VonSebastian Oppenheimerschließen
Winterreifen, Spritpreise, Assistenzsysteme: Im Jahr 2024 wird sich für Autofahrer einiges ändern. Wir zeigen, worauf man achten sollte.
Das Jahr 2024 bringt einige Veränderungen für Autofahrer mit sich. Von neuen Regeln für den Führerschein bis hin zu Änderungen bei der Zulassung und den Preisen gibt es einiges zu beachten. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.
1. Die „Blackbox“ im Auto
Ab Juli 2024 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1 und N1 mit einem „Event Data Recorder“ (EDR) ausgestattet sein. Diese „Blackbox“ sammelt Daten wie etwa Geschwindigkeit, Gaspedalstellung und die Aktivität des ABS und kann im Falle eines Unfalls Informationen zum Unfallhergang liefern. Die gespeicherten Daten werden nur im Falle eines Crashs für eine kurze Zeitspanne von fünf Sekunden vor und 300 Millisekunden nach dem Unfall aufgezeichnet. Ansonsten werden sie direkt wieder gelöscht. Der EDR dient der Unfallrekonstruktion und der Weiterentwicklung der Fahrzeugsicherheit.
2. Neue Assistenzsysteme
Ab Juli 2024 sind auch neue Assistenzsysteme im Auto verpflichtend. Bereits seit 2022 gelten diese Systeme für neu entwickelte Fahrzeuge, ab 2024 müssen sie dann aber auch in allen Neuzulassungen vorhanden sein. Zu den verpflichtenden Assistenzsystemen gehören unter anderem ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent, ein Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner, ein Notbremsassistent, ein Notfall-Spurhalteassistent und ein Rückfahrassistent. Diese Systeme sollen die Sicherheit beim Fahren erhöhen.
3. Steigende Spritpreise durch die CO₂-Steuer
Ab Januar 2024 greift die nächste Stufe der CO₂-Steuer. Der Preis pro Tonne CO₂ steigt von 30 auf 40 Euro. Der ADAC geht davon aus, dass sich dadurch der Spritpreis an der Tankstelle um etwa drei Cent pro Liter erhöhen wird. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, den CO₂-Ausstoß im Straßenverkehr zu reduzieren.
4. Änderungen bei den Förderprämien für E-Autos
Für den Kauf eines Elektroautos gibt es ab dem 1. Januar 2024 weiterhin eine Förderung. Diese fällt jedoch im Vergleich zu 2023 geringer aus. Der Bund gewährt einen Zuschuss von 3.000 Euro für reine Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge mit einem Nettolistenpreis bis zu 45.000 Euro. Fahrzeuge, die teurer sind, erhalten keine Förderung mehr. Bei den Fördersätzen handelt es sich um den Bundesanteil der Umweltbonus-Förderung inklusive der Innovationsprämie. Der Herstelleranteil beträgt weiterhin die Hälfte der Gesamt-Bundesförderung, also 1.500 Euro zusätzlich.
5. Winterreifen: Nur noch mit einem speziellen Symbol anerkannt
Ab dem 1. Oktober 2024 werden nur noch Winterreifen anerkannt, die das „Alpine-Symbol“ tragen. Dieses Symbol besteht aus einer Schneeflocke und einem Berg und gilt auch für Ganzjahresreifen. Ab diesem Datum dürfen bei winterlichen Straßenbedingungen keine Reifen mehr gefahren werden, die lediglich eine „M+S“-Kennzeichnung haben. Das Alpine-Symbol garantiert eine höhere Sicherheit bei winterlichen Bedingungen.
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6. Bußgelder aus der Schweiz können in Deutschland leichter vollstreckt werden
Möglicherweise bereits Anfang 2024 tritt der deutsch-schweizerische Polizeivertrag in Kraft, der die Vollstreckung von Bußgeldern regelt. Das bedeutet, dass Verkehrssünder, die in der Schweiz geblitzt werden, einfacher zur Kasse gebeten werden können. Umgekehrt gilt dies auch für Schweizer Verkehrssünder in Deutschland.
7. Tagesvignette in Österreich
In Österreich wird eine Tagesvignette für Autobahnen eingeführt. Diese kann nur noch digital erworben werden und kostet 8,60 Euro. Die 10-Tages-Vignette wird teurer und kostet 11,50 Euro. In Italien sind höhere Bußgelder für Verkehrsdelikte geplant, um die gestiegenen Unfallzahlen zu bekämpfen.
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8. In Italien drohen deutlich höhere Bußgelder
Wer 2024 eine Fahrt nach Italien plant, muss mit teils drastisch höheren Bußgeldern rechnen. Die Verschärfungen sind vor allem eine Reaktion auf deutlich gestiegenen Unfallzahlen auf italienischen Straßen. Unter anderem können Handy-Sünder am Steuer mit bis zu 1.700 Euro zur Kasse gebeten werden. Die geplanten Änderungen müssen vom italienischen Parlament noch gebilligt werden – doch die neuen Regelungen könnten bereits im Januar 2024 in Kraft treten.
9. Änderungen bei den Typ- und Regionalklassen der Kfz-Versicherung
Jedes Jahr passt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Typklassen bei der Kfz-Versicherung an. Im Jahr 2024 sind rund 13 Millionen Autofahrer von dieser Änderung betroffen. Für 7,4 Millionen Fahrzeughalter bedeutet dies einen höheren Versicherungsbeitrag, während sich 5,4 Millionen über einen günstigeren Beitrag freuen können. Die Höhe des Beitrags hängt von den Schäden und Reparaturkosten ab, die ein bestimmtes Automodell verursacht. Aber auch die Regionalklassen werden neu eingeteilt.
10. Umtausch des Führerscheins
Auch der Umtausch der alten Führerscheine geht weiter: Die alten rosa- und graufarbenen „Lappen“ werden damit endgültig abgeschafft. Der Umtausch erfolgt gestaffelt nach Jahrgängen, und es gibt eine bestimmte Frist, die eingehalten werden muss. Wer diese Frist versäumt und kontrolliert wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Bis 19. Januar 2024 müssen die Jahrgänge 1965 bis 1970 ihren Führerschein umgetauscht haben. Die genauen Umtauschfristen für andere Jahrgänge können in einer entsprechenden Tabelle eingesehen werden.
Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.
Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

