VW-Konkurrent

BYD Dolphin feiert 2023 Deutschland-Debüt: Günstiger als Golf und ID.3

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BYD stellt mit dem Dolphin einen ID.3-Konkurrenten in Deutschland vor. Beim Preis schlägt der China-Stromer dann auch den Golf.

BYD hat die Preise für seinen im Frühjahr vorgestellten und im Herbst 2023 in Deutschland verfügbaren Kompaktstromer Dolphin veröffentlicht. Rund 31.000 Euro wird das Einstiegsmodell des Fünftürers aus China kosten. Für diese Summe gibt es das ab Anfang 2024 verfügbare Modell Active, das einen 70 kW/95 PS starken E-Antrieb mit einer 45 kWh großen Batterie für rund 340 Kilometer Reichweite kombiniert.

Die Onboard-Ladetechnik des Elektroautos kann bis 7 kW Wechsel- sowie bis zu 60 kW Gleichstrom verdauen. Mit gleicher Batterie und Ladetechnik wird auch die rund 33.000 Euro teure und ebenfalls 2024 verfügbare Version Boost antreten, die einen 130 kW/176 PS starken Antrieb hat.

Dolphin startet im vierten Quartal – bestellbar im Sommer

Bereits im Sommer bestellbar und ab dem vierten Quartal 2023 verfügbar sollen die höherwertigeren Varianten Comfort und Design mit 150 kW/204 PS und 60 kWh großer Batterie für 427 Kilometer Reichweite sowie mit 11- beziehungsweise 88-kW-Onboard-Ladetechnik sein. Der Comfort wird bei 36.000 Euro starten, während für die Ausstattung Design, die zusätzlich Panoramadach, getönte Heckscheiben und Smartphone-Ladeschale an Bord hat, rund 38.000 Euro kostet. 

Die Einstiegsversion des BYD Dolphin soll rund 31.000 Euro kosten.

Mit 4,29 Meter Länge und einem 345 bis 1.310 Liter großen Kofferraum ist der Dolphin eine vor allem preislich interessante Alternative zu VW Golf und ID.3. Der frisch überarbeitete ID.3 ist aktuell zu Preisen ab rund 40.000 Euro in Kombination mit einer 58 kWh großen Batterie und 150 kW/204 PS starkem Antrieb zu haben, während der Basis-Golf bei 31.145 Euro startet.

