VonKirsten Lemkeschließen
Wenn Katzen sich kompakt hinlegen, nennen viele das liebevoll Katzenbrot oder Brotlaib-Position. Dieses Verhalten lässt einige Rückschlüsse zu.
Etwa 16 Stunden schlafen Katzen pro Tag. Dabei nehmen sie viele unterschiedlichen Positionen ein und bringen ihre Halter mit ihren Verrenkungen häufig zum Lachen. Doch die unterschiedlichen Schlafpositionen sind nicht nur unterhaltsam, sie sagen auch einiges über das Wohlbefinden der Katze aus. Liegt die Katze auf der Seite, ist sie entspannt und fühlt sich sicher. Schläft sie sogar bei ihrem Menschen auf dem Schoß, ist das ein riesiger Vertrauensbeweis. Wenn eine Katze auf dem Rücken schläft, zeigt sie sich völlig schutzlos. Auch eine Flucht würde länger dauern. Ein Zeichen, dafür, dass sie sich wohl und sicher fühlt in ihrem Umfeld.
Kompakt und energiesparend: Katzen entspannen gern als Brotlaib
Eine weitere beliebte Schlafposition wird von Katzenhaltern gern als Brotlaib bezeichnet. Die Katze liegt dabei aufrecht auf dem Bauch, die Pfötchen sind eingeklappt oder verschwinden unter dem Körper, der Kopf wird getragen. Auch der Schwanz verschwindet häufig unter dem Körper. Diese kompakte Körperhaltung an sich ist kein Grund zur Sorge. Katzen nehmen diese Position häufig zum Dösen ein. Verschwinden die Pfoten dabei unter dem Körper, fühlt die Katze sich besonders sicher – sie müsste sie zur Flucht oder Verteidigung nämlich erst wieder hervorholen.
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Trotzdem bekommt die Katze noch viel davon mit, was in ihrer Umgebung passiert und könnte im Zweifel schnell abhauen. Ein weiterer Pluspunkt: In dieser Position kann die Katze die Körperwärme gut halten. Daher schlafen viele Katzen im Winter gern als Brotlaib. Die Position hat noch viele weitere Namen: Catloaf (auf Deutsch „Katzenbrot“), Hovercat („Schwebekatze“), Kartoffelkatze oder Katzenbrötchen sind weitere kreative Bezeichnungen. Hündin Avka hat sich diese Körperhaltung von ihrer Katzenfreundin abgeschaut.
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Entspannung oder Schmerzen? Die Mimik der Katze ist entscheidend
Katzenhalter sollten jedoch aufmerksam bleiben. Denn manchmal nehmen Katzen diese Position auch ein, wenn sie Schmerzen haben oder sich unwohl fühlen. Erkennen kann man das letztendlich an der Mimik der Katze und wie sie ihren Kopf trägt. Ist der Kopf auf Schulterhöhe oder darunter, kann das ein erster Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Zeigen die Ohren zur Seite oder nach hinten, sind die Augen nur leicht oder kaum geöffnet, das Mäulchen angespannt und die Schnurrhaare gerade oder nach vorn gerichtet, kann das auf Schmerzen oder eine Katzenkrankheit hindeuten. Auch Schnurren kann ein Zeichen für Schmerzen sein. Ein Besuch beim Tierarzt schafft dann Klarheit.
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