Anleitung zum Selbstversorgen

So legen Sie ein einfaches, ergiebiges Gemüsebeet an – in sieben Schritten

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Tomaten, Salat, Kohlrabi – alles aus dem eigenen Garten. Wie Sie mit wenig Aufwand und dem richtigen Standort Ihr eigenes Gemüsebeet anlegen, erfahren Sie hier.

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes als den Geschmack von selbst angebautem Gemüse. Wenn der Standort und der Boden die richtigen Bedingungen erfüllen, kann jeder einen fruchtbaren Garten anlegen und seine eigene Ernte genießen. Mit etwas Überlegung und Planung kann dies auch ohne grünen Daumen erreicht werden, wenn man ein paar Regeln beherzigt.

Anleitung für das Anlegen eines Gemüsebeets

Nicht jedes Gemüse verträgt sich miteinander, daher sollte man gute Beetpartner suchen – und eine Monokultur vermeiden.

Ein kleines Stück Rasen oder eine ungenutzte Fläche kann schnell in einen Mini-Acker umgewandelt werden, ob er nun die Größe eines Handtuchs hat oder sich über die gesamte Breite eines Zauns erstreckt. Salate, Kohlrabi oder Erbsen können hier gedeihen. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass keine Bäume oder Hecken in der Nähe sind, die mit dem Beet um Licht und Wasser konkurrieren könnten.

Für eine erfolgreiche Ernte sollten Sie einige Schritte beachten:

  1. Wählen Sie einen geeigneten Standort: Die meisten Gemüsesorten bevorzugen sonnige und windgeschützte Standorte. Kohl, Spinat, Erbsen, Lauch oder Brokkoli vertragen auch etwas Schatten.
  2. Der Boden sollte reich an Nährstoffen und Humus und locker sein. Sehr schwerer Boden kann durch Zugabe von Sand durchlässiger gemacht werden.
  3. Das Beet sollte eine angemessene Größe haben: Ein üppig bewachsenes Beet ist nutzlos, wenn man beim Gießen und Ernten nur schwer an das Gemüse herankommt. Daher sollte es idealerweise nur etwa 1,20 Meter breit, nicht mehr als sechs Meter lang und in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sein. Achten Sie je nach Länge auf ausreichend Gehwege aus Steinplatten oder Holzhackschnitzeln, damit Sie gut gießen können.
  4. Markieren Sie die Beetumrisse mit Stäben und Schnüren und entfernen Sie gegebenenfalls das Gras. Lockern Sie den Boden mit einer Grabegabel auf – graben Sie nicht zu gründlich um, um die Bodenlebewesen, die die Bodenqualität verbessern, nicht zu stören. Unkraut, Wurzeln und Steine werden entfernt und der Boden mit einer etwa 15 Zentimeter dicken Schicht Kompost angereichert.
  5. Legen Sie eine Beetumrandung an: Um Rasen, Unkraut und Schädlinge vom Beet fernzuhalten, sollte man zunächst eine Rasenkante – am besten aus Metall – etwa 20 Zentimeter tief einsetzen. Alternativ oder zusätzlich kann eine Umrandung aus Steinen oder Holz verwendet werden.
  6. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, können Sie mit der Bepflanzung beginnen. Achten Sie dabei auf gute Beetnachbarn, da sich nicht jedes Gemüse miteinander verträgt. Eine Monokultur mit nur einer Sorte sollte vermieden werden, da dies den Boden auslaugt und eine größere Angriffsfläche für Schädlinge und Krankheiten bietet.
  7. Bewässern Sie die Jungpflanzen vor dem Einpflanzen in das Beet und vergessen Sie nicht, sie in den nächsten Wochen ausreichend zu gießen.

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Robust und nährstoffreich: Zehn alte Gemüsesorten lohnen sich für den Anbau im Garten

Erdbeerspinat mit roten Beeren
Sowohl die Beeren als auch die Blätter des Erdbeerspinats sind roh essbar, nach Erdbeeren schmecken sie aber leider nicht. Gegart werden die Blätter wie Spinat verwendet. Die Pflanze lässt sich sogar im Kübel halten. © imagebroker/Imago
Zucchinisorte ‚Zapallito‘ in Beet
Die Zucchinisorte ‚Zapallito‘ stammt ursprünglich aus Argentinien. Ihre Früchte sind nur tennisballgroß, dafür verträgt die Pflanze Trockenheit recht gut. © Zoonar/Imago
Rübstiel, Stielmus, Stängelmus
Stielmus oder Rübstiel sind die Blätter und Stiele der Speiserübe. Sie haben ein säuerlich-scharfes Aroma und lassen sich wie Mangold oder Spinat zubereiten. © Shotshop/Imago
Alte Tomatensorte ‚Goldene Königin‘
Alte Tomatensorten müssen nicht immer rot sein: Die ‚Goldene Königin‘ wurde 1884 gezüchtet, ist säurearm und saftig. Sie lässt sich auch im Topf kultivieren. © agefotostock/Imago
Armenische Gurke (Cucumis melo var. flexuosus)
Die Armenische Gurke (Cucumis melo var. flexuosus) zählt eigentlich zu den Melonen und wird bis zu einem Meter lang. Man isst sie wie eine Schlangengurke. Auf dem Boden wachsen sie eher gekrümmt, hängend angebaut bleiben sie recht gerade. © Pond5 Images/Imago
Rote Ringelbeete Chioggia, aufgeschnitten und ganz auf Blättern
Sie sieht sehr peppig aus, doch die Chioggia-Rübe ist eine historische Sorte, die schon 1841 gezüchtet wurde. Beim Garen verschwinden die Ringe. © Pond5 Images/Imago
Blattrübe, Sorte Golden/Bright Yellow (Beta vulgaris cicla var. flavescens)
Der historische Mangold ‚Bright Yellow‘ ist anspruchslos, widerstandsfähig und lässt sich über viele Monate beernten. Nicht ohne Grund ist es eine beliebte Sorte. © imagebroker/Imago
Stangenbohne Blauhilde mit blauen Hülsen
Die robuste Stangenbohne ‚Blauhilde‘ bringt einen hohen Ertrag. Sie gilt als virusresistent und widerstandsfähig gegen Bohnenkrankheiten. © Zoonar/Imago
Knollenziest (Stachys tuberifera)
Knollenziest (Stachys tuberifera) erinnert ein wenig an überdimensioniertes Popcorn. Das Knollengemüse ist im Herbst reif und schmeckt leicht nussig.  © imagebroker/Imago
Marina di Chioggia Kürbis
Die alte Kürbissorte ‚Marina di Chioggia‘ sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, hat aber ein sehr delikates festes Fruchtfleisch. Ein Kürbis wird bis zu acht Kilogramm schwer. © imagebroker/Imago

Gemüsepflanzen brauchen Nährstoffe

Besonders stark zehrende Gemüsesorten wie Tomaten oder Zucchini benötigen im Laufe der Saison ausreichend Nährstoffe, beispielsweise in Form von organischem Dünger wie Hornspänen oder in Form einer Gründüngung.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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