Verbraucher betroffen

Änderungen im Mai 2024: Höherer Mindestlohn, Ticketsteuer und Personalausweis

  • schließen

Große Änderungen stehen im Mai 2024 an. Ein Mindestlohn steigt, so auch die Ticketsteuer bei Flugreisen. Darüber hinaus gibt es beim ESC neue Regeln. Das ist nicht alles.

Hamm - Kein neuer Monat ohne Neuerungen. Der Mai 2024 bringt viele kleinere und größere Änderungen und Neuregelungen – mit Folgen für viele Menschen in Deutschland. Es geht dabei unter anderem um höhere Ticketsteuer bei Flugreisen, Mindestlohn, Rente und den Eurovision Song Contest. wa.de gibt einen Überblick über das, was neu und wichtig ist.

Änderungen im Mai 2024: Überblick über alles, was neu und wichtig ist

Das Jahr 2024 ist reich an Neuerungen und Änderungen. Das sind die wichtigsten im Mai 2024:

  • Ein Monat voller Feiertage
  • Wer zum 1. Mai in Rente gehen kann
  • Höhere Ticketsteuer für Flugreisen
  • Mindestlohn in der Pflege steigt
  • App der Deutschen Bahn wird eingestellt
  • Neuer Bio-Diesel an den Tankstellen
  • Neues Feld beim Personalausweis
  • Schlechte Karten für rasende Urlauber in der Schweiz
  • Mehr Infos beim Neuwagenkauf
  • KI-Warnhinweise bei Facebook und Instagram
  • Neue Regeln beim Eurovision Song Contest

Änderungen im Mai 2024: Ein Monat voller Feiertage

Der Mai gilt als Wonnemonat. Für Arbeitnehmer ist er es in diesem Jahr ganz sicher, denn wegen des frühen Ostertermins ist er gespickt mit gesetzlichen Feiertagen, die mit Hilfe von Brückentagen geschickt verlängert werden können. Der Mai startet an einem Mittwoch mit dem Tag der Arbeit. Am Donnerstag, 9. Mai, wird deutschlandweit Christi Himmelfahrt gefeiert, dazu kommt als weiterer freier Tag der Pfingstmontag, 20, Mai. Gegen Ende des Monats ist außerdem noch Fronleichnam am Donnerstag, 30. Mai. Letzterer ist allerdings nicht in allen Bundesländern ein Feiertag. Dazu kommen in diesem Monat noch der Vatertag am 9. Mai und der Muttertag am 12. Mai.

