Sparen ohne Verzicht auf Qualität

Aldi, Kaufland und Co.: No-Name-Produkte überraschen im Test

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Sind No-Name-Produkte von Aldi, Kaufland und Co. so gut wie klassische Marken? Dem ist die Stiftung Warentest auf den Grund gegangen. Das Ergebnis überrascht.

München – Nachdem die Preise durch die Inflation in den vergangenen Monaten spürbar angestiegen sind, achten viele Verbraucher verstärkt auch auf die Preise im Supermarkt oder Discounter. Einige Kunden werden ihr Kaufverhalten umgedacht haben und achten nun vielmehr darauf, möglichst günstig einzukaufen. Glücklicherweise bieten Aldi, Kaufland, Rewe und Co. zahlreiche Produkte ihrer Eigenmarken für häufig deutlich niedrigere Preise als die üblichen Markenprodukte an.

Doch bedeutet günstig, gleich gut, oder müssen Kunden, die sparen, dafür auf hochwertige Qualität verzichten? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest nachgegangen und verglich verschiedene No-Name-Produkte mit vergleichbaren Produkten klassischer Marken. Das Ergebnis: Beim Sparen müssen Kunden keine schlechtere Qualität in Kauf nehmen.

Supermarkt und Discounter im Produkttest: Lohnen sich Eigenmarken?

Die Stiftung Warentest fand heraus, dass die No-Name-Produkte von Aldi, Netto, Edeka und Co. trotz teils deutlich niedrigeren Preisen keineswegs schlechter sind als die teuren Markenartikel. Im Gegenteil: Manche Produkte der Eigenmarken stellten sich sogar als qualitativ besser heraus. Es ist also eine gute Idee, beim Einkauf auch die No-Name-Produkte in Betracht zu ziehen.

Im Test von der Stiftung Warentest stellte sich dies unter anderem besonders bei folgenden Produkten heraus:

  • Kartoffelchips Krosse Kerle Tomate & Paprika (3,98 Euro) – Aldi Sun Snacks Chips Paprika Style (0,99 Euro)
  • Olivenöl Bertolli Bio Originale Natives Olivenöl extra (5,59 Euro) – Edeka Bio Natives Olivenöl extra (4,99 Euro)
  • Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch (13,45 Euro) – dmBio Anfangsmilch Pre (4,96 Euro)
  • Fruchtzwerge (1,99 Euro) – Aldi Süd Desira Fruchtjuniors Erdbeere, Himbeere (0,74 Euro)
  • Jacobs Barista Editions Crema (15,99 Euro) – Netto Marken-Discount Caffee Crema Barista (9,99 Euro)

Auch bei weiteren Produkten lohnt es sich nach No-Name-Produkten Ausschau zu halten. Gewürze, Milchreis, Alkohol, Süßigkeiten, Brot, Brotaufstrich, Tee, Tiefkühlkost und Konserven gibt es ebenso häufig deutlich günstiger, als man es von den Markenprodukten gewohnt ist. Im Milch-Test von Stiftung Warentest konnten vor allem Bio-Produkte überzeugen.

Markenprodukte oder Eigenmarke – worin besteht der Unterschied?

Markenprodukte stammen von einem einzigen Hersteller, der sie an verschiedene Händler unter einer bestimmten Marke vertreibt. Da Hersteller meist viel Geld in Werbung investieren, wirkt sich das auch auf den Preis der Produkte aus. Sie versprechen gleichbleibende Qualität und stehen oft für ein Lebensgefühl.

Eigenmarke von Kaufland und Co. – drei Produkte laut Stiftung Warentest immer so gut wie Premium-Marken.

Eigenmarken, auch bekannt als No-Name-Marken oder Handelsmarken, sind häufig viel günstiger. Das liegt vor allem daran, dass Entwicklungs- und Werbekosten wegfallen. Der Preis orientiert sich außerdem an beliebten Vergleichs­produkten. Beispiele für Eigenmarken sind unter anderem „Gut Bio“ von Aldi, „Gut & Günstig“ von Edeka, „K-Classic“ von Kaufland oder „Ja!“ von Rewe.

Ebenfalls eine gute Möglichkeit, um beim Einkaufen zu sparen, sind die sogenannten Rettertüten, die einige Supermärkte oder Discounter anbieten. Ein Edeka-Kunde nahm zuletzt das Angebot an und berichtete auf Facebook begeistert von seinem Schnäppchen-Einkauf. (rrm)

Rubriklistenbild: © dpa/ Monika Skolimowska

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