Mundkrebs wird oft zu spät erkannt: Fünf typische Früh-Symptome
VonJudith Braun
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Mundkrebs bleibt häufig über lange Zeit schmerzlos. Im frühen Stadium gibt es zudem kaum Hinweise für seine Entstehung. Daher sollte man frühe Symptome kennen.
Überall dort, wo sich im Mund Schleimhäute befinden, können Krebsgeschwüre entstehen. Mögliche Bereiche sind folglich die Mandelregion, Lippe, Zunge, Innenseite der Wange sowie Gaumen oder Rachen, wie der Tagesspiegel berichtet. Bei 90 Prozent dieser Geschwüre handelt es sich um Tumore auf der Schleimhautoberfläche. Sie zählen zu den sogenannten Karzinomen, die sehr gefährlich sind, da sie bereits im frühen Stadium Metastasen bilden. Umso wichtiger ist es daher, mögliche Anzeichen der Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen.
Mundkrebs häufig zu spät erkannt: Fünf Früh-Symptome, die Sie kennen sollten
Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 10.000 Menschen neu an Mund- und Rachenkrebs. Nach Angaben des medizinischen Handbuchs MSD Manual können Mund- und Rachenkrebserkrankungen wie Wucherungen, offene Wunden oder verfärbte Stellen im Mund aussehen. In der Regel bleibt Mundkrebs dabei lange Zeit schmerzlos. Je nachdem, wo sich der Krebs befindet, treten zudem verschiedene Symptome auf. Zu Beginn gibt es allerdings kaum Hinweise darauf, dass Mundkrebs im Bereich des Gaumens, von Zahnfleisch, Zunge oder der Wangenschleimhaut entsteht. Auf folgende frühe Beschwerden sollte man deshalb achten:
Leukoplakien: weiße Flecken, die flach oder erhaben sowie etwas warzig sein und Löcher aufweisen können
Mundkrebs: Diagnose in der Regel durch Zahnarzt oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurg
Treten die beschriebenen Symptome oder Veränderungen in diesem Bereich auf, sollte man einen Zahnarzt oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen aufsuchen. Aber auch Dermatologen oder HNO-Ärzte sind Fachärzte und Spezialisten, die die Mundschleimhaut untersuchen können. Dabei ist eine Inspektion der Mundhöhle das wichtigste Diagnosemittel. Wird der Verdacht auf Mundkrebs bestätigt, liefern bildgebende Verfahren, zum Beispiel eine Computertomografie (CT), oder eine Biopsie Informationen zur Größe des Tumors und Erkenntnisse darüber, ob bereits Nachbarorgane, -gewebe oder Lymphknoten befallen sind.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.