Kopf-Hals-Tumore

Anzeichen für Mund- und Rachenkrebs: anhaltende Schwellungen und Schmerzen untersuchen lassen

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Ein Tumor im Mund oder Rachen kann lange unentdeckt bleiben. Um so wichtiger ist es, erste Hinweise wie geschwollene Lymphknoten am Hals ernst zu nehmen.

Mundhöhlen- und Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) zählt zu den Kopf-Hals-Tumoren und kann in drei Bereichen des Rachens (Pharynx) entstehen: in der Nasenhöhle bis zum Gaumen (Nasopharynx), im Mundinneren bis zu den Mandeln (Oropharynx) sowie im untersten Teil des Schlundes bis zur Luft und Speiseröhre (Hypopharynx). Am häufigsten tritt eine bösartige Rachenkrebserkrankung in der Mundhöhle im Oropharynx-Bereich auf. Die Symptome können lange unspezifisch sein, sodass gerade Menschen, die rauchen und regelmäßig Alkohol konsumieren, auf mögliche Veränderungen der Schleimhaut achten sollten.

An bösartigen Tumoren der Mundhöhle und des Rachens erkranken nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) jährlich in Deutschland häufiger Männer mit rund 9.350 Betroffenen, im Vergleich zu Frauen mit etwa 3.740 Krankheitsfällen. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind Männer durchschnittlich 63 Jahre alt, Frauen 66 Jahre.

Inhalt

Mund- und Rachenkrebs – erste Anzeichen und Symptome

Schmerzhafte Schwellungen in der Mundhöhle können ein Symptom für eine Krebserkrankung sein. Laut der „Deutschen Krebsgesellschaft“ wird eine steigende Häufigkeit von Mund- und Rachenkrebs bei zunehmend jüngeren Patienten verzeichnet. Grund ist die weltweit – so auch in Deutschland – zunehmende Infektionsrate mit dem HP-Virus.

Eine Krebserkrankung des Schlundes (Pharynx) kann lange Zeit unentdeckt bleiben. Erste Anzeichen sind häufig geschwollene Lymphknoten – insbesondere einseitig am Hals. Tumore im Bereich der Nasenhöhle können sich durch anhaltenden Schnupfen bemerkbar machen oder führen häufig auch zu Nasenbluten. Einen Hinweis auf Mundhöhlenkrebs (Mundhöhlenkarzinom) im Oropharynx und Hypopharynx können Schluckbeschwerden und Halsschmerzen geben. Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Grundsätzlich gilt: je früher eine mögliche Tumorerkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dennoch bedeuten genannte Beschwerden nicht in jedem Fall eine ernstzunehmende Krankheit.

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Weitere Symptome eines Rachentumors können sein:

  • Schwellungen, Geschwüre oder Verfärbungen in der Mundhöhle oder Rachen (weiß oder rot), die schmerzhaft sind oder auch keine Beschwerden verursachen
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Blutungen im Mund
  • Beschwerden beim Kauen
  • Brennen an der Zunge
  • Das Gefühl von „Kloß“ im Hals, das auch das Sprechen erschwert
  • Kratzen im Hals
  • Heiserkeit
  • Ohrenschmerzen
  • Mundgeruch
  • Taubheitsgefühl im Mund, beispielsweise an der Zunge oder am Gaumen
  • Gewichtsverlust

Magenkrebs frühzeitig erkennen: Achten Sie auf Symptome wie Übelkeit, Blähungen und Gewichtsverlust

