Lade-Limit für Betroffene

Brandgefahr: Mehr als 33.000 Mercedes EQA und EQB müssen in die Werkstatt

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Aufgrund von Brandgefahr startet Mercedes einen weltweiten Rückruf von über 33.000 EQA- und EQB-Elektroautos. Fahrzeughalter sollten ihre Autos nicht mehr vollständig aufladen.

Rückrufe sind in der Automobilbranche keine Seltenheit: Kürzlich musste der Stellantis-Konzern weltweit mehr als 100.000 Fahrzeuge in die Werkstätten beordern, weil ein Verlust der Lenkfähigkeit drohte. Bei BMW umfasste ein Rückruf im vergangenen Jahr sogar 1,5 Millionen Fahrzeugen – hier waren der Grund Bremsprobleme. Jetzt gibt es einen Elektroauto-Rückruf aufgrund von Brandgefahr bei Mercedes-Modellen: Mehr als 33.000 Autos müssen weltweit zurückgerufen werden.

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Mercedes EQA und EQB: Gefahr eines Kurzschlusses in der Hochvoltbatterie

Laut der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sind die Modelle EQA und EQB der Baujahre von 2021 bis 2024 betroffen. Bei den Fahrzeugen kann ein Kurzschluss in der Hochvoltbatterie zum Brand führen. Weltweit müssen 33.705 Fahrzeuge in die Werkstätten, in Deutschland sind laut KBA 3.119 betroffen. Der Rückruf läuft unter der KBA-Referenznummer „14775R“, der Herstellercode der Rückrufaktion lautet „5496507“.

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Eine Mercedes E-Klasse
Mercedes E-Klasse (Baureihe 210): Im Mai 1995 wurde die zweite Generation der Mercedes E-Klasse vorgestellt – und die neue, rundliche Designsprache sorgte für Aufsehen. Vor allem an die elliptischen Doppelscheinwerfer musste sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen, die Front bekam den Spitznamen „Vieraugengesicht“. © Mercedes-Benz
Ein BMW Z3
BMW Z3: Der Z3 war der erste BMW, der komplett und ausschließlich außerhalb von Deutschland gebaut wurde – er lief ab 1995 im neuen Werk in Spartanburg (USA) vom Band. Seinen ersten Einsatz hatte er im Dienste von James Bond – er debütierte im Blockbuster „GoldenEye“. Ab Sommer 1998 bekam der Roadster auch eine Coupé-Variante zur Seite gestellt. © BMW
Ein Fiat Barchetta
Fiat Barchetta: Der Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „kleines Boot“ oder „Bötchen“. Der Zweisitzer schwamm auf der 1990er-Jahre-Roadster-Welle mit, die vor allem durch den Mazda MX-5 ausgelöst worden war. © Fiat/Stellantis
Ein Peugeot 406 Coupe
Peugot 406: Im Herbst 1995 trat der er 406 die Nachfolge des Peugeot 405 an. Das französische Mittelklasse-Fahrzeug gab es als Limousine, Kombi – und, wie hier auf dem Bild zu sehen, als Coupe-Version. © Heritage Images/Imago
Ein Ferrari F50
Ferrari F50: Mit dem F50 feierte Ferrari im Jahr 1995 das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Selbst, wenn man genügend Geld auf dem Konto hatte (damals rund 380.000 Euro Neupreis) war nicht garantiert, dass man den 520 PS starken V12-Mittelmotor-Supersportwagen auch bekam: Ferrari verkaufte den F50 nur an ausgewählte Kunden. Offiziell wurden bis 1997 gerade einmal 349 Exemplare gebaut. © Dreamstime/Imago
Zwei VW Sharan
VW Sharan: Der Sharan entstand in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Ford. Als der Van im Sommer 1995 auf den Markt kam, war er zunächst nahezu baugleich mit dem Ford Galaxy. Zielgruppe waren junge Familien. © Volkswagen
Zwei Porsche 911 Turbo
Porsche 911 Turbo (993): Als Topmodell der Porsche-911er-Modellreihe 993 kam 1995 der Turbo auf den Markt. Mit dem dicken, feststehenden Flügel war er auf der Straße auch ziemlich leicht zu erkennen. © Porsche
Ein Alfa Romeo 146
Alfa Romeo 146: Der Alfa Romeo 146 kam 1995 als fünftüriges Schwestermodell des Alfa Romeo 145 auf den Markt. Besonderes Designmerkmal ist die Mischung aus Stufen- und Steilheck. ©  Alfa Romeo/Stellantis
Ein Renault Sport Spider
Renault Sport Spider: Ursprünglich wurde das Fahrzeug für den Rennsport entworfen – von Frühjahr 1995 bis Herbst 1999 wurde er aber auch als Straßenversion gebaut. Der Renault Sport Spider zählt zu den spektakulären Highlights des H-Kennzeichen-Klassiker-Jahrgangs 2025 – nur knapp 1.500 Exemplare wurden gebaut. © Renault
Ein Lancia Y
Lancia Y: Mit seinem extravaganten Design setzte sich der Lancia Y deutlich von der Kleinwagen-Konkurrenz ab. Und dazu nicht nur von außen: Im Innenraum sorgten die mittig auf dem Armaturenbrett angeordneten Instrumente für das „spezielle“ Etwas. © Lancia/Stellantis
Ein Diablo VT Roadster.
Lamborghini Diablo VT Roadster: Der Countach-Nachfolger Diablo kam bereits 1990 auf den Markt. 1993 schob Lamborghini dann mit dem VT (Visco Traction) eine Allradversion des 492 PS starken V12-Geschosses nach. Noch einmal zwei Jahre später folgte dann die Roadster-Variante. © Lamborghini
Ein Volvo V40 und ein Volvo s40
Volvo S40/V40: Mit dem S40 (Limousine) leitete Volvo ab Herbst 1995 eine neue Designsprache ein. Kurz darauf kam die besonders in Deutschland beliebte Kombi-Version V40 auf den Markt. Produziert wurden die „Schweden“ in einem Werk in den Niederlanden. © Volvo
Ein Citroën Xantia
Citroën Xantia Break: Zwei Jahre nach der Xantia-Limousine kam 1995 auch die Kombi-Variante namens Break auf den Markt. 2001 endete die Xantia-Produktion – im Iran jedoch wurde das Fahrzeug in einer einfachen Variante aber noch in Lizenz bis 2010 weiterproduziert. © Citroën/Stellantis
Ein Chrysler Grand Voyager
Chrysler Voyager: Im Frühjahr 1995 kam die dritte Generation des Chrysler Voyager auf den Markt. Den Van gab es in zwei Ausführungen: Der Grand Voyager bot durch seine größeren Abmessungen im Innenraum mehr Platz. © Chrysler Brand Heritage
Ein Fiat Brava
Fiat Brava: Bei diesem Auto kam es auf den letzten Buchstaben an: Der Fiat Brava war ein kompakter Fünftürer, der kürzere Dreitürer ging als Fiat Bravo an den Start. © Fiat/Stellantis

