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ADAC testet Ankaufportale für Gebrauchtwagen – mit überraschendem Ergebnis

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Der ADAC hat Ankaufportale für Gebrauchtwagen unter die Lupe genommen. Schlechte Nachrichten gibt es dabei für Menschen, die aktuell ein E-Auto verkaufen möchten.

Mit einem Gebrauchtwagen lässt sich im Vergleich zu einem Neufahrzeug jede Menge Geld sparen – auch ein Blick ins EU-Ausland kann sich bei der Suche nach einem Gebrauchten lohnen. Allerdings sollt man einige Dinge beachten, damit man vor bösen Überraschungen geschützt ist. Die Recherche nach dem passenden Wagen ist in aller Regel mit einigem Aufwand verbunden. Umgekehrt sind für den Verkauf eines Gebrauchten teils Nerven wie Drahtseile gefragt. Wer sich nicht mit anstrengenden Privatkäufern herumschlagen will, kann sein Glück bei sogenannten Ankaufportalen versuchen. Doch die haben mitunter den Ruf, nicht besonders gut zu zahlen. Der ADAC hat nun getestet, wie viel die Anbieter für Gebrauchte bieten.

Ein ADAC-Test von Gebrauchtwagen-Ankaufportalen zeigt: Die angebotenen Preise waren meist höher als vom Gutachter berechnet. (Symbolbild)

Gutachter bewerten drei verschiedene Test-Gebrauchte

Für den Test wurden zunächst drei Fahrzeuge (Benziner, Diesel, Elektroauto) von unabhängigen Gutachtern unter die Lupe genommen – die daraufhin Preise für die Wagen ermittelten. Aus den festgestellten Preisen wurde dann für jedes Fahrzeug ein Mittelwert gebildet. Anschließend wurden Angebote bei den Ankaufportalen eingeholt. Das überraschende Ergebnis: Beim Benziner (Seat Leon, Baujahr 2015) übertrafen alle Angebote der Ankaufportale den Gutachterpreis. Beim Diesel (VW Caddy, Baujahr 2015) lag lediglich ein einziges Angebot unter den von den Gutachtern ermittelten Preisen.

AnkaufportalSeat Leon (BenzinerVW Caddy (Diesel)
HUK Autowelt7.617 Euro10.117 Euro
Autoscout246.500 Euro10.000 Euro
wirkaufendeinauto.de9.282 Euro 9.691 Euro
Autohaus TABOR9.000 Euro9.800 Euro
Mobile.de6.500 Euro8.000 Euro

Problemfall Elektroauto: drei von fünf Portalen lehnen Ankauf des gebrauchten Stromers ab

Weniger gut lief es mit dem gebrauchten Elektroauto: Drei von fünf Anbietern lehnten einen Ankauf des für den Test verwendeten VW ID.3, Baujahr 2020 ab. Die beiden Angebote, die abgegeben wurden (HUK Autowelt: 17.610 Euro, Autoscout24: 15.000 Euro) lagen deutlich unter dem Gutachterpreis von 18.183 Euro – der Wertverlust von Stromern ist aktuell extrem hoch. Gute Nachrichten sind das allerdings für Menschen, die aktuell auf der Suche nach einem gebrauchten E-Auto sind: Sie haben die Chance auf ein Schnäppchen.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Fazit: Wer sich den Stress mit dem Gebrauchtwagenverkauf per Inserat sparen will (der auch beim Gewährleistungsausschluss seine Tücken haben kann) kann die genannten Ankaufportale dem Test zufolge durchaus zumindest in Betracht ziehen. Dennoch: Zu leichtfertig sollte man beim Verkauf eines Gebrauchten keinesfalls sein, sonst verschenkt man möglicherweise Geld. Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen ist also Pflicht, genauso wie sich ausreichend Bedenkzeit zu nehmen. Kennt man sich nicht so gut mit Autos aus, hilft ein Gebrauchtwagengutachten, damit sich preislich mit den Anbietern auf Augenhöhe verhandeln lässt.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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