jinping anschlagen wird. Beide bleiben der UN-Generaldebatte traditionell fern.

Bericht: Putin sieht Trumps Kurs angeblich als Signal für Eskalation im Ukraine-Krieg

Update, 21. September, 07:50 Uhr: Wladimir Putin rechnet offenbar nicht mit einer verstärkten Ukraine-Hilfe unter US-Präsident Donald Trump. Wie Bloomberg unter Berufung auf Kreml-Quellen berichtet, ist der russische Machthaber zu dem Schluss gekommen, dass Trump „wahrscheinlich nicht viel“ unternehmen werde, um die Verteidigung der Ukraine zu stärken.

Die Gespräche zwischen Washington und Moskau im August in Alaska hätten Putin davon überzeugt, dass der US-Präsident kein Interesse an einer Einmischung in den Ukraine-Krieg habe. Deshalb setze der Kremlchef nun auf eine militärische Eskalation, um die Ukraine zu Friedensverhandlungen nach seinen Bedingungen zu zwingen, so die Bloomberg-Quellen.

Geheimdienst SBU meldet im Ukraine-Krieg Angriff auf Ölstationen in Russland

Update, 21. September, 07:16 Uhr: Ukrainische Drohnen sollen mehrere Ölpumpstationen in Russland getroffen haben. Die Anlagen in den Regionen Wolgograd und Samara seien Teil der Kuibyschew-Tichorezk-Pipeline, durch die russisches Öl zum Exporthafen Noworossijsk am Schwarzen Meer geleitet werde, sagte ein SBU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Lage im Ukraine-Krieg: Estland veröffentlicht Flugroute russischer Jets

Update, 22:01 Uhr: Nachdem drei russische Kampfflugzeuge den NATO-Luftraum über Estland verletzt haben, hat das estnische Verteidigungsministerium eine Karte veröffentlicht, die die Flugroute der russischen Jets zeigt. Die Karte stellt detailliert dar, wo und entlang welchem Pfad die Russen-Jets den Luftraum von Estland verletzt haben. Demnach sind die Flugzeuge weniger als 10 Kilometer in den Luftraum eingedrungen. Italienische NATO-Flugzeuge hätten die russischen Jets aus dem Luftraum raus eskortiert. Russland hatte zuvor von einem „geplanten“ Flug gesprochen und dementiert, in den NATO-Luftraum eingedrungen zu sein. Damit hat Estland nun die russische Version des Geschehens widerlegt.

Rubriklistenbild: © Vitaliy Ankov/imago

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