Keckern, miauen, gurren: Erkennen Sie, ob mit Ihrer Katze alles in Ordnung ist?
VonKirsten Lemke
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Manche Katzen sind richtig gesprächig, andere wiederum geben nur selten einen Laut von sich. Dennoch sollten Katzenhalter genau hinhören – denn ihre Katze hat in jedem Fall etwas zu sagen.
Abseits vom klassischen Miau ist das Geräuschrepertoire von Katzen ist größer, als manch einer denkt. Bewegen sich unsere Samtpfoten sonst eher lautlos durch die Welt, so können sie sich vor allem ihren Haltern gegenüber laut und deutlich äußern. Doch nicht immer versteht der Mensch, was die Katze ihm sagen möchte. Wir leisten Übersetzungshilfe.
Babykatzen miauen, um sich mit ihrer Mutter zu verständigen. Erwachsene Katzen nutzen diesen Laut fast ausschließlich zur Kommunikation mit dem Menschen.
Katzen miauen aus unterschiedlichen Gründen. Meist jedoch, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Miaut Ihre Katze Sie an, möchte sie wahrscheinlich etwas von Ihnen. Vielleicht hat sie Hunger oder sie möchte gestreichelt werden oder spielen. Was Sie tun können, wenn Ihre Katze nachts durchgehend miaut, erfahren Sie hier. Das Miau klingt bei Katzen ganz unterschiedlich, manchmal zart und kaum zu hören, dann wieder langgezogen und fast schon verzweifelt. Bei Kitten ist es ein ganz natürliches Katzenverhalten. Sie nutzen diesen Laut zur Kommunikation mit ihrer Mutter. Erwachsene Katzen hingegen miauen sich untereinander kaum an. Sie nutzen diesen Laut fast ausschließlich zur Kommunikation mit dem Menschen. Kater Bean begeistert auf Social Media mit einem ganz besonderen Sprachtalent.
Gurren: Bei der Katze ist alles in Ordnung
Das Gurren klingt wie eine Mischung aus Miauen und Schnurren und signalisiert in der Regel: „Bei mir ist alles in Ordnung.“ Gurrt eine Katze ihren Menschen an, kommt das fast schon einer Auszeichnung gleich – die Katze freut sich über die Anwesenheit. In manchen Situationen kann das Gurren auch als Aufforderung an den Menschen verstanden werden.
Schnurren: Ein Zeichen von Wohlbefinden, aber nicht immer
Eine schnurrende Katze ist für viele der Inbegriff von Zufriedenheit. Schließlich gibt es kaum etwas Beruhigenderes, als eine schnurrende Katze auf dem Schoß zu haben. In den meisten Fällen drückt dieses Verhalten Wohlbefinden aus. Forscher haben herausgefunden, dass die besondere Frequenz des Schnurrens Knochen schneller heilen lässt. Deshalb ist Schnurren nicht immer ein Zeichen von Wohlbefinden. Katzen schnurren auch, wenn es ihnen schlecht geht und sie Schmerzen oder Angst haben. Das tun sie, um sich selbst zu beruhigen oder um die Heilung zu beschleunigen. Es kann aber auch passieren, dass die Katze plötzlich gar nicht mehr schnurrt.
Fauchen: Achtung, gleich wird‘s ernst
Wenn eine Katze faucht, heißt das in der Katzensprache: „Hau bloß ab!“ Gründe, aus denen eine Katze faucht, gibt es viele. So fauchen sie, wenn sie Angst haben, sich erschreckt haben oder kurz bevor sie zum Angriff übergehen. Auch Stress bei Katzen kann sich durch Fauchen äußern. Deshalb sollten Menschen das Fauchen unbedingt ernst nehmen, um Verletzungen durch einen Biss oder Krallen zu vermeiden. Außerdem sollten Katzenhalter herausfinden, was der Samtpfote missfällt und den Grund möglichst abschalten.
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Auch Katzen können knurren. Das tun sie, um klarzumachen: „Bis hierhin und keinen Schritt weiter.“ Manche Katzen knurren, um Futter oder das Lieblingsspielzeug zu verteidigen. Andere, weil sie sich in die Enge getrieben fühlen und Angst haben. Doch auch Angst oder Verunsicherung können sich dadurch äußern. Eine knurrende Katze sollte man ernst nehmen – immerhin zeigt sie so deutlich, dass sie sich Abstand wünscht.
Schnattern: Frustration oder Todesbiss-Training
Das Schnattern oder Keckern kennen vor allem Menschen, die Wohnungskatzen halten. Hat die Katze am Fenster einen Vogel im Baum entdeckt, beginnt sie oft mit diesem Laut, bei dem das Maul sich schnell bewegt. Das ist ihre Reaktion darauf, dass sie die Beute gern schnappen, jedoch nicht erreichen kann. Es kann also auch Frustration ausdrücken. Es gibt die Theorie, dass Katzen mit dem Schnattern den Todesbiss üben. Das ist allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen. Es kursiert auch die Behauptung, Katzen würden Keckern, um Vogelgeräusche zu imitieren.
Jaulen: der typische Katzenjammer
Das Jaulen ist besonders nachts häufig zu hören und klingt mitunter bedrohlich bis furchteinflößend. Dann geht meist gerade ein Revierkampf vonstatten, der lautstark kommentiert wird. Katzen jaulen oder jammern aber auch, wenn sie Schmerzen haben oder sehr unzufrieden sind.
Lautäußerungen der Katze allein sind nicht aussagekräftig
Nur anhand der Laute kann man die Stimmung der Katze nicht vollends deuten. Katzenhalter sollten die gesamte Körpersprache und Mimik ihres Stubentigers genau beobachten, um wirklich zu erkennen, was ihr Liebling möchte oder wie es ihm geht.