Genau schauen

Woran erkenne ich, ob ein Igel gesund oder krank ist und Hilfe benötigt?

  • schließen

Nicht jeder Igel, der im Garten herumirrt, benötigt Hilfe. Gesunde Igel sollte man in Ruhe lassen. An welchen Merkmalen Sie sehen, dass er Unterstützung braucht.

Im Herbst ist ein kleiner Igel im Garten kein seltener Anblick. Und manchmal scheint das Tier etwas kränklich oder schwach zu sein. Ob das wirklich so ist, sollte der Laie gut prüfen, denn einen gesunden Igel aus der Natur zu entnehmen und ihm auf eine sicher gut gemeinte Weise zu „helfen“, ist in Deutschland verboten. Hier erfahren Sie, anhand welcher Anzeichen Sie ein gesundes von einem kranken Tier unterscheiden können.

Wer einen gesunden Igel aufnimmt, riskiert ein Bußgeld

Wenn ein Igel abgemagert ist, so dass sein Stachelkleid „schlottert“, ist das kein gutes Zeichen.

In Deutschland gehört der Igel zu den geschützten Arten. Man darf das Tier nur bei sich aufnehmen, wenn es wirklich verletzt, hilflos oder krank ist – und wenn man es nach der Genesung sofort wieder in die Natur entlässt. Laut igelhilfe.com muss man je nach Bundesland mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld (in Brandenburg sogar 65.000) rechnen, wenn man bezüglich Igeln gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstößt.

Glänzende Nase und Augen, eine feuchte Nase, ein sicheres Gangbild und ein rundlicher Körper lassen auf einen gesunden Igel schließen. Auch wenn sich das Tier gut einrollen kann, ist dies ein gutes Zeichen.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

Die Anzeichen für einen kranken Igel

Wenn das Tier offensichtlich verletzt ist, Stachel- und Fellverlust hat oder von Parasiten befallen ist, benötigt der Igel Hilfe. Da es manchmal nicht ganz so klar ist, haben der BUND Naturschutz und Pro Igel e.V. daher folgende Merkmale aufgelistet, an denen Sie einen kranken Igel erkennen:

  • Der Igel hat eine trockene Nase.
  • Sein Stachelkleid „schlottert“ und wirkt zu groß. Der Körper ist eingefallen.
  • Er gibt Atemgeräusche wie Husten oder Röcheln von sich.
  • Der Igel hat keinen Appetit und verweigert die Nahrung.
  • Die Augen sind eingefallen und/oder geschlossen.
  • Er wirkt apathisch, müde oder bewegungslos.
  • Der Igel ist unterkühlt (kälter als die eigene Hand).
  • Er sondert einen unangenehmen Geruch ab.
  • Unsichers Gangbild.

Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

Man sollte das Tier eine zeitlang beobachten, ob die Beschwerden auch wirklich länger andauernd. Wenn Sie sich sicher sind, dass der Igel krank oder verletzt ist, sollten Sie ihn zum Tierarzt bringen. Wirkt er nur schwach, ist zunächst der Anruf bei einer örtlichen Igelstation sinnvoll.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

Kommentare