Stars packen aus: So hoch ist unsere Rente

Katrin Sass (66): 
Die Schauspielerin bekommt rund 800 Euro
 Rente in Monat. Sie klagt:
 „Davon kann ich nicht
 leben. Ich habe es
 früher leider versäumt, richtig
 für mich vorzusorgen.“ Dass
 sie weiterspielen muss, macht ihr nichts aus. „Es
 macht keinen Sinn,
 von heute auf morgen aufzuhören (...),
 nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat.“
Katrin Sass (66): Die Schauspielerin bekommt rund 800 Euro Rente in Monat. Sie klagt: „Davon kann ich nicht leben. Ich habe es früher leider versäumt, richtig für mich vorzusorgen.“ Dass sie weiterspielen muss, macht ihr nichts aus. „Es macht keinen Sinn, von heute auf morgen aufzuhören (...), nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat.“ © Britta Pedersen
Hansi Kraus (70): Durch die Verfilmung der Lausbubengeschichten von Ludwig
Thoma ist der Münchner Schauspieler Hansi Kraus zum Kinderstar geworden. Auch wenn er seitdem in unzähligen Filmen aufgetreten ist, hat er nur eine schmale Rente von rund 600 Euro.
Hansi Kraus erklärt: „Finanziell
ausgesorgt habe ich noch lange
nicht.“ Tragisch: „Nach dem Tod
meines Vaters hat mein Bruder
das Erbe, eine Eigentumswohnung, abgestaubt–und er
hat mich komplett außen vor gelassen.
Das hat mich ungefähr 150 000
Euro gekostet.“
Hansi Kraus (70): Durch die Verfilmung der Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma ist der Münchner Schauspieler Hansi Kraus zum Kinderstar geworden. Auch wenn er seitdem in unzähligen Filmen aufgetreten ist, hat er nur eine schmale Rente von rund 600 Euro. Hansi Kraus erklärt: „Finanziell ausgesorgt habe ich noch lange nicht.“ Tragisch: „Nach dem Tod meines Vaters hat mein Bruder das Erbe, eine Eigentumswohnung, abgestaubt – und er hat mich komplett außen vor gelassen. Das hat mich ungefähr 150.000 Euro gekostet.“ © Tobias Hase / dpa
Peter Sattmann (75): „Seit Januar 2013 bekomme ich meine Rente. Ich
kann nur sagen, es macht
Spaß, wenn jeden Monat
ein bisschen Geld kommt,
über das man sich keinerlei Gedanken machen
muss. Das ist einigermaßen beruhigend und es ist
sehr viel mehr geworden,
als ich vermutet habe,
weil ich mit 50 Jahren
noch in die Pensionskasse eingestiegen bin. Ich
hatte auch lange Theater
gespielt und in die Bayerische Versorgungskammer
eingezahlt. Wenn ich mich
in meinem Lebensstil zurückschrauben würde,
dann könnte ich, ohne
Geld dazuzuverdienen, gut
auskommen.“
Peter Sattmann (75): „Seit Januar 2013 bekomme ich meine Rente. Ich kann nur sagen, es macht Spaß, wenn jeden Monat ein bisschen Geld kommt, über das man sich keinerlei Gedanken machen muss. Das ist einigermaßen beruhigend und es ist sehr viel mehr geworden, als ich vermutet habe, weil ich mit 50 Jahren noch in die Pensionskasse eingestiegen bin. Ich hatte auch lange Theater gespielt und in die Bayerische Versorgungskammer eingezahlt. Wenn ich mich in meinem Lebensstil zurückschrauben würde, dann könnte ich, ohne Geld dazuzuverdienen, gut auskommen.“ © Britta Pedersen / dpa
Heino (84): „Ich bekomme schon seit
neun Jahren Rente–1635
Euro im Monat. Aber nicht
allein vom Singen. Ich habe als Bäcker und Konditor gearbeitet, habe eine
abgeschlossene Berufsausbildung. Viele meiner
Künstlerkollegen können
nicht auf so eine Rente zurückgreifen. Ich zum Glück
schon, teilweise lebe ich
auch davon.“
Heino (84): „Ich bekomme schon seit neun Jahren Rente – 1635 Euro im Monat. Aber nicht allein vom Singen. Ich habe als Bäcker und Konditor gearbeitet, habe eine abgeschlossene Berufsausbildung. Viele meiner Künstlerkollegen können nicht auf so eine Rente zurückgreifen. Ich zum Glück schon, teilweise lebe ich auch davon.“ © Frank Christiansen / dpa
Jürgen Drews (77): „Ich bekomme gerade einmal 200 Euro im Monat“, verriet Schlagerstar Jürgen Drews. „Davon könnte ich mit Ramona einmal schön essen gehen.“ Sein großes Glück ist, dass seine Hits immer noch gespielt werden. Außerdem habe er vorgesorgt und sein Geld gut angelegt, er müsse sich also keine finanziellen Sorgen machen. Seinen Ruhestand könne er jetzt endlich in vollen Zügen genießen.
Jürgen Drews (77): „Ich bekomme gerade einmal 200 Euro im Monat“, verriet Schlagerstar Jürgen Drews. „Davon könnte ich mit Ramona einmal schön essen gehen.“ Sein großes Glück ist, dass seine Hits immer noch gespielt werden. Außerdem habe er vorgesorgt und sein Geld gut angelegt, er müsse sich also keine finanziellen Sorgen machen. Seinen Ruhestand könne er jetzt endlich in vollen Zügen genießen. © Ina Fassbender / dpa
Hannes Jaenicke (63): „Ich bekomme höchstens 600 Euro Rente“, gesteht er. „Ich bin allerdings auch nie zum Arbeitsamt gegangen und habe mich arbeitslos gemeldet.“ Er habe das als unanständig empfunden, weil er seit vielen Jahren gut verdient. Allerdings besitzt Hannes Jaenicke eine kleine Zwei-Zimmer-Eigentumswohnung in Köln, hat also ein wenig vorgesorgt. Aber solange er als Schauspieler so erfolgreich ist, macht er sich keine Sorgen. Und er verdiene auch mit seinen Vorträgen über Umwelt, Menschenrechte und Tierschutz.
Hannes Jaenicke (63): „Ich bekomme höchstens 600 Euro Rente“, gesteht er. „Ich bin allerdings auch nie zum Arbeitsamt gegangen und habe mich arbeitslos gemeldet.“ Er habe das als unanständig empfunden, weil er seit vielen Jahren gut verdient. Allerdings besitzt Hannes Jaenicke eine kleine Zwei-Zimmer-Eigentumswohnung in Köln, hat also ein wenig vorgesorgt. Aber solange er als Schauspieler so erfolgreich ist, macht er sich keine Sorgen. Und er verdiene auch mit seinen Vorträgen über Umwelt, Menschenrechte und Tierschutz.  © IMAGO/STEFAN SCHMIDBAUER
Thomas Gottschalk (72): Genau 915,79 Euro Rente bekommt Moderator Thomas Gottschalk jeden Monat überwiesen. „Weil ich zu Beginn meiner Karriere, in den 80er-Jahren, beim Bayerischen Rundfunk angestellt war“, sagt der heute 72-Jährige dazu. Allerdings hat er in den letzten 40 Jahren – geschätzte–100 Millionen Euro eingenommen. Rund 50 Millionen alleine für seine Werbung mit den süßen Goldbären. Aber Thomas Gottschalk denkt auch nicht ans Aufhören: „Solange die Leute meine Rübe noch sehen wollen...“, scherzt er immer gerne.
Thomas Gottschalk (72): Genau 915,79 Euro Rente bekommt Moderator Thomas Gottschalk jeden Monat überwiesen. „Weil ich zu Beginn meiner Karriere, in den 80er-Jahren, beim Bayerischen Rundfunk angestellt war“, sagt der heute 72-Jährige dazu. Allerdings hat er in den letzten 40 Jahren – geschätzte – 100 Millionen Euro eingenommen. Rund 50 Millionen alleine für seine Werbung mit den süßen Goldbären. Aber Thomas Gottschalk denkt auch nicht ans Aufhören: „Solange die Leute meine Rübe noch sehen wollen...“, scherzt er immer gerne. © Tom Weller / dpa

