Kleiner Hund, große Ehre

Bobi bricht Weltrekord – er ist der älteste Hund aller Zeiten

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Mit 23 Jahren stand Spike als ältester Hund der Welt im Guinness-Buch der Rekorde. Doch jetzt hat ihn Bobi mit über 30 Jahren überholt.

Update vom 6. Februar: Die meisten Hundehalter wünschen sich für ihren Vierbeiner ein möglichst langes Leben. Im Schnitt werden Hunde zwischen 12 und 15 Jahren alt. Früher nahm man an, dass das Erreichen eines hohen Alters mit der Rasse und der Größe des Hundes zusammen hängt. Doch Bobi, ein großer Hund der Rasse Rafeiro do Alentejo, sprengt nun alle Rekorde. Er ist nicht nur der älteste Hund der Welt, sondern auch gleichzeitig der älteste Hund, der jemals gelebt hat.

Dies berichtet „Guiness World Records“ auf Twitter. Bobi wurde 1992 in einer Haustierdatenbank registriert – somit wäre er nun 30 Jahre und 266 Tage alt (Stand: 2. Februar 2023). Auf die Frage, wie der portugiesische Vierbeiner dieses Alter erreichen konnte, antwortet der Besitzer Leonel Costa „Guinness World Records“: „Ich denke, es liegt auch an der friedlichen, ruhigen Umgebung, in der Bobi aufgewachsen ist.“ Zudem sei Bobi nie angeleint gewesen und könne sich auf dem Grundstück überall frei bewegen. Und zu essen bekommt er das, was seine Menschen eben auch essen.

Spike ist der älteste Hund der Welt – und hat eine rührende Lebensgeschichte

Meldung vom 24. Januar: Mit 23 Jahren und sieben Monaten wurde der weiße Chihuahua-Mix Spike jüngst zum ältesten Hund der Welt gekürt. Dafür wurde ihm die Guinness-Weltrekord-Urkunde verliehen. Sein Geburtsjahr sticht darauf hervor: im November 1999 hat der kleine Chihuahua das Licht der Welt erblickt. Doch sein Alter merkt man ihm nicht an. Denn Spike ist topfit – was aber nicht immer so war.

Spike lebt mit seiner Familie und seinem Frauchen Rita Kimball in Ohio, in den USA. Über die Auszeichnung sind sie alle glücklich. Schließlich hat Spike es wirklich verdient. Denn wie Rita gegenüber Guinness World Records berichtet, hat der Vierbeiner in seinem langen Leben schon einiges durchmachen müssen.

Als Spike etwa zehn Jahre alt war, hat Rita Kimball ihn auf einem Parkplatz eines Geschäfts entdeckt. „Als wir den Laden verließen und auf den Parkplatz kamen, folgte er uns“, erinnert sich Rita. „Wir öffneten die Autotür, um unseren Enkel in seinen Autositz zu setzen und Spike sprang sofort hinein und setzte sich auf den Sitz, als ob er wüsste, wohin wir fahren würden. Es sollte so sein.“

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Spike ist der älteste Hund der Welt – damals wurde er auf einem Parkplatz ausgesetzt

Damals auf dem Parkplatz sah Spike ziemlich schlimm aus: „Er war am Rücken rasiert, hatte Blutflecken am Hals von einer Kette oder einem Seil und sah ziemlich rau aus“, berichtet Rita. Der Verkäufer eines Geschäftes erzählte ihr, dass der Hund schon seit drei Tagen da sei und sie ihn mit Lebensmittelresten füttern.