Mann mit Tasse Kaffee
Wer bemerkt, dass ihm gewohnte Lieblingsspeisen wie das Schnitzel oder der tägliche Kaffee plötzlich gar nicht mehr schmeckt, sollte die Dauer dieses Gefühls und Zustands unbedingt beobachten. Magenkrebspatienten berichten laut „Deutsches Krebsforschungszentrum“, dass sie bereits Monate vor der Diagnose auf einmal eine Abneigung gegen bestimmte Speisen wie Fleisch und Getränke entwickelten. © Lian Fei/Imago
Mann mit Magenschmerzen
Immer wiederkehrendes und anhaltendes Druckgefühl im Oberbauch kann auf eine ernste Erkrankung wie Magenkrebs hindeuten – Magenschmerzen zählen zu den typischen Frühsymptomen. © YAY Images/Imago
Frau muss aufstoßen
Durch das Druckgefühl im Oberbauch ist es nicht untypisch, dass betroffene Personen häufig auch unangenehm aufstoßen müssen, nicht nur unmittelbar nach dem Essen und Trinken. © Thomas Trutschel/photothek/Imago
Mann, dem übel ist
Etwa 40 bis 70 Prozent der Menschen, die Magenkrebs entwickeln, verspüren häufige Übelkeit, insbesondere nach dem Essen. Tritt dieses frühe Symptom regelmäßig und über Wochen auf, sollten Sie zum Arzt. © AndreyPopov/Imago
Mann hat keinen Appetit.
Bedingt durch die Übelkeit besteht bei Betroffenen mit einem entstehenden Magentumor häufig anhaltende Appetitlosigkeit, sodass sie wesentlich weniger Nahrung zu sich nehmen. © Monkey Business 2/Imago
Mann trinkt aus dem Glas
Wer an sich bemerkt, dass er zusätzlich nicht mehr gut schlucken kann und dadurch das Essen sowie Trinken behindert ist, sollte zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Schluckbeschwerden können auf eine Tumorerkrankung hindeuten, jedoch kann die Ursache in jedem Fall auch eine andere sein. © seacat/Imago
Mann fasst sich an vollen Bauch
Es sind Beschwerden, die womöglich jeder schon mal hatte und kennt: Völlegefühl nach dem Essen. Zeigt es sich regelmäßig oder hält länger an und kommen Schmerzen sowie Druckgefühl im Oberbauch hinzu, kann auch eine Erkrankung wie Gastritis oder gar Magenkrebs dahinter stecken. © Thunderstock/Imago
Mann mit Sodbrennen
Ständiges Sodbrennen kann ein Anzeichen und Auslöser für Magenkrebs sein. Sodbrennen kann einerseits als Symptom auf einen Magentumor hindeuten, wenn die Geschwulst bereits so groß ist, dass sie auf den Magen drückt. Als Auslöser für Magenkrebs führt Sodbrennen zu einer Veränderung der Schleimhautzellen, die durch die konstante Reizung zu Krebszellen entarten können. © Igor Stevanovic/Imago
Frau mit Blähungen
Kommen zu der Übelkeit und den Magenschmerzen noch regelmäßig Blähungen hinzu, die mitunter auch schmerzhaft sind, könnte dies ein Anzeichen für eine Erkrankung wie Magenkrebs sein. © psodaz/Imago
Mann prüft seinen Mundgeruch
Betroffene bemerken an sich selbst einen schlechten Atem oder werden von Angehörigen darauf angesprochen. Stellen Sie selbst einen Unterschied zum Schlechten fest – und das, obwohl Ihre Mundhygiene gleichbleibend gut ist – sollten Sie sich an Ihren Hausarzt und gegebenenfalls einen Gastroenterologen wenden. Eine Magenspiegelung zur Abklärung auf ein Tumorwachstum im Magen könnte sinnvoll sein. © Naoki Nishimura/AFLO/Imago
Frau mit starker Übelkeit
Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen, die einen Magentumor entwickeln, kommt es zusätzlich zu Erbrechen. Dieses Symptom kann mit fortschreitendem Krebs zunehmen. © AndreyPopov/Imago
Mann steht auf Waage
Aufgrund der Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen kommt es nicht selten zu starkem Gewichtsverlust. Doch auch eine ungewollte Abnahme des Gewichts gilt als Anzeichen für Magenkrebs. © Zoonar.com/Dasha Petrenko/Imago
Mann mit Erschöpfung
Wie auch bei Darmkrebs fühlen sich Personen, die an Magenkrebs leiden, zunehmend und über längere Zeit erschöpft und müde sowie wenig leistungsfähig – aufgrund der wachsenden Geschwulst und der anderen Symptome. © Monkey Business 2/Imago
Toilette mit Toilettenpapier
Tritt eine ungewöhnliche Dunkelfärbung des Stuhls auf, könnte dies ein Zeichen für Blutungen im Magen sein. Zur Abklärung sollten Sie einen Arzt aufsuchen, über den der sogenannte „Teerstuhl“ untersucht werden kann, um eine Diagnose zu stellen. © Lutz Wallroth/Imago

