Ranking zur Grundsicherung

Bürgergeld für Alleinerziehende: Tabelle zeigt Unterschiede in Deutschland

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Alleinerziehende Arbeitslose erhalten Unterstützung in Form einer Grundsicherung. Wie viel Geld es gibt, hängt vom Wohnort ab. Eine Tabelle liefert eine Übersicht.

Wie für viele Eltern in Deutschland hält das Jahr 2025 auch für Alleinerziehende zusätzliche Belastungen bereit. Durch steigende Sozialversicherungsbeiträge bleibt weniger Netto vom Brutto, zudem erhöhte sich der Co2-Preis pro Tonne zum Jahreswechsel. Die Mehrkosten können auch eine moderate Anhebung des Kindergeldes und des Grundfreibetrages nicht abfedern.

Noch härter sind allerdings die Bedingungen für diejenigen, die auf staatliche Arbeitslosenunterstützung in Form von Bürgergeld angewiesen sind, die jetzt durch eine „neue Grundsicherung für Arbeitsuchende“ ersetzt wird. Wie hoch die Zahlung ausfällt, ist unter anderem vom Wohnort abhängig.

Mehrbedarf bei der Grundsicherung für Alleinerziehende: So hoch fällt die Auszahlung aus

Mit der Grundsicherung will die Bundesregierung sicherstellen, dass Arbeitslose ihren Lebensunterhalt mit einem menschenwürdigen Existenzminimum bestreiten können. Vor allem für die sogenannten Ein-Eltern-Familien ist die Bewältigung des Alltags oftmals hart. Mehr als 530.000 dieser Bedarfsgemeinschaften gelang dies im Dezember 2024 nicht ohne monatliche Finanzspritzen des lokalen Jobcenters.

Für Alleinstehende gibt es grundsätzlich einen Bürgergeld-Regelsatz von 563 Euro im Monat, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) informiert. Sie sind „aufgrund besonderer Lebensumstände“ allerdings bedürftiger als normale Bürgergeldberechtigte. Ihnen steht deshalb je nach der Anzahl und dem Alter der Kinder der alleinerziehenden Person ein Mehrbedarf zu.

Tabelle zeigt: So hoch sind die Bürgergeldbeträge in deutschen Großstädten

Alleinstehenden Grundsicherungsempfängern haben aber noch Anspruch auf Geld darüber hinaus, zum Beispiel in Form von Einmalleistungen für Umzüge, Nachhilfe oder Schulausflüge. Auch, damit erwerbsfähige leistungsberechtigte Bürger ihre Wohnung und ihre Nebenkosten bezahlen können, gibt es einen finanziellen Zuschlag vom Staat. Im Dezember 2024 lagen die durchschnittlichen Kosten für Unterkunft und Heizung bei Alleinerziehenden bei 555 Euro.

Allerdings variieren die individuellen Wohnkosten lokal teilweise stark und sind, je nach Wohnort, starken Schwankungen ausgesetzt, wie der Südkurier schreibt. Eine Tabelle zeigt, welche Summen das Bundesarbeitsministerium an alleinerziehende Grundsicherungsbezieher in deutschen Großstädten auszahlt:

StadtGrundsicherungsbetrag für Alleinerziehende
Hamburg 1790 Euro
Stuttgart1682 Euro
Köln1681 Euro
Berlin1662 Euro
München1625 Euro
Frankfurt am Main1594 Euro
Düsseldorf1594 Euro
Kassel1458 Euro
Dresden1417 Euro
Erfurt1379 Euro
Leipzig1358 Euro
Hamm1154 Euro

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Bei den Werten in der Tabelle handelt es sich um aktuelle Beträge, die den Alleinerziehenden an Bürgergeld, jetzt Grundsicherung, ausgezahlt wird (Stand 8. April 2025). Ob und inwieweit sich die Beträge mit dem Wechsel von Bürgergeld zu Grundsicherung ändern werden, bleibt abzuwarten.

Hamburg Spitzenreiter, Hamm Schlusslicht: Wo Alleinstehende viel und wenig Bürgergeld bekommen

In Hamburg liegt der durchschnittliche Bürgergeld-Betrag für Alleinerziehende bei monatlich 1790 Euro – und damit mit Abstand am höchsten. Auch in Stuttgart, Köln oder Berlin fällt die Summe relativ hoch aus. In der Bundeshauptstadt erhalten Alleinerziehende damit sogar noch mehr als in München, dem Herzen und Epizentrum des als reich angesehenen bayerischen Freistaates.

Die Auszahlungsbeträge fallen in großen Städten in Ostdeutschland wie Dresden, Erfurt oder Leipzig im Vergleich gering aus. Ganz unten im Ranking steht allerdings Hamm in Nordrhein-Westfalen. Hier erhalten Alleinerziehende lediglich 1154 Euro im Monat.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer

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