Zehn Hunderassen mit dem stärksten Biss

Malinois werden auch als belgische Schäferhunde bezeichnet. Durch ihre hohe Aufmerksamkeit eignen sie sich als Wachhunde und werden auch als Diensthunde bei Polizei und Militär eingesetzt. Weil sie viel Energie besitzen, müssen sie entsprechend ausgelastet werden. (Symbolbild)
Platz 10: Der Malinois oder auch belgische Schäferhund hat eine Beißkraft von 200 PSI. Die Rasse ist sehr aufmerksam und eignet sich deswegen auch als Wachhund. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Wegen ihres üppigen Fells, werden Chow-Chows auch als „Löwenhunde“ bezeichnet. Sie sind zwar sehr ausgeglichene Tiere, aber auch etwas eigensinnig. In der Regel werden sie bis zu 56 Zentimeter groß. (Symbolbild)
Platz 9: Die flauschigen und ausgeglichenen Chow-Chows können mit bis zu 220 PSI zubeißen. Die Rasse kommt aus China und wird dort auch „Löwenhund“ genannt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Weil Holländische Schäferhunde so athletisch und lernwillig sind, werden sie häufig als Diensthunde bei Polizei, Militär und Zoll eingesetzt. Ihre Vorfahren sind die gleichen, wie die der Mallinois, den belgischen Schäferhunden. (Symbolbild)
Platz 8: Holländische Schäferhunde beißen mit 225 PSI zu. Sie sind sehr lernwillig und sportlich. Mit den Mallinois sind sie verwandt. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Mit einer Beißkraft von 235 PSI sind American Pit Bull Terrier früher oft in Hundekämpfen zum Einsatz gekommen. Die Rasse ist dadurch als äußerst aggressiv in Verruf geraten. Bei guter Erziehung aber, sind auch sie sehr freundliche Hunde. (Symbolbild)
Platz 7: American Pit Bull Terrier haben eine Beißkraft von 235 PSI. Durch Hundekämpfe sind sie in Verruf geraten. Doch bei guter Erziehung sind sie sehr menschenfreundlich. Deswegen werden sie heute auch, trotz ihres Stigmas, als Assistenz- und Therapiehunde eingesetzt. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. Ihr Gebiss ist in erster Linie auf das Fangen, Festhalten, Zerreißen und das Zerkleinern der Beute spezialisiert. (Symbolbild)
Platz 6: Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse American Bulldog sind loyal und freundlich. Ihre Statue ist klein, aber kräftig. So auch ihr Kiefer, mit dem sie eine Beißkraft von 300 PSI erreichen können. (Symbolbild)
Platz 5: Der American Bulldog ist klein und muskulös. Sein breiter, kräftiger Kiefer kommt auf eine Beißkraft von 300 PSI. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Rottweiler sind sehr aufmerksam und können auch ein ausgeprägtes Schutzverhalten an den Tag legen. Mit ihrem kräftigen Gebiss erreichen sie Kräfte von bis zu 330 PSI. (Symbolbild)
Platz 4: Rottweiler können mit 330 PSI zubeißen. Sie sind bekannt für ihr freundliches und tapferes Wesen. Doch auch für ihre Körperkraft und ihren starken Kiefer. (Symbolbild) © teamwork/Imago
Der English Mastiff gilt als ruhig und würdevoll, aber auch tapfer und beschützend. Rüden können bis zu 100 Kilogramm schwer werden. Mit einer Beißkraft von 560 PSI ist auch ihr Kiefer besonders kräftig. (Symbolbild)
Platz 3: Den drittstärksten Hundekiefer besitzt der English Mastiff. Mit 560 PSI kann er zupacken. Sein Wesen ist ruhig und beschützend, weswegen er sich auch sehr gut als Wachhund eignet. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der Dobermann gilt als sensibel und oft wird ihm ein aggressiver Charakter nachgesagt. Auch wenn sie nicht so schwer werden, haben sie dennoch eine Beißkraft von bis zu 600 PSI. (Symbolbild)
Platz 2: Auch wenn der Dobermann gerade mal bis zu 45 Kilogramm schwer wird, hat er dennoch eine sehr große Beißkraft von 600 PSI. (Symbolbild) © Zoonar/Imago
Der Kangal-Hirtenhund kann mit 740 PSI kräftiger als ein Löwe zubeißen. Der Kangal ist ein Herdenschutzhund und wird zur Überwachung von Nutztieren eingesetzt. (Symbolbild)
Platz 1: Den stärksten Kiefer unter den Hunderassen hat der Kangal-Hirtenhund. Mit ganzen 740 PSI kann er zubeißen und ist damit sogar kräftiger als ein Löwe, der auf 691 PSI kommt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Für alle stand damit die Entscheidung fest, dass der Vierbeiner mit nach Hause fährt. Und obwohl Spike schon damals gewusst zu habe scheint, dass er im Auto von Rita in ein neues und besseres Leben fahren wird, hätte keiner damit gerechnet, dass er dort noch so viele schöne Jahre verbringen wird.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Spike ist der älteste Hund der Welt – topfit genießt er sein Leben auf der Farm

Spike, der übrigens schon immer älter war als die mittlerweile verstorbene Hündin Pebbles, die mit 22 Jahren zum ältesten Hund gekürt wurde, ist noch topfit und genießt das Leben auf Ritas Farm in vollen Zügen. Dass er die Chance auf diesen Rekord hatte, war seiner Familie vorher nicht bewusst, doch jetzt wo er den Rekord hält, ist er für sie eine richtige Berühmtheit. Aber trotz der großen Ehre lebt Spike sein Leben wie bisher weiter. Er besucht Pferde, Kühe und Katzen in der Scheune. Jagt an guten Tagen auch gern mal die ein oder andere Samtpfote durch die Gegend. Und genießt samstagabends nach einer langen Arbeitswoche auf dem Hof ein warmes Bad.

Rubriklistenbild: © Guinness World Records (Twitter)

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