Kindel oder Steckling?

Die besten Methoden zum Vermehren von Sukkulenten

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Sukkulenten lassen sich einfach vermehren. Ob Teilung, Stecklinge oder Ableger – je nach Art der Pflanze eignen sich dabei bestimmte Methoden besonders gut.

Auch wenn die Vermehrung von Sukkulenten keine Zauberei ist – sie unterscheidet sich etwas von der normaler Zimmerpflanzen und dauert auch länger, da die Pflanzen langsamer wachsen. Grundsätzlich können Sie Sukkulenten das ganze Jahr über vermehren. Frühling und Frühsommer sind ideale Zeiten, da viele Arten dann ihre Wachstumsphase haben. Verwenden Sie möglichst nährstoffarme Anzucht- oder Sukkulentenerde. Die Wahl der Vermehrungsmethode hängt oft von der Art der Sukkulente ab. Manchmal sind mehrere Methoden für eine Sukkulentenart geeignet. Hier sind einige Empfehlungen:

1. Kindel: Vermehrung von Sukkulenten mit Ablegern

Die Vermehrung von Sukkulenten wie Agaven gelingt sehr gut über Kindel.

Diese Methode eignet sich vor allem für Agaven, Hauswurz (Sempervivum), Brutblatt, Echeverien oder die Zebra-Haworthie.

Die Vermehrung mit Ablegern, in der Fachsprache Kindel genannt, ist ideal für Sukkulenten, die vollständige kleine Tochterpflanzen mit Blättern, Sprossachse und Wurzelansätzen ausbilden. Diese liegen oft neben oder auf der Pflanze.

Die Vermehrung von Sukkulenten durch Ableger ist eine der einfachsten Methoden. Wählen Sie ein gesundes, gut entwickeltes Kindel aus und schneiden Sie es mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab. Den Ableger einige Stunden trocknen lassen. Setzen Sie das Kindel dann obenauf in einen Topf mit feuchter Erde und achten Sie darauf, dass diese in den nächsten Wochen nicht austrocknet.

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2. Blattstecklinge: Blätter vor dem Einpflanzen antrocknen lassen

Diese Methode eignet sich vor allem für Pflanzen mit dickeren Blättern (Crassulaceae) wie Geldbaum oder Rosettendickblatt (Aeonium). Aber auch für Flammendes Käthchen, Echeverien, Wolfsmilch und den Weihnachtskaktus (Schlumbergera).

Bei Stecklingen verwendet man einzelne Pflanzenteile wie Blätter, um die Sukkulenten zu vermehren: Wählen Sie ein gesundes Blatt vom Rand der Pflanze oder am Stamm aus, ziehen oder drehen Sie es mit den Händen ab und legen Sie den Steckling horizontal auf Erde. Lassen Sie den Schnitt am Blatt ein bis zwei Tage antrocknen, bevor Sie den Steckling leicht mit Wasser besprenkeln. Wolfsmilchgewächse taucht man erst in etwa 40 Grad warmes Wasser, damit der giftige Pflanzensaft gerinnt, bevor man sie antrocknet. Stellen Sie das Pflanzgefäß an einen hellen Ort und befeuchten Sie die Erde alle paar Tage, bis sich die neuen Pflanzen gut etabliert haben.

Sukkulenten: 10 Pflanzen, die Sie niemals umbringen

Nahaufnahme einer Glücksfeder.
Sie haben in der Wohnung viele schattigere Plätze? Kein Problem für die hübsche Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia). © Agefotostock/Imago
Ein Teenager sitzt arbeitend auf Sofa, auf der Kommode daneben steht ein Topf mit Bogenhanf
Der Bogenhanf entzieht der Luft Schadstoffe und produziert nachts viel Sauerstoff. © Westend61/Imago
Blühende Peperomien.
Die Peperomie (Peperomia obtusifolia) ist eine aus Florida und Mexiko stammende immergrüne Pflanze. © Stock&people/Imago
Nahaufnahme einer Aloe vera.
Aloe vera ist bekannt für ihre heilsamen Wirkstoffe, die sich in den fleischigen Blättern befinden.  © Nik West/Imago
Mehrere Haworthien nebeneinander.
Da die Haworthie (Haworthia cooperi) klein bleibt, passt sie auf jedes Fensterbrett. © Amelia Martin/Imago
Nahaufnahme einer Schlangen-Fetthenne.
Die langen und dicht beblätterten Triebe sind charakteristisch für die Schlangen-Fetthenne (Sedum morganianum). © Stock&people/Imago
Sempervivum in einem Beet.
Die Hauswurz (Sempervivum) verträgt besonders gut Hitze und Trockenheit. © Manfred Ruckszio/Imago
Eine Echeveria mit grün-violetten Blättern.
Die schöne Echeveria stammt ursprünglich aus Mexiko. © Shotshop/Imago
Nahaufnahme einer blühenden Dornenkrone.
Auch die Dornenkrone (Euphorbia milii) gehört zu den Sukkulenten. © Nicholas and Sherry Lu Aldridge/Imago
Hellgrünes Dickblatt in einem Beet.
Das Baumartige Dickblatt (Crassula arborescens) stammt aus Südafrika. © Stock&people/Imago

3. Teilung: Aus einer Pflanze macht man zwei

Diese Methode eignet sich vor allem für Bogenhanf (Sansevieria), Lithops, Echeverien oder Fetthenne (Sedum). Sie ist auch ideal, um Sukkulenten zu verjüngen.

Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und trennen Sie den Wurzelballen vorsichtig in zwei oder mehr Stücke. Die Teilstücke jeweils in einen Topf mit frischer Erde setzen. Die neue Sukkulente gut angießen und an einen hellen Ort stellen.

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE/Imago

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