Bedenklicher Inhaltsstoff gefunden

Wasser bei Öko-Test: Marken-Produkt enthält giftigen Inhaltsstoff – günstige Eigenmarken glänzen

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Mehr als 50 Mineralwasser wurden von Öko-Test bewertet. Vor allem günstige Produkte konnten überzeugen – doch es gibt auch mehrere klare Verlierer.

München – Obwohl das Trinken von Leitungswasser normalerweise keine Gesundheitsrisiken birgt, ziehen viele Menschen Flaschenwasser vor. Ob man sich für Classic, Medium oder still, entscheidet, liegt bei jedem Einzelnen. Öko-Test hat kürzlich Dutzende von Mineralwässern unter die Lupe genommen.

Die meisten Wasserliebhaber können sich entspannen, da die meisten Produkte als „sehr gut“ oder „gut“ eingestuft wurden. Allerdings gab es auch klare Verlierer in der Öko-Test-Untersuchung.

Ökotest untersucht Mineralwasser: Günstige Eigenmarken von Discountern und Supermärkten glänzen

Zu den Testsiegern gehörten bekannte Marken wie Adelholzener und Selters. Viele Mineralwässer von Eigenmarken von Discountern und Supermärkten erhielten immerhin die Bewertung „gut“. Dazu gehören unter anderem:

  • Gut und Günstig natürliches Mineralwasser classic (Edeka)
  • Ja! natürliches Mineralwasser Classic (Rewe)
  • K-Classik natürliches Mineralwasser spritzig (Kaufland)
  • Penny natürliches Mineralwasser Classic
  • Quellbrunn Mineralwasser Classic (Aldi Süd)
  • Saskia Classic natürliches Mineralwasser (Lidl)
Mehr als 50 Mineralwasser wurden von Ökotest untersucht, die meisten konnten im Test überzeugen. (Symbolbild)

Ein Mineralwasser fällt bei der Untersuchung von Öko-Test durch: bedenklicher Inhaltsstoff gefunden

Allerdings konnte nicht jedes Produkt bei Öko-Test punkten. Ein Produkt erhielt die Bewertung „mangelhaft“, während acht weitere Mineralwässer nur als „ausreichend“ eingestuft wurden. Das Schlusslicht bei Öko-Test war Marius Quelle Classic, Sachsenheim. In diesem Mineralwasser wurden der bedenkliche Inhaltsstoff Bor sowie ein Pestizidabbauprodukt gefunden.

Laut Verbraucherzentrale kann sich das Halbmetall Bor im Körper ansammeln und wird nur langsam über die Nieren ausgeschieden. Daher kann eine dauerhaft erhöhte Aufnahme zu einer chronischen Vergiftung führen. Im Bericht der Verbraucherzentrale wird insbesondere vor der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Bor gewarnt. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest kam sogar zu dem Schluss, dass fast alle Nahrungsergänzungsmittel überflüssig sind.

Es gibt viele Mineralwasserhersteller auf dem Markt, die gelegentlich Schlagzeilen machen. Beispielsweise wurde mehrere Marken von Nestlé vorgeworfen, sie würden verunreinigtes Wasser an die Verbraucher verkaufen. Selbst große Supermarktketten waren nicht immun gegen solche Vorfälle. So musste beispielsweise Rewe einen Rückruf für Mineralwasser starten, da das Wasser einen unangenehmen Geruch aufwies. Solche Vorfälle sind in Deutschland jedoch eher selten. Dies wurde auch von Öko-Test bestätigt, da fast die Hälfte der getesteten Mineralwässer mit die beste Bewertung erhielt.

Rubriklistenbild: © Fernando Frazão/dpa

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