VonJasmin Farahschließen
Die Katze ist des Deutschen liebstes Haustier. Vornehmlich, weil sie pflegeleichter scheint. Falsch, sagt eine Katzenexpertin auf TikTok. Auch sie hat Ansprüche, die es zu erfüllen gilt.
Katzen gelten als selbstständig, eigenwillig und pflegeleicht. Für viele Deutsche scheinen sie einfacher zu halten als etwa Hunde. Deshalb ist die Samtpfote seit Jahren auch die unangefochtene Nummer 1 unter Haustierhaltern hierzulande. Schließlich braucht sie nur etwas Futter, ein paar Spielzeuge und muss ab und zu zum Tierarzt, richtig? Nein, erklärt Katzenexpertin Amanda Campion in einem TikTok-Video, das viral geht.
Sie stellt klar: Katzen haben ebenfalls Bedürfnisse und bestimmte Ansprüche, die ihre Halter erfüllen müssen. Wer sich aber zum ersten Mal einen Stubentiger anschafft, hat diese vielleicht gar nicht auf dem Schirm. Deshalb klärt die Engländerin auf ihrem TikTok-Account kittysittycatbehaviour jetzt über fünf Dinge auf, die jeder wissen sollte.
1. Katzen sind nicht „einfach“
Dass Katzen nicht viel brauchen, stimmt laut der Katzenexpertin nicht. Auch wenn man mit ihnen in der Regel nicht Gassi geht, brauchen sie regelmäßig Stimulation und Abwechslung. Zudem sind Katzen Gewohnheitstiere, wer also ständig in den Urlaub fährt, sollte sich zweimal überlegen, ob er eine Katze will. Sie lieben Routinen, egal, ob es Schlaf- oder Fressgewohnheiten sind und mögen es, wenn die Dinge stets gleich ablaufen.
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2. Katzenklo ist Thema
Katzen sind reinliche Tiere, deshalb ist ihnen der Ort, an dem sie ihr Geschäft verrichten, sehr wichtig. Ist das Katzenklo dreckig, stinkt oder ist nicht nach ihren Vorstellungen, bekommen es Halter schnell zu spüren. Katzenexpertin Campion betont: „Katzen sind sehr pingelig, wenn es um das Katzenklo geht. Sie wollen eine bestimmte Toilette, ein bestimmtes Substrat und sie wollen es sehr sauber haben.“ Zudem sorgen sie gerne für Überraschungen, fügt sie hinzu. Es könne schließlich sein, dass sie eines Tages entscheidet, dass sie eine Toilette zum Pinkeln und eine fürs große Geschäft brauchen.
3. Katzen haben „Zoomies“
Auch Katzen können „Zoomies“ haben, dabei handelt es sich um plötzliche Energieausbrüche. Sie sind völlig normal und können sowohl drinnen als auch draußen auftreten. Sie dauern nur kurze Zeit und die Samtpfote scheint dabei unkontrolliert durch die Gegend zu rennen, zu springen und zu toben. Oftmals entscheidet sie sich, diese mitten in der Nacht zu machen, um ihren Halter damit aufzuschrecken, meint Campion amüsiert.
4. Katzen sind unsere Lehrer
„Sie lehren dich, nicht du sie“ – weiß die Katzenexpertin und erklärt: Viele Halter glauben, sie haben ihre Katze unter Kontrolle oder bringen ihr Dinge bei. Doch eigentlich ist es umgekehrt. Mit der Folge, dass wir unser Verhalten anpassen und unsere Zeit völlig nach ihr richten.
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5. Aus eins wird schnell zwei
„Die Katzen-Mathematik ist echt“, meint die Katzenexpertin. Wer einmal stolzer Katzenbesitzer geworden ist, schafft sich meist noch eine zweite an. Entweder, weil die erste nicht alleine sein soll oder weil man sich ein Leben ohne die Fellfreunde nicht mehr vorstellen kann und mehr will. Doch das sollte man sich gut überlegen, warnt Campion und sich abschließend fragen, ob man wirklich die Zeit und die Ressourcen dafür hat.
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