Elektroauto-Markt in China boomt: Zehn Marken, die Sie kennen sollten

Elektrotransporter von Maxus.
Platz 10 – Maxus: Ford, VW und Mercedes aufgepasst. Mit Maxus greifen die chinesischen Hersteller auch bei den Nutzfahrzeugen an. Die Modelle der 2011 gegründete Tochter von SAIC Motors sind unter anderem bei der österreichischen Post und Ikea im Einsatz. Verkauft werden die Transporter über eigene Händler. © GlobalImagens/Imago
Der Aiways U5.
Platz 9 – Aiways: 2017 ging der Hersteller in China an den Start. Schon zwei Jahre später folgte die erste Niederlassung in Europa. Im selben Jahr kam mit dem U5 das erste Auto in China auf den Markt. 2020 folgte Deutschland.  © Aiways
Der Wey Coffee 01
Platz 8 – Wey: Ihr Debüt feierte die Marke 2016 im Rahmen der Guangzhou Auto Show. Ab 2017 wurden die ersten Autos verkauft. In Europa ist Wey seit 2022 vertreten. Mit dem Coffee 01 will die Tochter von Great Wall in Deutschland durchstarten. Mit dem Plug-in-Hybrid Cooffee 02 legen die Chinesen im Herbst nach. Vertrieben werden die Fahrzeuge vom Importeur Emil Frey. © Wey
Lynk & Co 01
Platz 7 – Lynk & Co: Auch hinter diesem Hersteller, der 2016 gegründet wurde, verbirgt sich wieder Geely. Der Plug-in-Hybrid 01 wird dabei vor allem im Abo vertrieben. Das Modell kann aber auch gekauft oder geliehen werden. Entwickelt und entworfen wurde der Lynk & Co in Schweden bei der Konzernschwester Volvo.  © Lynk & Co
Der MG 4 EV.
Platz 6 – MG: Tot gesagte Leben länger. Das gilt auch für die britische Traditionsmarke MG. Allerdings nicht mehr unter der Flagge ihrer Majestät. Nach der Insolvenz erwarb zunächst die Nanjing Automobile Group im Juni 2005 die Markenrechte für 53 Millionen Pfund Sterling (ca. 61 Millionen Euro). Inzwischen gehört der Hersteller zu SAIC Motor. Dort wurde MG mit Roewe in der Abteilung Passenger Vehicle zusammengefasst. Seit Januar 2021 ist MG auch wieder auf dem deutschen Markt vertreten – unter anderem mit dem 4 EV. © MG
Der Xpeng P7.
Platz 5 – Xpeng: Wie viele chinesische Hersteller ist auch Xpeng noch relativ jung. Erst 2014 wurde das Unternehmen gegründet, konnte in den vergangenen Jahren seine Stückzahlen aber immer weiter steigern. In Europa ist Xpeng bisher lediglich in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Wann der Hersteller nach Deutschland kommt, ist unklar. © Zuma Wire/Imago
Der Zeekr 001.
Platz 4 – Zeekr: Auch wenn der Name so gar nicht chinesisch klingt, stammt der Hersteller dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Markenname setzt sich aus Generation Z und dem Begriff Geek zusammen. Hinter dem erst 2021 gegründeten Autobauer steckt Geely. Mit der neuen Tochter möchte man im Premiumsegment Fuß fassen. Zeekr arbeitet zudem mit Waymo an einem vollelektrischen, autonom fahrenden Ride-Hailing-Fahrzeug für die USA. Zusammen mit Mobileeye will man bis 2024 autonomes Fahren in Serie bringen. 2023 soll die Marke in Schweden und den Niederlanden mit den Modellen 001 und X ihren Europa-Start feiern. © Zeekr
Der Ora Funky Cat.
Platz 3 – Ora: Wie Wey gehört auch Ora zu Great Wall Motor. Gegründet wurde die Elektro-Tochter erst im Jahr 2018. Trotz ihrer noch recht jungen Geschichte hat die Marke schon für einen Aufreger gesorgt und eine dreiste Kopie des VW Käfer auf den Markt gebracht. In Europa gibt es das Modell jedoch nicht, dafür aber den Funky Cat. © Ora/GWM
Der NIO ES6 steht auf einer Messe.
Platz 2 – NIO: Der Name des 2014 gergründeten Herstellers ist eine Anspielung auf den Smog über den Großstädten Chinas. Nio,in chinesischen Schriftzeichen „Weilai“, bedeutet übersetzt „Der Himmel wird blau“. Eine Besonderheit der Marke ist die Battery-Swap-Technologie. In fünf Minuten wird der Akku gegen einen neuen ausgetauscht. Sein Europa-Debüt gab Nio 2021 in Norwegen. Seit 2022 sind die Elektroautos auch in Deutschland erhältlich. © VCG/Imago
Der BYD Seal.
Platz 1 – BYD: Unter den chinesischen Autobauern ist Built Your Dreams (BYD) fast schon so was wie der Opa. Seit 1995 gibt es das Unternehmen bereits. Autos spielten am Anfang jedoch noch keine Rolle, stattdessen baute man wiederaufladbare Batterien. Erst 2003 stieg man durch den Kauf der angeschlagenen Xian Qinhuan Automobile in das Automobilgeschäft ein. Inzwischen ist BYD einer größten Automobilproduzenten Chinas und der Welt. In Deutschland sind die Chinesen derzeit mit den Modellen Atto3, Han und Tang vertreten. © VCG/Imago

Dolphin ist das fünfte BYD-Modell in Deutschland

Der Dolphin ist aber nicht die einzige Kampfansage, des ambitionierten Elektroautobauers aus Fernost. In China gibt es den Stromer Seagull für weniger als 10.000 Euro. Damit kostet er weniger als die Hälfte des Preises, den Volkswagen für den ID.2 anstrebt.

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Neben dem Dolphin bietet BYD in Deutschland auch die Elektroautos Atto3, Hang, Tang und Seal an. Ob und wann es der Seagull nach Europa schafft, ist noch unklar. Mario Hommen/SP-X

Rubriklistenbild: © BYD

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