Motorische Unruhe

Agitierte Depression: Drei Symptome, an denen Sie diese Form erkennen können

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Anstatt mit Antriebslosigkeit zeigt sich eine agitierte Depression durch motorische Unruhe. Die Symptome sind von den Betroffenen nicht beherrschbar.

Zu den typischen Symptomen einer klassischen Depression zählen laut Angaben der Deutschen Depressionshilfe beispielsweise gedrückte Stimmung, Antriebsmangel und Interessen- oder Freudlosigkeit. Doch nicht immer zeigt sich eine Depression mit dem für sie charakteristischen Krankheitsbild. Personen, die etwa an einer hochfunktionalen Depression erkrankt sind, wirken nach außen erfolgreich, während sie in ihrem Inneren häufig verzweifelt sind. Und im Gegensatz zur Antriebslosigkeit kann eine gesteigerte motorische Aktivität – auch Agitation genannt – ebenfalls ein Anzeichen für eine spezielle Form von Depressionen sein. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten agitierten Depression.

Agitierte Depressionen: Rastlosigkeit als ein typisches Symptom der psychischen Erkrankung

Patienten mit einer agitierten Depression leiden meist unter innerer Anspannung und Unruhe.

Laut einer Definition aus dem Medizinischen Wörterbuch Psychrembel online stehen bei der agitierten Depression Angst, Unruhe sowie psychomotorische Symptome im Vordergrund – im Gegensatz zur sogenannen gehemmten Depression. Diese ist vielmehr durch Antriebslosigkeit und Denkhemmung gekennzeichnet. Anstatt Bewegungsarmut und Antriebshemmung zeigen Betroffene der agitierten Form häufig folgende Symptome:

  • rastlose Bewegungen
  • ständiges Wiederholen der gleichen Fragen
  • klagende Schilderung der Beschwerden

Agitation (oder Agitiertheit) kann dabei als unproduktive Übersteigerung nicht krankhaften Verhaltens beschrieben werden, wie die Oberberg Kliniken auf ihrer Webseite informieren. Beschwerden wie innere Anspannung und Unruhe zeigen sich dann häufig in motorischer Aktivität, „die über das gemeinhin als ‚normal‘ angesehene Maß hinausgehen“. Bei Patienten mit einer agitierten Depression besteht daher ein pathologischer Drang nach Bewegung.

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Agitierte Depression: Wie sich die psychische Erkrankung äußert

Der Symptomkomplex aus innerer Anspannung und Unruhe bei einer agitierten Depression umfasst den Einfluss der Psyche auf Bewegungen des Körpers. Zuckungen, Zittern und Ticks zählen zu spontanen Bewegungen, die bei dieser Form von Depressionen auftreten können. Auch häufiges Hin- und Herlaufen, „Spielen“ am Körper (z. B. an Haaren) oder mit Gegenständen, Ziehen an Kleidung oder Zappeln können ebenfalls auftreten. Zudem ist Stillsitzen oft nur für kurze Zeit oder gar nicht möglich. Patienten können diese Symptome allerdings nicht beherrschen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Igor Stevanovic/IMAGO

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