Diagnose von Mundhöhlen- und Rachenkrebs

Bei anhaltenden Beschwerden ist es ratsam, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) aufzusuchen. Dieser wird bei Auffälligkeiten und einem möglichen Verdacht bestimmte Untersuchungen in die Wege leiten. Wichtiger Teil der Untersuchung sollte zunächst ein ausführliches Vorgespräch (Anamnese) sein, durch das Lebensweise, Risikofaktoren und mögliche familiäre Veranlagung abgefragt werden können. Anschließend wird der Arzt die Mundhöhle, Nasenhöhle oder Rachen mit entsprechenden Hilfsmitteln untersuchen. Dadurch können auch Auffälligkeiten in tieferen Bereichen des Naseninneren oder Rachens überprüft werden.

Was charakterisiert die Mehrheit der Rachenkrebstumore?

Die Mehrheit der bösartigen Tumore (über 90 Prozent) im Kopf- und Halsbereich gehen von den Schleimhautzellen aus und sind sogenannte Plattenepithelkarzinome.

Ist der Tumor bereits fortgeschritten und hat sich möglicherweise schon ausgebreitet, kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) des Halses mit vergrößerten Lymphknoten Aufschluss darüber geben. Aus den geschwollenen Lymphknoten können über eine dünne Nadel (Feinnadelpunktion) Zellen entnommen und mikroskopisch untersucht werden.

Ob tatsächlich ein Tumor vorliegt, kann letztlich durch eine Spiegelung (Endoskopie) mit Gewebeentnahme (Biopsie) unter Narkose festgestellt werden. Dadurch können auch die biologischen Eigenschaften des Tumors ermittelt werden, was für die Wahl der Therapie von Bedeutung ist. Bestätigt sich der Verdacht und liegt eine Krebserkrankung vor, wird mithilfe von Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) das Ausmaß des Tumors sowie mögliche Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen, beispielsweise der Lunge, bestimmt.

Behandlungsmöglichkeiten bei Mund- und Rachenkrebs

Der Therapieplan ist vor allem vom Stadium und der Art des Tumors abhängig. Fachärzte der verschiedenen Behandlungsformen werden gemeinsam ein Therapiekonzept entwickeln, das die Ergebnisse der feingeweblichen Diagnose, die Größe, den Ort und die Ausbreitung des Tumors (TNM) sowie Alter und Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigt. Die Therapieverfahren der ersten Wahl sind bei Rachenkrebs – wie auch bei anderen Krebsarten, beispielsweise Magenkrebs und Darmkrebs – eine Operation, Bestrahlung (Radiotherapie) und die Chemotherapie. Im besten Fall kann ein Tumor im Mund- oder Rachenbereich komplett operativ, mit dem Ziel auf Heilung, entfernt werden (Resektion).

Je nach Stadium der Krebserkrankung kann es nötig sein, die Operation durch eine Strahlen- oder Chemotherapie zu ergänzen. Bei einer Strahlentherapie (Radiotherapie) zerstören ionisierende Strahlen, die von außen zugeführt werden, den Kern der Krebszellen.