Änderungen im Mai 2024: Wer zum 1. Mai in Rente gehen kann

Zum 1. Mai 2024 ist der Renteneintritt für unterschiedliche Geburtenjahrgänge möglich – mit und ohne Abschläge:

  • Regelaltersrente: Geboren in der Zeit vom 2. April 1958 bis einschließlich 1. Mai 1958 mit Vollendung des 66. Lebensjahres – ohne Abschlag
  • Altersrente für langjährig Versicherte (35 Jahre Wartezeit): Geboren vom 2. April 1961 bis einschließlich 1. Mai 1961 - mit 12,6 Prozent Abschlag.
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Wartezeit): Menschen, die zwischen dem 2. Januar und dem 1. Mai 1960 geboren sind, können mit Vollendung des 64. Lebensjahres und zwei Kalendermonaten diese Altersrente beanspruchen – ohne Abschlag.
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen: Geboren in der Zeit vom 2. August 1962 bis einschließlich 1. September 1962 – mit 10,8 Prozent Abschlag.

Die Rente wird im Mai übrigens erst sehr spät ausgezahlt. Im Juni 2024 dagegen gibt es ungewöhnlich früh Geld, wie eine Termin-Übersicht zeigt.

Änderungen im Mai 2024: Höhere Ticketsteuer für Flugreisen

Wer seinen Urlaub gerne in der Ferne verbringt, muss mit höheren Preisen für eine Flugreise rechnen. Der Grund: Zum 1. Mai 2024 steigt die Luftverkehrssteuer um gut 20 Prozent. Zahlen müssen die Aufschläge zwar die Airlines, doch die können die Flugsteuer an die Passagiere weitergeben. Insbesondere im Bereich der so genannten Billigflüge etwa nach Mallorca kann die Steuer einen erheblichen Anteil des Gesamtflugpreises ausmachen, wie eine Modellrechnung zeigt. Die Steuern ändern sich pro Passagier wie folgt:

  • Distanzklasse I (Europa): 15,53 Euro (vorher 12,73 Euro)
  • Distanzklasse II (Mittelstrecke, z.B. Nordafrika oder mittlerer Osten): 38,72 Euro (vorher 32,25 Euro)
  • Distanzklasse III (Langstrecke, z.B. Nord- und Südamerika): 70,83 Euro (vorher 58,06 Euro)
Zum 1. Mai 2024 steigt die Luftverkehrssteuer um gut 20 Prozent.

Änderungen im Mai 2024: Mindestlohn in der Pflege steigt

Gute Nachrichten für Beschäftigte in der Altenpflege: Zum 1. Mai steigt der Mindestlohn in dieser Branche. Ungelernte Kräfte erhalten künftig mindestens 15,50 Euro pro Stunde statt zuvor 14,15 Euro. Für qualifizierte Pflegehilfskräfte steigt der Mindestlohn von 15,25 auf 16,50 Euro und für Pflegefachkräfte von 18,25 auf 19,50 Euro pro Stunde. Zudem gibt es für Mitarbeitende in der Altenpflege mehr Urlaub.