So soll das Problem an den betroffenen Fahrzeugen behoben werden

Um das Problem zu beheben, wird die Software des Batteriemanagementsystems aktualisiert. Bis diese Maßnahme zur Verfügung steht, werden Besitzer der betroffenen Modelle angewiesen, die Batterie ihres Elektroautos maximal auf 80 Prozent zu laden. Laut KBA-Rückruf sind Mercedes bereits „vereinzelte“ Sachschäden bekannt, die durch das Problem verursacht worden. Dem ADAC zufolge geht aus Unterlagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hervor, dass es in China aufgrund des Problems bereits zu Fahrzeugbränden kam.

Für die Mercedes-Modelle EQA (Foto) und EQB gibt es einen Rückruf aufgrund von Brandgefahr.

Wie man als Fahrzeughalter von einer Rückrufaktion erfährt

Sobald man in Deutschland als Fahrzeugbesitzer von einem Rückruf betroffen ist, erhält man Post. Wichtig zu beachten ist dabei: Ein solcher Brief ist nicht als Empfehlung zu verstehen. Wem ein Rückrufschreiben zugestellt wird, der muss den darin aufgeführten Mangel beseitigen lassen. Wenn ein Halter dem Rückruf auch nach mehreren Aufforderungen nicht nachkommt, kann das KBA die örtlich zuständige Zulassungsbehörde informieren – und diese wiederum kann das Auto außer Betrieb setzen. Nach dem Erhalt des Rückrufschreibens empfiehlt es sich, zügig eine Werkstatt aufzusuchen. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland mehr als 13.500 Rückrufe – eine Auswertung zeigt, welche Teile besonders häufig Probleme verursachen.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG

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