Zunehmend werden zielgerichtete Therapien und neue Behandlungsverfahren wie die Immuntherapie (targeted therapy) mit beispielsweise wachstumshemmenden Antikörpern in das bisherige Behandlungskonzept eingebunden. Der Vorteil dieser Therapieformen ist, dass es sich nicht um Zellgifte wie bei Chemotherapeutika handelt. Zur Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ist ein zielgerichtetes Medikament, mit dem sogenannten monoklonaren Antikörper Cetuximab, als mögliche Ergänzung zur Strahlentherapie oder Chemotherapie zugelassen.

Prognose und Verlauf einer Rachenkrebs-Erkrankung

Die Heilungschancen und mögliche Lebenserwartung bei Patienten mit Mund- und Rachenkrebs hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Tumors und ob dieser bereits Tochtermetastasen in umliegende Gewebe oder Organe gebildet hat. Zudem muss der allgemeine Gesundheitszustand des Einzelnen betrachtet werden – dieser beeinflusst den Therapieerfolg ebenfalls. Welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, sollten Patienten ausführlich mit dem behandelnden Arzt besprechen. Wie bei den meisten Krebserkrankungen, beispielsweise Lungenkrebs, erhöht sich auch beim Rachenkrebs die Chance auf eine erfolgreiche Therapie und mögliche Heilung, je früher der Tumor entdeckt wird. Der Erfolg einer Krebsbehandlung wird auch von regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und der Risikosenkung eines Rückfalls (Rezidiv) bestimmt.

Mund- und Rachenkrebs – Ursachen und Risikofaktoren

Starker Alkoholkonsum, insbesondere Getränke mit hochprozentigem Anteil, und regelmäßiges Rauchen zählen zu den wichtigsten Auslösern und Risikofaktoren. Etwa vier von fünf Patienten mit Mundhöhlenkrebs sind Raucher.

Ähnlich wie im Fall von Gebärmutterhalskrebs steigt auch bei Rachenkrebs das Risiko einer Erkrankung durch eine Infektion mit dem humanen Papillom-Virus.

Zudem kann ein regelmäßiger Kontakt mit bestimmten Schadstoffen wie Asbest oder chrom- sowie nickelhaltigen Farben und Lacken die Entstehung von Mund- und Rachenkarzinomen begünstigen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Rachenkrebs

Wie sieht Rachenkrebs aus?

Rachenkrebs kann sich durch Schwellungen, Geschwüre sowie weißliche bis rötliche Verfärbungen in der Mundhöhle oder Rachen bemerkbar machen.

Ist Rachenkrebs heilbar?

Je nachdem, wie weit die Tumorerkrankung fortgeschritten ist, ob sich bereits Metastasen gebildet haben und welche Erfolgsaussichten durch eine Behandlung bestehen, kann Rachenkrebs heilbar sein.

Wie wird Rachenkrebs diagnostiziert?

In der Regel kann ein Hals-Nasen-Ohrenarzt durch bestimmte Untersuchungen wie Abtasten, Ultraschall und Spiegelung bereits Auffälligkeiten entdecken. Eine Gewebeentnahme (Biopsie) unter Narkose sowie eine Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) bestätigen das Wachstum und Ausmaß eines bösartigen Tumors.

Quellen

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/kopf-hals-tumoren/definition-und-haeufigkeit.html

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/kopf-hals-tumoren.html

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/kopf-hals-tumoren/therapie.html

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/kopf-hals-tumoren/symptome.html

https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Mundhoehle_Rachenkrebs/mundhoehle_rachen_node.html

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/krebs/pharynxkarzinom-rachenkrebs-741793.html

https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/wissen/krankheiten-a-z/mund-und-rachenkrebs-1058276

https://www.dzi.uk-erlangen.de/patienten/krebserkrankungen/kopf-hals-tumoren/

https://www.kopf-hals-mund-krebs.de/

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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