Gemüsebeet im Garten

Auch ohne grünen Daumen: Pflegeleichte Gemüsesorten, die auch Anfängern gelingen

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Sie träumen von einem bunt gemischten Gemüsebeet im eigenen Garten? Wenn Sie pflegeleichtes Gemüse pflanzen, ernten Sie schon bald frische Vitamine.

Alte Gemüse-Sorten sind besonders robust und pflegeleicht, weil sie sich über Jahrhunderte an die klimatischen Bedingungen einer Region angepasst haben. Achten Sie deshalb am besten schon beim Kauf Ihres Saatgutes (werblicher Link) darauf, dass die Qualität stimmt und Sie einheimische Sorten bekommen. Bevor Sie mit dem Gemüseanbau beginnen, planen Sie Ihr Gemüsebeet. Dabei gibt es folgende Punkte zu beachten:

  • Damit Sie das Gemüse gut ernten können, muss das Beet so breit sein, dass Sie die Mitte bequem von einer Seite aus erreichen können. Der optimale Abstand zwischen den einzelnen Beeten beträgt 25 bis 30 Zentimeter.
  • Wenn Sie verschiedene Gemüsesorten pflanzen möchten, achten Sie darauf, dass diese gut zusammenpassen. So sollte Rote Bete zum Beispiel nicht neben Kartoffeln gepflanzt werden, weil beide unter der Erde Knollen bilden und sonst zu wenig Platz haben.
  • Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Standort wählen. Gut geeignet ist ein windgeschützter, aber luftiger Ort, der Richtung Nord-Süd liegt. So bekommen die Gemüsepflanzen ausreichend Sonne. Auch ein Wasseranschluss in der Nähe ist praktisch.

Gemüse pflanzen: Sieben pflegeleichte Sorten für Ihr Gemüsebeet

Gemüse selbst pflanzen: Radieschen gehören zu den pflegeleichten Sorten.

Es gibt Gemüsesorten, die sind pflegeleichter als andere. Wenn Sie ohne großen Aufwand erste Ernteerfolge erzielen wollen, sind folgende Arten besonders gut geeignet:

  • Radieschen wachsen schnell und lassen sich fast die ganze Saison bis September aussäen. Nach dem Pflanzen dauert es nur vier bis sechs Wochen, bis Sie eigene Radieschen in Ihrem Salat genießen können.
  • Mangold lässt sich ab April pflanzen. Jede einzelne Mangoldpflanze braucht zu allen Seiten hin etwa 30 bis 40 Zentimeter Platz. Deshalb ist es sinnvoll, schwächere Exemplare auszureißen, nachdem sie gekeimt haben. Entfernen Sie zudem immer die äußeren Blätter – dann erfreuen Sie sich die gesamte Gartensaison an frischem Mangold in Ihrer Küche.
  • Rote Bete wird von April bis Juni gepflanzt. Sie verträgt sich zum Beispiel gut in einem Beet mit Kohl, Gurken, Salat oder Knoblauch. Ernten können Sie die Knollen, wenn diese für Sie die richtige Größe haben. Das ist nach ungefähr drei bis vier Monaten der Fall. Aber auch die Rote-Bete-Blätter sind essbar.
  • Der Kürbis darf ab Mitte Mai ins Beet gesetzt werden. Dazu einfach drei Körner nebeneinander drei Zentimeter tief in die Erde stecken. Bald schon sehen Sie die ersten Keimblätter – dann fangen die Pflanzen an, zu wachsen.
  • Kopfsalat hat am liebsten einen sonnigen Standort. Ab April können Sie ihn direkt ins Beet säen. Wenn Sie von Juli bis Oktober alle zwei bis drei Wochen nachsäen, ernten Sie bis in den Herbst hinein Ihren eigenen Salat.
  • Die richtige Zeit, um Knoblauch zu pflanzen, ist im September und Oktober. Dazu brechen Sie einfach eine Knoblauchknolle auseinander und stecken die einzelnen Zehen mit dem spitzeren Ende nach oben etwa fünf Zentimeter tief in die Erde. Die ersten grünen Blätter bilden sich sofort, über den Winter pausieren die Pflänzchen. Im Sommer verfärben sich die Blätter braun – dann sind die neuen Knollen bereit für die Ernte. Wichtig: Unbedingt Knoblauch nehmen, der aus der Region kommt. Mit Knoblauchzehen, die aus wärmeren Mittelmeerländern stammen, funktioniert die Aussaat bei uns nicht.
  • Buschbohnen benötigen keine Rankhilfe, weil sie niedrig und – wie der Name schon verrät – buschartig wachsen. Sie lassen sich schnell und einfach pflanzen. Spätestens ab Mitte Mai können sie ausgesät werden und schon nach zwei bis drei Monaten ernten Sie Ihre ersten eigenen Bohnen.

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Frühlingszwiebeln bis Erdbeeren: Zehn Gemüsesorten, die ideal fürs Hochbeet sind

Kohlrabi und Salat im eigenen Garten reif zur Ernte
Da Kohlrabi schneller und weniger ausladend als andere Kohlarten wächst, eignet er sich für das Hochbeet. © Alfred Hofer/Imago
Feldsalat (Valerianella locusta) im Beet
In einem unkrautarmen Hochbeet wächst Feldsalat gut. Er wird von August bis Oktober gesät.  © Manfred Ruckszio/Imago
Kapuzinerkresse (Nasturtium Tropaeolum majus)
Kapuzinerkresse wächst schnell und ist dank der (essbaren) Blüten und Blätter auch noch sehr dekorativ.  © Emer/Imago
Rote Beete, Rote Rübe (Beta vulgaris)
Bis Juni können Sie Rote Beete noch ins Hochbeet pflanzen. © O. Diez/Imago
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris)
Da Buschbohnen besser in einem vorgewärmten Boden wachsen, ist ein Hochbeet ideal für den Anbau.  © Emer/Imago
Tomaten in Schüssel
Kleine Tomatensorten sind auch für das Hochbeet geeignet. Jedoch benötigen Sie einen Schutz vor Wind und Regen.  © Photology2000/Imago
Frühlingszwiebel (Allium cepa)
Von März bis August kann man Frühlingszwiebeln direkt ins Hochbeet säen.  © J. Pfeiffer/Imago
Erdbeeren im Beet
Erdbeeren sind ebenfalls für das Hochbeet geeignet, denn sie bleiben so von gierigen Schnecken verschont.  © Edwin Remsberg/Imago
Fenchelknollen
Fenchel benötigt bis zur Ernte viel Wärme, ideal ist also ein Anbau auf dem Hochbeet. © Auremar/Imago
Minze im Hochbeet
Kräuter wie Minze, Dill, Schnittlauch oder Kerbel finden ideale Bedingungen in einem Hochbeet. © Heike Rau/Imago

Gemüsebeet über mehrere Jahre: Fruchtfolge beachten

Wenn Sie über mehrere Jahre hinweg Gemüse in Ihrem Beet pflanzen möchten, ist es wichtig, dass Sie sich über die Abfolge Gedanken machen. Um Krankheiten vorzubeugen und den Boden fruchtbar zu halten, bauen Sie Gemüse aus unterschiedlichen Pflanzenfamilien und mit einem anderen Nährstoffbedarf an. Pflanzen Sie zum Beispiel im ersten Jahr Mangold (gehört zu den Gänsefußgewächsen) an, dann ist im nächsten Jahr Salat (Kornblütengewächse) gut geeignet.

Rubriklistenbild: © Ernst Weingartner / IMAGO

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