Beitrag niedrig halten

Autoversicherung ist zu teuer? Bei einer Angabe lässt sich viel sparen

Die Beitragshöhe für die Kfz-Versicherung ist von vielen Faktoren abhängig. Wer bei einer Angabe eher defensiv vorgeht, kann einiges sparen.

Die Autoversicherung ist zuletzt immer teurer geworden. Die Gründe für den Anstieg sind vielfältig: Zuletzt beklagten die Kfz-Versicherer beispielsweise hohe Schäden durch Betrug, aber auch die stetig im Preis steigenden Reparaturen machen den Assekuranzen zu schaffen. Als „alarmierend“ bezeichneten die Kfz-Versicherer kürzlich die hohen Kosten für Unfall-Reparaturen an Elektroautos.

Jahresfahrleistung: Wer defensive Angaben macht, kann bei der Versicherung sparen

Die Kfz-Versicherung ist ein wichtiger Kostenfaktor für Autobesitzer – deshalb sollte man alle Möglichkeiten zum Sparen kennen. (Symbolbild)

Wer sparen will, kann das möglicherweise über eine Reduktion der häufig zu hoch prognostizierten Jahresfahrleistung tun. Auf diesem Weg lässt sich die Prämie um bis zu 16 Prozent drücken, wie das Verbrauchermagazin Finanztip errechnet hat. Die maximale Ersparnis ist drin, wenn man 5.000 statt 10.000 Kilometer im Jahr angibt. 15.000 Kilometer kosten 14 Prozent weniger als 20.000 Kilometer, 20.000 Kilometer sind 13 Prozent günstiger als 25.000 Kilometer. Auch bei anderen Fahrleistungs-Paaren ist eine Minderung der Prämie drin. 

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem Newsletter

Kfz-Versicherung: Nachmelden von Mehrkilometern ist immer möglich

Generell, so die Experten, empfiehlt es sich bei Vertragsabschluss, die Jahresfahrleistung eher defensiv einzuschätzen. Denn das Nachmelden von Mehrkilometern ist immer möglich. Die theoretisch zu viel gezahlten Prämien zurückzufordern, ist in vielen Fällen schwieriger, häufig hilft nur der Abschluss eines neuen Vertrags. Manche Versicherungen akzeptieren mittlerweile aber auch die Änderung der Fahrleistung rückwirkend für das laufende Jahr.

