Warnungen im Display

Cybertruck-Besitzer berichtet von 25 kritischen Fehlern – nach nur zwei Tagen Nutzung

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Die Berichte über Probleme bei Teslas Cybertruck reißen nicht ab. Ein Kunde meldet 25 kritische Fehlermeldungen nach nur zwei Tagen Nutzung.

Es gibt wohl nur wenige Autos auf dem Markt, die auch nur ähnlich umstritten sind wie der Cybertruck von Tesla. Während die einen das extrem kantige Design als innovativ feiern, verspotten es andere als kurios. Doch egal, wie man zur Optik des Elektro-Pick-ups steht: Nachdem der Produktionsanlauf mehrfach verschoben werden musste, häufen sich nach dem Marktstart Ende 2023 jetzt die Berichte über Probleme mit dem Wagen. Zuletzt beschwerten sich Käufer unter anderem über Rostflecken auf der Edelstahlhaut des Cybertrucks, aber auch die Radkappen des Elektro-Pick-ups von Tesla machen Ärger. Nun sind in Foren Beiträge über gehäufte Fehlermeldungen aufgetaucht.

Tesla-Besitzer postet Screenshots: 25 „kritische Fehlermeldungen“ im Cybertruck

Schon eine einzige Fehlermeldung im Cockpit ist in aller Regel ein Problem, doch ein Nutzer berichtet im Forum CybertruckOwnersClub gleich von 25 „kritischen Fehlermeldungen“. Damit niemand meint, er habe sich das nur ausgedacht, hat der Cybertruck-Besitzer gleich mehrere Screenshots hochgeladen.

Ende 2023 wurden die ersten Tesla-Cybertrucks ausgeliefert – mittlerweile häufen sich die Berichte über Probleme. (Symbolbild)

Rote Warnmeldung taucht plötzlich im Cybertruck-Bildschirm auf

Nachdem er mit seinem nur zwei Tage alten Tesla mit etwa 25 Meilen pro Stunde (rund 40 km/h) die Straße entlang gefahren sei, hätte der Bildschirm im Cybertruck plötzlich rot aufgeblinkt und einen „kritischen Fehler“ angezeigt, schreibt der Besitzer. Wie sich später herausstellte, waren aber offenbar gleich zahlreiche Fehler im System hinterlegt: 25, um genau zu sein. Unter anderem zeigte das Elektroauto eine „deaktivierte Hinterachslenkung“, und eine „reduzierte Leistung“ an, außerdem sei der Wagen „nicht in der Lage zu laden“ und habe einen „Fehler im Hochvoltsystem.“