Änderungen im Mai 2024: App der Deutschen Bahn wird eingestellt

Bahnkunden, die bislang die Smartphone-App DB Streckenagent genutzt haben, müssen sich umstellen. Die Deutsche Bahn wird sie am 2. Mai 2024 einstellen. Mit dem Angebot konnten sich Fahrgäste beispielsweise über aktuelle Störungen alarmieren lassen. Künftig soll es diese Funktion in der App DB Navigator geben. „Falls Sie den DB Navigator und den Streckenagenten installiert haben, können Sie den Streckenagenten ab 2. Mai 2024 durch die Regio Guide App ersetzen. Die Optionen wird Ihnen ab dem 2. Mai automatisch angeboten, sobald Sie den Streckenagenten aktivieren“, teilt die Bahn mit.

Änderungen im Mai 2024: Neuer Bio-Diesel an den Tankstellen

Deutschland will klimaneutral werden. Dabei sollen neue und umweltfreundlichere Diesel-Kraftstoffe helfen. Im Frühjahr sollen gleich mehrere neue Alternativen an Tankstellen eingeführt werden. Die ersten könnten im Mai offiziell verfügbar sein. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Bevor Autobesitzer den Tankrüssel anheben, sollten sie sich aber erkundigen, ob ihr Auto die neuen Kraftstoffe wie XLT, HVO oder B10 überhaupt vertägt.

Änderungen im Mai 2024: Neues Feld beim Personalausweis

Deutschland, deine Doktortitel: Bei ausländischen Grenzbehörden sorgt das „Dr.“ mitunter für Probleme, die ab Mai mit einer Änderung im Personalausweis behoben werden sollen. Wer ab dem 1. Mai einen neuen Ausweis oder einen neuen Reisepass beantragt und einen Doktor-Titel hat, bekommt ein neues Datenfeld.

Änderungen im Mai 2024: Schlechte Karten für rasende Urlauber in der Schweiz

Wer in der Schweiz zu schnell fährt oder ein Knöllchen wegen Falschparkens erhält, wird künftig durch die Bundesrepublik Deutschland zur Kasse gebeten. Das regelt ein neuer Vertrag zwischen den beiden Ländern. Bislang ließen sich die teils hohen Bußgelder aus der Schweiz oft aussitzen. Im Nachbarland Österreich droht besonders rücksichtslosen Rasern seit März sogar die Beschlagnahme des Autos.

Änderungen im Mai 2024: Mehr Infos beim Neuwagenkauf

Apropos Auto: Wer einen Neuwagen kauft, erhält vom 1. Mai an mehr Informationen beim Händler. Vorgeschrieben sind spezifische Verbrauchs- und Emissionsangaben. Auch ändert sich die Methodik für die CO2-Farbskala: Ein Pkw wird wie bisher von A (grün) bis G (rot) eingeteilt, aber das Gewicht spielt jetzt keine Rolle mehr. Vor allem aber müssen die möglichen CO2-Kosten über zehn Jahre müssen ausgewiesen werden.

Änderungen im Mai 2024: KI-Warnhinweise bei Facebook und Instagram

Der Facebook-Konzern Meta wird ab Mai 2024 mehr von Künstlicher Intelligenz erzeugte oder manipulierte Fotos und Videos mit Warnhinweisen auf seinen Plattformen (zum Beispiel Instagram, Facebook, Threads) lassen, statt sie zu löschen. Bei den Regeln geht es um Inhalte zu wichtigen Themen, bei denen die Öffentlichkeit in die Irre geführt werden könnte.

Änderungen im Mai 2024: Neue Regeln beim Eurovision Song Contest

Am 11. Mai ist wieder europäisches Wettsingen. Neue Regeln sollen den Eurovision Song Contest aufregender machen. Es geht vor allem um die Auftritte der fünf größten Geldgeber, darunter Deutschland. Die sogenannten Big Five werden auch in den beiden Halbfinalen in voller Länge live auftreten, obwohl sie sicher im eigentlichen Finale stehen. Deutschlands ESC Kandidat Isaak Guderian spricht in diesem Zusammenhang von einem Privileg, wie er im Interview mit wa.de erklärt. m Am Finalabend werden außerdem die Telefon- und Onlineabstimmung mit Beginn des ersten Auftritts freigeschaltet, sodass man seine Stimme direkt unter dem Eindruck des Live-Erlebnisses abgeben kann.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

Kommentare