Flop 10 der Neuzulassungen: Deutschlands rarste Automarken im Jahr 2023

Alpine A110
Platz 10 – Alpine: Die Autos von Renault sieht man hierzulande sehr häufig. Und auch die Billig-Tochter Dacia erfreut sich bei den Deutschen großer Beliebtheit. Um einen Sportwagen des Renault-Ablegers Alpine zu sehen, braucht es jedoch Glück. 2023 wurde das einzige Modell A110 grade einmal 405 Mal verkauft. Kostenpunkt: ab 60.000 Euro. © Alpine
Ein Rolls-Royce Cullinan in Altstadt von Tallinn.
Platz 9 – Rolls-Royce: Die britische Nobelmarke feierte 2023 ein Rekordjahr. Weltweit setzte die BMW-Tochter 6.032 Autos ab. 344 davon gingen nach Deutschland. Ein Grund für den Erfolg war der Cullinan (ab rund 360.000 Euro). Das SUV verkaufte sich hierzulande lediglich 97 Mal. ©  Pond5 Images/Imago
Lotus Emira
Platz 8 – Lotus: Weiter geht es mit der nächsten britischen Automarke. Lotus ist den meisten Autofans wohl aus der Formel 1 ein Begriff, wo die Sportwagenschmiede in den 60er- und 70er-Jahren große Erfolge feierte. Inzwischen gehört Lotus zum chinesischen Geely-Konzern. 2023 setzte man in Deutschland nur 321 Neuwagen ab. Mit 218 Fahrzeugen war der Emira besonders begehrt. © Arnaud Taquet/Lotus
Cadillac XT4
Platz 7 – Cadillac: Auf dem Heimatmarkt in den USA ist Cadillac oft zu finden. In Deutschland kommt die General-Motors-Tochter nicht über eine Statistenrolle hinaus. Das einzige Modell, der XT4 (ab 40.300 Euro) verkaufte sich lediglich 217 Mal. Insgesamt kame Cadillac auf 307 Neuzulassungen, sodass einige Fahrzeuge über freie Importeure nach Deutschland gekommen sein dürften. © Cadillac
Fisker Ocean
Platz 6 – Fisker: Wie bei vielen Elektroautoherstellern handelt es sic auch hier um ein Start-up. Gegründet wurde es vom Dänen Henrik Fisker. Entwickelt wurde der Ocean in den USA. Gebaut wird der Stromer bei Magna Steyr in Österreich. Bis zu 707 Kilometer soll das SUV weit kommen. Den Deutschen reicht das aber offenbar nicht. Nur 239 Exemplare wurden 2023 zugelassen.  © Fisker Inc.
Lada Niva
Platz 5 – Lada: Gute Gründe, einen Lada zu kaufen, gab es eigentlich nie. Die Technik der Autos ist veraltet und auch die Qualität ist wenig überzeugend. Der Niva sieht zudem so aus, als würde aus den 90ern stammen. Dennoch hat der Geländewagen zahlreiche Fans. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen hat es Lada nicht leicht. Nur 149 Fahrzeuge wurden in Deutschland zugelassen, darunter 86 Niva. © Pond5 Images/Imago
Lucid Air in einem Showroom in New York.
Platz 4 – Lucid: Wie bei Fisker handelt es sich auch bei Lucid um ein Elektro-Start-up aus den USA. Wer auf der Suche nach einem günstigen Stromer ist, wird bei den Amerikanern aber nicht fündig. Die günstigste Ausführung des Lucid Air fängt bei 110.000 Euro an. Das Spitzenmodell kostet gar das doppelte. Das Interesse hielt sich folglich in Grenzen, mit nur 99 Neuzulassungen. © Zuma Wire/Imago
Maxus Mifa 9
Platz 3 – Maxus: Zugegebenermaßen wirklich schön ist der Mifa 9 (24 Neuzulassungen) nicht. Es gab jedoch auch deutlich hässlichere Autos, die sich besser verkauft haben. Das Problem dürfte wohl die geringe Bekannheit der jungen Marke von SAIC Motor sein. Diese ging 2011 aus dem insolventen britischen Nutzfahrzeughersteller LDV Limited hervor. 2023 verkauften die Chinesen 64 Modelle in Deutschland. © Maxus Motors
Zwei Autos von Morgan.
Platz 2 – Morgan: Es gibt nur noch wenige Autobauer, die auf Handwerkskunst setzten. Einer davon ist Morgan. Pro Jahr verlassen nur etwa 1.000 Fahrzeuge die Manufaktur. Davon fanden im vergangenen Jahr 60 Stück ihren Weg nach Deutschland. © Morgan
Aiways U5
Platz 1 – Aiways: Die mit Abstand wenigsten Autos setzte aber ein weiter Neuling ab. Der chinesische E-Autobauer Aiways verkaufte 2023 lediglich 50 Fahrzeuge in Deutschland. Am beliebtesten war der U5 der 31 Abnehmer fand. © Sebastian Geisler/Imago

Die Fahrleistung ist aber nur eine von zahlreichen Komponenten bei der Berechnung der Kfz-Versicherungsprämie. Auch die erst kürzlich für das kommende Jahr bekannt gegebenen Regionalklassen spielen eine Rolle. Gleiches gilt für die Typklassen, die jährlich neu berechnet werden. Billiger können Autofahrer bei der Autoversicherung unter anderem wegkommen, wenn sie etwa einer Werkstattbindung zustimmen – oder sie viele Jahre unfallfrei unterwegs sind: Dann profitieren sie von steigenden Schadenfreiheitsrabatten. (SP-X)

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

Kommentare