Elektroauto-Markt in China boomt: Zehn Marken, die Sie kennen sollten

Elektrotransporter von Maxus.
Platz 10 – Maxus: Ford, VW und Mercedes aufgepasst. Mit Maxus greifen die chinesischen Hersteller auch bei den Nutzfahrzeugen an. Die Modelle der 2011 gegründete Tochter von SAIC Motors sind unter anderem bei der österreichischen Post und Ikea im Einsatz. Verkauft werden die Transporter über eigene Händler. © GlobalImagens/Imago
Der Aiways U5.
Platz 9 – Aiways: 2017 ging der Hersteller in China an den Start. Schon zwei Jahre später folgte die erste Niederlassung in Europa. Im selben Jahr kam mit dem U5 das erste Auto in China auf den Markt. 2020 folgte Deutschland.  © Aiways
Der Wey Coffee 01
Platz 8 – Wey: Ihr Debüt feierte die Marke 2016 im Rahmen der Guangzhou Auto Show. Ab 2017 wurden die ersten Autos verkauft. In Europa ist Wey seit 2022 vertreten. Mit dem Coffee 01 will die Tochter von Great Wall in Deutschland durchstarten. Mit dem Plug-in-Hybrid Cooffee 02 legen die Chinesen im Herbst nach. Vertrieben werden die Fahrzeuge vom Importeur Emil Frey. © Wey
Lynk & Co 01
Platz 7 – Lynk & Co: Auch hinter diesem Hersteller, der 2016 gegründet wurde, verbirgt sich wieder Geely. Der Plug-in-Hybrid 01 wird dabei vor allem im Abo vertrieben. Das Modell kann aber auch gekauft oder geliehen werden. Entwickelt und entworfen wurde der Lynk & Co in Schweden bei der Konzernschwester Volvo.  © Lynk & Co
Der MG 4 EV.
Platz 6 – MG: Tot gesagte Leben länger. Das gilt auch für die britische Traditionsmarke MG. Allerdings nicht mehr unter der Flagge ihrer Majestät. Nach der Insolvenz erwarb zunächst die Nanjing Automobile Group im Juni 2005 die Markenrechte für 53 Millionen Pfund Sterling (ca. 61 Millionen Euro). Inzwischen gehört der Hersteller zu SAIC Motor. Dort wurde MG mit Roewe in der Abteilung Passenger Vehicle zusammengefasst. Seit Januar 2021 ist MG auch wieder auf dem deutschen Markt vertreten – unter anderem mit dem 4 EV. © MG
Der Xpeng P7.
Platz 5 – Xpeng: Wie viele chinesische Hersteller ist auch Xpeng noch relativ jung. Erst 2014 wurde das Unternehmen gegründet, konnte in den vergangenen Jahren seine Stückzahlen aber immer weiter steigern. In Europa ist Xpeng bisher lediglich in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Wann der Hersteller nach Deutschland kommt, ist unklar. © Zuma Wire/Imago
Der Zeekr 001.
Platz 4 – Zeekr: Auch wenn der Name so gar nicht chinesisch klingt, stammt der Hersteller dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Markenname setzt sich aus Generation Z und dem Begriff Geek zusammen. Hinter dem erst 2021 gegründeten Autobauer steckt Geely. Mit der neuen Tochter möchte man im Premiumsegment Fuß fassen. Zeekr arbeitet zudem mit Waymo an einem vollelektrischen, autonom fahrenden Ride-Hailing-Fahrzeug für die USA. Zusammen mit Mobileeye will man bis 2024 autonomes Fahren in Serie bringen. 2023 soll die Marke in Schweden und den Niederlanden mit den Modellen 001 und X ihren Europa-Start feiern. © Zeekr
Der Ora Funky Cat.
Platz 3 – Ora: Wie Wey gehört auch Ora zu Great Wall Motor. Gegründet wurde die Elektro-Tochter erst im Jahr 2018. Trotz ihrer noch recht jungen Geschichte hat die Marke schon für einen Aufreger gesorgt und eine dreiste Kopie des VW Käfer auf den Markt gebracht. In Europa gibt es das Modell jedoch nicht, dafür aber den Funky Cat. © Ora/GWM
Der NIO ES6 steht auf einer Messe.
Platz 2 – NIO: Der Name des 2014 gergründeten Herstellers ist eine Anspielung auf den Smog über den Großstädten Chinas. Nio,in chinesischen Schriftzeichen „Weilai“, bedeutet übersetzt „Der Himmel wird blau“. Eine Besonderheit der Marke ist die Battery-Swap-Technologie. In fünf Minuten wird der Akku gegen einen neuen ausgetauscht. Sein Europa-Debüt gab Nio 2021 in Norwegen. Seit 2022 sind die Elektroautos auch in Deutschland erhältlich. © VCG/Imago
Der BYD Seal.
Platz 1 – BYD: Unter den chinesischen Autobauern ist Built Your Dreams (BYD) fast schon so was wie der Opa. Seit 1995 gibt es das Unternehmen bereits. Autos spielten am Anfang jedoch noch keine Rolle, stattdessen baute man wiederaufladbare Batterien. Erst 2003 stieg man durch den Kauf der angeschlagenen Xian Qinhuan Automobile in das Automobilgeschäft ein. Inzwischen ist BYD einer größten Automobilproduzenten Chinas und der Welt. In Deutschland sind die Chinesen derzeit mit den Modellen Atto3, Han und Tang vertreten. © VCG/Imago

Auch andere Cybertruck-Besitzer berichten über ähnliche Fehlermeldungen

Auch ein anderer Cybertruck-Besitzer berichtet in dem Forum von einem „kritischen Fehler“. Er hat ebenfalls einen Screenshot gepostet: Dort ist ein rotes Warndreieck zu sehen: „Halten Sie sicher an, es wurde ein kritisches Lenkungsproblem festgestellt“, ist daneben zu lesen. Zum Glück trat der Fehler offenbar in der Garage und nicht während der Fahrt auf. Und auch ein dritter Cybertruck-Kunde beschwert sich bei seinem nahezu neuen Fahrzeug über ähnliche Fehlermeldungen. Erst kürzlich musste Tesla 2,2 Millionen Fahrzeuge zurückrufen, weil einige Warnhinweise nicht den Vorgaben entsprachen.

Zumindest im Falle des Cybertruck-Kunden mit den 25 kritischen Fehlermeldungen wurde der Wagen laut dem Besitzer inzwischen von Tesla abgeholt – und auch das Problem angeblich diagnostiziert: Offenbar ist ein Kabelbaum defekt und muss ersetzt werden. Nun wartet Tesla auf das Ersatzteil und der Besitzer auf die Rückkehr seines Wagens. In Europa stehen die Chancen für einen Verkauf des Cybertrucks übrigens eher schlecht: Unter anderem sprechen das extrem hohe Gewicht und das Design dabei eine Rolle.

Rubriklistenbild: © ZUMA Wire/Imago

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