- VonFrederik Steinhageschließen
Die richtige Ernährung Futter ist für Hunde genauso wichtig wie für Menschen. Öko-Test hat sich verschiedene Hundefutter angeschaut – mit überraschendem Ergebnis.
Gleich drei Hundefutter-Marken fallen beim Test mit der Note „ungenügend“ durch. 25 verschiedene Trockenfutter-Sorten wurden von Öko-Test auf ihre Bestandteile, die Einhaltung bestimmter Vorgaben und der Energie, welche der Hund durch das Futter gewinnt, hin untersucht. Die Gründe für die schlechten Bewertungen durch die Tester des Verbrauchermagazins variieren, hingen aber meist mit problematischen Inhaltsstoffen zusammen. Das monierten die Tester auch schon bei diversen Diätdrinks.
Hundefutter im Check: So gingen die Tester vor
Errechnet wurden die Ergebnisse von einem Universitätsinstitut, das sich auf Tiernahrung spezialisiert hat. Als Grundlage dienten einerseits gesetzlich festgelegte Höchstgehalte bestimmter Stoffe und die Vorgaben des europäischen Verbands der Heimfutterhersteller. Darüber hinaus wurden alle untersuchten Hundefutter als Alleinfuttermittel beworben, was bedeutet, dass keine anderen Nahrungsmittel neben dem Produkt nötig seien.
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Das Geld, das Hundebesitzer für die Nahrung ihrer Fellnase investieren müssen, wurde in Cent pro Tag angegeben. Dabei ging der Test einmal von einem weniger aktiven Hund (unter einer Stunde Auslauf am Tag) und von einem moderat aktiven Hund (ein bis drei Stunden Auslauf am Tag) mit jeweils 10 Kilo Körpergewicht aus.
Drei Hundefutter kriegen Note „ungenügend“ von Ökotest – Das sind die Gründe
Mit 53 Cent pro Tag bei wenig aktiven Hunden und 73 Cent am Tag für moderat aktiven Hunden gehört Eukanuba Adult M mit frischem Huhn zu den teureren der untersuchten Produkte. Die Note „ungenügend“ bekommt dieses Hundefutter wegen seines deutlich überhöhten Zinkgehalts. Dadurch entstünden zwar keine gesundheitlichen Risiken für das Tier, die Grenzwerte sollten aber aus Gründen des Umweltschutzes dennoch eingehalten werden. Zink kann durch Abschwemmungen in Gewässern landen und dort bleibende Schäden verursachen.
Das Futter Crave mit Huhn, Kochenmark & Urgetreide von Mars kommt mit 97 Cent bzw. 1,26 Euro auch eher happiger daher. Diese Produkte schneiden beim Test mit der schlechtesten Note ab, da beide einen stark erhöhten Selen-Gehalt aufweisen. Dieser kann zwar von einem ausgewachsenen Hund verarbeitet werden, in Kombination von bestimmten Ergänzungsfutter-Sorten kann es dennoch zu einer Überdosierung kommen. Zusätzlich stimmt bei den beiden Sechser-Kandidaten auch die auf der Packung angegebenen Fütterempfehlungen nicht.
Auch das Frolic-Futter Complete mit Geflügel, Gemüse und Reis musste aufgrund von zu geringer Konzentration von Methionin und Cystein die Note sechs hinnehmen. Diese Bestandteile sind wichtig für Haut, Fell, Augen und Herz des Hundes. Mittlerweile hat der Hersteller die Rezeptur angepasst, wie Öko-Test mitteilten. Auf die dürftigen Testergebnisse reagierten zuletzt auch Rosinenhersteller – einige Produkte sind vorerst vom Markt.
Hundefutter-Testsieger gibt es in der Drogerie zu kaufen – und das auch noch günstig
Als etwas überraschender Testsieger trat das Futter K- Carinura Premium Komplettnahrung 25 % Frischgeflügel Adult von Kaufland hervor. Überraschend auch deshalb, weil es mit 22 beziehungsweise 28 Cent pro Tag für einen moderat aktiven Hund vergleichsweise preiswert ist.
Auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick ernüchternd aussieht, müssen sich Hunde-Liebhaber keine Sorgen machen. Insgesamt konnten 15 Hundefutter mit „gut“ oder „sehr gut“ abschneiden. Kommt der Liebling auf vier Pfoten aber allmählich in seine goldenen Jahre, muss eventuell auch die Ernährung angepasst werden. Dann braucht es für Senior-Tiere ausgerichtetes Spezialfutter.
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